Was ist die Mittelschicht?

    • (1) 20.12.17 - 19:15

      Weiter unten gab es ein Thema zu einem Spiegel Beitrag zur Mittelschicht. Habe den Spiegel noch nicht gelesen. Finde das Thema aber sehr interessant!

      Was ist für euch die Mittelschicht? Macht ihr das am Einkommen fest? Oder an der Bildung?

      Ab welchem Einkommen beginnt für euch die Oberschicht? Bitte immer dazu schreiben ob ihr brutto oder netto meint.

      Ich finde es sehr schwierig einzuordnen. Es gibt ja durchaus hochgebildete Menschen, mit Doktortitel und was weiß ich nicht alles und die verdienen vielleicht relativ wenig, weil sie in einem sehr speziellen Gebiet tätig sind, an der Uni beispielsweise.

      Könnte sein, dass diese Person dann ein Gehalt hat, was schon fast zu Unterschicht zählt, aber von der Bildung her zählt diese Person dann vielleicht zur Oberschicht.

      Oder aber ein Freund von mir, hat ein Gehalt, was vielleicht noch zur Mittelschicht gehört, aber er bezeichnet sich selbst als Elite, weil er in einem sehr schwierigen Thema studiert und promoviert hat. Und auch in diesem Bereich beruflich tätig ist.

      Dann habe ich einen Freund, von dem ich weiß, dass er wahnsinnig viel Geld verdient, aber wenn man ihn sieht, würde man ihn in die Unterschicht einordnen, weil er sich äußerlich sehr gehen lässt.

      Letztens war ich mit einer Freundin auf einem Spielplatz, und sie mockierte sich darüber, dass die anderen anwesenden Familien hier die Unterschicht seien.

      Ich bin mir aber relativ sicher, dass das alles Familien aus der Mittelschicht waren, wir konnten uns nicht einigen.

      Also wirklich schwierig einzuordnen, findet ihr nicht?

      Auf welchem Jahresgehalt Brutto würde man denn von der Oberschicht sprechen?
      Oder von Besserverdienern sprechen? Oder von Spitzenverdienern sprechen?

      Oder kann man Mittelschicht und Oberschicht nur an der Bildung festmachen?
      Und wer ist dann die Unterschicht?

      • Hallo!
        Ich persönlich schichte gar nicht. Ich finde Lebensweisen viel zu individuell, als dass ich Menschen in irgendeiner sortieren will.

        Wie du schon sagst es gibt Menschen mit hohem Bildungsniveau ohne das große Geld und genauso auch anders herum oder irgendwas dazwischen.

        Klar, gibt es auch Menschen, die dieser oder jener Schicht eindeutig zuzuordnen wären, aber nutzt das jemandem?

        LG #winke

        • Ich schichte gerne, beim Kuchenbacken: unten eine Schicht Mürbteig, darauf eine Schicht Quarksahnemasse mit Mandarinen und mit Gelantine stabilisiert und darauf eine Schicht Rührteig. Die Mittelschicht schmeckt mir am Besten, der Rest ist nur Beiwerk ... ;-)

          Dann schichte ich auch noch beim Holzstapeln und mein Opa hatte immer Früh- und Spätschicht, nie Mittelschicht.

          Im richtigen Leben kommt es mir darauf an, zufrieden und glücklich zu sein, und da lebt es sich auch in der Unterschicht ganz gut, denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert .... :-p

          • Bei dieser Schichtung musst du aber aufpassen, dass das ganze nicht zu trocken wird. Es gibt auch Rezepte für bodenlosen Käsekuchen, wäre vllt. was für dich, wenn der Rest eh nur Beiwerk für dich ist.

            Meine Schwiegermutter arbeitet in der Pflege, sie hat oft Mittelschicht, macht sie aber nicht so gerne, weil sie dann Minusstunden macht.

            Zufriedenheit ist immer toll, wenn man sie tatsächlich erreicht. Es freut mich für dich, dass du mit dir im Reinen zu sein scheinst.
            :-D

            LG #winke

      (6) 20.12.17 - 20:50

      Ja, es ist schwierig einzuordnen und es gibt auch keine einheitliche Definition.

