Mal eine vielleicht seltsame Frage.....

    • (1) 13.10.17 - 23:23

      Ich lerne ja gerne dazu und mich interessiert momentan - ist das Dialekt in bestimmten Gegenden oder schon allgemein grammatikalisch gültig, wenn geschrieben wird:
      Soll das so? (sein?!)
      Darf ich ein Eis? (haben?! kaufen?! essen? Oder was?) usw.
      Mir fehlt da einfach was im Satzbau und bei uns habe ich das so noch nicht gehört, aber bei urbia lese ich es nun immer mehr. Woher kommt das? Ist NICHT böse gemeint, ich wundere mich nur. Ist das neue Jugendsprache? LG Moni

      • ... bärbaby haben!

        Der korrekte Satz lautet: Darf ich ein Eisbärbaby haben?

        Wahrscheinlich trauen sich die Kids einfach nicht zu fragen und brechen daher mitten im Satz ab #cool.

        LG

        (3) 14.10.17 - 07:31

        Ich hab das als Kind schon so formuliert.

        Darf ich was Schoki?
        Soll das so...
        Kann ich mal? (wenn z.b gerade jemand was macht, das man auch mal ausprobieren will)

        Für mich ist auch im Kontext immer völlig klar, um was es geht. Aber es stimmt natürlich, dass grammatikalisch was fehlt.

        Bin im Rheinland groß geworden.

        • (4) 14.10.17 - 08:39

          Ich denke mal, im Forum wird so geschrieben wie einem "d' Gosch gwachsa isch" - mal mehr, mal weniger. Wir "schreiben" ja generell mehr (SMS, whats App, Emails etc) - meistens gehts schnell - dafür aber auch unachtsamer. Ich denke auch, dass es bei vielen anders ist, wenn man etwas "offizielleres" verfassen soll...

          Waere interessant (zum Beispiel von Lehrern/Leuten, die viel Schriftverkehr haben) zu erfahren, ob bereits Auswirkungen in diesen Bereichen zu merken sind?! Also, dass Schüler tendenziell "flapsiger" schreiben, oder auch allgemein weniger Wert auf korrekte Grammatik, Interpunktion gelegt wird. Manche haben da auch höhere/geringere Toleranzwerte (ach du, grad ist mir der Inhalt wichtiger, als die korrekte Verpackung dessen).

          • (5) 14.10.17 - 08:43

            Ach so, dieses "darf ich Eis?" finde ich auch wahnsinnig schräg, egal welchen Hintergrund (schüchternes Fragen, Dialekt) es hat ...

            (6) 14.10.17 - 09:10

            Nein, ist nicht nur im Forum so. Habe erst diese Woche in einer Zeitungskolumne gelesen, dass das Kind der Verfasserin dauernd käme "darf ich ein Eis?"
            Was glaubst Du, wie ich geschaut habe, als ich das erste Mal gefragt wurde wegen meiner runtergefallenen Handtasche: "ist die Ihnen?" #hicks - von einem erwachsenen Mann. Unsere Sprache wird durch die vielen Amerikanismen doch sowieso schon reichlich verhunzt, nun sowas auch noch#schwitz Ich frage mich, wie in wenigen Jahren Bewerbungen aussehen? So a la: Hey Alder, is die krasse location Dir? Kann ich Job?
            Himmel hilf #rofl
            LG

            • (7) 14.10.17 - 09:22

              Also eine "besorgniserregende" Entwicklung ;) ...

              Appell an die einzelnen Verfechter der Erhaltung der Sprachkultur (jetzt hagelts gleich Steine, hinsichtlich der Wortwahl): Erfüllt euren Bildungsauftrag! :)

              • (8) 14.10.17 - 10:32

                Es ist keine neue Entwicklung. Mich stoert diese spezielle Eigenart nicht, da ich, wie gesagt, selbst von Kleinauf damit aufgewachsen bin. "Willst du ein Eis?" ist eine normale Frage fuer mich.

