Wie kommt ihr damit klar, wenig(er) Geld (als andere) zu haben?

Hallo,

ich würde gern mal wissen, wie es euch damit geht.

Meist komm ich damit relativ gut zurecht aber es gibt Phasen, da bin ich frustriert.

Mir nicht mal eben das kaufen zu können, was ich mag. Seit 2015 nicht im Urlaub gewesen zu sein. Max. einmal im Monat meist eher alle 2 Monate essen gehen (und das nicht mal besonders chic oder so) oder in die Sauna oder so gehen zu können.
Ich gut planen muss, was ich den Kids und meinen 2-3 guten Freunden zu Weihnachten / Geburtstag schenke.

Und ja, ich gehe Vollzeit arbeiten (habe auch dazu noch einen kleinen Nebenjob),muss Unterhalt für meine Kinder zahlen, das Auto unterhalten. Ansonsten habe ich die üblichen Ausgaben, wie Strom, Gas, Handyvertrag, Haftpflichtvers. und Co.
Keine Zusatzsachen wie Fitness-Studio oder so.

Und gerade habe ich mal wieder so eine Phase, wo es mich anko..., dass da so wenig übrig bleibt 😣.Und ich echt neidisch bin, wenn andere über den geplanten oder verlebten mega Urlaub berichten, oder wo sie wieder lecker essen waren etc.

Ich danke euch fürs Zuhören.

LG
leckermaeulchen

Wenn Du insgesamt zu wenig verdienst, dann hast Du den falschen Job.

Es gibt 1000 Dinge, die man tun kann:

- Fortbildung
- sich neu bewerben
- im Ausland arbeiten
- ein Buch schreiben
- Gesellschaftsspiele entwerfen
- Internetseiten unterhalten
- ...

Ich wette, wenn Du Dich wirklich mal auf den Hosenboden setzt und ein Ideen-Buch anlegst, findest Du ein Projekt, dass Du versilbern könntest. Dazu muss man aber erst mal anfangen, Ideen zu haben (auch wenn sie vielleicht anfangs blöd sind, oder sich blöd anhören).

Solange Du an Deinem aktuellen Job klebst, wird sich aber an Deiner Situation nichts ändern.

Viel Erfolg bei Der Suche.
monkiwi

PS: Mich kotzte es an, am Existenzminimum zu leben. Ich hatte bei Vollzeit, keine 900 Euro netto, mein Mann nur 1000 Euro (Handwerk), ebenfalls Vollzeit.

Ich habe mich in meiner Firma hochgearbeitet und mein Gehalt verdoppelt. Zusätzlich erwirtschafte ich freiberuflich noch ein gutes Einkommen. Mein Mann hat Fortbildungen gemacht und arbeitet jetzt als Projektleiter in ganz Europa. Früher hatten wir mit Kindergeld kaum 2000 Euro Monatseinkommen, heute verdienen wir das dreifache.

Es geht alles, wenn man sich traut.

' ein Buch schreiben'

Hast du das gemacht?

jo jo

weitere 5 Kommentare laden

Hallo


Ich denke auch wen du nicht viel übrighast, hast du immer noch mehr als andere.

Wir haben 2 Kinder, im Urlaub waren wir das letzte mal vor 5 Jahren. Auswärts Essen gehen, vielleicht 2-3 mal im Jahr und das überhaupt nicht Chic.Für Geschenke sparen wir jeden Monaten ein paar Franken.

Ausflüge mit Kindern schauen wir das wir dabei kaum Geldbrauchen, wir gehen in den Wald eine Wurst grillen, oder in die Berge Wandern, Schlittenfahren oder im See Baden dort wo es keinen Eintritt braucht.
Etwas super tolles wird es nächsten Sonntag geben, wir gehen mit unseren Kindern ein Theater ansehen.

Zum leben selber brauchen wir nicht viel, aber die Miete ( und das obwohl wir in einer kleinen Wohnung ohne geringsten Komfort leben, auf dem Land wohnen) ist es teuer und die Krankenkassen, welche jedes Jahr steigen, bringen uns sehr an unsere Grenzen.

Klar würden wir auch gerne mal wider in den Urlaubfahren, ans Meer z.B. oder ich Liebe Sushi, aber wen mein Mann und ich in ein Sushi Restaurant gehen würden, würde uns das sofort 250Sfr- kosten und das haben wir nicht übrig.

