Patientenunterlagen Verwandte von 1920 einsehen Hessen

    • (1) 21.01.18 - 18:13

      Hallo,

      vielleicht kennt sich hier jemand aus. Ich wollte morgen in die betreffende Klinik anrufen und fragen, aber eventuell gibt es ja hier auch Experten.

      Meine Ururgroßmutter verlor eines ihrer Kinder in jungem Alter und hat das nie verkraftet. Sie kam damals in eine Anstalt die es hier auch heute noch gibt. Wir wissen wann sie eingewiesen wurde und auch wann sie dort starb. Jetzt würde mich interessieren, ob es möglich ist an Patientenakten zu kommen? Angenommen die Klinik ist noch im Besitz solch alter Akten, dürfte ich die als Ururenkelin oder meine Mutter als Urenkelin einsehen?

      Es geht übrigens um das Bundesland Hessen falls das hilft.

      LG

      • Höchstwahrscheinlich hat die Anstalt die Unterlagen gar nicht mehr. Nach Ablauf des Datenschutzgesetzes müssen sie die Unterlagen dem ansässigen Stadt- oder Staatsarchiv anbieten. Diese werden die Akten sichten und übernehmen davon etwa 5%. Alles andere wird vernichtet. Wenn du Glück hast, ist etwas von den Unterlagen im Archiv gelandet. Sobald das Datenschutzgesetz und die Frist zur Einsicht der Akten (30 Jahre nach Tod oder 100 Jahre nach Geburt, wenn das todesdatum nicht bekannt ist) abgelaufen ist, darf jeder diese Akten einsehen, sofern sie noch existieren.

      Ich bin sicher, dass da nichts mehr vorhanden ist. In den letzten Jahren wurden ohnehin die Papierakten durchweg eingescannt und digitalisiert, die ganz alten aber nicht mehr, die wurden vernichtet. Das ist sogar in kleineren Kliniken so. LG Moni

    • Ok, vielen Dank für eure Antworten.

      LG

      Was genau interessiert dich denn. Die Krankenakte wäre wirklich sehr sehr großer Zufall, wenn auch nicht unmöglich. Vielleicht gibt es aber, je nachdem was dich interessiert noch andere Unterlagen, die etwas Licht in die Geschichte bringen. Ich beschäftige mich schon seit Jahren mit meinen Ahnen und es gibt oft doch Möglichkeiten an Dinge zu gelangen, wenn auch auf Umwegen.

    • Ich habe vor 2 Jahren meine Krankenunterlagen von 1985 angefordert, als ich 2 Wochen mit einer schweren Gehirnerschütterung im KH lag. Meine Eltern haben damals einen riesigen Terz veranstaltet und so wurde ich entgegen ärztlicher Anweisung aus dem Krankenhaus entlassen.
      Das fanden die wohl so extrem, dass sie die Unterlagen alle behalten haben--ich hatte sogar den Eindruck, dass sie nicht mal von meinem Anruf überrascht waren.
      Das war aber eher die Ausnahme, normalerweise ist spätestens nach 10 Jahren alles weg, bis auf ein paar Ausnahmen.

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