Down Syndrom

    • (1) 21.03.17 - 19:34

      Heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag <3

      Ein Leben mit dem Down Syndrom - absolut l(i)ebenswert!

      https://www.youtube.com/watch?v=eONn98H0YwM

      • Ich hab einen Abbruch wegen Trisomie 21 gehabt und daher interessiert mich das Thema.

        Danke für den Link.

        • Ich hätte vielleicht auch einen Abbruch gehabt, wenn ich vor 7 Jahren nicht (eher blauäugig) auf jegliche Pränataldiagnostik verzichtet hätte. Vermutlich aus Angst und weil ich nicht die geringste Ahnung gehabt hatte was tatsächlich (nicht) auf mich zukommt. Ich empfinde es aus jetziger Sicht als Riesenglück diese Option nicht gehabt zu haben.

          Für manche Menschen ist es gut, dass es die Möglichkeit einer Abtreibung gibt.

          Aber heute ist Welt-Down-Syndrom-Tag!

          Ein Tag für die Menschen, die mit diesem Syndrom geboren wurden, und keine Option haben. Menschen (eigentlich) wie du und ich.

          Alles Gute für dich!
          S.

          • Oh, das hast Du wunderschön geschrieben! Wenn die Kleine auf Deinem Foto Dein Kind ist: Die ist ja zuckersüß!

            Ich bin immer ganz begeistert, wenn ich von den Erfolgen lese, die heute, mit den vielen Fördermöglichkeiten, für Menschen mit Downsyndrom möglich sind: Ich habe von einem Betroffenen gelesen, der (Psychologie?-)Professor geworden ist. Und gestern wurde aus gegebenem Anlass in unserer Tageszeitung von einer jungen Frau mit DS berichtet, die sich ihren Kindheitstraum verwirklichen konnte und Wetterfee geworden ist! Vor 10 Jahren undenkbar.

            Ich wünsche Deiner Tochter einen Traum und sichere Schritte bis zu seiner Verwirklichung.

            LG, basta.pasta

            • Hallo,

              Trisomie 21 ist eine genetische Erkrankung. Ob jemand die Verantwortung für ein Kind mit Trisimo 21 tragen kann oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Allerdings kann ich dieses Schöngerede nicht nachvollziehen. Es gibt EINEN Mann mit Trisomie 21, welcher Professor geworden ist. Die "Wetterfee" ist eine junge Frau, welche einmalig das Wetter im TV präsentieren durfte. Sie kann weder lesen noch schreiben, sondern hat sich mit Hilfe von Piktogrammen das Notwendige angeeignet, aber sie hat sich ihren Traum erfüllt.
              Die meisten Menschen mit Trisomie 21 sind auf Hilfe und Unterstützung lebenlang angewiesen. Der Alltag und die Kindheit ist nicht einfach wie mit einem gesunden Kind. Ich bewundere Eltenr, welche sich für diese Kinder entscheiden und mit ihnen den ganzen, oft schweren Weg gehen.

              LG
              Enne

              • ***Trisomie 21 ist eine genetische Erkrankung.***

                Falsch, es ist eine numerische Chromosomenaberration und keine Erkrankung.

                ***Ob jemand die Verantwortung für ein Kind mit Trisimo 21 tragen kann oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Allerdings kann ich dieses Schöngerede nicht nachvollziehen.***

                Und ich kann nicht nachvollziehen warum manche Menschen nicht wenigstens an EINEM Tag im Jahr, diesen MENSCHEN (!!!) nicht einfach mal ihr Lebenswertsein gönnen und ihnen selbst da nur ihre Defiziten um die Ohren hauen ;-)

                Das was dir, aus welchen Gründen auch immer, als Schönreden aufstößt, kann man genauso Ressourcenorientierung nennen.

