Wie kommt ihr damit klar, wenig(er) Geld (als andere) zu haben?

    • (1) 10.12.17 - 13:07

      Hallo,

      ich würde gern mal wissen, wie es euch damit geht.

      Meist komm ich damit relativ gut zurecht aber es gibt Phasen, da bin ich frustriert.

      Mir nicht mal eben das kaufen zu können, was ich mag. Seit 2015 nicht im Urlaub gewesen zu sein. Max. einmal im Monat meist eher alle 2 Monate essen gehen (und das nicht mal besonders chic oder so) oder in die Sauna oder so gehen zu können.
      Ich gut planen muss, was ich den Kids und meinen 2-3 guten Freunden zu Weihnachten / Geburtstag schenke.

      Und ja, ich gehe Vollzeit arbeiten (habe auch dazu noch einen kleinen Nebenjob),muss Unterhalt für meine Kinder zahlen, das Auto unterhalten. Ansonsten habe ich die üblichen Ausgaben, wie Strom, Gas, Handyvertrag, Haftpflichtvers. und Co.
      Keine Zusatzsachen wie Fitness-Studio oder so.

      Und gerade habe ich mal wieder so eine Phase, wo es mich anko..., dass da so wenig übrig bleibt 😣.Und ich echt neidisch bin, wenn andere über den geplanten oder verlebten mega Urlaub berichten, oder wo sie wieder lecker essen waren etc.

      Ich danke euch fürs Zuhören.

      LG
      leckermaeulchen

      • Wenn Du insgesamt zu wenig verdienst, dann hast Du den falschen Job.

        Es gibt 1000 Dinge, die man tun kann:

        - Fortbildung
        - sich neu bewerben
        - im Ausland arbeiten
        - ein Buch schreiben
        - Gesellschaftsspiele entwerfen
        - Internetseiten unterhalten
        - ...

        Ich wette, wenn Du Dich wirklich mal auf den Hosenboden setzt und ein Ideen-Buch anlegst, findest Du ein Projekt, dass Du versilbern könntest. Dazu muss man aber erst mal anfangen, Ideen zu haben (auch wenn sie vielleicht anfangs blöd sind, oder sich blöd anhören).

        Solange Du an Deinem aktuellen Job klebst, wird sich aber an Deiner Situation nichts ändern.

        Viel Erfolg bei Der Suche.
        monkiwi

        PS: Mich kotzte es an, am Existenzminimum zu leben. Ich hatte bei Vollzeit, keine 900 Euro netto, mein Mann nur 1000 Euro (Handwerk), ebenfalls Vollzeit.

        Ich habe mich in meiner Firma hochgearbeitet und mein Gehalt verdoppelt. Zusätzlich erwirtschafte ich freiberuflich noch ein gutes Einkommen. Mein Mann hat Fortbildungen gemacht und arbeitet jetzt als Projektleiter in ganz Europa. Früher hatten wir mit Kindergeld kaum 2000 Euro Monatseinkommen, heute verdienen wir das dreifache.

        Es geht alles, wenn man sich traut.

            • Meine Frage war auch rein aus Interesse gestellt. :-)

              Aber um auf deinen Post einzugehen, denke ich nicht, dass es kurzfristig zu (finanziellem) Erfolg führt, ein Buch zu schreiben. Das ist in der Regel doch ein langer und steiniger Weg. Wie es sich bei Sachbüchern verhält weiß ich aber natürlich nicht, da mag das anders sein.

              • Ach so ;-).

                Kurzfristig führt außer direktes Sparen gar nix zum Erfolg. Es ist alles immer nur kurzfristig.

                Darum finde ich besser, sich auch langfristig zu orientieren und nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, langfristig ein höheres Einkommen zu erwirtschaften.

    Hallo


    Ich denke auch wen du nicht viel übrighast, hast du immer noch mehr als andere.

    Wir haben 2 Kinder, im Urlaub waren wir das letzte mal vor 5 Jahren. Auswärts Essen gehen, vielleicht 2-3 mal im Jahr und das überhaupt nicht Chic.Für Geschenke sparen wir jeden Monaten ein paar Franken.

    Ausflüge mit Kindern schauen wir das wir dabei kaum Geldbrauchen, wir gehen in den Wald eine Wurst grillen, oder in die Berge Wandern, Schlittenfahren oder im See Baden dort wo es keinen Eintritt braucht.
    Etwas super tolles wird es nächsten Sonntag geben, wir gehen mit unseren Kindern ein Theater ansehen.

