Psychisch kranke beleidigte Eltern lästern und wundern sich, teilen aber richtig aus

    • (1) 26.12.17 - 12:36

      Okay, es ist Weihnachten und jeder fährt zu seiner Familie oder die Eltern kommen als Besucher zu Euch.

      Ich bekomme seit etlichen Jahren ewige Vorwürfe von meiner ewigen beleidigten Mutter zu hören und dass ich sie nicht ernst nehmen würde. Dabei ist sie doch die Meisterin in Beleidigt sein spielen. Wenn ich bei Eltern bin, dann wird sie schnell laut und herrisch und ich muss mir anhören, wie ich mich zu verhalten habe. Bin mittlerweile alt genug und denke eher, dass sie selbst psychische Probleme hat, weil die Anzeichen da sind aber sie will nichts dran ändern und lässt weiterhin ihren ganzen Zorn, Wut und sonst welche negativen Gedanken und Gefühle an mir und an andere Menschen aus ihrem Umfeld raus. Ich habe ihr schon sehr oft gesagt, dass ich das nicht möchte und sie sich endlich professionelle Hilfe suchen soll, damit es wieder entspannter mit ihr und Vater werden kann. Aber dann knallt sie mir an den Kopf, dass ich übertreibe und ich mich um meinen Kram kümmern soll. Das sagt sie so gar nicht nett und eher im jähzornigen. Ich habe mit ihr es im guten und im bösen (Streit) versucht. Aber je mehr ich ihr rate oder vorschlage, desto mehr schottet sie sich ab und macht dicht und ist der Meinung, dass das ja alles gar nicht so wäre. Mein Vater klagt selbst bei mir oft und auch am Telefon, dass andere zu ihm gesagt hätten, sie sei krank und dass ihr ältester Bruder (also mein Onkel) das auch gesagt hätte. Ich habe nur gemeint, das ich mich da nicht in irgendwas hinein ziehen werde und er und Mutter sich endlich Hilfe holen sollten, wenn sie nur über sich selbst und andere mit anderen drüber reden oder fast schon lästern. Auch über mich wurde schon deswegen alles verdreht und schlecht geredet und wenn man die Leute dann drauf anspricht, wird alles abgestritten. Ich habe den Eindruck, dass von denen keiner fähig ist mal Verantwortung für sein Verhalten zu übernehmen. Stattdessen wird alles so hingedreht, wie es gerade passt.

      Heute und gestern habe ich versucht anzurufen um ihnen wenigstens Frohe Weihnachten zu wünschen. Da geht keiner an das Telefon. Ich kann mir zu hundertprozent vorstellen, dass Mutter mal wieder beleidigt ist und oder sie das Telefon sogar versteckt, damit Vater nicht ran gehen kann. Sie ist eifersüchtig auf mich, weil es auch Zeiten gibt (aber sehr wenige) wo ich mich mit Vater gut verstehe. Damit kommt sie nicht klar und deswegen dreht sie ab und streitet viel und oder sucht sogar Gründe.
      Kurzum: Eltern ziehen mich in ihre Eheprobleme hinein und beiden habe ich ausdrücklich gesagt, dass ich davon nichts wissen will und ich schon wirklich Alpträume bekam wegen die beiden.

      Das war als Kind schon so. Ich musste mir oft anhören, wie Vater mit den anderen Männern über Mutter geschimpft und abgelästert hatte. Umgekehrt macht sie es auch hinter seinem Rücken und beiden habe ich mal gefragt, ob die noch ganz gescheit sind und wissen, was sie mich und meinen Geschwistern damit antun. Aber nee, dass würde ich mir ja alles nur einbilden und es wäre alles nie so und dann soll ich noch Schuld sein, dass sie das tun?!
      Sind die beiden krank oder nur verrückt?
      Das war bei meinen Großeltern Mütterlicherseits auch in etwa so. Also übernimmt Mutter diese kranke Weltansicht 1:1 von ihrer Mutter. Ich habe mich damit schon sehr oft psychisch auseinander gesetzt und viel gelesen. Nur wollte ich das hier mal zur Diskussion bringen. Leider scheint das wohl so in der Nachkriegsgeneration zu sein. Bzw. mein Vater ist Ende der 1930er Jahre geboren und Mutter Ende der 1950er Jahre (fast 20 Jahre Altersunterschied).

