Unglücklich mit Nachname

    • (1) 30.10.17 - 22:03

      Hallo,

      ich bin seit 6 Jahren glücklich verheiratet und habe nach der Hochzeit den Namen meines Mannes angenommen, weil das a) alle so machen und b) man ja eine richtige Familie sein möchte. Mein Mann hätte auch nie meinen Namen angenommen (obwohl er sehr gut zu seinem Vornamen gepasst hätte).

      Ich bin nach so langer Zeit noch immer unglücklich mit meinem Nachnamen und hab mich nicht daran gewöhnt. Ständig werde ich gefragt, woher der Nachname kommt. Er klingt ausländisch und ich muss ihn ständig buchstabieren. Ich vermisse meinen Mädchenname und fühle mich so allein mit meinem Problem. Ich habe das Gefühl, dass mich jeder nur belächelt, weil es natürlich kein richtiges Problem ist (wie Krankheit o.ä.) aber es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an eine Änderung denke. Ein Doppelname klingt auch merkwürdig, weil er besser klingen würde, wenn unser Name voran steht, weil mein Mädchenname so kurz ist. Aber dann habe ich auch nichts gewonnen. Am liebsten hätte ich meinen alten Namen wieder, aber das ist leider nicht möglich lt. Standesamt (nur bei Scheidung).
      Für einen Doppelnamen hab ich auch etwas Schiss vor den Kommentaren in meinem Umfeld (Familie und Job) und zu 100% gefällt mir der einfach auch nicht. Oder einfach alles so lassen - Augen zu und durch. Ich bin nach wie vor unentschlossen aber das Thema lässt mich einfach nicht los.

      Hab ich einfach nur einen an der Klatsche oder geht's Euch auch so?

      • Warum nimmst du nicht jetzt den Doppelnamen an, stellst den Mädchennamen voran und kürzt dann im Alltag ab? Ich kenne einige, die das so machen. Und in offiziellen Dokumenten nimmst du dann halt den Doppelnamen - so schlimm ist das auch nicht.

        Ich kann dich übrigens gut verstehen, (ich habe meinen Namen behalten). Ein Name ist immer auch Identität.

        Ich kann da doremi nur zustimmen, wenn es wirklich möglich ist, jetzt noch einen Doppelnamen anzunehmen.

        Viele Frauen mit Doppelnamen lassen sich nur mit ihrem Mädchennamen ansprechen. Finde ich nicht weiter ungewöhnlich.

        Ich kann dich übrigens gut verstehen, dass du deinen Namen vermisst.

        Mein Name ist nicht besonders, aber ich habe ihn bei der Heirat behalten. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass ich nicht zu meinem Mann gehöre oder wir hier keine echte Familie sind.

        Hallo
        Ich würde dir auch zu dem Doppelnamen raten. Egal wie man dich dann anspricht, ist es dann quasi korrekt.

        Ich habe einen Doppelnamen und mich nach 10 Jahren natürlich daran gewöhnt.
        Ich mag die Mischung.
        Für mich war bei der Heirat klar dass ich meinen Mädchennamen behalten muss. Nicht weil ich ihnmag, er hat nur 3 Buchstaben und klingt nich besonders. Aber er zeigt meine Herkunftsfamilie, Zugehörigkeit zu meinem Vater. Das ist mir wichtig als Muslimin.
        Familienname ist Name meines Mannes, wie ich es eben auch hatte bei meinen Eltern.
        Ich mag das so "klassisch".
        Nun sprechen mich meist Ärzte oder Einrichtungen wo es um meine Kinder geht ganz selbstverständlich mit dem Namen meines Mannes an.
        Ich korrigiere nie weil ja irgendwie beides richtig ist.
        Wenn ich unterschreibe, kürze ich meinen Vornamen ab( x.) und den nachgestellten Namen meines Mannes (xxx-x.)
        So geht das immer sehr schnell.

      • Herzlichen Dank für Eure Antworten. Sie haben meine Gedanken unterstrichen und ihr habt mir sehr geholfen mit Euren ehrlichen Antworten.
        Ich werde nächste Woche beim Standesamt meinen Doppelname beantragen und ich weiß jetzt schon, dass ich diesen Schritt nicht bereuen werde.

        Ganz liebe Grüße #danke
        Franzi

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