Trinkgeld bei Lieferservice

Hallo zusammen,

ich möchte mal wissen, wie ihr es mit Trinkgeld für Lieferanten (Pizza etc) haltet. Wir bestellen und bezahlen online, sodass es auch kein "Aufrunden" an der Tür gibt. Unsere Bestellungen liegen immer so zwischen 12-18€. Im Restaurant geben wir 10-15% Trinkgeld, aber dort hat sich ja der Kellner den ganzen Abend Mühe gemacht und nicht "nur" unser Essen gebracht. So ganz ohne Trinkgeld ist aber auch doof, weil Lieferanten ja eh schon für einen Hungerlohn arbeiten. Aber 1€ Trinkgeld? Haben wir nun öfter gemacht aber fühlt sich auch total bescheuert an.

Wie macht ihr das?

LG
Krümel

P.S. Auf die Idee bar zu zahlen kommen wir auch selbst; es ist nur für uns nicht praktikabel weil wir selten Bargeld dabei haben ;-)

Ich habe früher mal bei einem Lieferdienst gearbeitet und war wirklich froh, wenn 1-2€ gegeben wurden. Leider haben viele immer "nur" auf den nächsten € aufgerundet... da der Stundenlohn sehr wenig ist ( fernab jeglichen Mibdestlohns) gebe ich immer 1-3€, je nachdem wie schnell es ging.

Als Kellnerin habe ich damals in einem gut bürgerlichen Restaurant im Schnitt 3€ gekriegt... leider kennen viele die 10 Prozent Regelung ( leider noch nicht gesetzlich verankert) nicht mehr.. Es sind zwei sehr harte Jobs und ich gebe gerne Trinkgeld, früher hat mir mein Trinkgeld des Öfteren aus der Patsche geholfen...

leider ist es so, dass vor allem die 20-30 jährigem sehr zurückhaltend mit Trinkgeld geworden sind... ich gebe bei gutem Service im Restaurant gerne 10€, die machen mich nicht ärmer...

Hinter " gesetzlich verankert "sollte ein Smily stehen

"leider kennen viele die 10 Prozent Regelung ( leider noch nicht gesetzlich verankert) nicht mehr"

Was ist die "10 Prozent Regelung"?

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Auch wenn wir online bestellen, geben wir an der Tür Trinkgeld. Für uns gehört das einfach dazu.

Online bezahlen sollte das heißen :-p

Hallo

Wenn wir zufrieden sind, geben wir immer Trinkgeld.

Für Lieferservice 2-3 Euro und im Restaurant 5 Euro (für 2 Personen) Dabei handelt es sich um "normale Restaurants, keine superteuren Franzosen oder Ähnliches "

Ich finde, 1 Euro Trinkgeld ist besser, als gar keins. Ich habe eine Dose, wo ich hin und wieder 1-2 Eurostücke für solche Fälle einwerfe.

Eva

Ja, immer. Ich gebe so 2€. Je nachdem welche Münzen ich finde. Ich bestelle auch fast immer online, bezahle auch direkt, aber ein paar Klimpergroschen fndet man doch immer noch im Geldbeutel.

Ich gebe generell fast überall Trinkgeld- Friseur, Fußpflege, Restaurant, Autowaschanlage.....und habe zu diesem Zweck im Auto und in der Handtasche Kleingeld auf Vorrat.

Hallo,

ich würde so zwischen 1€ und 2€ geben .... Ich habe früher viel gekellnert und war echt immer froh, wenn ich am Ende des Abends noch ein paar DM extra hatte ...

GLG
Miss Mary

Hi,

Ich bin ehrlich, am liebsten möchte ich kein Trinkgeld geben, denn sie machen einen Job und da bekommen Sie Ihr Geld monatlich. Das wie wenig verdienen, dafür kann ich nichts.
Ich gebe zu. B. BEIm Friseur nur Trinkgeld, damit ich das nächste mal glaub behandelt werde, denn eigentlich ist ein Friseuebesuch schon teuer genug und ich gehe alle 4 Wochen.

Ich weiss das meine Friseuse fast jeden Abend 15-22 Euro Trinkgeld hat, wenn Mandat auf den Monat Hochrechnungen ist das ein schönes steuerfreies Zubrot. Auch weiss ich das gerade im Friseuebesuch die Damen zusätzlich Überbrückungsgeld Geld vom Amt gibt (alg2)

Das heisst sie haben ein kleines Gehalt+ alg2 und ihr Trinkgeld....