    Zum leben selber brauchen wir nicht viel, aber die Miete ( und das obwohl wir in einer kleinen Wohnung ohne geringsten Komfort leben, auf dem Land wohnen) ist es teuer und die Krankenkassen, welche jedes Jahr steigen, bringen uns sehr an unsere Grenzen.

    Klar würden wir auch gerne mal wider in den Urlaubfahren, ans Meer z.B. oder ich Liebe Sushi, aber wen mein Mann und ich in ein Sushi Restaurant gehen würden, würde uns das sofort 250Sfr- kosten und das haben wir nicht übrig.

    Oder Regelmässig im Winter ins Hallenbad gehen. oder auch ins Kino zu gehen, aber zu 4. mit Popcorn oder ein Eis kostet uns sofort wider über 100.-

    dann machen wir halt zuhause einen Kino Nachmittag. machen das Popcorn zuhause, und können die Pausen den Kindern anpassen.

    es gibt vieles das wir gerne machen würden, aber zurzeit sieht es nicht danach aus das wir das machen können, also arbeiten mein Mann und ich weiter, und schauen wo wir etwas einsparen können, um uns etwas Luxus gönnen zu können, oder vielleicht auch mal wider einen Urlaub.

    Wen es mich mal wider nervt das wir trotz vielem arbeiten so wenig zur verfügung haben, schaue ich mir an was ich alles haben darf, 2 Gesunde Kinder, eine Warme Wohnung, immer genügend zu Essen, gute Freunde.

    und ich weiss es gibt immer noch andere welche noch sehr viel weniger haben als wir.
    und versuche dann wider Dankbarer zu sein.

    aber ungerecht finde ich es manchmal schon, gerade weil mein Mann und ich hart arbeiten, wenig Luxus haben und trotzdem müssen wir immer rechnen und können uns sehr wenige kleine Wünsche erfüllen....

    Lg nana

    Hallo,
    ich kann deine Empfindungen verstehen.
    Wenn ich mir überlege, ständig jeden Pfennig umdrehen zu müssen und neu zu rechnen, wofür das Geld ausgegeben werden soll, dann frustriert es bestimmt auf Dauer.

    Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, nicht die Wünsche der Kinder erfüllen zu können.

    Ich finde es auch nicht schlimm, dann neidisch auf Menschen mit mehr Geld zu sein.
    Diese Momentaufnahmen gehören zum Leben dazu.

    Solange wie du grundsätzlich zufrieden bist mit deinem Leben und keinen Dauerfrust schiebst, würde ich versuchen den Klos zu schlucken.

    Ich hatte vor 3. Jahren auch ein sehr, sehr gutes Einkommen.
    Allerdings hat der Job mich ausgefressen und es war nichts mehr übrig für meine Familie.
    Gott sei dank habe ich noch die Kurve bekommen.
    Jetzt habe ich sehr, sehr viel weniger Geld aber trotzdem viel mehr Lebensqualität.

    Alles Gute und einen schönen 2. Advent

    Hallo,

    wir sind seit April in der Lage, dass wir wirklich sehr genau wirtschaften müssen. Was uns hilft (und ich weiß, es klingt superspießig, aber es hilft!):

    Erst mal haben wir eine Haushaltsbuchapp runtergeladen und mal genau geschaut, wo das Geld hingeht. Dann haben wir alle dauerhaften Ausgaben (Strom, Gas, Haftpflichten, Telefon) durch einen Checker gejagt und angepasst. Das war ganz interessant ... und hat eine Ersparnis von etwa 22€ im Monat gebracht (Kleinvieh ....). Die zahlen wir uns aus - in ein Sparschwein.

    Handyverträge haben wir keine ... es ist bei uns so, dass ich entweder in der Arbeit bin (=Handy verboten) oder daheim (=WLAN). Alle wissen, dass ich unterwegs kein Whatsapp habe und rufen zur Not an oder schicken eine SMS. Ich habe ein uralt-Handy und eine Prepaidkard und es klappt echt gut ... kostet ca. 3€ im Monat. Auch wenn es Verträge gibt, die 10€ kosten, spart halt doch nochmal 2x7€. Da wir noch nie einen Vertrag hatten, wandern 7€ ins Schwein. (29€)

    Autofahren haben wir auf das absolute Minimum reduziert und haben unsere Fahrräder gut hergerichtet ... Wenn das Auto zum Einsatz kommt, schauen wir, dass es gleich mehrere Anlaufpunkte gibt (also: Fußballtraining - Supermarkt - Fußballtraining - Getränkemarkt). Was halt auf der Strecke liegt. Spart gut und gerne 10€ im Monat (wir sind auch früher wenig gefahren), fahren wir mal in die nächste Großstadt, dann fahren wir bevorzugt mit dem Zug - kommt billiger, wenn man das Parkhaus mitrechnet. Also wird das Schwein mit 10€ gefüttert (39€).