Oder Regelmässig im Winter ins Hallenbad gehen. oder auch ins Kino zu gehen, aber zu 4. mit Popcorn oder ein Eis kostet uns sofort wider über 100.-

dann machen wir halt zuhause einen Kino Nachmittag. machen das Popcorn zuhause, und können die Pausen den Kindern anpassen.

es gibt vieles das wir gerne machen würden, aber zurzeit sieht es nicht danach aus das wir das machen können, also arbeiten mein Mann und ich weiter, und schauen wo wir etwas einsparen können, um uns etwas Luxus gönnen zu können, oder vielleicht auch mal wider einen Urlaub.

Wen es mich mal wider nervt das wir trotz vielem arbeiten so wenig zur verfügung haben, schaue ich mir an was ich alles haben darf, 2 Gesunde Kinder, eine Warme Wohnung, immer genügend zu Essen, gute Freunde.

und ich weiss es gibt immer noch andere welche noch sehr viel weniger haben als wir.
und versuche dann wider Dankbarer zu sein.

aber ungerecht finde ich es manchmal schon, gerade weil mein Mann und ich hart arbeiten, wenig Luxus haben und trotzdem müssen wir immer rechnen und können uns sehr wenige kleine Wünsche erfüllen....

Lg nana

Hallo,
ich kann deine Empfindungen verstehen.
Wenn ich mir überlege, ständig jeden Pfennig umdrehen zu müssen und neu zu rechnen, wofür das Geld ausgegeben werden soll, dann frustriert es bestimmt auf Dauer.

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit, nicht die Wünsche der Kinder erfüllen zu können.

Ich finde es auch nicht schlimm, dann neidisch auf Menschen mit mehr Geld zu sein.
Diese Momentaufnahmen gehören zum Leben dazu.

Solange wie du grundsätzlich zufrieden bist mit deinem Leben und keinen Dauerfrust schiebst, würde ich versuchen den Klos zu schlucken.

Ich hatte vor 3. Jahren auch ein sehr, sehr gutes Einkommen.
Allerdings hat der Job mich ausgefressen und es war nichts mehr übrig für meine Familie.
Gott sei dank habe ich noch die Kurve bekommen.
Jetzt habe ich sehr, sehr viel weniger Geld aber trotzdem viel mehr Lebensqualität.

Alles Gute und einen schönen 2. Advent

Hallo,

wir sind seit April in der Lage, dass wir wirklich sehr genau wirtschaften müssen. Was uns hilft (und ich weiß, es klingt superspießig, aber es hilft!):

Erst mal haben wir eine Haushaltsbuchapp runtergeladen und mal genau geschaut, wo das Geld hingeht. Dann haben wir alle dauerhaften Ausgaben (Strom, Gas, Haftpflichten, Telefon) durch einen Checker gejagt und angepasst. Das war ganz interessant ... und hat eine Ersparnis von etwa 22€ im Monat gebracht (Kleinvieh ....). Die zahlen wir uns aus - in ein Sparschwein.

Handyverträge haben wir keine ... es ist bei uns so, dass ich entweder in der Arbeit bin (=Handy verboten) oder daheim (=WLAN). Alle wissen, dass ich unterwegs kein Whatsapp habe und rufen zur Not an oder schicken eine SMS. Ich habe ein uralt-Handy und eine Prepaidkard und es klappt echt gut ... kostet ca. 3€ im Monat. Auch wenn es Verträge gibt, die 10€ kosten, spart halt doch nochmal 2x7€. Da wir noch nie einen Vertrag hatten, wandern 7€ ins Schwein. (29€)

Autofahren haben wir auf das absolute Minimum reduziert und haben unsere Fahrräder gut hergerichtet ... Wenn das Auto zum Einsatz kommt, schauen wir, dass es gleich mehrere Anlaufpunkte gibt (also: Fußballtraining - Supermarkt - Fußballtraining - Getränkemarkt). Was halt auf der Strecke liegt. Spart gut und gerne 10€ im Monat (wir sind auch früher wenig gefahren), fahren wir mal in die nächste Großstadt, dann fahren wir bevorzugt mit dem Zug - kommt billiger, wenn man das Parkhaus mitrechnet. Also wird das Schwein mit 10€ gefüttert (39€).

