Diskriminierung von Männern und Jungen

    • (1) 11.03.18 - 19:08

      Hallo,

      ich weiß, dass ich mich hier auf dünnem Eis bewege, weil der Frauenanteil in diesem Forum sehr hoch ist, aber das auch der Grund, warum ich das gerade hier schreibe. Ich möchte auch Frauen darauf aufmerksam machen, dass Männer und Jungen in unserer Gesellschaft diskriminiert werden. Seit mehr als Hundert Jahren kämpfen Frauen für die Gleichberechtigung und ich weiß, dass Frauen in vielen Bereichen noch benachteiligt werden und sich Vieles in unserer Gesellschaft noch ändern muss. Darum geht es aber in diesem Beitrag nicht. Ich möchte Frauenrechte nicht gegen Männerrechte ausspielen. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass auch Männer benachteiligt werden.

      Elternschaft
      unverheiratete Väter haben bei weitem nicht die gleichen Rechte, wie unverheiratete Mütter. Väter eines Kuckuckskinds haben keinerlei Rechte ggü ihrem Kind, wenn die Mutter verheiratet ist. Verheiratete Männer sind rechtliche Väter ihrer nicht leiblichen Kinder und müssen vor Gericht einen hinreichenden Verdacht belegen um die Vaterschaft anfechten zu können. Väter werden systematisch vor Familiengerichten benachteiligt.

      Gewalt
      Frauen sind Opfer, Männer sind Täter! Die Statistiken zeigen ein anderes Bild. Männer sind 1,5 mal öfter Opfer von Gewalt. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts und der WHO sind Männer nahezu gleich oft Opfer häuslicher Gewalt. Nur leider gibt es für Männer kaum Anlaufstellen. In Deutschland gibt es gerade einmal vier Männerhäuser mit jeweils 3-5 Plätzen. Die meisten Beratungsstellen richten sich an Frauen. Studien aus der Türkei und Chile sagen aus, dass Männer genauso oft Opfer von sexueller Gewalt werden, wie Frauen. In einer amerikanischen Umfrage gaben zwei Drittel der Männer an sexuelle Gewalt durch Frauen erlebt zu haben. Männern und männlichen Jugendlichen wird sowieso abgesprochen Opfer sexueller Gewalt zu sein, wenn die Täterin eine Frau ist. Überhaupt passt die Frau als Täterin nicht in unser Weltbild. Dies gilt besonders im Hinblick auf Kindesmissbrauch. Opferschutzorganisationen und Therapeuten geben an, dass in jedem fünften Missbrauchsfall eine Frau die Täterin ist. Die Dunkelziffer ist vermutlich weitaus höher.

      Bildung
      Jungen haben im Durchschnitt schlechtere Noten, werden häufiger als sozialauffällig wahrgenommen, haben einen schlechteren Abschluss und besuchen seltener die Universität. Trotzdem gibt es mehr Förderprogramme für Mädchen als für Jungen. Jungen wird seltener und weniger Bafög gewehrt, als Mädchen.

      Genitalverstümmlung in Afrika an Mädchen UND Jungen!
      Vor einigen Jahren wurde das Thema Genitalverstümmlung an Mädchen groß in der Öffentlichkeit diskutiert und es wurde viel Druck ausgeübt, damit die Beschneidung von Mädchen unter Strafe gestellt wird. Das ist auch gut so und richtig. Leider werden bis heute Jungen in Afrika in bestialischen Ritualen zwangsbeschnitten unter großen Schmerzen und katastrophalen hygienischen Bedingungen. Viele Jungen sterben dabei oder werden schwer verstümmelt. Hier gibt es seltsamerweise keinen Aufschrei aus der Öffentlichkeit.

      Strafmaß
      Männer werden für die gleichen Verbrechen bis zu sechs Mal höher bestraft, als Frauen. Inhaftierte Mütter haben besondere Umgangsrechte, Väter nicht.

      Ich könnte noch viele weitere Beispiele auffrühren. Sei es die Sterblichkeitsrate, Unfalltod, Tod durch Arbeitsunfälle, Benachteiligung der Schwulenehe gegenüber der Lesbenehe, Persönlichkeitsrechte, Obdachlosigkeit, Suizidrate, Benachteiligung im Gesundheitswesen usw.

      Und nun stellt euch diese Beispiele mal umgekehrt vor. Nicht Männer, sondern Frauen wären hier betroffen. Würdet ihr dann immer noch von Gleichberechtigung sprechen?

