Würdet ihr ein Haus neben einem Hochspannungsmasten kaufen?

    • (1) 19.10.17 - 23:13

      Hallo Ihr Lieben,

      ich habe mich hier registriert, um einmal meine Fragen bzw. Sorgen loszuwerden bzw. vielleicht auch um eine Erfahrung zu erhalten, falls jemand schon vor so einer Entscheidung stand. Es könnte etwas länger werden.

      Wir würden gerne ein Haus kaufen. Sind schon lange auf der Suche und hätten nun quasi unser Traumhaus gefunden, sind auch in der engeren Auswahl der Bewerber. Hier würde alles passen. Bis auf die Tatsache, dass gerade einmal 20 bis 30 Meter entfernt vom Haus ein Hochspannungsmast steht mit 110 kV #zitter.

      Wir machten uns erstmal wenig Gedanken, schließlich würde uns so ein Mast optisch wenig stören. Dann setzte ich mich mal ans Internet und schaute nach Hochspannungsmasten und ob es da irgendwelche Bedenken gäbe, schließlich hatte man ja irgendwo irgendwann mal was von "könnte nicht so ganz gesund sein" gehört.

      Auch wenn ich persönlich nicht der Typ Mensch bin, der an Elektrosmog und Verschwörungstheorien glaubt, war ich dann doch etwas geschockt, was ich las, rechnete ich eher mit sowas wie Schlafstörungen etc, wenn man empfindlich sein sollte.

      Meinungen von richtigen Medizinern, nicht nur Quacksalbern, sogar zig Studien später stand für mich mit klopfendem Herzen und Magenschmerzen fest, dass wir das Haus, möge es noch so schön sein und die Lage noch so gut, also eigentlich genau das nachdem wir so lange eigentlich suchten, sehr wahrscheinlich nicht kaufen.

      Es wurde u.a. neben der einen und anderen Erkrankung von einem vermehrten Auftreten von Leukämie bei Kindern berichtet, die in unmittelbarer Nähe zu solchen Strommasten und Leitungen wohnten. Die Anzahl wäre aber gering (Was einem wenig nützt, wenn das "gering" ausgerechnet gerade dein Kind betreffen würde), andere Studien zweifelten wiederum an der Aussage, dass die Erkrankungen überhaupt damit zusammen hängen. Trotzdem kam jeder zu dem Schluss, dass ein bestimmter Mindestabstand eingehalten werden sollte. Wenn sich die Medizin also sicher wäre, dass keiner durch die Nähe der Masten an sowas erkrankt, würden sie wohl kaum Mindestabstände nahe legen #augen.

      Der Hintergrund ist, dass wir ein kleines Kind haben und der Mast gerade einmal wenn überhaupt 30 m vom Haus entfernt steht. In den meisten Studien wurden Fälle bei 50 m und mehr untersucht. Heißt also mit unseren 30 m wären wir noch ein klein wenig weiter dran am "geringen"Risiko.

      Ich würde gerne wissen, wir ihr entscheiden würdet oder wohnt ihr sogar neben einer Hochspannungsleitung oder Mast und habt kein schlechtes Gefühl dabei? Mein LG hat natürlich ebenfalls bedenken, könnte sich aber doch durchaus vorstellen dort zu wohnen da er die Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung als gering betrachtet. Und nur ich habe irgendwie das Gefühl ich würde damit meinem Kind definitiv nicht gut tun.

      Ich hoffe dass es jemand durchgehalten hat meinen langen Text zu lesen :-). Ich konnte mich leider nie so ganz kurz fassen.

      Viele Grüße
      mama1620

      Auf keinen Fall.
      Wir haben auch ein tolles Grundstück damals angesehen, leider an mem Masten. Daher auch auffallend viel günstiger!
      Aber aufgrund der Tatsache daß anscheinden das Risiko für bestimmte Erkrankung steigen könnte haben wir das gelassen.
      Gerade mit Kindern! Die Verantwortung hätte ich nicht übernehmen wollen.

      Mona

      Die Wirkung starker elektromagnetischer Felder auf den menschlichen Körper ist bislang noch nicht allzu gründlich erforscht, allerdings haben die bisherigen Forschungen keine messbaren Einflüsse aufgezeigt, die über einen Nocebo-Effekt (das Gegenteil eines Placebos) hinausgingen. Sprich: Gesundheitliche Probleme treten dann eher infolge einer negativen Erwartungshaltung auf, was ja z.B. bei Schlafstörungen auch gut nachvollziehbar ist.