Essen gehen wir gar nicht, wir haben immer eine Familienportion eingefroren ... Einmal in der Woche gibt es was total billiges zu Mittag (wenn man 1€ Gerichte googelt, findet man da ganz viel), also z.B. Spaghetti Carbonara oder einen Gemüseeintopf mit allen Resten aus Kühlschrank und Gefriertruhe. Dafür schmeißen wir dann wieder 5€ ins Schwein - pro Woche. Also 20€ (59€).

Da wir echt am knapp kalkulieren sind sind Pfandflaschen ein Thema geworden, je nach Wetter findet man auch da was ... ohne zu suchen, also wenn wir Sonntags ohnehin einen Spaziergang machen. Bringt z.T. auch nochmal 5€ im Monat. Also (64€). Wir verkaufen auch konsequent alles, was wir nicht mehr brauchen, das kommt dann aber auf ein extra Konto.

Die gesamte Familie hat ein Verbot von "Vesper auf die Hand" kaufen. Es gibt auch keinen Coffee to go oder so. Jedes Familienmitglied verlässt morgens das Haus mit einer klassischen Stulle ... ist es kalt und schneit mit Thermobecher mit Tee ... und hat genug Trinken und Essen dabei, das Mitglied über den Tag zu bringen. Man merkt die 2€ hier und 3€ nur am Monatsende.

Meine Tochter (15) hat von einer Freundin einen Blättchenaustragejob geerbt. Die wollte nicht mehr jede Woche, erst war sie dann jede zweite unterwegs, nun hat die Freundin ganz aufgehört. Sie bekommt weiterhin ihr Taschengeld, aber ich bin nun nicht mehr für jeden Sonderwunsch zuständig.

Weihnachten ... gibt es nette Post (mit einem Familienbrief, was dieses Jahr alles passiert ist) und oft "nur" nen selbstgebastelten Stroh- oder Basketastern. Filzsocken habe ich auch viele gestrickt, das geht ja total schnell und unkompliziert. Spart bestimmt auch nochmals 50€ oder so und hat eine persönliche Note.

Dann sammeln wir wirklich Obst und Gemüse draußen ... klingt komisch ... aber es beginnt im Frühjahr mit der Bärlauchsaison. Wir haben ein Stelle im Wald entdeckt, wo wilde Himbeeren wachsen (Marmalade), wir haben jede Menge Holunderblütensirup selbst gekocht und durften bei den betagten Nachbarn den Apfelbaum abernten und zum Dank die Hälfte der Äpfel behalten. Da sie keine Lageräpfel waren, haben wir sechs Wochen lang Apfelwochen ausgerufen (Apfelkuchen, Apfelbrot ...) und aus dem Rest Bioapfelsaft pressen lassen. Klappte wirklich gut. Trinken haben wir konsequent auf Tee, Kaffee, Leitungswasser, Apfelschorle, Holunderblütenschorle umgestellt. Spart spürbar Kosten ... und wenn man mal umgestellt ist, merkt man nichts.

Wir pflanzen im Garten nun wirklich wieder Gemüse selbst an und die Nachbarn mit dem Apfelbaum haben uns ihr Gemüsebeet auch angeboten, da sie nicht mehr können. Also werden wir wieder 50:50 machen ... sozusagen eine win:win Situation.

Zudem halten wir die Augen offen ... Mein Mann hilft öfters mal in der Nachbarschaft aus - eigentlich umsonst, aber gelegentlich bekommen wir auch da 10€ oder 20€ zugesteckt. Ich konnte kürzlich bei meinem alten Arbeitgeber einen Monat auf 450€ Basis arbeiten (leider macht da mein aktueller Arbeitgeber dauerhaft nicht mit) - hat aber auch Entlastung gebracht.

Urlaub: Zelten. Wir haben nun echt wieder etwas Geld übrig (obwohl wir den Aprilklops noch ne Weile abzahlen ...). Ich finde Zelten wirklich eine gute Alternative, man ist weg, ohne ein Vermögen auszugeben (ein Arbeitskollege von mir, von der Scheidung schwer gebeutelt, hat z.B. in der Bretagne ein Bäuerchen aufgetan, wo er für 4€ am Tag zelten darf - er surft den ganzen Tag und duscht auch am Strand (für 1€). Somit kostet der Urlaubstag 5€ (und für weitere 5€ darf er bei der Familie glaube ich sogar abends noch mitessen und spricht schon wieder total gut Französisch). Auch da erfinderisch sein.

