ahnenforschung

    • (1) 19.01.18 - 22:01

      Hallo ihr Lieben,

      ich würde gerne etwas für meine ahnen erfahren. Wer waren die? Was haben die gemacht? und solche Dinge.
      Nun kenne ich mich aber absolut nicht aus, wohin ich mich wenden soll.
      Mein Großeltern leben alle noch und meine Urgroßmütter hab ich auch noch kennengelernt, aber ich würde mich dafür interessieren, was davor war.

      Hat das schon jemand gemacht? Wohin habt ihr euch gewandt? Hat das was gekostet?

      Liebe Grüße und vielen Dank

      • Wenn du weißt, wie deine ahnen hießen und wo sie gelebt haben, kannst du ins Archiv gehen. Dort kannst du kostenlos Ahnenforschung betreiben. Du brauchst aber Namen und am besten geburts- heirats- oder sterbenden oder zumindest einenicht Wohnort der Vorfahren um einen Anfang zu finden. Im Archiv des sterbe -
        Oder geburtsortes deiner ahnen findest du Adressbücher oder Standesamtsunterlagen, die dich weiter bringen. Wichtig zu wissen ist, dass die Standesämter nur die Bände von bis vor 30 Jahren ins Archiv abgeben dürfen. Alles, was nach 1987 ist, unterliegt noch dem Datenschutzgesetz und ist nicht im Archiv zu finden sondern noch im Standesamt.

        Was sagen denn deine Großeltern?
        Würden sie dich unterstützen oder blocken sie ab?

        Kennen sie noch Namen, Daten, Verwandtschaftsverhältnisse? Z.B. von ihren eigenen Großeltern und Urgroßeltern. Vielleicht auch was deine Großeltern von deren Großeltern über wiederum deren Großeltern erzählt bekommen haben?

        Sind sie viel gereist? Zwischendurch ausgewandert? Wurden sie im Krieg vertrieben?
        Haben sie eine Art Stammbuch oder ähnliches?

        Mit Namen, Orten, Heiratsdaten könntest du evtl. bei den jeweiligen Kirchen(regionen) fragen. Z.B. Taufen, Hochzeiten etc.
        Dazu wäre es hilfreich zu wissen, wo sie gelebt haben und wie sie hießen.

        Hallo,

        danke für eure Antworten.

        Nein, meine Großeltern blocken nicht, aber haben natürlich auch nicht mehr alles zu jedem im Kopf, bzw. kennen ja selbst nicht alle.

        Dann werde ich mal ausfindig machen, ob unsere Stadt so ein Archiv hat.

        LG

      • Falls in deiner Familie eine Familienbibel existiert: da ist meist auch ein Stammbaum drin

        Ich habe in den 80ern den Familienstammbaum meines Mannes erstellt, zusammen mit einem Cousin von ihm. Wir brauchten eineinhalb Jahre, sehr viel Zeit, sehr viel Geduld, sehr viel Überredungskünste - und ca. 1630 war Schluß, da die Schweden im 30jährigen Krieg in unserer Gegend Pfarrhäuser niederbrannten ohne Ende.
        Wenn Du beim Standesamt nicht mehr weiterkommst, was sehr schnell der Fall sein wird, geht's weiter bei den Pfarrämtern, denn früher gab es nur diese, in denen Stammbücher geführt wurden. Der Pfarrer kann Dir suchen helfen, tut es aber nicht immer und es braucht Engelszungen....und Spenden #hicks und zwar bei katholischen wie evangelischen Pfarrern. Dann brauchst Du jemand, der die alten Schriften überhaupt lesen kann....Sütterlin....deutsche Kanzleischrift....deutsche Kurrentschrift - stellenweise auch etwas liederlich geschrieben. Dann kommt es auch vor, dass Namen so geschrieben wie gesprochen wurden, darauf kommt man manchmal nur per Zufall. Beispiel: geschrieben Häfele - dabei hieß der Mensch Hefele.
        Umzüge, Auswanderungen - wir sind ziemlich viel rumgefahren, obwohl die Familie meines Mannes relativ seßhaft war. Umkreis von hier ca 150 km.
        Ein Fehler - und Du landest in einer ganz anderen Familie. Auch das passierte uns einmal.
        Viel Vergnügen. Ich möchte es nicht nochmal machen müssen, obwohl es manchmal auch ganz lustig war, was da so aufkam. (uneheliche Kinder, Mann heiratete nacheinander zwei Schwestern, einer wurde "unehrenhaft ins Badische verbannt" - was das auch immer heißt #rofl usw. usw.)
        Ich habe für meine Kinder und Nichten einen Stammbaum mütterlicherseits erstellt bis ca. 1900 - das habe ich aufgrund Fotoalben noch selber zusammengebracht. Das muss reichen.:-) Weiter geht eh nicht, weil meine Eltern aus dem Böhmerwald und aus Schlesien sind.
        Frag Deine Altvorderen aus, die noch leben und dann siehst Du schon, wie Du weitermachen musst.
        LG Moni

    Hallo,

    die Mormonen in den USA haben ein riesiges Online Archiv, da es für diese Religion sehr wichtig ist, wer die Ahnen waren (die kann man posthum noch taufen lassen).