      Wie gesagt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es schädliche Effekte gibt.

      Ich bin mir aber z.B. sehr sicher, dass die allermeisten von uns sich gedankenlos jeden Tag wesentlich größeren Risiken aussetzen. Menschen leben und arbeiten an viel befahrenen Straßen, essen mit Antibiotika vollgepumptes Fleisch und und und.

      Aber wenn die Ängste bei dir jetzt schon da sind, dann wirst du in dem Haus nicht glücklich, egal, wie die Faktenlage sein mag.

    • Hallo,

      ich fahre mit dem Rad oft an einem Haus vorbei, an dem ein Hochspannungsmast direkt oben drüber liegt, der geht auch über die Straße. Der ist so laut...ich frage mich dann, ob man das wirklich haben muss. Ich würde das nicht wollen.

      LG

      Wenn Du das Haus schon mit einem mulmigen Gefühl kaufst, wirst Du nicht glücklich damit. Wahrscheinlich passt man dann auf jede kleine gesundheitliche Veränderung auf. Könnte das oder das was damit zu tun haben, bin ich krank, ist mein Kind krank? Ich glaube, das möchte ich nicht. Brummt das Teil eigentlich? LG Moni

      Nein, niemals, ich habe mit meinem Bruder gesprochen, der Elektrotechnik studiert hat, der rät ganz klar ab und hat nichts mit Esoterik am Hut.

      (10) 20.10.17 - 12:27

      Hallo,
      wir wohnen direkt daneben...
      Ich kann dir nun nicht sagen, ob dies unserer Gesundheit schadet, bisher geschadet hat - weil ich ja keinen Vergleich dazu habe, wie es wäre, wenn ich die letzten 25 Jahre woanders gewohnt hätte. Mein Mann ist hier aufgewachsen, also folglich seit 50 Jahren nahe dieser Leitung.
      Gefühlsmäßig würde ich dir aber eher davon abraten...
      LG

      Nein!
      Würde ich, aus den hier schon gut erklärten Gründen, niemals machen.

      Hallo,

      kurze Antwort: Nö.

      Es würde mir dabei gar nicht so sehr um den Masten und die eventueller Gefährdung gehen - ich finde, bei einem Haus muss das "Bauchgefühl" zumindest annährend stimmen.

      Ich bin eigentlich jemand, der sich bei der Haussuche für viele Häuser erwärmen konnte - so groß sind meine Ansprüche gar nicht. Freunde meines Vaters haben uns damals ihr Haus zu einem absoluten Vorzugspreis angeboten, weil es ihnen wichtig war, dass es in gute Hände kommt - es war ein Einfamilienhaus, am Waldrand gelegen, super Aussicht, riesiger Garten - genial vom Landschaftsgärtner angelegt, Gartenhäuschen als Besucherhäuschen eingerichtet - tolles Haus, alles ein wenig zu groß - Esszimmer mit Esstisch für 12, .... Ich dachte erst Wow. Wow. Wow.

      Der einzige Manko: Es lag -wie gesagt - etwas abgelegen und man kam durch ein kurzes Waldstück zur Landstraße, wo auch die Bushaltestelle etc. war. Wäre man also wo mitgefahren, hätte man immer diese Waldabkürzung genommen. Ich bin normal gar nicht so ängstlich. Aber auch die Vorstellung, alleine in dem Haus zu sein, wenn mein Mann woanders ist .... da hatte ich Angst. Finanziell war es völlig schwachsinnig, das Haus nicht zu nehmen - aber ich bin heute noch froh.

      GLG
      Miss Mary

      Nein.

      Nein, niemals. Bei uns im Ort gibt es auch eine Hochspannungsleitung, allerdings auf der anderen Seite, unser Haus ist weit genug davon weg, aber ich finde das schon total unangenehm, da drunter durch zu laufen, das kribbelt richtig und das Geräusch ist auch schrecklich. Die Häuser, die unter der Hochspannungsleitung sind, stehen auch ständig zum Verkauf. Freunde von uns hatten sich mal eines angeschaut aber schon als sie vor dem Haus standen und dieses Kribbeln gespürt haben, war ihnen klar, dass sie das nicht kaufen.

      Hallo und vielen lieben Dank schon einmal für eure Meinungen.