Kino: Ich gehe gar nicht mehr ins Kino ... ist wirklich sehr teuer geworden und am Kinotag habe ich keine Zeit. Kommt ein Film raus, den wir schauen wollen, schreiben wir ihn auf eine Liste, kommt er auf DVD raus, wird er gekauft, ich leihe den Firmenlaptop und Beamer aus und wir schauen ihn daheim im Wohnzimmer, wo auch einer Popkorn macht. Dann wird der Film umgehend weiterverkauft, oft nur für ein paar Euro weniger als der Einkaufspreis war.

Essen ist natürlich auch besser geplant, es gibt wirklich einen Wocheneinkauf mit Zettel und Essensplan.

Brot kaufen wir schon lange nicht mehr beim Bäcker ... wir haben eine Kornmühle geschenkt bekommen, mahlen damit unser Vollkornmehr und "strecken es", damit die Kinder es auch essen ... und backen wirklich im Umluftofen auf einen Schlag 60 Brötchen und frieren die dann weg und tauen sie nach Bedarf auf. Aus Brotresten machen wir Semmelknödel.

Freunde von uns (Unistadt) haben das gleiche Problem letztes Jahr so gelöst, dass sie für ein Semester ins Wohnzimmer gezogen sind und ihr Schlafzimmer (ist echt schön und geräumig) für ersmal 4 Monate untervermietet haben - die Studentin fuhr fast jedes Wochenende heim, war auch über Weihnachten/ Silvester nicht da und es klappte wirklich gut - so gut, dass sie gleich noch ein Semester drangehängt haben. Da muss man halt Glück haben, aber sind halt auch € € €, die man nicht verdienen muss.

Meine Weihnachtseinkäufe habe ich generalstabsmäßig durchgeplant und alles Online bestellt, dass ich im Geschäft gar nicht an irgendwelchen Locksachen vorbeikomme. Zudem habe ich halt 1x ein großes Paket von Amazon bekommen und so ... schon im November. Damit war das abgehakt und Parkgebühren hat es auch gespart. Im September, Oktober und November habe ich schon jeweils 10 Marken für die Weihnachtspost gekauft, dann wird es jetzt nicht so teuer.

Vielleicht war ja eine Idee für dich dabei? Es ist echt so ... Kleinvieh macht wirklich auch Mist. Ab und zu leiste ich mir dann was ... habe heimlich seit April etwas gespart, dafür darf mein Mann auf ein Konzert, wo er unbedingt hin möchte, es aber für zu teuer hält.

GLG
Miss Mary

P.S. Die gesparten 69€ (die ja etwas mehr sind) geben wir mitunter auch für Dinge aus, die wir uns nicht leisten können :) bzw. sollten. Ich schwimme auch sehr gerne und da macht "die Dosis das Gift" - ich gehe nun nicht mehr so oft, wie ich gerne gehen würde und für "nur Schwimmen" reicht halt auch mal das abgelutschte Hallenbad der Nachbarstadt, wo es ein "nur Schwimmbecken" gibt ... aber ab und an gönne sie mir ... die Karte ins Bad mit den vielen schönen Wellnessbecken ;-).

GLG
Miss Mary

Mein ehrliches Kompliment, wie Du das machst. Ich musste nach meiner Scheidung damals auch wahnsinnig sparen, ich hatte mit 2 Kindern 1100 DM für das gesamte Leben, samt Kosten für Tagesmutter, Fahrten zum Dienst usw. Es gab keine Gebrauchtbörsen, kein ebay.
Ich habe bei Marktende noch gefeilscht und vieles billig bekommen. Bei Besitzern von Obstbäumen fragte ich, ob ich Fallobst aufheben darf = Marmelade und Kompott. Bauern haben draußen oft so kleine Krautgärten zwischen den Getreidefeldern. Als ich da mal beim Klauen erwischt wurde und ich dem Bauern heulend erzählte, warum ich das machte, durfte ich mir einmal im Monat einTeil holen, also Blaukraut, Weißkraut oder ein paar Karotten. Auch gegen eine kleine Tragetasche Kartoffeln hatte er nichts, habe ich selber ausgegraben. Bei Metzgern gibts oft die Endstücke nach dem Aufschneiden billiger, Brot vom Vortag beim Bäcker auch. Auch heute noch kaufe ich preisreduzierte Lebensmittel, bei denen das MHD bald abläuft, warum nicht? Kino u.ä. ist mir auch zu teuer. LG Mni

weitere 27 Kommentare laden

Hallo,

Das ist immer so ein recht schweres Thema.