                ***Die meisten Menschen mit Trisomie 21 sind auf Hilfe und Unterstützung lebenlang angewiesen.***
                Ist nicht eigentlich JEDER Mensch sein Leben lang mehr oder weniger auf Hilfe und Unterstützung angewiesen? DU auch? Wir leben in einem engen sozialen Gefüge und da ist das völlig normal. Ja, Menschen mit T21 sind im Durchschnitt auf mehr Hilfe angewiesen. Aber auch sie haben ein eigenes Leben und idR keine Lust dass ihnen ständig jemand reinquatscht. Erst recht nicht die Eltern. Oder stört es dich, dass sie der Gesellschaft im Durchschnitt immer ein bisschen mehr kosten werden, als "gesunde" Menschen?

                ***Der Alltag und die Kindheit ist nicht einfach wie mit einem gesunden Kind.***

                Woher nimmst du dein Wissen? Der Alltag mit Kindern ist nie einfach. Mit einem Kind mit T21 ist er manchmal etwas anders. Die zusätzlich investierte Zeit durch die langsamere Entwicklung wird sehr gut durch die Pflegekasse ausgeglichen. Und wenn du mal ganz genau hinschaust, ich kenne bisher keine Familie persönlich, die ihre "gesunden" Kinder nicht zum Teil anstrengender findet als ihr behindertes Kind. Mich eingeschossen. Es sind andere Dinge, die das Leben anstrengend machen/Kraft kosten. Behörden und dumme Leute.

                ***Ich bewundere Eltenr, welche sich für diese Kinder entscheiden und mit ihnen den ganzen, oft schweren Weg gehen.***

                Bewundert werden muss man heutzutage für den Mut sich trotz eines riesen Angstgespenstes für ein Kind zu entscheiden. Ein Gespenst was konsequent von Leuten die "irgendwen kennen" aufrecht erhalten wird. Manche können das aber auch ohne Mut, aber aus Liebe überwinden. Und in Wirklichkeit braucht man höchstens den Mut ein Kind großzuziehen, was nie echte Wetterfee oder Professor werden wird oder vielleicht nie lesen wird. Und etwas anders ist als andere Kinder. Und nicht jeder kann damit umgehen, dass die Leute gucken.

                LG
                Sanne

                • "Falsch, es ist eine numerische Chromosomenaberration und keine Erkrankung."

                  Für den Normalbürger zählen Krankheiten, welche durch Mutationen hervorgerufen werden, zu den genetischen Erkrankungen. Mir ist klar, daß das Chromosom 21 dreifach statt zweimal vorhanden ist. Nur ist nicht jedes Urbia-Mitglied ein ausgebildeter Mediziner.

                  "Und ich kann nicht nachvollziehen warum manche Menschen nicht wenigstens an EINEM Tag im Jahr, diesen MENSCHEN (!!!) nicht einfach mal ihr Lebenswertsein gönnen und ihnen selbst da nur ihre Defiziten um die Ohren hauen ;-)"

                  Genau, der rosa Elefant ist nicht da. ;-) Immer schön ignorieren.

                  "Ist nicht eigentlich JEDER Mensch sein Leben lang mehr oder weniger auf Hilfe und Unterstützung angewiesen? DU auch? Wir leben in einem engen sozialen Gefüge und da ist das völlig normal. Ja, Menschen mit T21 sind im Durchschnitt auf mehr Hilfe angewiesen. Aber auch sie haben ein eigenes Leben und idR keine Lust dass ihnen ständig jemand reinquatscht. Erst recht nicht die Eltern. Oder stört es dich, dass sie der Gesellschaft im Durchschnitt immer ein bisschen mehr kosten werden, als "gesunde" Menschen?"

                  Für mich besteht schon ein großer Unterschied, ob ein Mensch als Erwachsener für sich selbst sorgen kann oder betreut werden muss. Daß ein Säugling oder alter Mensch mehr Fürsorge bedarf, ist naturgegeben. Und wo bitte schön habe ich etwas von den Kosten geschrieben? Du jubelst mir was unter - ganz schön dreist.

