Entgegen der Fahrtrichtung parken

    • (1) 08.04.17 - 18:54

      Hallo zusammen,

      die StVo sagt ja, dass man zum Parken den rechten Seitenstreifen zu nutzen hat. Ausnahmen gelten in Einbahnstraßen oder bei verlegten Schienen.

      Nun haben wir einen Nachbarn, der ständig entgegen der Fahrtrichtung parkt - und zwar oft so doof, dass man auf dem Parkstreifen von drei Stellplätzen nur noch einen weiteren nutzen kann. Das nervt. Darauf angesprochen meint er, dass das in Ordnung sei, weil auf der anderen Seite ja Parkverbot herrsche und er daher auch entgegen der Fahrtrichtung auf dem Parkstreifen parken dürfe. Ist er wirklich im Recht?

      • Nein, darf er eindeutig nicht!

        ggf. mal bei der Polizei oder Ordnungsdienst anrufen/fragen.

        a) wie die Rechtslage tatsächlich ist
        b) was man da machen kann?

        ich bin kein Freund von anzeigen. aber wenn es langfristig und viel nervt und sich nichts tut, weil keiner was tut (warum sollte der Nachbar was ändern, wenn es so bequemer für ihn ist und er keine Folgen zu spüren hat...)

        einfach mal fragen. vielleicht schaut ab und an jemand mit Strafzetteln vorbei und dann ändert sich was ... wenn sie mal wissen, dass ein Vorbeischauen Sinn ergibt...

        einfach mal nachfragen, wer da zuständig ist...

        Naja, gegen die Fahrtrichtung darf er nicht parken, aber stört dich denn tatsächlich die Richtung? Oder nur das vereinnehmende Parken?

        Es hat zwar seine guten Gründe warum man nicht gegen die Fahrtrichtung parken darf, aber je nach örtlichen Gegebenheiten finde ich es völlig übertrieben auf diese Regelung zu bestehen. Bei uns zB parken alle mal in die andere Richtung. Breite, übersichtliche verkehrsarme Straße.

        VG S.

        • Die Straße hier ist vielbefahren mit Schülerspezialverkehr und tatsächlich vielen Schülern. Jetzt sind natürlich erstmal Ferien. Außerdem ist ein paar Häuser ein Dienstleister ohne eigene Einstellplätze.

          Mich nervt es einfach, dass er da so unfair parkt und das OBWOHL die eine Garage PLUS Einfahrt haben und wir zusehen müssen, wo wir unsere Autos unterbekommen. Gestern kam ich nichtmal mehr rückwärts-seitwärts in die Lücke, weil er verkehrt herum ganz nah an der Straße stand....

          • ***Mich nervt es einfach, dass er da so unfair parkt und das OBWOHL die eine Garage PLUS Einfahrt haben***

            Dann beschränke dich darauf.

            Es gibt zwei Möglichkeiten:
            1) euer "freundlich angesprochen" kam bei ihm ganz falsch an (was ich mir durchaus vorstellen kann, wenn ihr die Fahrtrichtung bemängelt habt). Dann würde ich es nochmal freundlich probieren, ohne die Fahrtrichtung.
            2) es ist ein Arsch und ihr könnt ihn Anzeigen, was ihm evtl 15€ Strafe einbringt aber euer Problem sicher noch verschärft.

            Wie ist denn ansonsten das Verhältnis von euch Nachbarn? Kann man nicht vielleicht erstmal über andere Dinge sprechen und dann beiläufig die Parksituation ansprechen, die für euch ohne Garage halt blöd ist.... Wir haben auch nur 4 Parkplätze vor der Tür und bei uns parkt auch der ein oder andere blöd. Ich parke dann halt weiter weg, finde das nicht so dramatisch.

            LG S.

          • Für Dich ist es beim Einparken völlig egal, ob der Nachbar mit oder entgegen der Fahrtrichtung parkt.
            Er wird vielleicht auch zugänglicher für Deine Probleme, wenn Du ihn nur auf die Relevanten beschränkt beschränkt und bittest, platzsparender zu parken, statt Prinzipien zu reuten.

            Lg

        So viel mal wieder zu dem heutzutage allgemeinen mangelnden Unrechtsbewusstsein. Es ist ein Gesetz und in der StVO in §12 Abs 4 nachzulesen. Leider wird das nur mit einem Bußgeld von € 15,00 belegt.