Es kommt auf mehrere Faktoren an. Zum Beispiel, welche Ansprüche und Wünsche habe ich.

Mein Vater ist IndustrieMeister und verdient einiges mehr als ich.
Ich selbst bin Altenpfleger und bekomme derzeit etwa 1500 Euro netto.
Ich kann damit gut leben.
Ich kann aber auch mit weniger leben.
Ich habe schon oft Urlaub auf Balkonien gemacht und auch das kann was sein

Ich habe aber das Gefühl dass die Ansprüche steigen.
Ich kenne Leute die jedes Jahr mindestens 2 x in Urlaub fahren müssen. Die unbedingt einen Mercedes fahren wollen usw.

Da muss man sich dann mal fragen ob das sein muss.


Ganz liebe Grüße

Andy

Hallo :-)
Ich bin finanziell mittlerweile besser gestellt als vor Jahren, eins ist sicher: es lebt sich sorgenfreier wenn man nicht jeden Cent mehrfach umdrehen muss und in der Lage ist nennenswertere Polster anzulegen.
Man braucht Geld um über die Runden zu kommen, aber Geld ist nicht alles. Wirklich nicht! Meiner Ansicht nach vergessen viele Menschen leider das wesentliche, wirtschaften nicht effektiv oder setzen die falschen Prioritäten.
An "mehr Schein als Sein" ist auch etwas dran. Erzählt wird viel. Aber ob diese Menschen auch alle glücklich sind, wirklich das Geld haben?
Ich kenne auch den Gedanken dies und jenes gerne (öfter) zu machen. Mein Verstand hat mir aber meist geholfen. Nehmen wir mal einen Kinobesuch als Beispiel: einfach mal nach der Arbeit kostet in dem Kino nahe dem ich wohnte 10€ Eintritt bzw. am Kinotag 8€ plus Überlängenzuschläge ab 120 Minuten. Für einmalig 2 Stündchen Film ist das in meinen Augen ein stolzer Preis. DVDs habe ich schon oft für ein Appel und ein Ei erworben, für einen Film den man so oft man will schauen kann.
Netflix gibt es in Deutschland glaube ich aktuell ab 7,99€ im Monat. Auch da, du kannst unbegrenzt schauen. (PS: ich meine es gibt sogar einen Gratismona den du auch gleich wieder kündigen kannst).
Natürlich ist auch das Luxusgut. Es ist nur ein Beispiel dafür dass man das Geld ,wenn man es gerade hat, vielleicht auch Freizeitbereich schlauer ausgeben kann.
Wenn du in den Urlaub willst lass das Essen gehen weg. Auch "nur einmal im Monat" macht in einem Jahr sicherlich mindestens 240€ (20€ pro Mahlzeit?). Dafür bekommst du schon eine nette kleine Reise. Usw.
Die Userin misssaintmary hat dir da ja schon ganz tolle Anregungen geschrieben :-)

Liebe Grüße

Hallo Ihr alle,

ich danke euch sehr für eure Antworten, Erfahrungen und Tipps.

Ich denke nicht, dass ich abgehobene Ansprüche habe.

Mein Auto ist 16 Jahre alt, bräuchte ich es nicht um meine Kids zu holen, hätte ich es wahrscheinlich schon abgeschafft.
Und von 2x Mal im Jahr fett in Urlaub ist nicht die Rede, aber mal ein paar Tage was Anderes / Neues entdecken wäre schon toll.

Meist bin ich auch zufrieden, halbwegs klar zu kommen.
Aber es ist dann schon frustrierend, nicht mal eben mit etwas essen oder auch nur trinken zu gehen (sich den ganzen Abend an einer Cola festhalten macht definitiv keinen Spaß).

Und ja, ich weiß, dass es mir ansich gut geht, ich habe ein Dach über dem Kopf, einen Job, 2-3 gute Freunde.

Das "knapp sein" zehrt halt auf Dauer. Bestimmt noch dadurch verstärkt, dass in meinem Umfeld sich alle eher recht locker was leisten können.
Klar werde ich ab und an dann auch von Ihnen eingeladen...

Eure Antworten und Anregungen taten auf jeden Fall gut - danke euch!!