                  "Woher nimmst du dein Wissen? Der Alltag mit Kindern ist nie einfach. Mit einem Kind mit T21 ist er manchmal etwas anders. Die zusätzlich investierte Zeit durch die langsamere Entwicklung wird sehr gut durch die Pflegekasse ausgeglichen. Und wenn du mal ganz genau hinschaust, ich kenne bisher keine Familie persönlich, die ihre "gesunden" Kinder nicht zum Teil anstrengender findet als ihr behindertes Kind. Mich eingeschossen. Es sind andere Dinge, die das Leben anstrengend machen/Kraft kosten. Behörden und dumme Leute."

                  Woher ich mein Wissen nehme? Mein Onkel hatte Trisomie 21, verstarb aber, als ich wenige Jahre alt war. Meine Oma und meine Mutter konnten mir erzählen, wie sich der Alltag mit ihm gestaltete. Und einfach war es immer nicht. Meine Mutter musste öfter zurückstecken. Heute gibt es bessere Hilfen und Unterstützungen dank des Fortschrittes, aber die Gesundheit eines Kindes mit Trisomie 21 ist auf den Stand im Vergleich zu einem normalen Kind.

                  "Bewundert werden muss man heutzutage für den Mut sich trotz eines riesen Angstgespenstes für ein Kind zu entscheiden."

                  Da gebe ich Dir recht. Es wird heute den werdenden Müttern mehr Angst vor den Untersuchungen und den Ergebnissen gemacht.

                  • ***Für den Normalbürger zählen Krankheiten, welche durch Mutationen hervorgerufen werden, zu den genetischen Erkrankungen. ***
                    Trisomie 21 ist keine Krankheit. Punkt. Auch wenn es viele so nennen, weil sie es eben nicht besser wissen. Trotzdem bleibt es falsch.

                    ***Genau, der rosa Elefant ist nicht da. ;-) Immer schön ignorieren.***
                    Ich handhabe es sowohl im Beruf, als auch bei allen meinen Kindern so und fahre damit sehr gut: Ressourcenorientierung statt Defizitorientierung.

                    ***Woher ich mein Wissen nehme? Mein Onkel hatte Trisomie 21, verstarb aber, als ich wenige Jahre alt war. Meine Oma und meine Mutter konnten mir erzählen, wie sich der Alltag mit ihm gestaltete.***

                    DAS ist der entscheidende Punkt. Dein Bild ist ein völlig überholtes Bild. Für "damals" unterschreibe ich dir gerne ALLES. Da braucht man nur die eingestaubte Serie "Unser Walter" anschauen, da stehen einem die Haare zu Berge.

                    Absolut kein Vergleich mehr zu heute.

                    Die Familien damals waren sich völlig selbst überlassen.

                    Heute gibt es zahlreiche Hilfen, zu uns kommt zB jede Woche eine Heilpädagogin, mit der wir auftretende Schwierigkeiten intensiv besprechen können und bisher alle unerwünschten Verhaltensweisen im Keime ersticken konnten. Für die meisten Dinge braucht man einfach nur das entsprechende Wissen woher das kommt und dann einen kleinen Trick und schon klappt es. Wer hat schon den Luxus einer ständig verfügbaren Supernanny?

                    Ich würde mich sehr freuen, wenn du dein veraltetes Bild überdenkst und neu einordnest.

                    LG S.

                    PS:

                    ***Und wo bitte schön habe ich etwas von den Kosten geschrieben? Du jubelst mir was unter - ganz schön dreist.***

                    Bitte entschuldige, ich wollte dich nicht angreifen oder dir etwas unterjubeln.

                    Du hast nichts von Kosten geschrieben, aber von lebenslanger Hilfsbedürftigkeit. Da es eben nicht das Problem der Eltern sein muss, sondern ein "Problem" unseres Sozialgefüges, in dem wir alle stecken, habe ich dir diese rhetorische, zugegebenermaßen etwas provokative, Frage gestellt, da es eben auf ein gesellschaftliches "Kostenproblem" reduzierbar ist.