        • Und überhaupt!
          #rofl

          ***So viel mal wieder zu dem heutzutage allgemeinen mangelnden Unrechtsbewusstsein. ***

          Sorry, aber man kann es echt übertreiben.

          Das ist in meinen Augen Korinthenkackerei. Man muss auch noch ein gesundes Augenmaß haben. Natürlich ist das Gesetz wichtig, weil sonst auch an belebten Straßen frisch fröhlich falsch geparkt werden würde. Das heißt aber nicht, dass das auch immer und überall eingehalten werden muss. Hier bei mir vor der Tür ein Knöllchen dafür zu verteilen wäre lächerlich. Gucke ich raus, sehe ich 12 Autos, 4 davon parken falsch herum, zwei sogar vor meiner Tür, so dass ich woanders parken musste (im Übrigen immer richtig rum, weil meine Kleine auf der Beifahrerseite ein-und aussteigt), es stört mich Null, warum auch? Weils "Gesetz" ist? Schwachsinn.

          • Ja, weil es Gesetz ist. Wer will festlegen wann man gegen Gesetze verstoßen dürfen soll und wann nicht? Gebe ich Deinem Kind eine Ohrfeige und sage, das hat früher auch keinem geschadet und war gängige Praxis, deshalb ist es Korinthenkackerei wenn ich dafür angezeigt werde? Oder weil über eine halbe Million Körperverletzungen jährlich anscheinend normal sind, darf man deshalb alle Probleme mit körperlicher Gewalt lösen?
            Es ist mangelndes Unrechtsbewusstsein . Nur das Argument, dass es viele machen zeugt letztendlich von einem weit verbreiteten Unrechtsbewusstsein sonst nichts. Ganz davon abgesehen, dass das letztendlich einen tieferen Hintergrund hat warum man es nicht dürfen soll. Da es jedoch nichts bringt an die Vernunft zu appellieren muss immer gleich ein Gesetz her. Das alleine ist schon schlimm genug. Leider meint gerade im Straßenverkehr jeder er müsste andere für seine begangenen Fehler verantwortlich machen. Der der wegen zu schnellem fahren geblitzt wird schimpft "die Schweine haben...." Wer ist den das Schwein? Doch der der zu schnell gefahren ist. Es gibt auch keine Radarfallen, man braucht nur nicht zu schnell zu fahren, dann passiert einem auch nichts. Da kann man auch schlecht argumentieren, an dieser gut ausgebauten Straße halte ich Tempo 30 für unangebracht, daher fahre ich schneller. Ganz von dem Geschreie zu schweigen wenn ein Kind angefahren wird. Aber jeder entscheidet für sich selbst ob er Rechtsbruch begeht und sich strafbar macht, sich dann auch noch damit brüstet. Die Strafen für Rechtsbruch im Straßenverkehr sind einfach zu gering. In diesem Sinn, noch einen schönen Sonntag Abend.

            • *** Gebe ich Deinem Kind eine Ohrfeige und sage, das hat früher auch keinem geschadet und war gängige Praxis, deshalb ist es Korinthenkackerei wenn ich dafür angezeigt werde? Oder weil über eine halbe Million Körperverletzungen jährlich anscheinend normal sind, darf man deshalb alle Probleme mit körperlicher Gewalt lösen?***

              Du kannst doch nicht ernsthaft das Strafgesetzbuch mit der Straßenverkehrsordnung vergleichen! Da gibt es Geschädigte!

              ***Nur das Argument, dass es viele machen zeugt letztendlich von einem weit verbreiteten Unrechtsbewusstsein sonst nichts.***

              Du hast es nicht verstanden, es hat nichts damit zu tun, dass es viele machen, sondern einfach, dass diese REGEL hier nicht notwendig ist, weil hier vom "gegen die Fahrbahn parken" keinerlei Gefahr ausgeht, so wie in vielen anderen Straßen halt schon. Man kann doch nicht für alles Regeln schaffen, nur weil die Menschen nicht mehr in der Lage sind ihren gesunden Menschenverstand einzuschalten.

              Zudem erleichtert so eine Regel auch die Schuldfrage, falls dadurch doch ein Unfall passiert. Denn natürlich muss der "Falschparker" da außerordentlich umsichtig vorgehen, und wenn meine Nachbarn bei ihrem "Rechtsbruch" halt doch einen Schaden anrichten, dann haben sie halt Pech gehabt. DAFÜR hätte ich dann wiederum kein Verständnis.