      • Hallo,

        ich gehe mal nur auf Deinen Punkt mit der Beschneidung ein, ich bin ein Beschneidungsgegner, egal ob beim Jungen oder Mädchen.
        Als es vor Jahren in D eine Debatte um die Beschneidung beim Jungen ging heulten die Verbände der Muslime & Juden auf und was macht unsere Regierung ? Ist vor der Religion und der Tradition eingeknickt anstatt ein deutliches Zeichen zu setzen.
        Im übrigen brauchen wir für die weibliche Beschneidung nicht ins Ausland schauen, sie findet auch in D statt.

        Gruß

        • Ohne jetzt eine Debatte über Beschneidungen auszulösen... Aber es ist doch wohl ein riesenweiter Unterschied, ob Jungs unter hygienisch tragfähigen Umständen durch einen Fachmann beschnitten werden und medizinisch entsprechend versorgt werden oder ob irgend ein Pfuscher Mädchen und Jungs irgendwo im tiefsten Afrika verstümmelt, keinerlei medizinische Vor- und Nachsorge betrieben wird und das Ganze unter katastrophalen hygienischen Zuständen passiert!
          Den großen Aufschrei gibt es, weil dsurch die Beschneidungen von Pfuschern jedes Jahr sehr viele Kinder sterben oder ihr Leben lang größte körperliche Probleme/Schmerzen etc. durch die Bescheidungen haben.
          Gleiches kann man bei einer fachmänisch durchgeführten Beschneidung von Jungs in Deutschland wohl kaum sagen!

          Ich bin auch ein absoluter Beschneidungsgegner und empfand dieses Urteil als Schlag ins Gesicht, für alle kleinen wehrlosen Jungen!
          Und ja, ich habe mich schon gefragt, ob das Leid eines Jungen weniger wert ist?

          Für Mädchen wurde die Beschneidung soweit ich weiß ja offiziell verboten!

      (5) 11.03.18 - 22:41

      Ich frage mich, wer dir für diesen Text Sternchen gegeben hat...

        • (7) 11.03.18 - 22:48

          Und warum?

          • (8) 11.03.18 - 22:50

            Weil er recht hat.

            • (9) 11.03.18 - 22:52

              Ok, wenn du das so siehst.

              • (10) 11.03.18 - 22:54

                Siehst du das anders?

                • (11) 11.03.18 - 22:58

                  Ja, ich sehe das teilweise anders und halte einiges für Behauptungen.

                  • (12) 11.03.18 - 22:59

                    Zum Beispiel?

                    • (13) 11.03.18 - 23:02

                      >>>Ich könnte noch viele weitere Beispiele auffrühren. Sei es die Sterblichkeitsrate, Unfalltod, Tod durch Arbeitsunfälle, Benachteiligung der Schwulenehe gegenüber der Lesbenehe, Persönlichkeitsrechte, Obdachlosigkeit, Suizidrate, Benachteiligung im Gesundheitswesen usw.<<<

                      Der Abschnitt z.B.

                      Du meinst ja, er hätte recht, dann kannst du das sicher näher ausführen.

                      • (14) 11.03.18 - 23:16

                        Alles kann ich nicht erläutern. Aber ich weiß dass die Selbstmordrate bei Männern viel höher ist, als bei Frauen. Ebenso weiß ich, dass z.B. viel mehr Geld in die Forschung für Brust- und Gebährmutterhalskrebst fließt, als z.B. für Prostata- oder Hodenkrebs. Zu Homoehe kann ich nichts sagen, weil ich nicht weiß was der TE damit meinen könnte. Ich weiß auch nicht was er mit dem Begriff Persönlichkeitsrechte meint, aber vielleicht erklärt uns das der TE? Obdachlosigkeit erklärt sich von selbst.

                        • (15) 11.03.18 - 23:22

                          >>>Obdachlosigkeit erklärt sich von selbst.<<<

                          Wieso? Weil es mehr männliche Obdachlose gibt?

                          Ich denke, Frauen tun mehr für ihre Selbstfürsorge als Männer... wem willst du das anlasten?
                          Wer hat die "Schuld" an der höheren Selbstmordrate von Männern?

                          • (16) 11.03.18 - 23:30

                            Geht es hier um Schuld?

                            (17) 11.03.18 - 23:39

                            Bei dem Vorwurf der Diskriminierung geht es mE mindestens mal um aktives (ungerechtes) Handeln. Oder wie verstehst Du den Begriff?