                    Aus deinem Erfahrungshorizont von annodazumal heraus kann ich dein Argument jedoch nachvollziehen. Denn da war es tatsächlich noch definitiv eine Lebensaufgabe für die Eltern.

                    hallo,

                    ich habe eure diskussion interessiert verfolgt und komme um ein paar worte nicht herum.

                    der blick der posterin auf das leben mit downsyndrom ist geprägt von der sicht des kindes aus. ihres kindes, das sie liebt und ihr leben positiv bereichert hat. sie sieht ein absolut ebenswertes schönes leben für ihr kind vor sich.

                    dein blickwinkel ist geprägt von der sicht der familie auf das kind bzw. auf das leben mit einem down syndrom kind. dazu das bild dieses lebens eine generation vor dir.

                    du schreibst die posterin sehe einen rosaroten elefanten und nicht die realität. aber ist es nicht ihre realität und wer sollte da das recht haben illusion zu unterstellen?

                    fakt ist, dass ihr beide unterschiedliche argumentationsausgangspunkte habt, die beide ihre berechtigung haben.
                    kommt ein kind mit defiziten auf die welt, betrifft es eben nicht nur dieses kind, sondern die ganze familie. es dreht sich eben nicht nur darum, ob genau dieses kind ein recht auf leben hat bzw. ein lebenswertes leben haben wird, sondern welche auswirkungen die erkrankung, genetische veränderun goder was auch immer für die familie haben wird.
                    aber: wir wissen heute so viel mehr über das down syndrom und wie die poyterin schreibt, bekommt sie viel mehr unterstützung als es deine familie früher bekam. so fällt für die vielleicht der punkt der negativen aspekte für die familie nahezu komplett weg.

                    erst diese woche habe ich eine familie beobachtet, welche aus zwei größeren töchtern und zwei kleinkindern bestand. + eltern natürlich. das ältere kleinkind ein vielleicht 2-3jährger junge mit down syndrom, der mit so unheimlich viel liebe von allen behandelt wurde, das mir wahrlich das herz aufging. ich musste mich bremsen immer zuzuschauen, weil ich nicht wollte, dass die familie denkt es ist voyerismus meinerseits. ich war nur fasziniert von dem kleinen jungen und seinen liebevollen schwestern.
                    das kleinere kleinkind war ein gesundes kleines mädchen. ich gehe davon aus, dass die mutter sich bewusst für das 4te kind entschieden hat und dementsprechend ihr leben mit einem down syndrom kleinkind nicht so prägend negativ sein kann.
                    übrigens habe ich nur erkannt, dass der junge das down syndrom hat, weil man es eben an den augen erkennen konnte und später die mutter einer bekannten etwas darüber auf dem spielplatz erzählt hat. ansonsten flitzte der kleine wie alle anderen seines alters über den spielplatz und war eben ein ganz normaler kleiner junge. absolut geliebt dazu.

                    und obwohl ch bisher kein negatives bild zu down syndrom hatte, hat das mein bild um so viel positives bereichert.

                    lg

                Liebe ohiticawin,

                ärgere Dich nicht. Es kann kaum Schönrederei sein, wenn Eltern, deren Kinder Trisomie 21 haben, in aller Regel sagen, dass sie die Entscheidung für ihr Kind nicht bereuen. Oder, wenn sie es erst nach der Geburt erfahren haben, nach dem Schock und dem Einfinden in das etwas andere Leben mit ihrem Kind sehr glücklich mit ihrer Situation sind. Ich glaube nicht, dass die alle lügen.

                Jeder sollte jedem Menschen sein Lebens- UND Liebenswertsein gönnen. Übrigens zahle ich meine Steuern und Beiträge lieber für Menschen mit Handicap als für ... ach, so viel anderes. Alles hat einen Sinn und Zweck. Vielleicht sollen wir von Menschen mit Downsyndrom ja den unverstellten und direkten Blick auf die Dinge lernen. Ich habe schöne Gespräche mit einem Betroffenen in meinem Alter, die mir manchmal eine ganz andere Sichtweise eröffnen. Man muss sich nur darauf einlassen können.

