Kann man etwas tun, wenn ich nicht selbst rassistisch beleidigt werde

    • (1) 11.07.17 - 15:37

      Sondern im Gespräch mit mir andere Menschen? Also auch nicht eine konkrete Person, eher so Menschengruppen...
      Ich bin grad etwas schockiert, ich habe für meine Arbeit einen deutschen Autohändler angerufen, der, da ich für französische Kunden vermittle, davon ausging (zu Recht), dass wohl ein Mensch mit nicht rein weisser Haut das Fahrzeug abholen wird, wenn wir bei ihm kaufen.
      Er hat mir gesagt, dass er keine Lust hat, mit einem Kanackenvermittler zu sprechen, und dann einfach aufgelegt. Also der Kanackenvermittler war wohl ich, in dem Fall. Fühle mich dadurch jetzt nicht selber beleidigt, finde, er stellt sich eher selber ein Armutszeugnis aus. Aber ich finde es schlimm, wenn jemand, auch wenn es nur am Telefon und mit jemandem, den er nicht kennt, einfach so rassistische Äusserungen ablassen kann. Kann man da irgendwas machen, anzeigen oder so? Bring das überhaupt was?

      • Hallo!

        Hast du mit dem Inhaber des Autohauses selbst oder mit einem Angestellten gesprochen?

        Wenn du nicht mit dem Chef gesprochen hast, würde ich erst einmal das tun und ihm vom ungebührlichen Verhalten seines Mitarbeiters berichtet. So etwas wird keinen Chef erfreuen!
        Ansonsten gibt es natürlich auch bei den Chefs welche, die so ungehobelt sind. Da hilft vielleicht ein Hinweis an die örtliche Presse ;-)?

        LG

      Seit wann bezeichnet man den Franzosen als Kanaken? #kratz

      • Er bezeichnete nicht allgemein Franzosen als Kanaken, sondern offensichtlich diejenigen, die dann bei ihm das Fahrzeug abholen kommen. Da hier in Frankreich oft dunkelhäutigere Menschen in den Transportunternehmen arbeiten, sind das für ihn Kanaken...

    Frage 1: Wieso war die Hautfarbe überhaupt ein Thema? Bei Franzosen käme ich da nicht gleich drauf.
    Frage 2: Chef oder Angestellter? War es tatsächlich der Chef selber, wäre ein Schreiben an die Kfz-Innung das erste, was mir einfiele, mit dem Hinweis darauf, dass man für so einen netten Autohändler natürlich gerne Werbung macht, gern auch bei fb. Ansonsten hast Du wenig Handhabe, weil ohne Zeugen geht da nichts. Solche Typen kann man nur öffentlich blamieren. LG Moni

    • Zur Hautfarbe siehe meine Antwort weiter oben. Zum öffentlich machen scheint mir laut Kawatina die Handhabe zu fehlen, da ich ja keine Zeugen habe, und das kann ich auch nachvollziehen.

      Nun ja, ändern kann ich den Typen wohl sowieso nicht... War halt echt erschreckt, was sich manche selbst im professionnellen Kontext erlauben...

Hallo

Aussage gegen Aussage und somit nicht beweisbar

Anzeigen kann man viel, nur wo soll das öffentliche Interesse liegen bei einem Telefonat?
Das wird somit eingestellt.

Außerdem ist das deine Privatangelegenheit, da das nicht über eurer beider Lebensraum hinaus ging. Fühlst du dich beleidigt, kannst du zum zuständigen Schiedsmann gehen, 10/15 Euro auf den Tisch legen und der kümmert sich. Der Schiedsspruch kostet dich dann nochmals bis 40 Euro .
Bist du damit nicht einverstanden, steht dir der weitere Klageweg offen.

Das ist der eine Weg.

Kannst auch an die Öffenlichkeit gehen. Hat gewisse Risiken.

Verkündigst du öffenlich was der Händler gesagt hat und kannst das nicht beweise, kann das teuer für dich werden.

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll es Autohändler wie Sand am Meer geben und diese trifft man dann schon eher, wenn man dort nichts mehr ordert.

  • Vielen Dank für Deine Antwort. Klar, kaufen tun wir da nix mehr, aber das stört den nicht, er würde uns ja auch dann nichts verkaufen wollen, wenn wir das noch wöllten...
    Nun denn, egal, Du hast Recht, ich habe keine Zeugen.

    Also Pech gehabt, aber ich ruf den jedenfalls nicht mehr an...