    Essen gehen wir gar nicht, wir haben immer eine Familienportion eingefroren ... Einmal in der Woche gibt es was total billiges zu Mittag (wenn man 1€ Gerichte googelt, findet man da ganz viel), also z.B. Spaghetti Carbonara oder einen Gemüseeintopf mit allen Resten aus Kühlschrank und Gefriertruhe. Dafür schmeißen wir dann wieder 5€ ins Schwein - pro Woche. Also 20€ (59€).

    Da wir echt am knapp kalkulieren sind sind Pfandflaschen ein Thema geworden, je nach Wetter findet man auch da was ... ohne zu suchen, also wenn wir Sonntags ohnehin einen Spaziergang machen. Bringt z.T. auch nochmal 5€ im Monat. Also (64€). Wir verkaufen auch konsequent alles, was wir nicht mehr brauchen, das kommt dann aber auf ein extra Konto.

    Die gesamte Familie hat ein Verbot von "Vesper auf die Hand" kaufen. Es gibt auch keinen Coffee to go oder so. Jedes Familienmitglied verlässt morgens das Haus mit einer klassischen Stulle ... ist es kalt und schneit mit Thermobecher mit Tee ... und hat genug Trinken und Essen dabei, das Mitglied über den Tag zu bringen. Man merkt die 2€ hier und 3€ nur am Monatsende.

    Meine Tochter (15) hat von einer Freundin einen Blättchenaustragejob geerbt. Die wollte nicht mehr jede Woche, erst war sie dann jede zweite unterwegs, nun hat die Freundin ganz aufgehört. Sie bekommt weiterhin ihr Taschengeld, aber ich bin nun nicht mehr für jeden Sonderwunsch zuständig.

    Weihnachten ... gibt es nette Post (mit einem Familienbrief, was dieses Jahr alles passiert ist) und oft "nur" nen selbstgebastelten Stroh- oder Basketastern. Filzsocken habe ich auch viele gestrickt, das geht ja total schnell und unkompliziert. Spart bestimmt auch nochmals 50€ oder so und hat eine persönliche Note.

    Dann sammeln wir wirklich Obst und Gemüse draußen ... klingt komisch ... aber es beginnt im Frühjahr mit der Bärlauchsaison. Wir haben ein Stelle im Wald entdeckt, wo wilde Himbeeren wachsen (Marmalade), wir haben jede Menge Holunderblütensirup selbst gekocht und durften bei den betagten Nachbarn den Apfelbaum abernten und zum Dank die Hälfte der Äpfel behalten. Da sie keine Lageräpfel waren, haben wir sechs Wochen lang Apfelwochen ausgerufen (Apfelkuchen, Apfelbrot ...) und aus dem Rest Bioapfelsaft pressen lassen. Klappte wirklich gut. Trinken haben wir konsequent auf Tee, Kaffee, Leitungswasser, Apfelschorle, Holunderblütenschorle umgestellt. Spart spürbar Kosten ... und wenn man mal umgestellt ist, merkt man nichts.

    Wir pflanzen im Garten nun wirklich wieder Gemüse selbst an und die Nachbarn mit dem Apfelbaum haben uns ihr Gemüsebeet auch angeboten, da sie nicht mehr können. Also werden wir wieder 50:50 machen ... sozusagen eine win:win Situation.

    Zudem halten wir die Augen offen ... Mein Mann hilft öfters mal in der Nachbarschaft aus - eigentlich umsonst, aber gelegentlich bekommen wir auch da 10€ oder 20€ zugesteckt. Ich konnte kürzlich bei meinem alten Arbeitgeber einen Monat auf 450€ Basis arbeiten (leider macht da mein aktueller Arbeitgeber dauerhaft nicht mit) - hat aber auch Entlastung gebracht.

    Urlaub: Zelten. Wir haben nun echt wieder etwas Geld übrig (obwohl wir den Aprilklops noch ne Weile abzahlen ...). Ich finde Zelten wirklich eine gute Alternative, man ist weg, ohne ein Vermögen auszugeben (ein Arbeitskollege von mir, von der Scheidung schwer gebeutelt, hat z.B. in der Bretagne ein Bäuerchen aufgetan, wo er für 4€ am Tag zelten darf - er surft den ganzen Tag und duscht auch am Strand (für 1€). Somit kostet der Urlaubstag 5€ (und für weitere 5€ darf er bei der Familie glaube ich sogar abends noch mitessen und spricht schon wieder total gut Französisch). Auch da erfinderisch sein.