                Und wer entscheidet eigentlich, was/wer "anders" ist? Ich bin anders als ein Mensch mit DS. Wir sind dich alle irgendwie anders. Und wenn das Leben nur nach Kosten-Nutzen-Abwägung bewertet wird, kriegen wir später keinen Platz mehr im Altenheim, sondern eine Zyankalikapsel.

                LG, basta.pasta

            Danke für die Belehrung, ich dachte immer, das wäre eine Form von Masern. (Hältst Du mich für blöd?)

            Habe ich geschrieben, dass jede Frau ein Kind mit Handicap austragen muss? Ich lebe nicht das Leben anderer Frauen, sondern nur meins, darum urteile ich auch nur über meins.

            Wenn ich das, was die TE so liebevoll über ihr Kind schreibt, toll finde und ihr das schreiben möchte, widerspricht das genau welcher Regel? Und ja, ich denke, wenn es EINEM Mann mit Downsyndrom gelingt, Professor (oder was auch immer, das ihn glücklich macht) zu werden, zeigt das, dass es nicht unmöglich ist. Und die junge Wetterfee war so stolz, und das hat MICH gerührt. Schlimm? Schöngerede? Wenn Du meinst...

            Habe im unmittelbaren Umfeld einen 50jährigen Mann mit Trisomie 21, dem ich den Teller vom Buffet zum Tisch trage und ihn dabei an der Hand zurück zum Tisch bringe. Einen Mann, der genau weiß, dass er speziell ist und der so gerne ernst genommen werden möchte. Mit dem ich mich auf seinem Niveau unterhalte und dabei seine Sichtweise kennenlerne. Der stolz ist auf seine Arbeit in der Beschützenden Werkstatt... Ich weiß um die Auswirkungen dieses einen überzähligen Chromosoms.

        Danke, JA, das ist meine Tochter! Sie ist ein wundervoller Mensch.

        Nein, Professor ist keiner geworden, aber ein Lehrer für Pädagogische Psychologie. Und die Wetterfee durfte tatsächlich nur einmal moderieren, die Überschriften entsprechender Meldungen waren sehr irreführend, was mich etwas geärgert hat.

        Aber ich finde es unheimlich toll, was Menschen mit T21 erreichen können. Ein "normales" Leben, was viele mittlerweile führen. Das geht von Kinobesuchen über Schüleraustausch, bei völlig behinderten-unerfahrenen Gasteltern. Oder einen Job und Heiraten.

        Man weiß einfach mittlerweile sehr viel über die Vorgänge im Gehirn. Manche sprechen schon gar nicht mehr von einer geistigen Behinderung, sondern ordnen T21 unter Lernbehinderungen ein. Weil sie einfach andere Lernstrukturen brauchen und wenn sie die bekommen, dann ist da auch viel "herauszuholen".

        Außerdem ist die medizinische Forschung auch schon dran Medikamente zu entwickeln, die die hemmenden Wirkungen eines aus dem Gleichgewicht geratenen Neurotransmitters aufheben. Ein erwachsener Probant konnte zB plötzlich völlig selbständig öffentliche Verkehrsmittel nutzen was vorher undenkbar war. Das könnte sogar am Ende bedeuten, dass sich das Gehirn eines Menschen mit DS völlig "normal" entwickeln kann, wenn es früh eingesetzt wird.

        Nahrungsergänzung, die auf den Gehirnstoffwechsel positiv einwirken werden jetzt schon erfolgreich eingesetzt.

        LG S.

        • [***vom urbia-Team entfernt]

          • Hallo,

            zwar hast Du nicht mich gefragt. Ich hoffe, dass ich trotzdem dazu schreiben darf. Also: Vielleicht gibt es unter Menschen mit Downsyndrom Gewalt- und Sexualstraftäter sowie Epileptiker genau so wie unter dem Rest der Bevölkerung. Und wie die TE schrieb, kann das Benehmen über Erziehung beeinflusst werden. Vielleicht wurde bei der jungen Frau im Eiscafé an der Stelle was versäumt.

            Dass Du den Abbruch gewählt hast, war Deine Entscheidung, die niemand bewerten darf und kann.