      Nicht dass ihr verwirrt seid, ich bin die Threaderstellerin Mama1620. Aus irgendwelchen Gründen kann ich mich aber mit meinen Zugangsdaten nicht mehr anmelden, trotz Passwort zurücksetzen. Hatte es schon den ganzen Tag probiert und urbia kontaktiert, die wollten schauen wieso es nicht geht, bisher kam noch keine Rückmeldung. Da ich euch aber Bescheid geben wollte, dass ich jede Nachricht gelesen habe, habe ich mich erst einmal notgedrungen neu angemeldet, halt mit Bindestrich diesesmal #hicks.

      @tierras
      Der Mast steht genau an der Ecke des Grundstücks, quasi an der Ecke zur Einfahrt auf das Grundstück. Die Leitungen streifen quasi die Grundstücksgrenzen, führen aber nicht direkt über das Haus drüber. Vom Haus bis zur Grundstücksgrenze also zum Mast mit anhängenden Leitungen sind es wie gesagt ca. 30 m.

      Den Test mit dem Schirm habe ich noch nicht gemacht, kann mir aber vorstellen, was da passieren könnte. ;-) Ich habe mal ein Bild gesehen wo jemand eine Leuchtstoffröhre in die Luft hielt und diese leuchtet nur durch die Leitungen oben drüber. Ob es knistert? Ich konnte zumindest bei der Besichtigung nichts hören. Vielleicht machen sich aber auch erst die stärkeren Hochspannungsleitungen lauter bemerkbar. Diese hätte ja "gerade einmal" 110 kV. Es gibt wohl noch welche von 380 kV?

      Zum Thema Bauchgefühl. Zum Haus und Grundstück hatte ich eigentlich ein sehr gutes Bauchgefühl. Es ist ein noch recht neues Haus, gut geschnitten, modern, schöner Garten, und schöne Lage. Ich dachte nach so langer Suche wirklich, dass ist es jetzt! Dann wollte ich unbedingt noch einmal schauen, was es mit dem Strommasten auf sich haben könnte, da ich auch schon mal was in Richtung "nicht so ganz gesund" gehört hatte. Und naja dann wurde mir wie gesagt ganz anders und ich war mehr traurig und wütend darüber dass sich gerade dort so ein Mast befinden muss :-[. Es wäre unser Traumhaus gewesen #heul.

      Ich hätte mich allein vom Haus her sicher wohlgefühlt, hätte aber bestimmt ständig bedenken, wegen diesem Ding, so dass glücklich dann letztendlich bestimmt etwas anders wäre.

      Wir hatten noch überlegt Messungen durchzuführen bzw. jemanden zu suchen, der so etwas macht. Die Frage wäre nur gewesen, wie aussagekräftig könnten diese sein? Leitungen sollen ja unterschiedlichen Auslastungen unterliegen, je nach dem wieviel Strom gerade überall benötigt wird. Habe auch gelesen dass es schon Wetter/jahreszeitabhängig schwanken kann z.B. bei Schnee auf den Leitungen würden diese etwas niedriger durchhängen und somit sich Änderung der Belastung.

      Wenn so ein Prüfer jetzt vielleicht ein paar Tage Messungen durchführen sollte und zufällig gerade ein paar gute Tage erwischt, an denen die Auslastung nicht ganz so voll wäre etc., dann könnte er mitunter auch vielleicht auch bessere Werte ermitteln. Was aber wenn die meiste restliche Zeit die Werte dann doch anders wären, weil zufällig der Prüfer einen "guten" Zeitraum erwischt hatte? Wer kann aber schon sagen, wie es vielleicht an den restlichen Tagen, Monaten, Jahren ausschauen würde?

      Allein, dass mir diese und noch so andere Sachen diesbezüglich auch noch im Hinterkopf rumspucken würden, wenn mir jemand sagen würde, es wäre alles ok, sagt mir, ich hätte bestimmt keine wirkliche Ruhe in dem Haus. Bei jedem Pupser würde ich mich vielleicht fragen, liegt es vielleicht nicht doch an diesem Mast #zitter.

      Ich glaube da nehme ich lieber die nächsten Tage die gedrückte Stimmung hier zu Hause in Kauf über das schöne versäumte Haus, als mir vielleicht die nächsten Jahre dann irgendwelche Sorgen machen zu müssen #gruebel.

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