Trinkgeld bei Lieferservice

    • (1) 10.06.17 - 14:57

      Hallo zusammen,

      ich möchte mal wissen, wie ihr es mit Trinkgeld für Lieferanten (Pizza etc) haltet. Wir bestellen und bezahlen online, sodass es auch kein "Aufrunden" an der Tür gibt. Unsere Bestellungen liegen immer so zwischen 12-18€. Im Restaurant geben wir 10-15% Trinkgeld, aber dort hat sich ja der Kellner den ganzen Abend Mühe gemacht und nicht "nur" unser Essen gebracht. So ganz ohne Trinkgeld ist aber auch doof, weil Lieferanten ja eh schon für einen Hungerlohn arbeiten. Aber 1€ Trinkgeld? Haben wir nun öfter gemacht aber fühlt sich auch total bescheuert an.

      Wie macht ihr das?

      LG
      Krümel

      P.S. Auf die Idee bar zu zahlen kommen wir auch selbst; es ist nur für uns nicht praktikabel weil wir selten Bargeld dabei haben ;-)

      • Ich habe früher mal bei einem Lieferdienst gearbeitet und war wirklich froh, wenn 1-2€ gegeben wurden. Leider haben viele immer "nur" auf den nächsten € aufgerundet... da der Stundenlohn sehr wenig ist ( fernab jeglichen Mibdestlohns) gebe ich immer 1-3€, je nachdem wie schnell es ging.

        Als Kellnerin habe ich damals in einem gut bürgerlichen Restaurant im Schnitt 3€ gekriegt... leider kennen viele die 10 Prozent Regelung ( leider noch nicht gesetzlich verankert) nicht mehr.. Es sind zwei sehr harte Jobs und ich gebe gerne Trinkgeld, früher hat mir mein Trinkgeld des Öfteren aus der Patsche geholfen...

        leider ist es so, dass vor allem die 20-30 jährigem sehr zurückhaltend mit Trinkgeld geworden sind... ich gebe bei gutem Service im Restaurant gerne 10€, die machen mich nicht ärmer...

    Auch wenn wir online bestellen, geben wir an der Tür Trinkgeld. Für uns gehört das einfach dazu.

(11) 10.06.17 - 19:55

Hallo

Wenn wir zufrieden sind, geben wir immer Trinkgeld.

Für Lieferservice 2-3 Euro und im Restaurant 5 Euro (für 2 Personen) Dabei handelt es sich um "normale Restaurants, keine superteuren Franzosen oder Ähnliches "

Ich finde, 1 Euro Trinkgeld ist besser, als gar keins. Ich habe eine Dose, wo ich hin und wieder 1-2 Eurostücke für solche Fälle einwerfe.

Eva

(12) 10.06.17 - 23:01

Ja, immer. Ich gebe so 2€. Je nachdem welche Münzen ich finde. Ich bestelle auch fast immer online, bezahle auch direkt, aber ein paar Klimpergroschen fndet man doch immer noch im Geldbeutel.

Ich gebe generell fast überall Trinkgeld- Friseur, Fußpflege, Restaurant, Autowaschanlage.....und habe zu diesem Zweck im Auto und in der Handtasche Kleingeld auf Vorrat.

Hallo,

ich würde so zwischen 1€ und 2€ geben .... Ich habe früher viel gekellnert und war echt immer froh, wenn ich am Ende des Abends noch ein paar DM extra hatte ...

GLG
Miss Mary

(14) 11.06.17 - 21:36

Hi,

Ich bin ehrlich, am liebsten möchte ich kein Trinkgeld geben, denn sie machen einen Job und da bekommen Sie Ihr Geld monatlich. Das wie wenig verdienen, dafür kann ich nichts.
Ich gebe zu. B. BEIm Friseur nur Trinkgeld, damit ich das nächste mal glaub behandelt werde, denn eigentlich ist ein Friseuebesuch schon teuer genug und ich gehe alle 4 Wochen.

Ich weiss das meine Friseuse fast jeden Abend 15-22 Euro Trinkgeld hat, wenn Mandat auf den Monat Hochrechnungen ist das ein schönes steuerfreies Zubrot. Auch weiss ich das gerade im Friseuebesuch die Damen zusätzlich Überbrückungsgeld Geld vom Amt gibt (alg2)

Das heisst sie haben ein kleines Gehalt+ alg2 und ihr Trinkgeld....

Von daher bin ich gegen Trinkgeld.

Gruss

  • (15) 12.06.17 - 01:50

    Woher willst du bitte wissen das jeder Frisur, Kellner oder ähnliche Berufe so viel Trinkgeld bzw AL2 haben?