            LG, basta.pasta

            ***Der Sohn von meiner Cousine ist aggressiv, hat schon Kinder sexuell belästigt und zwei versuchte Vergewaltigungen gehen auf sein Konto.***
            Hm, seltsame Geschichte. Ich weiß von einem Fall, dem auch eine Vergewaltigung vorgeworfen (zu recht, samt Verurteilung) wurde, wobei da herauskam, dass er selbst als Kleinkind massiv von seinen eigenen Eltern sexuell missbraucht wurde. "Normal" ist das auch für einen Menschen mit DS nicht. Allerdings sind sie sicher empfänglicher für Verhaltensstörungen, wenn etwas in ihrem Umfeld mächtig schief läuft.

            *** und war auch schon als Kind sehr aggressiv.***
            Ich wurde auch schon bei Anmeldungen gefragt ob meine Tochter zu den "aggressiven Menschen mit DS" gehört. Also scheint es die zu geben. Kennengelernt habe ich noch kein aggressives Kind mit DS. Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer Gutachterin wegen einer Integrationshilfe. Sie erzählte mir, dass diese Hilfe für Kinder mit DS eigentlich nie bewilligt werden. Nur wenn die Kinder aggressiv wären und das hätte sie in ihrer langen beruflichen Tätigkeit erst zweimal erlebt.

            ***Kennst du auch solche Fälle, denn auch ich finde dass immer nur die positiven Beispiele werden.***
            Ich habe sehr viele Familien kennengelernt, in Kuren, Kliniken, bei Treffen oder auch auf der Straße und darunter nur ein einziges negatives Beispiel erlebt. Eine Frau mitte 20, die extrem schwer betroffen war und einfach nicht in die Betreuung wollte. Sie setzte sich auf den Boden und kein Mensch konnte ihre 100 Kilo vom Fleck bewegen. Sie wurde von der Mutter und der Oma begleitet. Beide sprachen fast kein Deutsch, aber was ich verstanden habe, dass sie nie irgendeine Förderung hatten und das "Kind" seit der Geburt 24/7 zuhause lebt.

            ***In einer Familie sagte mir die Mutter dass ihre anderen Kinder sehr zurück stecken müssten da ihr Down Kind im Rollstuhl saß und bis zu 50 epileptische Anfälle am Tag hatte...es konnte nicht sprechen, nicht essen, gar nichts. ..***
            Kenne ich genau einen Fall, der Junge hatte leider schweren Sauerstoffmangel bei der Geburt.

            ***Wie siehst du diese Fälle?***
            Einzelschicksale?

            Absolut! Und Horrorgeschichten, die du aufgesaugt hast, irgendwo. Ganz ehrlich. Mit einer oder zwei "Geschichten" hätte ich dir geglaubt, dass du das wirklich so erlebt hast. Vielleicht habe ich JETZT eine rosarote Brille auf, aber auch in den 39 Jahren hatte ich Augen im Kopf und selbst da habe ich keinen einzigen derartigen Fall erlebt.

            ***Das hätte ich mir nicht den Rest meines Lebens angucken wollen. ..kannst du das nachvollziehen?***
            Da ich deine anderen Beiträge allgemein zum Kinderkriegen gelesen habe kann ich deine Sicht nachvollziehen. Und ich glaube auch, dass dich nicht nur Menschen mit DS abstoßen.

            ***Ich hattw letztens eine Mutter mit ihrer erwachsenen Tochter im Eiscafe am Nebentisch sitzen. ..diese junge Frau war laut, aß sehr unappetitlich ihr Eis, schrie rum und hat einfach alle anderen Gäste gestört. ..ich bin dann gegangen weil mich das wirklich angeekelt hat.***

            Habe ich noch nie bei einem Menschen mit Down Syndrom erlebt, weder unappetitlich essen noch rumschreien, im Gegenteil, ich erlebe die Menschen mit DS, die ich auf der Straße sehe sehr ruhig und zurückhaltend. Und ich sehe ständig Menschen mit DS. Überall. Früher sind sie mir oft gar nicht aufgefallen, jetzt habe ich ein Blick dafür. Früher waren für mich Menschen mit DS alle schlecht gekleidet und auffällig. Aber nur, weil mir eben ausschließlich die wenigen, die tatsächlich etwas vernachlässigt waren, auffielen. Die anderen habe ich gar nicht wahrgenommen.

