Kennt ihr auch solche Momente, in denen...

    • (1) 03.10.17 - 15:07

      euch die Tränen in die Augen steigen vor lauter Glück? Und euch gleichzeitig bewusst wird, wie zerbrechlich das alles ist?

      Gerade sitze ich hier auf dem Sofa, mein selig schlummerndes Baby im Arm. Ich höre, wie es leise atmet, sein Händchen an meine Brust geschmiegt. Gleich wird mein Mann ins Kinderzimmer gehen und die Großen wecken. Dann geht der Trubel wieder weiter 😍 Und so lange genieße ich diesen Moment der Ruhe und des vollkommenen Glücks, dass mir die Tränen in den Augen stehen.

      Manchmal frage ich mich, womit ich so viel Glück überhaupt verdient habe. Einen Mann, den ich von Herzen liebe. Kinder, die mich gelehrt haben, was unendliche Mutterliebe heißt. Ein Zuhause, in dem ich gern alt werden möchte. Einen Job, der mich erfüllt. Familie, auf die ich mich verlassen kann. Und Freunde, die mit mir durch dick und dünn gehen.

      Wenn ich mir das alles so vor Augen führe, erfasst mich eine tiefe Dankbarkeit.
      Und doch zugleich auch Angst. Angst, dass den Kindern etwas passieren könnte. Oder einer von uns krank wird. Solche Gedanken kosten mich in letzter Zeit sogar bisweilen die Nachtruhe. Dann liege ich wach, lausche dem Atem meines Babys neben mir und könnte heulen.

      Kennt ihr das auch?
      Mein Mann meint, das ist die "böse 30" 😉 Ihm ging es nämlich um seinen dreißigsten Geburtstag herum auch so.

      Erzählt mal von euren Gedanken und Erfahrungen dazu.

      Liebe Grüße

      • Jupp,

        kenne ich.

        Ich gehe seit jeher jede Nacht ins Zimmer meines Sohnes, bevor ich schlafen gehe. Kurz übern Kopf gestreichelt, Küsschen und noch mal "Gute Nacht" flüstern.

        Manchmal umarmt er mich im Schlaf ganz fest, oder gibt mir ein Küsschen, oder sagt "ich hab Dich lieb" #verliebt.

        Manchmal macht er gar nix, oder nickt nur kurz im Schlaf #freu.

        Einmal hat er sich im Schlaf umgedreht und rummste dabei mit dem Kopf an die Wand. Er wurde wach, rieb sich den Kopf, sah mich über sein Bett gebeugt stehen und fragte ganz fassungslos:

        "Hast Du mich gehauen?" #schock.

        #rofl#rofl#rofl

        In solchen Momenten bin ich besonders glücklich, Kinder zu haben #freu.

        LG

        Ja und nein
        Ich kenne das Gefühl dieser tiefen Dankbarkeit, wie du es beschreibst, darüber gesunde Kinder zu haben, selbst gesund zu sein, das alles erleben zu dürfen...
        Schlaflose Nächte hatte ich immer erst wenn es dann "akut" war...Also die Kinder dann allein unterwegs waren mit Moped, Auto, oder bei Freunden mitfuhren. ...und nicht zur rechten Zeit Zuhause waren, oder einfach auch so, weil die Situation neu war, der weg lang etc.
        Auch als einer der Söhne ganz nah dran waren auf eine schei... Bahn zu gelangen, schlechter Umgang. ...Das waren schwere Zeiten mit weiß Gott sorgenvollen, schlaflosen Nächten.

        Übers Wochenende war der jüngere nun mit Freunden weg und schrieb mir am Samstag drei Stunden, nachdem sie weg waren, dass sie auf der Autobahn einen kleinen Auffahrunfall hatten, nichts passiert, Auto etwas beschädigt....Da war ich vor Erleichterung den Tränen nahe.
        Lg

        Hallo
        Tränen in die Augen bekomme ich bei sowas nur in sehr extremen Fällen. Aktuell gerade: die (junge) Arbeitskollegin einer meiner engsten Freundinnen ist gestorben. Ich kannte sie hauptsächlich aus ihren Erzählungen, habe sie aber auch in Person öfters gesehen.
        Sie ist sehr plötzlich gestorben. Sie hatte nur eine Kleinigkeit und das was sehr unwahrscheinlich ist, ist bei ihr alles passiert.
        Als wir uns das erste Mal getroffen haben nachdem kam ihr Lieblingslied plötzlich im Radio. Das alleine ist schon eine Geschichte für sich. Da hätten wir beide einfach heulen können. Weil es einfach so traurig ist und weil wir Leben dürfen & zu oft vergessen so intensiv zu leben wie wir es sollten.

        Liebe Grüße

      • Hallo

        ja das kenne ich auch - oft wenn ich meinen Mann ansehe, bekomm ich einen dicken Kloß im Hals, vor lauter Liebe und Glück.
        Ebenso bei den Kindern und jedesmal wenn wir in unser Städtchen am Meer fahren, in dem unser Lebenstraum steht: sobald ich den Städtenamen auf dem Autobahnausfahrtschild lese, habe ich Tränen in den Augen und mir wird ganz warm ums Herz...

        LG

        Am extremsten hatte ich diesen Gefühlsausbruch ungefähr 4 Tage nach der Geburt meiner Tochter. Es war unbeschreiblich - danke, dass du das in so treffende Worte gepackt hast. Das Gefühl stellte sich auch noch ein paar Mal noch ein, aber nicht mir ganz so intensiv.

      • Ich habe öfter mal Tränen in den Augen, weil mir bewusst ist, wie zerbrechlich alles ist.

        Und ich bin mir sehr sicher, dass ich dieses ganze Unglück nicht verdient habe, aber ich kann es nun mal nicht ändern. Ich gehe jeden Tag schlafen und ich wache jeden Morgen wieder auf und wenn ich schlaflose Nächte habe, muss ich trotzdem den nächsten Tag überstehen.

        Meine Freunde sind ganz cool und meine kleines Tochter hat gerade zum ersten Mal an der Stepptanz-Deutschen Meisterschaft teilgenommen. Das war schön. Aber den ganzen Rest, den du aufgezählt hast, habe ich nicht. Oder nicht mehr.

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