              Sowas ist auch nicht vergleichbar mit Geschwindigkeitsübertretungen, weil du dir da zB erst im Nachhinein sicher sein kannst, dass es nicht notwendig gewesen wäre, zudem ist es auch oft einfach ein Lärmschutz.

              Wie gesagt, solange kein Schaden, keine unrechtmäßige Bereicherung, keine Gefahr etc davon ausgeht juckt es mich nicht.

              • >>Man kann doch nicht für alles Regeln schaffen, nur weil die Menschen nicht mehr in der Lage sind ihren gesunden Menschenverstand einzuschalten.<<

                doch, es ist so, leider.

                >>Du hast es nicht verstanden, es hat nichts damit zu tun, dass es viele machen, sondern einfach, dass diese REGEL hier nicht notwendig ist, <<

                es gibt sehr viele Regeln, die mehr od. weniger sinn voll sind oder gar für alle notwendig.

                Trotz dem braucht es Regeln, an die sich alle halten müssen. Nur so ist ein einiger maßen gutes Miteinander möglich.

                • ***Trotz dem braucht es Regeln, an die sich alle halten müssen. Nur so ist ein einiger maßen gutes Miteinander möglich.***

                  Nu lasst aber mal die Kirche im Dorf.

                  Natürlich müssen Regeln eingehalten werden.

                  Aber willst du mir ernsthaft erzählen, dass HIER jetzt "ein einigermaßen gutes Miteinander" gefährdet ist, weil viele gegen die Fahrtrichtung parken? Regeln sind wichtig, sie können aber auch im Einvernehmen aller (!) unbrauchbar sein. So wie hier. Kein Mensch, nichteinmal die Polizei juckt das "falsche Parken" hier.

                  Im Übrigen gibt es ein Urteil, dass in einer verkehrsberuhigten Zone das Parken links auf ausgewiesenen Parkflächen erlaubt ist.

                  Soll man jetzt auch noch gesetzlich festlegen, unter welchen exakten Bedingungen es außerhalb einer verkehrsberuhigten Zone noch erlaubt ist: Staße mindestens 6,94m breit, Verkehrsaufkommen durchschnittlich maximal 1,247 Autos in 3,28 Minuten, gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit höchstens 17,3 km/h? Nur weil manche Menschen für alles Regeln, Vorschriften und Anordnungen brauchen?

                  Glaubst du wirlich dass das soziale Miteinander hier noch besser wäre, wenn alle fein in Reih und Glied nach Vorschrift parken würden?

                  Weißt du, ich habe vorhin mal mit dem Gedanken gespielt links zu parken. Es hat sich für mich falsch angefühlt, ich bin es nicht gewohnt. Trotzdem bin ich in der Lage mich den hier herrschenden "Regeln" anzupassen und das Linksparken hier in der Straße voll und ganz zu akzeptieren ohne gleich Sodom und Gomorra zu befürchten.

                  Genauso akzeptiert ein Lehrer zB das Telefonieren mit dem Handy, wenn ein krank gewordenes Kind seine Eltern anruft. Und das auch wenn die Nutzung des Handys im Schulhaus strengstens verboten ist. #zitter
                  Wie gesagt, Regeln sind wichtig und wenn es sie gibt, dann müssen sie auch grundsätzlich eingehalten werden. Aber man muss auch in der Lage sein zu erkennen, wann es nicht notwendig ist, ohne dafür eine Extraausnahmeregelvorschrift zu benötigen.

                  Wie gesagt, ich spreche NUR von den Gegebenheiten HIER, die sich ganz und gar nicht auf die gemeine Staße übertragen lassen, und vermutlich auch nicht auf die Straße der TE.

                  • ich trag die Kirche schon nicht aus dem Dorf raus;-)

                    >> Regeln sind wichtig, sie können aber auch im Einvernehmen aller (!) unbrauchbar sein. So wie hier. Kein Mensch, nichteinmal die Polizei juckt das "falsche Parken" hier.<<

                    hm, kommt dann aber wohl drauf an, um welche Regel es genau geht, oder? Und es klappt nur so lange, bis es jemanden juckt

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