            (17) 22.03.17 - 22:11

            Von dir lese ich nur Hetze gegen Randgruppen.

            Zuerst schreibst du, dass die Bedürfnisse von deinem Kind für dich zweitrangig sind.
            "Drauf geschis...." waren glaube ich, deine Worte.

            Im Forum Familienleben kommen zwischen den Zeilen der rassische Ton durch, und hier jetzt gegen Menschen mit Behinderung.

            Solltest du kein (bekannter) Fake sein, sondern tatsächlich so leben mit deinen Einstellungen, bin ich von dir angeekelt!

            Ich weiß nicht was dich treibt hier solchen Unsinn zu verbreiten. Vielleicht brauchst du dieses Bild um mit deiner Situation klarzukommen.

            Fakt ist, dass das Down Syndrom diese Ausmaße, die du beschreibst in den allerallerseltensten Fällen mitsichbringt. Im geschützen Bereich, unter Eltern von Kindern mit Down Syndrom, verbreiten sich solche Geschichten wie ein Lauffeuer. Denn da muss keiner etwas schönreden, jeder weiß worum es geht. Deswegen "kenne" ich vereinzelt solche Fälle, aber das sind Fälle unter Tausenden, die sich halt herumsprechen.

            Laut, sabbernd und wie ein Kleinkind. So benimmt sich kein Mensch mit Downsyndrom der annähernd auch nur ein bisschen Erziehung genossen hat.

            Wenn in deutschen Filmen Menschen mit Down Syndrom dargestellt werden, dann wird das auch sehr klischeehaft gemacht. Aber selbst die setzen mit ihren Klischees die Latte nicht ansatzweise so unterirdisch tief wie du.

            Was Menschen mit Down Syndrom haben ist, dass sie undeutlich sprechen, wegen ihrer schwachen Mundmuskulatur. Du würdest genauso sprechen wenn du den Mund voller Marshmellows hättest. So ist das nämlich für sie. Durch immer besser entwickelte Trainingsmethoden wird das aber besser. Das Gehirn ist durch einen zu viel gebildeten hemmenden Stoff langsamer als "normal". Auch haben sie durch einen geringeren Stoffwechsel eher Gewichtsprobleme. Dadurch wirken sie "behinderter" als sie tatsächlich sind.

            Es gibt ne Menge Behinderungen, auf die deine Beschreibungen passen, davon habe ich schon viele getroffen. Aber das sind keine, die durch Harmony & Co pränatal feststellbar sind.

            Ich wünsche dir einen guten Therapeuten, der dir hilft anders mit deiner Situation klarzukommen, als mit solchen haarsträubenden Realitätsverzerrungen.

            S.

            ***Er war immer zu Hause 24/ 7 und meine Cousine hatte nur Hilfe vom Pfegedienst, niemand wollte sie mehr besuchen, abends weggehen konnre sie 20 Jahre lang nicht, sie ist sehr einsam und kaputt, ihr ganzes Leben ist durch dieses Kind beeinflusst worden in einem sehr negativen Sinn.***

            Vor 3 Wochen hast du woanders geschrieben:

            ***Der Sohn meiner Cousine lebt seit er 12 ist in einer Einrichtung der Lebenshilfe.***

            Troll dich!

        Das ist faszinierend, und das wusste ich nicht. Die Bezeichnung "Behinderung" finde ich übrigens nicht abwertend und hoffe, dass sie nicht als Beleidigung verstanden wird. Sie sagt für mich aus, dass jemand daran gehindert ist, sein Leben so selbstständig zu führen wie der Durchschnittsmensch. Allerdings sage ich nicht "jemand LEIDET unter einer Behinderung", weil ich das einfach nicht beurteilen kann.