      Das mir das alles sehr zu schaffen macht, muss ich nicht noch betonen - könnt ihr Euch sicherlich denken.

      Wenn ich dort zu Besuch bin, versuche ich uns alle auf andere Gedanken zu bringen und schlage etwas vor: Z.B. spazieren gehen, damit wir mal raus kommen und nicht nur in der Bude rum hocken. Aber es wird dann rum genörgelt, und Mutter meint, sie müsse jetzt Stramm stehen und nur das tun, was ich will. Sie realisiert gar nicht, dass ich es nur gut meine und ihnen etwas gutes tun will. Immer heisst es, ich würde beide nur herum kommandieren und das wird auch allen anderen Leuten hinterher genau so gesagt, die nicht dabei waren aber ein sehr schlechtes Bild von mir bekommen.

      Das alles belastet mich und ich bin deswegen das schwarze Schaf in der Familie.

      Mein Bruder ist nicht so wie ich. Der lsst sich einlullen und nörgelt auch nur rum. Aber fährt zu Weihnachten hin um Geld zu bekommen und dann sitzt er nur rum und lässt alles von den Eltern machen (Essen kochen, auftischen, abwaschen und aufräumen) bzw er lästert mit Vater in der Stube über mich und Mutter, wenn Mutter in der Küche alles abwäscht (Vater hat vorher mit fast 80 Jahren alles selbst gekocht) und weil ich ja nicht da bin, wird auch über mich gelästert). Bruder spielt mit seinem Handy rum, simst mit seinen Bekanntenkreis und meckert rum, wenn einer davon dauernd ihm Nachrichten schreibt und trifft sich auch mit denen, statt zu sagen, dass das ihm zuviel wird. Hinterher hängt er mit denen rum und lästert über uns alle und ich bekomme zu hjören, was ich denn für eine Bit** sei und ich es wagen könnte schlecht über Verwandte oder seine Freunde zu reden, ich sei doch das allerletzte und so geht das immer mit den allen dort ab.).

      Im Oktober war ich bei den Eltern und bin Abends dann nach Hause gefahren und musste nochmal zur Tankstelle, die auf dem Weg lag. Als ich dann bezahlen wollte, saß ein Verwandter dort und trank Kaffee. Er sagte nur "Hallo quietschbunt". Ich grüsste zurück und hinterher im Auto auf dem Heimweg überlegte ich, ob es nicht besser gewesen sei, wenn ich ihn ignoriert hätte oder ihn in der Tanke auf neutralem Boden einfach gefragt hätte, was er mit meinem Bruder immer für ne Show abzieht und über mich und Eltern lästert und hätte ihm auch sagen können, dass selbst mein Bruder über ihn hinter seinem Rücken lästert und genervt sei von den vielen SMS die er von ihm bekommt.). Aber eigentlich soll und ist es mir egal, was wer wie und wann und warum und wo usw. usf. gesagt hat. Ich kann doch froh sein, wenn ich nicht in der Gegend dort wohne.

      • (2) 26.12.17 - 14:41

        Ich habe es jetzt dreimal gelesen und frage mich, wo Du da eine psychische Krankeit erkennen willst.
        Ich habe den Eindruck Ihr könnt Euch allesamt nicht ausstehen, jeder lästert wo er kann .......(Du ja jetzt hier auch)........ und solltet Euch vielleicht einfach aus dem Weg gehen.

        Hallo!

        Es klingt eigentlich alles nach einer normalen Familie, in der man sich gegenseitig nicht besonders mag. Ungefähr so war es immer bei den Geschwistern meines Mannes, bis er da den Kontakt abgebrochen hat. Da hat auch nur einer über den anderen abgelästert, sie kannten wohl einfach keine anderen Gesprächsthemen.

        Wegen Aktivitäten Vorschlagen: Du gehst das falsch an. Sag einfach "ich möchte jetzt spazieren gehen, will jemand mitkommen?" wenn ja ist es gut, wenn nein, dann kannst Du wenigstens mal ne Stunde den Kopf frei bekommen.

        Den Verwandten in der Tankstelle zu grüßen war richtig und einfach nur höflich, mit dem jetzt auch noch über Deinen Bruder zu lästern hätte Dich auf eine Stufe mit dem Rest der Familie gebracht.

