Abwrackprämie VW Diesel

    • (1) 09.08.17 - 08:16

      Hallo,
      nachdem nun auch VW bekanntgab, "Abwrackprämien" für Diesel der Euro Abgasnorm 1-4
      zu zahlen stelle ich mir folgende Fragen:
      Was tun wenn der aktuelle Fahrzeugwert deutlich über der Prämie liegt?
      Was tun, wenn kein Interesse/Bedarf besteht das "alt" Fahrzeug zu verkaufen?
      Die von VW gekauften "Altfahrzeuge" sollen nicht mehr dem Gebrauchtwagenmarkt zugeführt werden. Kan man das glauben oder gehen diese Fahrzeuge ins "Ausland".
      Warum sollte man bei den "Schummelkonzernen" noch ein neues Fahrzeug kaufen?
      Die Abwrackprämie geht bei VW bis Ende 2017. Was kommt danach für Fahrzeughalter, die nicht verkaufen? Fahrverbote?
      Nachgerechnet habe ich es nicht, aber die Konzerne, die Prämien zahlen, verdienen sich doch trotzden eine goldene Nase?
      Schummeln erst und haben dann trotzdem einen Benefit?

      Schönen Gruß

      • (2) 09.08.17 - 09:15

        Moin,

        die gleichen Fragen haben wir uns auch gestellt. In meinen Augen einfach nur ein Brocken der der Meute hingeworfen wird, um sie ruhig zu stellen.

        Und leider wird es genug "Dumme" geben die sich darauf einlassen und das für den ganz großen Deal halten......

        Die Dreckskarren werden garantiert nicht verschrottet (wie soll auch eine Kontrolle stattfinden ?) sondern verpesten einfach in Afrika die Luft, ist ja weit weg

        LG
        Tanja

    "Was tun, wenn kein Interesse/Bedarf besteht das "alt" Fahrzeug zu verkaufen?"

    Dann behälst Du das Auto.

    Selbst wenn Fahrverbote oder Auflagen zur Nachrüstung irgendwelcher Filter irgendwann angeordnet werden, so wirst nicht Du als Kunde darauf sitzen bleiben.
    Dann kannst du noch immer Schadensersatzansprüche geltend machen.

    • Die Diesel-Abwrackprämie gilt für Autos bis maximal Schadstoffklasse 4. Und die wurde ohne Mauscheleien erreicht. Gegen wen willst Du denn Schadensersatzansprüche geltend machen?

      Grüsse
      BiDi

      • Es stand doch im Ausgangspost die Frage, was nach Ablauf der Prämie passieren wird

        "Die Abwrackprämie geht bei VW bis Ende 2017. Was kommt danach für Fahrzeughalter, die nicht verkaufen? Fahrverbote?"

        Ich sage: wenn Du nicht verkaufst und es irgendwann aus irgendeinem Grund Fahrverbote geben sollte, man Gewährleistungsrecht anwenden kann.

(10) 09.08.17 - 13:58

Hallo,

gilt dieser gesamte "Dieselweiterbetrug durch Abwrackprämie" eigentlich nur für die deutschen Autohersteller? Was machen dann die Millionen Fahrer eines ausländischen Diesels? Auch diese gibt es in den unteren Schadstoffklassen 1-4! Sei es Ford, Opel, Volvo, Fiat, Renault usw. usf. Werden die von den Fahrverboten ausgenommen oder gibt es da auch schon verbindliche Aussagen zu? Ich selber habe bislang keine Aussagen dazu gefunden. Ich habe auch bei meinem Fordhändler angerufen und nachgefragt wegen einer evtl. Umrüstung aber von Ford z.B. gab es dazu bisher keine Aussage.
Ach ja, ich fahre einen Ford C-Max als Diesel in der Schadstoffklasse 6, aber es wäre ja für die anderen interessant das mal zu wissen, oder?

LG

  • (11) 09.08.17 - 14:36

    Hallo,

    bei Ford ist die Dieselprämie Bestandteil des Ford Umwelt-Initiativ-Pakets. Auch hier wird gezahlt. Das sollte aber der Fordhändler wissen.

    VW gehört zu den sog. Schummelkonzernen, die die Abgaswerte ihrer Fahrzeuge manipuliert haben. Deshalb erfüllt z.b. ein Euro6 Diesel nicht die geforderte Norm. Ford war "anständig" und erfüllt wohl die Norm.