    Das ist auch kein Überbrückungsgeld sondern aufstocken des Gehalts. Und nein nicht jeder beantragt es bzw gibt es auch den Fall das der Partner zu viel verdient.

    • (16) 12.06.17 - 17:18

      Ich schrieb nicht, das es jeder hat, aber es sind viele.

      Und eigentlich ist es mir auch egal, ich gebe nicht gern Trinkgeld, denn ich zahle für eine Leistung, für die sie auch schon Geld erhalten.

Hallo,

ich glaube, so pauschal kann man das nie sagen.

Eine Freundin von mir ist in der Gastro tätig und das Trinkgeld ist wirklich äußerst unberechenbar. Es gibt Abende, da kommt sie mit 50€ heim (sehr selten). Es gibt Abende, da hat sie nach 10 Stunden noch nicht mal 5€ zusammen.

Dann gibt es Abende, wo sich eine Gruppe festsitzt, sie für sich selbst ein Taxi nach Hause nutzen muss und für die Fahrt gleich 15€ los ist, also praktisch Minus macht.

GLG
Miss Mary

(18) 12.06.17 - 18:34

in österreich wird direkt beim lohn ein prozentsatz trinkgeld versteuert bei berufen wie friseur und kellner usw, ob sie dieses nun bekommen oder nicht ist dem staat egal - ich gebe trinkgeld :-)

(20) 12.06.17 - 08:53

Also, das hängt bei mir davon ab wie viel Bargeld ich noch da habe. Bei uns wird jeder Lieferservice in bar bezahlt, da unser Kaff in keinem Lieferhe*** etc. vorhanden ist. Ich kein Bargeld-Nutzer bin und wir meist das letzte Bargeld dafür zusammenkratzen. Dann hängt es auch davon ab wie schnell er war bzw. wie freundlich. Ich habe keine Probleme, wenn der Lieferant bereits bei der Bestellung sagt, dass es heute leider 60 Minuten dauert. Da habe ich echt kein Problem mit. Wenn es 20 Minuten heißt und er kommt dann erst nach 60, dann bin ich schon etwas sauer. Klar der Fahrer kann meistens nichts dafür. Beim Lieferservice runde ich meist auf. Wird max. 1€. Aber auch im Restaurant runde ich auf und gibt es auch nur, wenn ich mit dem Service zufrieden war. Ich kenne diese viel gesagt 10-15%, aber in D ist das Gehalt der Bedienung in den Preisen inkludiert, sollte zumindest so sein. D.h. für mich dass das reine Bestellung aufnehmen und die das Essen bringen, da schon drin ist. Das sind normale Betriebskosten. Trinkgeld gibt es für gute Leistung, Freundlichkeit, Aufmerksamkeit.... Es ist steuerfrei und quasi ein BonBon. Ich arbeite nicht im Service in der Gastronomie und mir gibt keiner ein Trinkgeld. Jeden Cent, den ich verdiene wird versteuert. Klar freut man sich über geschenktes Geld. Klar Kellner ist nicht immer ganz einfach, aber ein Straßenbauarbeiter bekommt ja auch kein Trinkgeld.

Wozu Trinkgeld?
Dafür, dass einer seinen Job macht? Hätte ich auch gerne.
Du willst das Gehalt desjenigen aufbessern? Machst du das auch für Pflegekräfte, Müllwerker, Bürokräfte?
Glaubst du das es im Niedriglohnsektor besser wird, wenn du Trinkgeld gibst? Vergiss es!

Trinkgeld ist unsozial.

  • Ein wahrer Lebenskünster ist der, der sich seine eigene Biestigkeit noch zur Attitüde schönfärben kann.

    • Hast du vielleicht etwas nicht verstanden? Brauchst du eine genauere Erklärung, warum Trinkgelder im Niedriglohnsektor die Situation der Beschäftigten eher verschlechtert?

      • Nein, ich brauche keine genauere Erklärung.

        Allerdings fehlt mir die Hybris, an dieser Situation durch mein Verhalten etwas zu ändern.

        In der konkreten Situation, in der mir der libanesische Familienvater gegenübersteht, der als Zweitjob Pizza ausfährt, kann ich natürlich die Situation für den ganz großen Protest im ganz großen gesellschaftlichen Kontext für gekommen sehen. Oder aber ich mach jemandem, der trotz seiner Lage seine Freundlichkeit nicht eingebüßt hat, eine Freude.

        Was man tut, ist wahrscheinlich eine Charakterfrage. Nicht jeder reitet den Zossen seiner Prinzipien unter seinem Wohlstandshintern zuschanden und winkt dabei grinsend in die virtuelle Menge.

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