        Sonst: Wenn Deine Mutter in den 50ern geboren ist, dann bist Du ja sicher keine 20 mehr und niemand kann dich zwingen, sie zu besuchen.

        Hi du, ich glaube ja gerne das sowas sehr anstrengend ist. ABer du hast schließlich auch noch die Möglichkeit dich deutlicher zu distanzieren. Wenn es dich so belastet solltest du es tun. Meiner Meinung nach bist du noch zu sehr in diesem Spiel drin.

        Ela

      • Furchtbar anstrengend zu lesen, wer nun welche Macken und angebliche Krankheiten hat, wer über wen warum lästert usw. usw.
        Aber weißt Du was, Du machst es doch nicht anders bzw. bist im besten Fahrwasser dazu. Wenn Dir dieses ganze Heckmeck nicht gefällt, dann klink Dich doch aus - fertig.
        Und noch was, Du behauptest ebenfalls schon etwas, was absoluter Quatsch ist:

        "Also übernimmt Mutter diese kranke Weltansicht 1:1 von ihrer Mutter.....Leider scheint das wohl so in der Nachkriegsgeneration zu sein. Bzw. mein Vater ist Ende der 1930er Jahre geboren und Mutter Ende der 1950er Jahre "

        Ich bin Jahrgang 1954 und mein Mann war Jahrgang 1936 und wir haben beide GARANTIERT keine "Weltansichten" unserer Eltern übernommen, die wir nicht wollten.
        Ich so wenig wie mein Mann; er war ein ganz anderer Schlag als seine Eltern und meine Mutter und ich liegen Welten auseinander. Von meinem Vater habe ich vieles übernommen, aber nur, weil ich es gut und hilfreich fand und ich es auch genauso meinen Kindern weitergeben wollte. Auch meine gesamten Alterskameradinnen haben garantiert nicht irgendwelche verschrobenen Ansichten der Altvorderen übernommen. Hallo? Wir sind in den Endsechziger/Siebzigern aufgewachsen. Schon mal was von dieser Zeit gehört???

        Hör auf, Dich in die gleiche endlose Lamentierfalle wie Deine Eltern zu begeben und lebe Dein eigenes Leben - nicht mehr - und nicht weniger. Dafür braucht man keine großartige psychische Auseinandersetzung sondern einfach nur etwas Arsch in der Hose. Alles Gute!
        LG Moni

        • Tja... danke für deine Antwort.Nach allem, was ich erlebt habe in dieser "Familie", kann ich wohl auch versammt froh sein , im ganz anderen Bezirk zu wohnen und neue Menschen un mich herum zu haben.

          Des weiteren habe ich jahrelang versucht, trotz der hässlichen Streitereien, meinem Vater irgendwie zu helfen, weil er altersbedingte Krankheiten hat und er nervlich auch seit seiner Jugend zu knacken hat. Ich wollte beiden helfen bei anstehenden Renovierungarbeiten, da sie das seit Jahren schon Vorhaben , aber Mutter auch jedesmal meint nir mit dummen Sprüchen zu kommen und mit lügen. Mein Vater leidet ubter ihrem komischen Verhalten, wie sie ihn ständig anblafft, weil er vieles vergisst und bei mir auch schon geweint hat, weil sie gewalttätig ihm gegenüber wurde und ich nichts machen kann, weil er sivh diese Prügel gefa

          • Sorry, wenn ich den Text nicht zu Ende geschrieben habe. Der Akku im Handy war leer und beim Aufladen ging es einmal aus, während ich geschrieben habe, danach war ich zu müde um erneut anzusetzen, weil es ja schon sehr spät heut Morgen (nach Mitternacht) war.

            ...weil er sich die Prügel gefallen lässt aus Abhängigkeit zu ihr. Immerhin sind die beiden über 40 Jahre verheiratet und da trennen die sich nicht, kloppen sich lieber wund. (Was sollen denn die Nachbarn denken-Mentalität).

