Bei der Behandlung wurde miSt gebaut

    • (1) 26.04.17 - 00:55

      Ich muss mir mal kurz Luft machen. Ich hab jetzt 4 klinikaufenthalte(insgesamt 24Tage) hinter mir.
      Ich hab mich am 22.03 an einer Glasscherbe geschnitten(am Finger, untere Beuge) woraus sich eine phlegmone gebildet hat, welche am 25.03 operiert werden musste. Bei dieser Operation wurde allerdings richtig mist gebaut. Es wurde nicht richtig gespült, weswegen Dreck in der wunde zurückblieb und das die Beugesehne angeschnitten war wurde auch nicht bemerkt, es folgten ständige Entzündungen, mit einer nicht zuheilen wollenden Wunde (da Naht nach der 1. Op wieder aufgegangen ist), weitere 2 klinikaufenthalte, wegen Antibiotikagabe über die Vene und ein sehr dick angeschwollener Finger was mit starken Schmerzen verbunden war.

      Ich hab dann am 15.04 eine andere Klinik aufgesucht mit einer Hand chirurgischen Abteilung wo ich nach 3 WOCHEN dann endlich auch mal ein anderes Antibiotika (bzw waren das gleich zwei) bekommen hab. Dort musste das ganze nochmal operiert werden wo die oben aufgeführten Schäden entdeckt wurden und was eine Narbe mit sich bringt die mit 18stichen genäht werden musste (der ursprüngliche Schnitt war vllt 1cm lang). Ich wurde da gestern entlassen, also ich hab da 10 Tage verbringen müssen und entlassen haben sie mich auch nur weil ich das unbedingt wollte und ich am Donnerstag einen Termin zur Krankengymnastik hab.
      Es folgen jetzt noch einige sehr schwere Wochen/Monate, bis ich den Finger/die Hand wieder voll benutzen kann.
      Ich bin über diese ganze Sache so sauer, das ich mich kaum beruhigen kann und ich überlege ernsthaft gegen die erste Klinik vorzugehen, wo ich aber wahrscheinlich eh nicht gegen ankommen werde:-(.
      Durch diesen ganzen Mist hat sich meine Depression wieder verschlimmert und ich könnte echt nur noch heulen. Ich hab da jetzt eine so hässliche große Narbe, mit der ich mich einfach nicht "anfreunden" kann und was mich auch seelisch sehr belastet, mal davon abgesehen das jede Bewegung wahnsinnig weh tut:-(. Ich weiß einfach nicht, wie ich mit der ganzen jetzigen Situation umgehen soll.

      Gehe ich gegen die andere Klinik vor und komme wahrscheinlich eh nicht gegen an?

      Erhöhe ich eigenhändig mein antidepressiva wieder auf 375mg, da mein nächster Termin beim Neurologen erst am 18.05 ist?
      Wie gehe ich mit dieser hässlichen großen Narbe um, die mich wirklich optisch und auch vom Schmerzempfinden sehr stört?
      Ich weiß es einfach nicht und bin nervlich gerade total fertig und muss jetzt einen weg finden das ganze irgendwie zu verarbeiten.

      Sorry fürs ausheulen, aber das musste jetzt mal raus.

      LG

      • Bild der Wunde ist in der VK.

        • Ich danke euch für eure antworten.
          Ja vllt übertreibe ich da auch und steigere mich da in etwas rein, allerdings existieren zum Beispiel auch Bilder von der offenen Hand bei der 2.op, wo ganz klar Dreck drauf zu sehen ist der nicht entfernt wurde. Die Beugesehne wurde dann auch genäht und die extreme Härte weit um die Narbe kam davon das sich eine Fistel gebildet hat. Als ich das mit der Härte im ersten kh angesprochen hab, bekam ich als Antwort, dass es gerade heilt und deshalb so hart und rot ist. Also es wurde auch darauf überhaupt nicht eingegangen. Naja.
          Ich hoffe sehr das man die Narbe irgendwann nicht mehr so doll sieht und vor allem das die Beweglichkeit besser wird.
          Nein ich hab mich nicht selbst entlassen. Ich hätte heute gehen können und hab dann gefragt ob ich nicht gestern gehen kann und das war auch ok. Also ich hab nichts unterschrieben.