    Kino: Ich gehe gar nicht mehr ins Kino ... ist wirklich sehr teuer geworden und am Kinotag habe ich keine Zeit. Kommt ein Film raus, den wir schauen wollen, schreiben wir ihn auf eine Liste, kommt er auf DVD raus, wird er gekauft, ich leihe den Firmenlaptop und Beamer aus und wir schauen ihn daheim im Wohnzimmer, wo auch einer Popkorn macht. Dann wird der Film umgehend weiterverkauft, oft nur für ein paar Euro weniger als der Einkaufspreis war.

    Essen ist natürlich auch besser geplant, es gibt wirklich einen Wocheneinkauf mit Zettel und Essensplan.

    Brot kaufen wir schon lange nicht mehr beim Bäcker ... wir haben eine Kornmühle geschenkt bekommen, mahlen damit unser Vollkornmehr und "strecken es", damit die Kinder es auch essen ... und backen wirklich im Umluftofen auf einen Schlag 60 Brötchen und frieren die dann weg und tauen sie nach Bedarf auf. Aus Brotresten machen wir Semmelknödel.

    Freunde von uns (Unistadt) haben das gleiche Problem letztes Jahr so gelöst, dass sie für ein Semester ins Wohnzimmer gezogen sind und ihr Schlafzimmer (ist echt schön und geräumig) für ersmal 4 Monate untervermietet haben - die Studentin fuhr fast jedes Wochenende heim, war auch über Weihnachten/ Silvester nicht da und es klappte wirklich gut - so gut, dass sie gleich noch ein Semester drangehängt haben. Da muss man halt Glück haben, aber sind halt auch € € €, die man nicht verdienen muss.

    Meine Weihnachtseinkäufe habe ich generalstabsmäßig durchgeplant und alles Online bestellt, dass ich im Geschäft gar nicht an irgendwelchen Locksachen vorbeikomme. Zudem habe ich halt 1x ein großes Paket von Amazon bekommen und so ... schon im November. Damit war das abgehakt und Parkgebühren hat es auch gespart. Im September, Oktober und November habe ich schon jeweils 10 Marken für die Weihnachtspost gekauft, dann wird es jetzt nicht so teuer.

    Vielleicht war ja eine Idee für dich dabei? Es ist echt so ... Kleinvieh macht wirklich auch Mist. Ab und zu leiste ich mir dann was ... habe heimlich seit April etwas gespart, dafür darf mein Mann auf ein Konzert, wo er unbedingt hin möchte, es aber für zu teuer hält.

    GLG
    Miss Mary

    • P.S. Die gesparten 69€ (die ja etwas mehr sind) geben wir mitunter auch für Dinge aus, die wir uns nicht leisten können :) bzw. sollten. Ich schwimme auch sehr gerne und da macht "die Dosis das Gift" - ich gehe nun nicht mehr so oft, wie ich gerne gehen würde und für "nur Schwimmen" reicht halt auch mal das abgelutschte Hallenbad der Nachbarstadt, wo es ein "nur Schwimmbecken" gibt ... aber ab und an gönne sie mir ... die Karte ins Bad mit den vielen schönen Wellnessbecken ;-).

      GLG
      Miss Mary

      • Hallo

        Ich finde dich toll. #herzlich

        Es ist nicht toll wenn es finanziell gerade abwärts geht aber so wie du es beschreibst ziehen alle bei euch mit. Und das ist toll.

        Lg

        • Hallo,

          danke #herzlich. Ich lese bei dir auch immer quer mit und finde es toll, wie du alles meisterst. #liebdrueck

          Ehrlich gesagt war es wie bei einer Diät - die ersten sechs Wochen waren die schlimmsten. Ich hatte schon im Studium sehr wenig Geld, daher habe ich Strategien von damals hochgekramt und wir haben immer noch einen weitaus besseren Standard als im Studium (da wurde mir mal das Fahrrad geklaut und ich hatte monatelang nur Schusters Rappen).

          Das schöne ist, dass wir nun einfach wieder Dinge machen, die wir früher nicht gemacht haben: Adventskranz selbst binden, Mittags Brettspiele spielen, probieren alle mal ein neues Rezept aus ... Es ist ja nur das Geld, das fehlt ... andere Leute haben ganz andere Probleme. Wir stehen schon wieder sehr viel fester da als im April ... von daher ... alles im grünen Bereich ....

          Und ja... die beiden großen Kinder sind voll im Bild und stellen sich oft schützend vor den Kleinen und meinen, er soll es einfach nicht mitbekommen. Die sind total süß und maulen überhaupt nicht.

          GLG
          Miss Mary

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