    • Hallo,

      mich hat einer, der mehrfach auffällig geworden ist und es nicht nur verbal dabei belässt, direkt am Bahnhof vor vielen Leuten in ehrverletzender Weise beleidigt, also ich hatte mind. drei Zeugen. Die hat er dann auch beleidigt#rofl

      Auf jeden Fall war das was ich dir schrieb, so in etwa der Wortlaut - das geht nicht über unser beider Lebensraum hinaus.

      Interessanterweise habe ich jemand geholfen, also sozusagen vor dem geschützt....na ja so wird man hängen gelassen.
      Ich habe was daraus gelernt. Das wird in Zukunft sofort geregelt und wer mich beleidigt, muss dann die Konsequenzen tragen und der kommt ja nah genug an einen ran, das der Notwehrparagraph greift.#schein

      Dieser Typ hat beim Joggen sogar schon mal eine Oma in den Graben geschubst, weil die ihm im Weg stand. Keine Zeugen und sie konnte das nicht 100 pro sagen das er es war. ich glaube mitt den Anzeigen, kann der sich das Wohnzimmer tapezieren, wenn nicht schon mehr.....20 Jahre macht der das und da dies in einem gewissen Rahmen bleibt, ist das alles unterhalb dessen, wo die Justiz aktiv wird.
      Er hasst Hundehalter, Frauen, alles was motosisiert unterwegs ist, Pferde und Reiter hasst er auch...tritt, spuckt und schlägt um sich, wenn er joggt oder radelt.#aerger

      Ich schreibe dir das deshalb nun so ausführlich, damit du nicht den Eindruck bekommst, das ich dir was aus Lust und Laune ausreden will.
      Es hat schlichtweg nur keinen Sinn , kostet dich nur Zeit und Nerven - ist es eigentlich nicht wert.

      • Puh, das ist ja auch krass, dass so ein Typ mehr oder weniger machen kann, was er will, obwohl es alle wissen, solange nichts "schlimmes" passiert (finde das, was Du schreibst, schon schlimm genug). Der denkt ja dann auch, dass das völlig normal ist und macht munter weiter, interessiert ja keinen...
        Ja, mir war eigentlich schon bevor ich hier gefragt hatte, fast klar, dass man da nicht viel machen kann, aber ich wollte nichts unversucht lassen und dachte, vielleicht hat ja die Urbiagemeinde gute Ideen. Ich mein, ich finde es ja auch gut, dass ich den nicht einfach so anzeigen kann ohne Zeugen und Beweise, es soll ja auch jeder geschützt vor falschen Anklagen sein...

(12) 12.07.17 - 17:15

Ich stellte mir vor kurzem eine ähnliche Frage- lohnt sich eine Anzeige oder nicht? Ich war Zeuge eines geringfügigen Parkunfalls. An keinem der beiden Autos war ein Schaden sichtbar. Im einen Fahrzeug (Verursacher) sass eine junge Frau dunkler Hautfarbe. Ihr Unfallgegner war ein älterer Herr, der wutentbrannt aus seinem Fahrzeug sprang und anfing wüste Beschimpfungen abzulassen. Darunter zuerst das N-Wort. Am helllichten Tag, in der Innenstadt. Ich dachte ich höre nicht recht.

Ich wollte zunächst weitergehen, aber da er sich gar nicht beruhigen wollte und die junge Frau schon den Tränen nahe war (worauf er sie anbrüllte sie solle gefälligst nicht anfangen zu flennen) fragte ich sie doch, ob ich ihr irgendwie helfen könnte. Darauf ging er verbal sofort auf mich los. Wohlgemerkt, ich stand da mit Baby in der Trage. Es blieben immer mehr Leute stehen, und er zog dann ab ohne auf die angeblich von ihm gerufene Polizei zu warten oder seine Daten zu verraten.

Ich hatte sein Kennzeichen notiert. Und meine Daten der jungen Frau gegeben, falls sie Zeugen braucht. Aber ehrlich gesagt hätte ich ihn gern selbst irgendwie belangt. Sowas geht nicht! Und ich ärgere mich sehr, das er wohl so davon kommt.

  • Ja, finde ich echt ärgerlich, dass man bei sowas wohl nicht viel machen kann, wobei bei Dir ja wenigstens Zeugen dabei waren, ich denke, die Frau hätte wohl gute Chancen, ihn zu belangen...
    Aber es ist ja auf jeden Fall schonmal toll, dass Du sie nicht alleine mit diesem Idioten gelassen hast, da hat er ja auch gesehen, dass er sowas nicht einfach so machen kann.

Den entsprechenden Vorfall auf einschlägigen Bewertungsplattformen erwähnen.

Im Freundeskreis davon erzählen und davon ausgehen, dass sich so etwas schnell herumspricht.

Und ihm genau diese Vorgehensweise noch mal in einem Telefonat ankündigen.

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