      1. ja, ich würde gegen die Klinik vorgehen, falls es wirklich so war wie beschrieben.
      Die Beweislast, dass der offensichtliche Schaden auf Grund des Behandlungsfehlers entstanden ist, liegt bei Dir. Die Beweislast kehrt sich allerdings um, sobald es sich um einen groben Behandlungsfehler handelt. Dann muss die Klinik beweisen, dass Deine vorgetragenen Schäden nicht durch den Behandlungsfehler entstanden sind.

      So schlecht stehen Deine Chancen nicht, wenn alles wirklich darauf zurückzuführen ist, dass nicht gespült wurde. Such Dir einen Anwalt im Medizinrecht.

      2. Nein, Du erhöhst nicht eigenhändig die Dosis der Antidepressiva. Das Zeug ist gefährlich und kann auch genau den Gegenteiligen Effekt haben, wenn man es falsch dosiert. Und wem nützt es wenn Du dann unter einem Balken im Wind schaukelst?

      3. die Schmerzen sind bestimmt nicht schön, aber gehen vorbei. Die Narbe ist auch nicht schön aber auch nicht so extrem. Es ist die Handinnenfläche. Die ist ohnehin sehr faltig und eine Narbe fällt dort nicht so sehr auf wie im Gesicht. In ein paar Jahren ist sie blass und dann sieht es auch nicht mehr schlimm aus.
      Meine Schwester hat eine Narbe im Gesicht durch einen Hundebiss als Kind. Mein Mann hat eine Narbe am Schienbein von einem komplizierten Bruch. Ich habe eine am Ellenbogen, ebenfalls durch einen Bruch. Meine Freundin hat eine Brandnarbe (und die sehen wirklich schlimm aus) im Dekolleté aus der typischen Kind-zieht-Topf-vom-Herd-Szenerie.

      So viele Menschen haben Narben und es fällt nach einer gewissen Zeit nicht mehr auf.

      • Morgen.

        Danke für deine schnelle Antwort.

        Ja es ist wirklich so gewesen wie ich es beschrieben hab.
        Ich überlege schon seit Freitag(Tag der 2. Op) ob ich das ernsthaft in Erwägung ziehen sollte gegen diese scheiß Klinik vorzugehen, oder ob das vergeudete Zeit ist, weil man wahrscheinlich eh keine Chance hat.
        Die Narbe ist an der Hand innenfläche, ja, ABER mich stört sie extrem:-( und jede Bewegung ist sehr schmerzhaft, was sich durch die krankengymnastik mit der zeit hoffentlich legt.
        Mit dem Antidepressiva, die Dosis hab ich lange Zeit genommen und wir sind gerade dabei das zu reduzieren(derzeit 300mg), da es mir wieder "richtig" gut ging.
        Irgendwie muss ich eine Entscheidung treffen und mich zusammen reißen, da ich für mein Kind da sein muss.
        Ist alles nicht einfach gerade.

        • Die Op war letzten Freitag, da ist klar, dass die Narbe noch schlimm aussieht. Das ist wirklich ein Problem, dass sich von selber löst. Schon in wenigen Wochen sieht die Narbe besser aus und in einem Jahr wirst du vermutlich nicht mehr viel davon sehen.

          Du bist sogar in der glücklichen Lage, dass du von Anfang an Krankengymnastik bekommst. Dann wird sicherlich die Beweglichkeit auch schnell besser.

          Die Antidepressiva würde ich nicht eigenmächtig hoch setzen. Versuche dies telefonisch mit dem Neurologen oder zu Not auch mit dem Hausarzt zu klären.

          Ob du gegen die Klinik vorgehst: überlege dir, wie die Chancen sind. Für einen Laien ist es schwer zu erklären, ob wirklich "gefuscht wurde" und selbst wenn, dies dann auch nachzuweisen. Mit den Antibiotika ist es z.B. manchmal auch einfach Glück bei hartnackigen Keimen das richtige zu erwischen. Was nicht heißt, dass die Behandlung im ersten Krankenhaus super und korrekt war. Aber eine nicht optimale Behandlung reich halt nicht, um gegen eine Klinik vorzugehen. Vielleicht ist für die gerade psychisch besser dem Krankenhaus noch einmal einen Brief zu schreiben und dich dann auf vorne zu konzentrieren.