        Ich bin so aufgewachsen und habe früh verinnerlicht, dass "Behinderung" auf der einen "Achtsamkeit/Rücksichtnahme" auf der anderen Seite verlangt. Je öfter ich im Leben Kontakt mit behinderten Menschen hatte, hat sich das allerdings eher in Richtung gegenseitiges Profitieren verschoben, denn ich nehme aus jedem Kontakt etwas mit: Die Freude über den Stolz eines jungen Mannes mit geistiger Behinderung, der fragt, ob unser Hund beißt oder er ihn streicheln darf, und der sich traut, dann noch ein Leckerlie zu geben. Der lockere kleine Plausch über Hunde allgemein. Seine Eltern, die stolz sind, weil er vom Nachfragen bis zum Leckerlie alles alleine regelt. Die Bewunderung für einen anderen, ebenfalls geistig behinderten Mann, den ich flüchtig kenne und der mir immer stolz und ernsthaft von seiner Arbeit und kleinen alltäglichen Ereignissen erzählt...

        Wer will und offen dafür ist, profitiert nicht nur von Begegnungen mit Menschen, die so sind wie er selbst. Der Horizont wird weiter, wenn man über den Tellerrand guckt. Und ich betreibe keine Schönrederei, wenn ich sage, ich mag Vielfalt (wenn sie nicht mit Leiden verbunden ist).

        LG, basta.pasta

        • Danke für deinen tollen Beitrag.

          Ja, es sind unheimlich tolle Begegnungen mit behinderten Menschen, die mich immer wieder mit einem seltsamen intensiven Glücksgefühl erfüllen.

          LG S.

          • Das funktioniert nur mit Neugier und weit offenem Herzen. Ich bedauere Menschen, die ihre Herzen nicht öffnen können oder wollen. Sie verpassen soooo viel!

(23) 23.03.17 - 07:46

Ich verstehe grundsätzlich nicht warum manche Menschen nicht einsehen das jeder Mensch wundervoll sein kann.

Klar ist es für Eltern anders anstrengend als mit einem "normalem" Kind, man muss sich stärker für sein Kind einsetzen, weil zu viele Menschen einfach Idioten sind.

Die Menschen mit Down Syndrom die ich persönlich kennen lernen durfte waren sehr aufmerksam, ehrlich und eigentlich einfach ganz normale Leute.

(24) 23.03.17 - 11:38

Hallo, ich lese das jetzt erst und wollte dir für das tolle Video danken. Sooo süße Kinder #herzlich
Ich finde es gut und wichtig wie du dich immer für die Menschen mit Down Syndrom einsetzt. Ich lese gern von dir, du kannst Sachlich antworten und hast auf alle "Argument" eine Antwort. Schade dass man immer wieder mit solch schrecklichen Kommentaren konfrontiert wird.

Und schade dass in dieser Welt die Liebe noch so wenig zählt...

Ich wünsche dir und deiner süßen Tochter alles Liebe und Gute #herzlich

Yunima mit Kämpferchen fest im Herzen

  • (25) 23.03.17 - 17:51

    Liebe Yunima,

    danke dir!

    Es tut mir von Herzen sehr leid, wie eure Geschichte endete. Ich habe es kürzlich erst gelesen und erinnerte mich an unseren ersten Kontakt.

    Du hast zwar euren Engel ziehen lassen müssen, aber sie hat unendliche Liebe erfahren und viel Schmerz, aber auch etwas Großartiges bei euch zurückgelassen. Du wirst wissen was ich meine. Das kann euch keiner mehr nehmen.

    Ich finde es wundervoll, dass euer Mädchen bei euch willkommen war, genau so wie sie ist. Das hat sie sicher gespürt. <3 <3 <3

    ***Und schade dass in dieser Welt die Liebe noch so wenig zählt...***
    Ach, die Welt ist noch voller Liebe ;-) man muss nur genauer hinschauen und hinhören.

    Fühle dich unbekannterweise gedrückt, ganz liebe Grüße
    S.

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