Von daher bin ich gegen Trinkgeld.

Gruss

Woher willst du bitte wissen das jeder Frisur, Kellner oder ähnliche Berufe so viel Trinkgeld bzw AL2 haben?

Das ist auch kein Überbrückungsgeld sondern aufstocken des Gehalts. Und nein nicht jeder beantragt es bzw gibt es auch den Fall das der Partner zu viel verdient.

Hallo,

ich glaube, so pauschal kann man das nie sagen.

Eine Freundin von mir ist in der Gastro tätig und das Trinkgeld ist wirklich äußerst unberechenbar. Es gibt Abende, da kommt sie mit 50€ heim (sehr selten). Es gibt Abende, da hat sie nach 10 Stunden noch nicht mal 5€ zusammen.

Dann gibt es Abende, wo sich eine Gruppe festsitzt, sie für sich selbst ein Taxi nach Hause nutzen muss und für die Fahrt gleich 15€ los ist, also praktisch Minus macht.

GLG
Miss Mary

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Also, das hängt bei mir davon ab wie viel Bargeld ich noch da habe. Bei uns wird jeder Lieferservice in bar bezahlt, da unser Kaff in keinem Lieferhe*** etc. vorhanden ist. Ich kein Bargeld-Nutzer bin und wir meist das letzte Bargeld dafür zusammenkratzen. Dann hängt es auch davon ab wie schnell er war bzw. wie freundlich. Ich habe keine Probleme, wenn der Lieferant bereits bei der Bestellung sagt, dass es heute leider 60 Minuten dauert. Da habe ich echt kein Problem mit. Wenn es 20 Minuten heißt und er kommt dann erst nach 60, dann bin ich schon etwas sauer. Klar der Fahrer kann meistens nichts dafür. Beim Lieferservice runde ich meist auf. Wird max. 1€. Aber auch im Restaurant runde ich auf und gibt es auch nur, wenn ich mit dem Service zufrieden war. Ich kenne diese viel gesagt 10-15%, aber in D ist das Gehalt der Bedienung in den Preisen inkludiert, sollte zumindest so sein. D.h. für mich dass das reine Bestellung aufnehmen und die das Essen bringen, da schon drin ist. Das sind normale Betriebskosten. Trinkgeld gibt es für gute Leistung, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit.... Es ist steuerfrei und quasi ein BonBon. Ich arbeite nicht im Service in der Gastronomie und mir gibt keiner ein Trinkgeld. Jeden Cent, den ich verdiene wird versteuert. Klar freut man sich über geschenktes Geld. Klar Kellner ist nicht immer ganz einfach, aber ein Straßenbauarbeiter bekommt ja auch kein Trinkgeld.

Wozu Trinkgeld?
Dafür, dass einer seinen Job macht? Hätte ich auch gerne.
Du willst das Gehalt desjenigen aufbessern? Machst du das auch für Pflegekräfte, Müllwerker, Bürokräfte?
Glaubst du das es im Niedriglohnsektor besser wird, wenn du Trinkgeld gibst? Vergiss es!

Trinkgeld ist unsozial.

Ein wahrer Lebenskünster ist der, der sich seine eigene Biestigkeit noch zur Attitüde schönfärben kann.

Hast du vielleicht etwas nicht verstanden? Brauchst du eine genauere Erklärung, warum Trinkgelder im Niedriglohnsektor die Situation der Beschäftigten eher verschlechtert?

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Hi,

wir geben dem Pizzaboten 2 Euro Trinkgeld, der liefert auch immer für 5 Personen, das lohnt sich ;-)

LG

Danke für alle Antworten; das war sehr interessant zu lesen :-)

Wir geben immer mindestens 2 Euro, weil wir alles darunter als "Almosen" verstehen.

Und bei unserem Lieblingsfahrer, der immer freundlich und fröhlich ist, geben wir immer 20, bei Rechnungsbeträgen von z.B. 15,80 oder 16,20.

Ist Trinkgeld nicht immer "Almosen"? Egal ob 2, 5 oder 20 Euro?