          LG

      1. Such dir einen Anwalt lass dich Beraten nehme auch Kontakt zu deiner Krankenkasse auf und frag ob sie dir evtl. sogar einen Anwalt empfehlen können.
      Lass dir von der ersten Klinik bitte Neutral den OP-BERICHT und alle Unterlagen aushändigen aber bitte ohne Vorwürfe etc. Sag denen du möchtest die Unterlagen für deine Privaten Unterlagen haben da du die Sammelst etc. Denn sonst Werkstatt du evtl. Schlafende Hunde ( und du bekommst geschönte Papiere ö.ä.)

      2. Wenn es dich so sehr Belastet ( was ich nicht Nachvollziehen kann, denn du hast NUR eine Narbe dein Finger konnte ja Erhalten bleiben es hätte also schlimmer kommen können.) Dann ruf deinen Therapeuten an und besteht auf Dringlichkeit.

      3.
      Wie gesagt es ist bloß eine Narbe dein Finger wird sich vermutlich erholen und wenn die Narbe richtig behandelt wird, wird sie bald nicht mehr zu sehen und zu spüren sein.
      Ich hatte im vergangenen Jahr eine OP es waren zwar nur 5 Stiche aber heute sieht man fast nix mehr davon....

      Die OP ist 5 Tage her das da nicht Schmerzen vorhanden sind ist Klar und das es unschön im Moment ausschaut liegt nicht zu letzten daran das noch die Nächte drin sind...

      Wie ist es denn passiert das die Nacht beim ersten mal wieder auf gegangen ist?

      LG.

Vorweg: Ist das ein Versehen, das in deiner VK so viele Bilder von (d)einem Kind zu sehen sind? Das würde ich an deiner Stelle einfach mal überdenken, das hier ist ein eigentlich anonymes Forum und ich finde hier haben Kinderbilder nichts zu suchen, zumindest keine auf denen man das Kind klar erkennen kann.

Dann zu deiner Narbe, sie sieht super aus, etwas verkrustet, die Fäden sind ja noch drin....also eine frische Naht halt. Ja, sie schränkt dich noch eine Weile ein....spätestens in 1-2 Jahren ist sie so verblasst, das man da kaum was von sieht. Ich muß jetzt einfach mal klar sagen, das hätte auch anders enden können, das Hautareale abgestorben wären, das die Funktion des Fingers nicht wieder hergestellt werden kann. Also, du hast Glück gehabt. Ja, das braucht Zeit, das ist nun mal einfach so.

Ob da nun in irgendeiner Weise Ärztepfusch vorliegt, das kann und mag ich nicht urteilen. Dazu kann ich nur sagen, das ich persönlich mich einfach freuen würde, das ich meinen Finger nicht verloren habe. Hätte man dich mit dem entzündeten Finger unbehandelt wieder nach Hause geschickt, das wäre dann etwas anderes. Ich weiß nicht woher du deine Informationen hast, ich weiß nur das man nicht jede Entzündung sofort in den Griff bekommt und das nicht jede angerissene oder -geschnittene Sehe genäht werden muß. Ich weiß, das man gerne einen Schuldigen für sein "Unglück" sucht....nur oft gibt es einfach keinen Schuldigen.
Nachvollziehen kann ich dieser Situation deine Selbstentlassung überhaupt nicht....wegen KG. Glaub mir, ich bin verdammt schnell wenn es um Selbstentlassung geht, aber hier wäre mir das einfach zu heikel. Zumal du ja wegen Pfusch eine Klage überdenkst, man könnte dir mangelnde Compliance "andichten", denn auch der Bericht der zweiten Klinik wird bei einer Klage garantiert eingesehen.

Was deine Medikation angeht, da änderst du die Dosierung natürlich nur mit Rücksprache des Therapeuten....mit dem du dich schnellstens in Verbindung setzen solltest.

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Da kannst mal anrufen und dich kostenlos beraten lassen.

Mona

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