                • (9) 14.10.17 - 10:51

                  "Unsitte", geographisch bedingt oder dem Dialekt geschuldet??!! Es ist, meiner Meinung nach, falsch, da (et)was fehlt und es im korrekten Schriftdeutsch ausgeschrieben werden MUSS, da keine Betonung, Kontext, Gesten etc. vorhanden sind

                  • (10) 14.10.17 - 10:53

                    Mich würde echt interessieren, ob auch im Schriftdeutsch vermehrt Änderungen bedingt durch dieses "Mehrschreiben" (siehe Frage oben) zu erkennen sind?!

                    Extra(!) neuer Post, weil die Frage nicht untergehen soll.

                    (11) 14.10.17 - 10:54

                    Ja, es ist grammatikalisch falsch, aber darum geht es doch nicht. Viele Dialekte oder regionale Sprachgebraeuche sind das.

                    • (12) 14.10.17 - 10:58

                      Doch! Siehe letzter Post "fruehchenomi" - siehst du, ich schreibe auch komplett falsch :) man sollte zwecks Erhalt der Sprachkultur aber darauf achten, auch wenn die Sprache ein wandelbares, den Umständen sich anpassendes (Blabla), mit der Zeit gehendes Medium ist ...

                      • (13) 14.10.17 - 11:13

                        Naja, da kann ich nicht zustimmen. Ich spreche ja nicht weniger Deutsch. Sprachwandel kann man nicht entgegenwirken und wenn man noch so im Dreieck huepft.
                        Ob jetzt Verb weglassen gerade "im Kommen" ist kann ich nicht beurteilen.
                        In meiner Familie und in der Gegend wo ich wohnte, war und ist das so wie in den genannten Beispiel, also im Kontext Sinn ergebend, recht normal. Uebrigens kein bisschen bildungsfern, ich bin Lehrerkind.
                        Ich mag uebrigens auch einige Schreib- und Sprachphaenomene nicht, die sich so entwickeln. Aber, das ist halt so...

                        • (14) 14.10.17 - 11:19

                          Auch wenn ich sonst gegen strikte Regeln, Vorgaben bin und finde, dass es bei manchen Sachen mehrere Blickwinkel etc. gibt:

                          Aber bei so etwas wichtigem wie der Sprache, bin ich ungern bereit Kompromisse einzugehen und Augen zu zu drücken ... es muss ein SEHR STEIFES Konstrukt geben, was richtig und was falsch ist - sollte wie bei vielen anderen Sachen eben NICHT auslegbar und dehnbar bleiben

                          • (15) 14.10.17 - 11:21

                            Ich hör jetzt auf im Dreieck zu hüpfen ;) - schönes WE (siehste?!! :)) - setzen 6!

                            (16) 14.10.17 - 11:30

                            Ja, in der Schrift stimm ich dir zu, da muss sowas richtig beigebracht werden. Klappt ja auch, ein Bayer kann ja in der Regel hochdeutsch schreiben. Wie geredet wird ist aber fuer mich ein anderes Blatt. Das ist doch in erster Linie Mittel zur Kommunikation, wenn die funktioniert, ist es doch gut. Im Vorstellungsgespraech, Berufsleben, Schule oder Freundeskreis oder Familie wird unterschiedlich gesprochen. Ganz normal.

                            Schoenes we auch dir :)

                            • (17) 14.10.17 - 11:35

                              NUR noch das ;): ist halt einfacher fürs Schreiben, wenn man es auch richtig spricht ... manche wissen ja auch gar nicht, dass sie "falsch" sprechen.

                (18) 14.10.17 - 11:48

                Sch... ich versuch' ja schon nicht alles zu posten, was mir durch den Kopf schießt.. ABER:

                Kann ich ein Eis?

                Da dreht sich einem doch echt der Magen, selbst wenn es ein Dialekt sein mag... ?!

                • (19) 14.10.17 - 12:40

                  Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, ob das Dialekt ist oder was auch immer. Eigentlich rede ich nämlich ziemlich hochdeutsch.

                  Ich kann verstehen, wenn man sich über sowas ärgert. Wie kann man denn so reden, obwohl es doch falsch ist, und so. Hab ich bei anderen Dingen auch.