    VW "muß" demnach reagieren und zahlt die Prämien und macht updates. Ford brauch das wohl nicht und reagiert hier nur mit einer "Empfehlung".

    Es ergibt sich hier richtigerweise die Frage, was mit den Dieselfahrzeugen der Klassen 1-4 passiert, die nach 2017 noch im Verkehr sind, egal welche Marke. Und viel wichtiger, ob sich eine Reduzierung der Schadstoffe, so wie von den Konzernen dagestellt, eintritt.

    Das hätte dann zur Folge, daß der Rest der Diesel wohl weiterfahren kann. Ggf. mit Außnahmen, weil z.b. Städte die Einfahrt für die Fahrzeuge untersagen.

    Man kann aber jetzt schon davon ausgehen, das die "erhoffte" Schadstoffreduzierung durch die Maßnahmen nicht oder nicht so schnell eintreten wird.

    Aus meiner Sicht wird das noch ein langwieriges Thema.

    Schönen Gruß.

    • (12) 09.08.17 - 14:43

      OK, danke für die Info. Ich hatte auch nur bei meinem Fordhänder nach einem Update der Software gefragt für meinen Diesel und da gab es eben die Aussage dass Ford sich noch nicht dazu geäußert hätte. Demnach werde ich wohl keines benötigen (ansonsten werde ich informiert) und die Abgaswerte meines Autos waren alle unter Norm (hatte vor 2 Wochen grade TÜV) aber da war das Dieselgespräch auch noch nicht durchgeführt.

      Aber trotzdem wäre es Interessant zu wissen was mit den ganzen anderen Fahrzeugen passieren soll?

      Da sieht man wieder: viel Geschrei um eigentlich nichts und das auch noch nichtmal zu Ende gedacht. Typisch für unsere Volksvertreter.

      LG

(13) 09.08.17 - 19:44

Es wäre doch komplett sinnlos, die Schadstoffklassen 1 - 4 von Fahrverboten auszunehmen. Die stossen doch mehr noch Stickoxide aus, als beschummelte VWs mit Schadstoffklasse 5.

Es wird genauso kommen, wie schon bei der Einführung der Umweltzonen in den Städten: Wenn Dein Auto der erlaubten Schadstoffklasse nicht entspricht, darf er eben nicht in die Umweltzone.

Wir haben uns vor 6 Jahren einen neuen Diesel gekauft, weil der alte nur die gelbe Plakette hatte. Tja - der 'neue' hat Schadstoffklasse 4 und wird wohl demnächst auch draussen bleiben müssen. Pech. Was mich allerdings noch mehr ankekst, ist, das es ausser dem Tesla und dem Opel Ampera keine Stromer mit ernstzunehmenden Platzangebot und Reichweite gibt. Da frage ich mich echt auf welchem Baum die oh so innovative deutsche Autoindustrie jahrelang geschlafen hat.

Grüsse
BiDi

(14) 09.08.17 - 17:25

"Warum sollte man bei den "Schummelkonzernen" noch ein neues Fahrzeug kaufen?"

Lass es doch... ich bin mir jedoch sehr sicher, dass ein jeder der Autokonzerne Dreck am Stecken hat.

Also: fröhliches Fahrrad fahren!

(15) 12.08.17 - 12:09

Ich denke, daß Dieselfahrzeuge (Euronorm 1-4), die weiterhin gefahren werden (sollen) irgendwann in nächster Zeit zum Umrüsten / Nachrüsten verdonnert werden.

Diese momentane VW-Aktion ist ja nicht politisch angeordnet, das ist einfach eine reine Werbeaktion des VW-Konzern. Wenn man sich die Prämien ansieht, die es für die einzelnen Neuwagen gibt, kommt man da auf einen Nachlass von etwa maximal 20 %. D. h. VW verdient dennoch noch ordentlich am Neuwagenverkauf - also eine reine Werbeaktion.

Angeblich werden die Diesel-Gebrauchtwagen, die damit aus dem Verkehr gezogen werden, ja verschrottet. Ich würde mein Diesel-Fahrzeug da nun nicht drangeben, wenn es den Rabattwert derzeit übersteigt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein absolutes FAhrverbot für alle Diesel-Fahrzeuge, die Euro4 oder darunter aufweisen, durchgesetzt wird, sondern dass eben Lösungsvorschläge in Form von Nachrüsten gefordert werden.

LG

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