Liebe Grüße
leckermaeulchen

"Seit 2015 nicht im Urlaub gewesen zu sein."

Ich muss immer fast lachen, wenn ich so ein Gejammer lese.

Das scheint inzwischen auch so des Deutschen liebstes Spießerglück zu sein, dass "Urlaub" immer "möglichst weit wegfahren" bedeuten muss. Dass scheinbar die Welt untergeht und man sich am Rande des Existenzminimums wähnt, wenn "in Urlaub" mal ein paar Jahre ausfallen muss, will mir nicht in den Kopf.

Ich war 1989 in Südfrankreich, Abschlussfahrt am Ende der 12. Klasse. Dann kam Anfang 1991 mein Sohn zur Welt. "In Urlaub" war ich dann erst wieder 2001, an der Nordsee. Ich habe zwar in all' den Jahren gearbeitet und hatte Urlaub, aber "in Urlaub", wie du es meinst, war ich also mehr als zehn Jahre nicht. Und wenn man die Klassenreise nicht als Urlaub zählt, sogar noch länger. Weil: Allein erziehend, in Ausbildung, wenig Geld.

Und jemandem, der wirtschaftliche Not danach definiert, dass er seit zwei Jahren nicht "in Urlaub" war oder er nicht mehr großartig "essen gehen" kann und dadurch Neidgefühle entwickelt - sorry, aber dem geht's noch zu gut!

"Echte" Not ist zum Beispiel, wenn die Füße des Kindes zu wachsen und zu wachsen scheinen und du überall zwackst und sparst, damit das Kind schon wieder neue Schuhe bekommen kann.

Du jammerst auf hohem Niveau.

Hallo

So wie meine Freundin. Hat im Oktober eine neue Küche bekommen inkl. Decke und Boden usw. Dann braucht Frau ja auch ne neue Kaffeemaschine für knapp 300 Euro .

Jetzt ist sie im Minus und kann keine 3-4 mal die Woche essen gehen.#rofl

Ich bin ehrenamtlich bei der Caritas und kann dann über das Gejammer nur den Kopf schütteln.

Habe ihr dann angeboten bei uns zu essen.#schein

Lg

Koch' aber was Nahrhaftes, damit es lange vorhält, bei so armen Menschen immer besser, gerade im Winter - nech?!

;-)

weiteren Kommentar laden

Mein erster Gedanke beim lesen deines Textes: Du hast den falschen Job/berufliche Bildung.
Wenn ich trotz Fulltimejob am Existenzminimum krepele (so stellst du das ja dar), dann liegt es doch in deiner Hand, etwas zu ändern? Entweder gibt der Job nix her, oder du wirtschaftest falsch.
Im übrigen finde ich deinen Lebensstil gar nicht so unüblich. Das trifft wohl eine Menge Mittelständler. Arm sein ist anders.

Gruss
agostea

Hi,
er zahlt für mehrer Kinder Unterhalt und das kann einem Normalverdiener schon den Gürtel enger schnüren lassen.

Und nicht jeder kann Vorstand, etc. sein.
Schau Dich um, wo überall Männer arbeiten....Bäcker, Konditor, Müllfahrer, Einzelhandel, Buchhalter, KFZ Werkstatt....das sind gute Jobs aber bei einer Trennung halt nicht mehr,
Und wenn man dann noch im Ballungszentrum lebt.....da haben ja schon Familien mit zwei Arbeitern Probleme, das aleben zu finanzieren.

lg
lisa

Ganz ehrlich, damit komme ich nicht klar. Überhaupt nicht. Ich komme nicht mal mit einem durchschnittlichen Einkommen klar. Es würde mich ankotzen. Permanent ankotzen. Deshalb habe ich alles dafür getan um viel Geld zu verdienen. Und es auch geschafft. Und würde ich immer wieder so machen.

Der Schlüssel dazu liegt in Weiterbildung. Heutzutage reicht kein Erststudium oder eine erste Ausbildung. Man muss Erfahrungen sammeln und dann sich weiterbilden, und nicht stehen bleiben. Und ein bisschen strategisch denken. Wo gibt es gute Verdienstmöglichkeiten, was kann ich dafür tun.

Das sehr sparsame Leben, sowas kann ich nur als Überbrückung für ein größeres Ziel. Beispielsweise man steckt Geld in eine Weiterbildung, lebt in dieser Zeit sparsam um aber dann wieder mehr Geld zu verdienen. Dauerhaft sich einschränken, daran sehe ich keinen Sinn.