    Ich habe es mal gemacht ... ist eine riesige Fleißarbeit und so viel bekommt man nicht raus. Also ich konnte einen Strang bis ins Mittelalter verfolgen, aber immer wenn ein Kind unehelich ist oder so ist auf der Seite Schluss. Zudem kannst du nur "rückwärts" gehen, lass sagen, mein Ur-urgroßvater hatte acht Geschwister, von denen sechs geheiratet haben und wieder jeder acht Kinder bekam - das wird sehr schnell unübersichtlich.

    Manche Dinge hätte ich gerne gewusst, z.B. stand bei einer Ur-Urgroßtante von mir, dass sie mit drei ertrunken ist. Ich weiß, wo sie wohnten und es gab absolut kein Gewässer in der Nähe ... da hätte mich der Hintergrund interessiert.

    GLG
    Miss Mary

    Hallo,

    man kann auch professionelle Ahnenforscher beauftragen.
    http://www.berufsgenealogie.net/german/start.html

    Ja das kostet aber wenn man so zu den Kirchenbüchern möchte braucht man auch Geld. Je nachdem was an der jeweiligen Kirche gemacht werden muss oder welches Projekt gerade Unterstützung braucht...

    Gruß Sol

    Ich betreibe seit inzwischen fast 15 Jahren Ahnenforschung und es ist ein wirklich spannendes Hobby. Inzwischen ist es auch alles gar nicht mehr so kompliziert wie noch vor wenigen Jahren weil viele Kirchen und Archive ihre Dokumente online zur Verfügung stellen. Die Zeiten in denen man Wochen oder gar Monate auf Antwort warten musste sind in den meisten Fällen vorbei.
    Anfangen tust du mit dir selber. Nimm dir deine Geburts und evtl Heiratsurkurkunde schreib alle relevanten Daten auf. Es gibt eine ganze Reihe gute Kostenlose software dafür oder man macht es ganz altmodisch mit Karteikarten oder Zetteln.
    Frag deine Eltern/ Großeltern ob du dir ihre Urkunden kopieren darfst. In den alten Geburts/ Heirats/ Sterbeurkunden stehen meist deutlich mehr Daten drin als in den modernen. Vielleicht hast du auch Glück und deine (Groß)eltern besitzen noch Urkunden ihrer Eltern oder einen alten Ariernachweis,... Sonst hast du als direkter Nachfahre das Recht auf Auskunft bei den Standesämtern. Da muss man immer dort nachfragen wo die Geburt/ Heirat/ Sterbefall passiert ist. In der Regel geht das erstmal per mail. Viele ältere Urkunden sind an Archive abgegeben worden, aber gerade in kleinen Orten haben die Standesämter ihre Bücher oft noch selbst. Vorher lohnt es sich immer z.B. online bei ancestry.de zu suchen, ob die Urkunden online zu finden sind. Da zahlt man zwar auch einen Mitgliedsbeitrag, der ist aber sehr überschaubar, monatlich kündbar und auch wenn man etwas im Archiv oder Standesamt anfordert kostet das ca 10€ pro Urkunde. Da hat man bei zwei Urkunden die Mitgliedschaftsgebühr direkt wieder drin.
    In den meisten Regionen in Deutschland geht es dann ab 1874 nur noch über Kirchenbücher weiter. Aber auch die sind inzwischen oft online einsehbar.
    Interview auch auf jeden Fall die ältere Generation sofern sie Auskunft geben mögen. Immer alles aufschreiben. Selbst wenn manchmal nicht mehr alles genau erinnert wird, kann es doch wertvolle Hinweise geben. Alte Fotoalben sind immer spannend gemeinsam durchzugehen, denn irgendwann weiß keiner mehr wer die Personen auf den Bildern eigentlich sind und es ruft oft noch alte Erinnerungen wach.
    Wenn du noch mehr Fragen hast oder Starthilfe brauchst, helf ich gern weiter.

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