                  Mich verwundert aber nun wirklich diese heftige Reaktion. Warum ist das eine ok (Stichwort Dialekt, wo ja nun WIRKLICH teilweise auch richtig heftige grammatikalische Fehler bei sind, je nachdem wo man hinhört. aber auch schon "wie" statt "als", mag ich überhaupt nicht, aber ist z.b. im Schwäbischen normal ), und das andere nicht? Weil das andere sich erst in jüngerer Zeit entwickelt hat (was ich , wie gesagt, bezweifle, aber nicht belegen kann da meine einzelne Erfahrung dazu ja nicht ausschlaggebend ist) während Dialekte seit Ewigkeiten geredet werden - das erschließt sich mir nicht.
                  Kannst du das erklären?

                  LG

                  • (20) 14.10.17 - 12:53

                    Gegenfrage: Warum heftige Reaktion? Bin doch sachlich und erkläre doch viel? Staune wirklich, über mein Fremdwirken in diesem Forum? Vielleicht, da man mich ja nicht hört also keine Intonation hat??? Aber ich schreibe doch auch nicht aggressiv oder als jemand der sich aufregt oder grad wirklich im Dreieck hüpft??? Waere wirklich froh und dankbar, eine Antwort zu bekommen?!.

                    Zum eigentlichen Thema:
                    Man hat ja Angst, dass sich manches ändert (für das eigene Empfinden, zum schlechten eben), erstens weil man es so kennt und zweitens, da man es einfach für richtig hält.

                    Bin definitiv überzeugt, dass unsere Sprache in 20 Jahren "leidet" - auch wenn Sprache ein wandelbares, blabla - umso weniger man aufpasst, umso wahrscheinlicher schleichen sich Dinge ein. Und wie gesagt, jedem sein Toleranzwert ist unterschiedlich (manche kotzen hier sprichwörtlich schon ...) - ein kleiner Satz und 2 Dinge ("jedem sein" und "kotzen") - du verstehst worauf ich hinaus will ...

                    • (21) 14.10.17 - 12:58

                      Oh ich meinte nicht, dass du irgendwie unhöflich oder aggressiv wärst, aber bezog mich auf das 'da dreht sich mir der Magen um' - mir ist schon klar dass das nicht wörtlich gemeint ist ( ;-) ) aber das empfinde ich eben als relativ heftige Reaktion zum Thema!

                      Ansonsten stimme ich dir zu. Ich scheine mit dem Thema etwas entspannter umzugehen als andere. Selbst sprachliche Dinge, die mich wirklich irrational stark stören, kann ich dann einfach überhören oder überlesen ohne die Person irgendwie abzuwerten- und akzeptiere grummelnd, dass ich das nicht ändern kann. :)

                      • (22) 14.10.17 - 13:02

                        Ah, bevor das falsch verstanden wird, ich unterstelle dir nicht, dass du irgendwen abwertest. Aber habe schon mehrfach bei solchen Diskussionen festgestellt, dass Leute schnell in Schubladen gesteckt werden, weil sie 'falsch' reden.
                        Davon kann ich mich auch nicht komplett freisprechen (wer kann das schon), aber ich bin stets bemüht mich in der Hinsicht zu bessern.

                        • (23) 14.10.17 - 13:10

                          Höre ich mich arrogant, besserwisserisch oder sogar so an, als ob meine Meinung die ultimativ Wahre ist? Freue mich über eine ehrliche und ungeschönte Meinung - bin da vor kurzem hier bisl überrascht worden, mit manchen Fremdwahrnehmungen meiner Person. Ich kann es wirklich nicht einschätzen, wie ich wirke. Weiß ja wie ich bin, aber nicht wie ich wirke (abgesehen von Reaktionen meiner Umwelt im wahren Leben)

                          • (24) 14.10.17 - 13:30

                            >>>Weiß ja wie ich bin, aber nicht wie ich wirke<<<

                            Mal so gesagt: Sobald du in einem Thread mitschreibst, nehme ich das "Abonnieren" raus.
                            Du neigst sehr dazu, zu schwafeln, schwafeln, schwafeln...

                            (25) 14.10.17 - 13:31

                            Momentan sind 50% der Beiträge in diesem Thread von dir....

Top Diskussionen anzeigen