Wir leben in einem absoluten Wohlstandsland und wir haben hier alle Möglichkeiten um viel Geld zu verdienen. Hier kann man es wirklich schaffen. Ziele setzen und durchziehen.

Bei solchen Posts frage ich mich: wer soll eigentlich die ganzen „normalen“ Jobs machen, die dir dein Leben so erleichtern? Dir deine Brötchen backen, deinen Müll abholen etc.pp.
Das könntest auch du alles gar nicht bezahlen, wenn auch diese Personen ihre 3T€ netto im Monat bekämen...

Bei einer Bäckerei, wer sackt da die Kohle ein? Da müsste man mal Einblick bekommen. Was verdient ein Bäcker? Was verdient ein Besitzer einer industriellen Großbäckerei? Vielleicht kommt es da auf die Verteilung der Gehälter an.

Die Müllabfuhr, das ist ja eine städtische Einrichtung. Wird bestimmt teilweise auch mit Steuergeldern finanziert. Und ich vermute mal, dass jemand, der dort arbeitet, ein recht ordentliches Gehalt bekommt, weil ich vermute, dass es sich um den öffentlichen Dienst handelt. Weißt du da Näheres?

Bei Jobs, wo Leute vom Gehalt her abgezockt werden, da bin ich immer sehr dafür, dass sich die Angestellten dagegen wehren. Weil irgend einer der Chefs, der verdient garantiert nicht schlecht. Aber solange es immer einen gibt, der mitmacht, wird sich da auch nichts ändern.

Ich bin immer dafür, dass man dafür kämpft, dass man einen gut bezahlten Job bekommt. Qualifizierte Fachkräfte sollen ordentlich bezahlt werden. Ungelernte Arbeiter, da ist dann klar, dass das Gehalt weniger ist. Aber das sollte dann doch auch nur zur Überbrückung oder zum Einstieg dienen.

Es gibt ja auch Personen, denen ist das Gehalt nicht so sehr wichtig. Hat man hier ja auch gelesen. Und dann ist das halt auch in Ordnung. Es war ja die Frage, wie man selbst es empfindet. Und ich empfinde es als frustrierend wenig Geld zu bekommen. Diese Zeiten habe ich auch mitgemacht. Aber ich habe mich da wieder raus gekämpft. Weil es mich angekotzt hat.

Und nein, ich habe keinen Versorger. Ich habe zwar einen Mann, aber ich war auch in der Elternzeit finanziell unabhängig. Habe den Höchstbetrag Elterngeld erhalten + Kindergeld.

Jetzt arbeite ich sehr viel und verdiene gut.

Aber ich weiß, wie es ist, wenn man wenig Geld hat. Mein Studium musste ich selbst finanzieren. Und ich hatte auch mal Pech im Berufsleben. So ist es nicht. Ich weiß, dass das Leben auch mal schief laufen kann. Aber dann muss man sich eben wieder nach oben kämpfen.

Wie du siehst, ich kann also auch mit sehr wenig auskommen. Aber ich kann mir niemals vorstellen das als Dauerzustand bis ans Lebensende zu akzeptieren.

Mhhh... ich hab etz nur paar Antworten gesehen aber ein Einkommen von um die 2000€ brutto ist der realistische Durchschnitt. Das was die, die als erstes geantwortet hat, beschrieben hat ist ein eher weniger durchschnittlicher Lebensstandard. Zwar hat Angela Merkel mal geäußert dass man hier durchschnittlich 3000 brutto verdient, aber realistisch sind das eher die besser berichten Leute. Nicht jeder eignet sich als teamleiter oder wird es je schaffen dort hin zu arbeiten.

Was aber auch Fakt ist, ist dass wir hier sogar ziemlich günstig leben im Gegensatz zu länger wo die Leute noch weniger verdienen als Wir! Ich weiß noch dass wir vor 10/20 jahren immer nach Polen gefahren sind um dort einzukaufen. Jetzt fahren meine verwandte von Polen nach Deutschland um hier einzukaufen und verdienen tun sie weniger als n Altenpfleger. Wie die geschaut haben dass man für unter 10€ Klamotten kaufen kann oder wie günstig hier die Kartoffeln sind.

Klar kannst du dir nicht mal eben wie jemand mit " durchschnittlohn" n Urlaub von mehreren tausend Euro leisten. Aber wenn du schlau bist dann kannst du hier und da Geld sparen.