            Ja es ist krass. Weil die beiden eine Anspruchshaltung von den anderen haben und sich selbst gehen lassen. Mir wurde immer gesagt, wie ich zu sein habe und die verstehen nicht, dass sie mich manchmal so weit damals getrieben haben, dass ich richtig ausgerastet bin, weil ich verzweifelt war, immer der Sündenbock für alles und jedes zu sein. Ich musste immer alles hinnehmen und weil sich das schon damals in mir aufgestaut hatte, kam irgendwann die Zeit, wo alles aus mir raus geplatzt ist. Das können sie nicht verstehen. Weil sie selbst uns schon mit Schläge auf den Hinterkopf erzogen haben, als Mutter uns ganz früher bei den Hausaufgaben geholfen hatte und wenn wir etwas nicht verstanden haben, hat sie uns nichts erklärt. Nein, sie wurde ungeduldig und hat dann einfach den Raum verlassen, uns damit ein schlechtes Gewissen "eingepflanzt" oder uns auf den Hinterkopf geschlagen und mit 17 wo ich den ersten Freund hatte, hatte sie mich deswegen sogar verprügelt und eingesperrt, weil ich nicht zu ihm durfte. Das war heftig damals und ich hatte mir selbst auch vom Jugendamt Hilfe geholt und bin ausgezogen.

            Ich habe Mutter vor 2 oder 3 Jahren gefragt, ob sie es wenigstens Heutztage versteht, warum ich ausgerastet damals bin, nachdem ich ihr meine Sichtweise und Gefühlslage erklärt habe. Aber sie versteht das alles nicht. Sie ist immer noch der Meinung, dass sie alles richtig gemacht hatte und nur ich falsch wäre.

            Sowas tut weh, wenn man niemals Liebe im Elternhaus erfahren hatte und sich immer auch gegenüber den eigenen Geschwister durchboxen musste, weil einer von dreien oder zwei von dreien (je nachdem, wen Mutter bevorzugte, um das andere Kind auszuspielen) immer der Sündenbock war. Und immer war ich es. Die anderen beiden wurden immer nur gelobt und hatten es aber auch nicht einfach mit ihr.

            Mein Vater kann sowas auch alles nicht verstehen, bzw. er lügt sich selbst was vor.

            Er meint, wenn Kinder und Jugendliche böse, unartig sind, dann müssen sie lernen zu parieren, indem man sie als Eltern zurecht weist mit Strafe und Prügel.

            Er selbst wurde auch ganz oft von seinem Vater vermöbelt (ist Jahrgang 1939) und damals war das ja noch gestattet, Kinder mit Schläge auf den Hintern oder Finger zu bestrafen.

            Ich finde Prügel ganz schlimm, weil man dadurch sein Kind kaputt macht und die Beziehung.

            Nur was ich niemals verstehe ist, warum meine Mutter von ihren Enkelkinder (Schwesterlicherseits) so geliebt wird, obwohl die auch oft genug "Was will die denn hier schon wieder" gesagt haben. Das klingt sehr respektlos und abfällig und ich soll da nicht mehr dazu gehören. Aber ich weiß nicht, was Mutter denen über mich erzählt hatte.

      Hallo, quietschbunt,

      wie die anderen schon gesagt haben, ist das oft sehr schwer zu sagen, ob jemand eine wirklich psychische Krankheit hat oder nur die "normalen" Macken, die wir alle täglich mit uns herum schleppen. Musste beim Lesen nun auch ein paar Mal schlucken, weil das ja teilweise echt unschön klingt und sicher schwer an dir nagt seit Jahren. Wenn es dir hilft, deine Gedanken zu klären und dir das mal von der Seele weg zu schreiben, dann ist das teilen hier natürlich was gutes. ;-)

      Kenne diese Mischung aus Missverständnissen, falsch interpretierten Worten und die Differenz zwischen Sein und Schein leider auch aus eigener Erfahrung, wenn auch nicht so hart wie bei dir. Besonders da man sich die Familie ja anders als Freunde nicht aussuchen kann, verzweifelt man immer an dem Versuch sie zu verändern. Am besten hilft es langfristig, wenn man es schafft, geistige Distanz zwischen sich und den Erwartungen und Spleens der anderen zu schaffen aber dass das leichter gesagt als getan ist, ist mir auch schmerzlich bekannt - dann nimmt man es aber nicht mehr so persönlich.

      Wünsche einen guten und ablenkenden Rutsch ins neue Jahr.

      lg, kastanie

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