                            (18) 11.03.18 - 23:59

                            Zum Thema Obdachlosigkeit bei Männer ist häufig die Folge einer Trennung oder Scheidung. Die gemeinsame Wohnung wird überwiegend Frauen zugesprochen. Das nur so als Beispiel. Aber ich finde diese Schuldfrage, wenn es um Gleichberechtigung geht ohnehin kontraproduktiv.

                            (19) 11.03.18 - 23:56

                            >>>Geht es hier um Schuld?<<<

                            Dir ist sicher nicht entgangen, dass ich das Wort "Schuld" in Anführungszeichen gesetzt hatte.

                            Also im Grunde fällt dir auch nichts zu den "Behauptungen" des TE ein...

                            (20) 12.03.18 - 00:01

                            Doch leider ist es mir entgangen. Sorry, mein Fehler.

                        (21) 12.03.18 - 14:54

                        Nur mal direkt zu Prostatakrebs. Die Letalität von Hodenkrebs und Prostatakrebs ist massiv geringer als die von Gebärmutterhalskrebs und Hodenkrebs. Die meisten Männer mit Prostatakrebs sterben meistens mit und nicht an diesem Krebst, weil er selten sehr agressiv ist (selten nicht nie) und häufig im Alter auftritt. Gebärmutterhalskrebs tritt im Gegensatz dazu häufig bei jungen Frauen auf und ist viel häufiger tödlich. Aber sonst gilt für mich schlichtweg eins: Solang wir in einem binären System sind (also davon ausgehen, dass es genau zwei Geschlechter gibt) kann nie nur einer der beiden unterdrückt werden. Gehen wir davon aus, dass Frauen nich arbeiten dürfen, sagen wir gleichzeitig dass Männer arbeiten gehen müssen. Sagen wir, dass Frauen schwach sind, sagen wir gleichzeitig, dass Männer stark sein müssen und niemals Opfer von Frauen sein können...

                        • (22) 13.03.18 - 08:02

                          "Solang wir in einem binären System sind (also davon ausgehen, dass es genau zwei Geschlechter gibt) kann nie nur einer der beiden unterdrückt werden. Gehen wir davon aus, dass Frauen nich arbeiten dürfen, sagen wir gleichzeitig dass Männer arbeiten gehen müssen. Sagen wir, dass Frauen schwach sind, sagen wir gleichzeitig, dass Männer stark sein müssen und niemals Opfer von Frauen sein können... "

                          Das stimmt. Aber darüber darf man nicht vergessen, dass es auch in anderen Bereichen Diskriminierung gibt, die nicht aus Unterdrückung des anderen Geschlechts hervorgeht. Und auch ich finde, dass man mehr darüber sprechen muss. Auch das ist im Sinne des Feminismus, es gibt mittlerweile viele Männerrechtsorganisationen, die zur recht beklagen, dass die Gleichstellung zu einseitig verläuft. Darunter nicht wenige, die antifeministisch sind, weil es die Männer wütend macht. Und ich denke, dass das verständlich ist und das Ganze dann tatsächlich in einem Geschlechterkrieg endet.

                    (23) 11.03.18 - 23:36

                    Das war der Abschnitt, der mir auch völlig unklar geblieben ist. Ich kenne überhaupt keine Zahlen dazu, aber wenn es um Diskriminierung geht, dann sprechen wir von Tätern. Die Begrifglichkeiten hören sich eher nach Statistiken an. Wer ist denn schuld an einer höheren Sterblichkeit der Männer? Das hat ja nun keiner entschieden und damit Männer diskriminiert.

                    Die wirren Ausführungen zu Männerhäusern in Deutschland mit der Begründung einer Notwendigkeit aufgrund der Übergriffe in Südamerika erschließen sich mir auch nicht.

                    • (24) 11.03.18 - 23:53

                      Für mich ist der gesamte Eingangsbeitrag wirr angelegt, darum meine Verwunderung über die schnellen Sternchen.

                      • (25) 17.03.18 - 07:12

                        Hallo,

                        wie ist denn jetzt mit den 5 Hauptthesen des TE?

                        Dazu hat er doch etwas geschrieben. Sind die denn jetzt wirr und inhaltlich falsch?

                        Wenn alles sonst stimmt (und davon muss ja ausgegangen werden, wenn dazu nichts kommt) und du dir nur eine Randthese ausgesucht hast um damit zu begründen das alles Quatsch sei, halte ich so ein Vorgehen für "merkwürdig".

                        LG

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