Ich und mein Mann haben insgesamt n Einkommen von 2500€ wenn's hoch kommt. Momentan bin ich aber auch in Elternzeit sonst würden wir mehr haben aber nicht mehr als 3500€.

Wir sind bei den Ausgaben sehr streng und haben monatlich n +von 300€. Ich brauch auch im Monat bei 2 Erwachsenen und 2 Kindern (neugeborenes und 17 Monate) nicht mehr als 400€ für essen, milchnahrung, Windeln, pflegeprodukte und ab und an auswärts essen. Hab aber schon öfters gehört dass einige 400€ nur für sich ausgeben, wo ich mir dann die Frage stelle wofür und warum sie bei so viel Nahrung nicht schon in die Breite gegangen sind 😂

Du musst halt einfach dein Geld Haushalten. Schauen was du brauchst und was nicht. Auch bei deinen Kindern. Meine Mutter war selber nicht reich und uns hat das mehr als gut getan nicht alles bezahlt zu bekommen. Essen, Kleidung, schule/Ausbildung und Taschengeld war drin. Alles andere mussten wir uns fann zu Weihnachten oder Geburtstag wünschen oder selber erarbeiten. Entweder zu Hause bei Mama oder wo anders. Geschadet hat es uns nicht. Ganz im Gegenteil. Wenn du am Monatsende +/-0 hast dann solltet ihr alle etwas kürzer treten. Fährst du feine Kinder zur Schule oder wäre ne Buskarte oder Fahrrad günstiger? Wie viel schenkst du ihnen im Jahr? Wieviel gibst du da im Durchschnitt monatlich/jährlich aus? Vielleicht da anknüpfen. Ich kenn nämlich auch Familien wo die Eltern wegen Geld rumjammern aber die Kinder leben wie kleine Bonzen.

Hast du Versicherungen die zu teuer sind oder unnötig? Irgendwelche Abos die laufen? Zu viele oder zu teure handyverträge? Was gibst du alles an klamotten aus? Vielleicht kann man da auch was sparen? Beim einkaufen: wo ich spare ist allein schon die wochenplanung: 1× die Woche Fisch, 2× die Woche Fleisch (dafür qualitativer beim örtlichen Metzger und Fischhändler), finger weg von der süßigkeiten und knabbertheke (das ist ne ordentliche kostenfalle). Lieber obst und n kuchen oder muffins backen. Schmeckt besser, ist kalorienärmer und besser für den Geldbeutel. Getränke: vielleicht auf Sodastream wechseln und notfalls das Wasser trinkbar machen (gibt genug Geräte für). Da sparst du dir das schleppen und die teuren Flaschen. Wir haben hier nur für den Geschmack Säfte und sirups (die günstigen vom Supermarkt) und tees und keinerlei Flaschen es sei denn es kommt Besuch. Das spart auch ordentlich an geld.
Zudem gibt es im Internet etliche gesunde und günstige rezepte wodurch man nicht an der Qualität der Lebensmittel sparen muss. Ich kauf ja nur noch örtlich oder Bio oder vom Wochenmarkt 🤔

Also bei Thema Lebensmittel einkaufen kann man durch ne gute Planung mehr als genug Geld sparen ohne an der Qualität zu verzichten. 😉

Setz dich also am besten mal hin und listeSt alle Ausgaben aus. Am besten haste n Überblick wenn du n Monat Bar bezahlst denn oft unterschätzt man die Ausgaben stark wenn man nur mit Karte zahlt.

Und dann überlegst du was alles nötig und unnötig ist und probierst über paar Monate aus wo ihr Geld sparen könnt.

Das ist Geld Haushalten und so kann man sich auch 1 mal im Jahr n Urlaub gönnen ohne (wie die erste beantworterin) sich hocharbeiten zu müssen denn es gibt Menschen die müssen die (lt. Merkel) unterdurchschnittlichen Berufe nachgehen sonst hat niemand n Friseur oder Bäcker oder sonstige Berufe damit sie ihren Beruf ausüben kann und sich all den Luxus gönnen kann. Aber oft verlieren die über-3000er-brutto-verdiener die Realität aus den Augen und haben nur "hocharbeiten" als einzige Antwort parat und wundern sich warum es Menschen gibt die eben nicht so viel verdienen.