      Guckst du hier:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mittelschicht

    http://www.arm-und-reich.de/verteilung/mittelschicht.html

    Wer mit wieviel Einkommen in welche Schicht "gehört" kann man zB hier nachlesen.

    Generell halte ich von diesem ganzen Einordnen nach Schichten nichts. Menschen aufgrund ihres Einkommens, ihrer (schul)Bildung oder gar ihres Aussehens (wie wundervoll oberflächlich) ist nicht meins. Und wer sich selbst als Elite bezeichnet wäre, zumindest mir, doch sehr suspekt.

    (10) 20.12.17 - 22:33

    Ich würde diese Begrifflichkeiten ausschließlich verwenden, um die wirtschaftlichen Verhältnisse einer Person oder Familie zu beschreiben.
    Bei welchen Einkommen genau ich da die Grenzen ziehen würde, weiß ich nicht. Unterschicht wäre für mich alles unter Durchschnittseinkommen, Mittelschicht von Durchschnittseinkommen bis... - hier wird's schwierig- und Oberschicht alles darüber.
    Ich benutze diese Begriffe aber so gut wie nie.

    Hi,
    an der Bildung sollte man die Oberschicht ja wohl besser nicht messen.

    Wie Merkel und Co. das von der Unter- und Mittelschicht hart erwirtschaftete Geld zum Fenster rauswerfen, da kann man nur heulen und sich fragen, ob die Politiker nie gelernt haben, mit Geld umzugehen.

    Untere Unterschicht - die, die zum lachen, besser nie die Zähne zeigen. Für die es OK ist, ALG I und II zu beziehen. Die Kinder mit ausländischen Namen taufen lassen, aber leider selbst nicht aussprechen können.

    Unterschicht - mit 2 Jobs pro Erwachsenen, sauberen Eindruck und immer hilfsbereit. Aber immer vom Pech verfolgt sind, sei es von einem in den anderen befristeten Job, maroden Haushaltsgeräten, uralt Auto - ist alles mal einigermaßen in der Reihe, muss jemand beerdigt werden und schon ist man wieder monatelang am sparen, um aus den roten Zahlen rauszukommen.

    Mittelschicht - jeder ein Job, jedes Jahr ein Urlaub, aber trotzdem muss aufs Geld geachtet werden.

    bessere Mittelschicht - jeder einen guten Job, 14 Tage Sommerurlaub all in, 2 x noch Center Park, jeder ein Auto, was nie älter als 8 Jahre wird.

    Oberschicht - einer einen sehr guten Job, 60 Stunden Woche, bzw. nur Unterwegs. Partner halbtags, damit er nicht verblödet, Putzfrau, Kinder haben soviel Hobbys, daß man eigentlich einen festen Fahrer braucht. Mitglied im Tennis, Golf, Reitstall etc.

    Bildung, Nebensache - schwätze, sich verkaufen muss man können.

    Gruß Claudia

    • (12) 20.12.17 - 22:52

      Was haben denn die ganzen von dir aufgezählten Charaktereigenschaften, Vorlieben, Prinzipien etc. mit Einkommensklassen zu tun?

      • Die TE möchte es am Bildungsniveau festmachen, sorry, das geht gar nicht.

        Hier haben die "dümmsten Bauern, die dicksten Kartoffeln".

        Oft haben die Kinder ein Unternehmen geerbt, die Eltern sind "Macher", die Kinder leider nur Dummschwätzer mit zuviel Geld, gehören aber der Oberschicht an.

        Genug Geld, und man konnte JAHRELANG Abschlüsse kaufen. Wurde dann beim Papa im Betrieb eingesetzt, nach paar Jahren einen fähigen Prokuristen dazu, der dann arbeitete, während der Sohnemann labernd durch die Welt zog.

        • (14) 20.12.17 - 23:19

          Ja richtig. Aber genau deshalb fand ich deine zusätzlichen Beschreibungen ja so fragwürdig. Man braucht eben keinen 60 Stunden Job, um der Oberschicht anzugehören. Ebenso wenig hat jede Familie der oberen Mittelklasse zwei relativ neue Autos und es gibt ALG II Empfänger, deren Kinder traditionelle Namen haben...

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