Hallo,

du bringst auch dabei eine Hierarchie in die Beziehung. Bei mir war es so, dass ich im Studium in einem Hotel gearbeitet habe und eines Tages checkte ich ein älteres Ehepaar ein. Ich hatte Zeit, man kam für einige Minuten ins Gespräch, ich gab noch ein paar Ausflugstipps etc ... es kam eben zur Sprache, dass ich studiere und mein Studium selbst finanziere. Sie blieben für ein paar Tage, ich arbeitete in der Zeit sehr viel (waren Semesterferien), sie unterhielten sich sehr gerne mit mir, hatte ich den Eindruck.

Nach der Abreise haben sie mir einen Umschlag mit 50€ dagelassen mit ein paar netten Zeilen, dass sie mir alles Gute wünschen etc. etc.. Ich habe mich riesig gefreut, das war eine wahnsinnige Überraschung und für mich auch eine wahnsinnige Summe. Gleichzeitig hat es schon das Gefühl vermittelt, dass ich einkommenstechnisch wirklich am unteresten Rand der Gesellschaft stehe (war ganz klar so, ich lag unter dem Hartz 4 Satz, aber ich hatte natürlich subventioniertes Mensaessen etc).

Von daher wirst du bei so großzügiger Trinkgeldgabe immer eine non-verbale Message schicken "du Armer, mir geht es finanziell so viel besser als dir".

GLG
Miss Mary

Wir haben uns Trinkgelder abgewöhnt.Es gibt ja jetzt Mindestlohn und die Preise steigen auch ständig.Von uns gibt es ein Lächeln und ein paar nette Worte.Darüber freuen sich fast alle.
Lieferdienst hat noch nie was bekommen. warum soll der Pizzabote etwas bekommen? Da müsste ich ja den Paketboten auch etwas geben, diese kommen ja auch mit manchmal sehr schweren Paketen bis ans Haus.

Warum soll ich einer Kellnerin Geld geben die ihre Arbeit macht und uns Essen Trinken an den Tisch bringt. Was ist mit einer Krankenschwester/Altenpflegerin diese sind auch den ganzen Tag auf den Beinen bringen auch Essen haben teilweise noch andere schweren Aufgaben und bekommen kein Trinkgeld.
Was ist mit der netten Politesse die den ganzen Tag auf den Beinen ist , sich teilweise beleidigen lassen muss. Gebt ihr da auch Trinkgeld? ich glaube kaum und ihren Job möchte ich nicht machen.

Ich könnte noch endlos aufzählen.

Da meine Eltern/Schwiegereltern das angefangen haben machen wir das auch. Weihnachten bekommen, Müllfahrer, Paketboten, Arztpraxen eine Kleinigkeit Genauso wenn jemand länger im Krankenhaus war gibt es etwas in die Kaffeekasse.

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Ich gebe beim Lieferdienst und im Restaurant immer Trinkgeld, obwohl ich eigentlich lieber darauf verzichten möchte, da wir selbst echt wenig Geld haben. Ich ecke einfach nicht gerne an und denke, man müsste Trinkgeld geben. Tatsächlich verdienen die Leute, denen ich Trinkgeld gebe sicher alle besser als ich, da ich selbstständig bin und weniger als Mindestlohn habe. Ich mache den Job, der mir Spaß macht und beklage mich nicht gerne, aber manchmal hadere ich schon mit dem wenigen Geld. Vielleicht gebe ich in Zukunft weniger Trinkgeld, nachdem ich hier quergelesen habe.

Hallo,

beim Lieferanten gebe ich meist 1€, manchmal 2 € (wenn ich gerade keinen 1er im Portemonnaie habe, oder wenn es unsere Lieblingspizzeria ist - da kennen wir mittlerweile alle MitarbeiterInnen und die sind wirklich immer nett).

Im Restaurant gebe ich meistens 10%, zumindest da, wo wir immer wieder hingehen. Kam aber auch schon mal vor, dass ich gar nichts gebe, weil ich einfach nicht zufrieden war.

Viele Grüße
H.

wenn wir was beim Lieferservice bestellen, bezahlen wir auch oft gleich per Paypal &Co. Aber der jenige der uns letztendlich beliefert, bekommt sein Trinkgeld trotzdem.