Nachbarschaft

    • (1) 30.04.17 - 17:11

      Wie läuft es eigentlich bei euch so mit der Nachbarschaft? Mich würden mal eure Erlebnisse interessieren...

      Hallo,
      wir haben in der Nachbarschaft so eine Mietkaserne mit 21 Parteien. Da ist ein ständiges Kommen und Gehen. Kontakt hat man sporadisch mit denen, die schon zu meiner Kindheit dort gewohnt haben. Aber auch nur Small-Talk über'n Zaun und mal eine kurze Nachbarschaftshilfe.
      Dann gibt es noch auf der anderen Seite 8 Reihenhäuser, da kennt man zwar die meisten, aber auch da nur Small-Talk.

      Dann gibt es noch eine Familie, die hier ein allein stehendes Haus hat und auch schon fast 40 Jahre hier wohnt. Mit denen haben wir etwas mehr Kontakt, meine Mutter besucht regelmäßig die ältere Generation (80 +), wir treffen uns mal mit der jüngeren Generation auf einen Kaffee oder ein Bier und laden uns zu runden Geburstagen ein. Man hilft sich bei Bedarf. Das reicht mir auch vollkommen aus.
      Wenn ich sehen, was einige für ein Nachbarschaftsklüngel haben und nur mit den Nacharn zusammenkleben....ne, das ist nicht meins.

      LG
      Martina75

      • Hallo Martina,

        <<Wenn ich sehen, was einige für ein Nachbarschaftsklüngel haben und nur mit den Nachbarn zusammenkleben....ne, das ist nicht meins.>>
        Meins wäre das auch nicht. Denn wenn man sich dann mal DOCH überhaupt nicht mehr verstehen sollte, was dann?! Dann müsste man zusehen, dass man sich möglichst immer aus dem Weg geht, was ja auch nicht immer gelingt. Und dann ist es peinlich, wenn man zusammentrifft.

        Meine Mutter hat mir früher immer gesagt und geraten, mit den Nachbarn/der Nachbarschaft keine Freundschaft zu schließen und nicht mords Kontakte zu knüpfen. Und als Schülerin und Jugendliche habe ich das partout nicht und nie verstanden, sondern immer gemeint, das wäre doch super praktisch, wenn man ganz in der Nähe Freunde hätte, aber heute verstehe ich es - aus weiter oben erwähntem Grund. Denn wenn man sich als Nicht-Nachbarn nicht mehr versteht, ist das Aus-dem-Weg-Gehen viel einfacher. Da wohnt man dann weiter weg und sieht sich nicht mehr, was aber in einer Nachbarschaft nicht möglich ist.

        Und abends/spätnachmittags nach der Arbeit bin ich auch gerne mal alleine und für mich. Da brauche ich keine Nachbarschaft, die ständig schellt.

        Gruß

    Bei uns läuft es super. Wir sind in eine länger bestehende Nachbarschaft gezogen (haben die letzte Baulücke) und haben Nachbarn jeden Alters. Mit einigen sind wir inzwischen gut befreundet (gleich alt, auch Kinder), mit anderen ist ein freundliches aber distanziertes Miteinander (mit den älteren).

    Vorher haben wir bis auf ein Hallo nichts mit Nachbarn zu tun gehabt. Das fand ich immer irgendwie schade, deshalb finde ich es jetzt so toll hier und fühle mich endlich wohl.

  • PS: trotz engerem Kontakt zu einigen, heißt das nicht, dass hier täglich die halbe Nachbarschaft zusammensitzt, hier gehen alle arbeiten und da bleibt gar nicht viel Zeit.
    Nur mit unseren guten Freunden davon trifft man sich natürlich öfter und die wohnen auch nicht direkt nebenan ;-)

    Wir sind im Februar hergezogen und ich kenne noch niemanden. Nur "hallo" gabs mal und die beste Freundin meiner Tochter wohnt 3 Häuser weiter (selbe Schulklasse), mit der Mutter hab ich schon ein paar mal Smalltalk gehalten.
    Bei meinen Eltern ist der Kontakt zu einer Nachbarin sehr eng, das finde ich toll. Selbst ich bin bis heute befreundet mit ihr, kenne sie halt seit 25 Jahren.
    Zu den anderen ist es freundlicher Smalltalk.
    Ich finde das ganz gut und hoffe hier auch wieder Kontakte zu knüpfen.
    In der Vergangenheit fand ich das immer ganz nützlich. Und meist klappte es auch über die Kinder ganz leicht.

    (9) 03.05.17 - 17:44

    Am Anfang eng und nett, bis das Lästern über Dritte anfing.
    Dann hat einer den anderen Verklagt oder übern Nachbarszaun geschrien.

    Es gab hier 3 (!) Partein....
    Partei A de über Partei B geläster hat und anders herum und Partei C, die sich rausgehalten habt.
    Horror hoch 10.... sogar über die Kinder wurde es ausgetragen.

    Wohlgemerkt, Einzugsgebiet München, Neubauviertel im Örtchen mit vielen, vielen wohlerzogenen Akademikern. Das sind leider die Schlimmsten hier....nach dem Motto" mein Grundstück, mein Königsreich ohne Rücksicht auf Dritte" da wird der Hundekot mit der Schaufel im Garten aufgelesen und zum Nachbarn geworfen oder Heckenabfälle eine Woche auf der Stasse liegen gelassen, wo jedes Auto durchfahren muss.
    Oder der parkende Wagen vom Nachbarn wird absichtlich angefahren, Polizei gerufen und gesagt, der andere wäre ihm draufgefahren...Aussage gegen Aussage.

    jaja, raushalten von Anfang an. Freunde sucht man sich woanders;-)
    Zum Glück werden die Kids hier größer und die Frauen gehen endlich wieder arbeiten....das waren die schlimmsten Tratschen...zu viel Zeit um aus dem Fenster zu schauen.

    lg
    lisa

    • (10) 06.05.17 - 12:17

      Stimmt - die "Großkopfeten" sind oftmals die Schlimmsten. Zwar (zum Glück!#schwitz#klee:-)#freu) nicht immer und alle, aber da hast Du schon recht, dass die oftmals vehement und stur auf ihr Recht pochen. :-(#augen#schmoll

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