Straßenverkehrsregeln - fast Fußgänger angefahren - wie ist es richtig?

    • (1) 03.04.18 - 19:42

      Hallo zusammen,

      ich hatte heute eine etwas blöde Situation, bei der ich fast einen Fußgänger angefahren hätte. Mal abgesehen davon, dass ich ihn durchgelassen hätte, hätte ich ihn gesehen, frage ich mich aber, ob ich grundsätzlich falsch gehandelt habe, oder aber der Fußgänger auch nicht ganz unschuldig an der Situation war. Ich schildere mal den Vorfall:

      Ich befuhr eine Nebenstraße, die in eine Hauptstr. einmündet. Die Hauptstr. ist stark befahren. Ich wollte rechts abbiegen in die Hauptstr.. An der Nebenstr. prankt ein Stopschild. Ich fuhr also auf die Einmündung zu und hielt am Stopschild. Guckte nach rechts und links, kein Fußgänger/Fahrradfahrer zu sehen. Tastete mich langsam vor den Verkehr zu meiner linken beobachtend. Als nach einigen Minuten eine Lücke frei war fuhr ich an und hatte besagten Fußgänger direkt vor der Motorhaube. Er kam von rechts und überquerte vor mir die Nebenstr. Ich habe ihn nicht gesehen, da ich den Verkehr linkerhand im Auge hatte. Keine Frage, dass ich nachlässig war und versäumt habe nochmal nach rechts zu schauen. Wäre aber der Fußgänger nicht auch verpflichtet gewesen den Verkehr (also mich) zu beachten?

      Lieben Dank für eure Einschätzung
      rotihex

      • Hallo!
        Vielleicht hätte er sogar noch ein paar Meter in die Nebenstraße gehen sollen, wenn es Zebrastreifen gibt, sind sie ja auch ein paar Meter von der Mündung entfernt.

        Aufpassen musstet ihr natürlich BEIDE!

        Gut, dass es noch mal gut gegangen ist. Habt ihr miteinander gesprochen?

        LG

        • Wäre ich der Fußgänger gewesen, wäre ich eben hinter dem Auto über die Straße oder hätte gewartet bis mich der Fahrer sieht.

          Nein, wir haben nicht miteinander gesprochen. Die Verkehrsituation ließ es nicht zu. Die ältere Dame ging laut fluchend weiter.

      Hi,

      nach Straßenverkehrsordnung liegt der Fehler hier bei dir, da Geradeaus fahrender Verkehr immer Vorrang vor abbiegendem hat.

      Der Fußgänger "fährt" ja praktisch geradeaus weiter und du willst abbiegen.
      Wäre der Fußgänger ein Auto wäre der Fall für die meisten Leute klar, aber die Meisten denken immer noch das Fußgänger warten müssen, wohl auch, weil sie es aus Sicherheitsgründen tun 😁

      Ausnahme ist nur die abknickende Vorfahrt: bleibst du hier auf der Vorfahrtsstraße, dann gilt es nicht als Abbiegen und der Fußgänger muss warten.

      Im Kreisverkehr ist es noch komplizierter. Beim Einfahren in den Kreisverkehr musst du dem Fußgänger den Übergang nicht gestatten, da bleibst du ja auf deiner Straße. Beim Ausfahren, das als Abbiegevorgang gilt, musst du den Fußgänger vorlassen.

      https://www.google.de/amp/s/www.zvw.de/inhalt.verkehrsregeln-die-rechte-der-fussgaenger.547e3782-6096-458d-9e1e-cf594de99979._amp.html

      Hier noch ein kleiner Artikel dazu und gut,dass nix passiert ist.

      Ich persönlich finde auch, dass Fußgänger da auch eine Pflicht haben vorsichtig zu sein, sie sind nun Mal teilweise schlecht zu sehen. Gesetzlich ist es aber leider anders geregelt.

      • Nun, in dem Artikel steht doch tatsächlich, dass der Fußgänger hätte warten müssen!

        Es war eben so, dass ich mich schon in den Kreuzungsbereich vorgetastet hatte und deshalb nicht mit einem Fußgänger vor mir gerechnet hatte. Ich war quasi schon da, als der Fußgänger kam und schon über den Bereich hinaus, indem Fußgänger üblicherweise kreuzen.

        Böser Fehler, ich weiß, wird auch nicht mehr vorkommen. Trotzdem denke ich, daß der Fußgänger auch hätte besser aufpassen können.

        • Achso, sorry.😁

          Das hatte ich falsch gelesen. Der Teil nach dem Stoppschild ist irgendwie untergegangen bei mir.

          Wenn der Fußgänger dir natürlich halb vors Auto springt 😉

      "
      Der Fußgänger "fährt" ja praktisch geradeaus weiter und du willst abbiegen.
      Wäre der Fußgänger ein Auto wäre der Fall für die meisten Leute klar, aber die Meisten denken immer noch das Fußgänger warten müssen, wohl auch, weil sie es aus Sicherheitsgründen tun "

      ??? Da wo die Frau gelaufen ist wäre doch nie ein auto gefahren, der Verkehr war auf der Hauptstraße

      • das war eine Verbildlichung...

        Stell dir vor der Fußgänger wäre ein Auto, und der Gehweg eben eine Straße. Würdest du dann auf diese Straße einfahren, müsstest du dem Auto ja auch Vorfahrt gewähren (außer bei Rechts vor Links)

        In dem Fall wäre allen klar, dass das Auto Vorfahrt hat.
        Bei einem Fußgänger wissen es viele aber nicht.

        • In dem von dir verlinkten Bericht steht aber genau das Gegenteil: der Fußgänger hätte mich durchlassen müssen.

          (10) 04.04.18 - 20:40

          Hallo,
          spielt es eine Rolle, dass der Fußgänger in dem Fall ein "Geisterfahrer" war? Also, Verkehr floss ja von links und die Dane kam von rechts, wenn ich es richtig verstanden habe?

          VG,

          • nein, da es für Fußgänger kein Rechtsfahrgebot gibt.

            Bei Radfahrern ist es auf Fahrradwegen anders. Sind auf beiden Seiten Fahrradwege vorhanden, muss in Fahrtrichtung gefahren werden. Hier kann einem Fahrradfahrer eine Mitschuld angelastet werden, fährt er auf der falschen Seite und wird deshalb umgefahren.

            • Ist das sicher so?
              Bei mir ist vor paar Monaten ein Fahrradfagrer in einer ähnlichen Situation vor dem Auto gelandet, ich habe mich soooo erschrocken. Der Typ schimpfte mich aus (während ich mich schweißgebadet entschuldige) und fuhr dann davon. Paar Minuten später kam mir das mit dem Rechtsfahrgebot in den Sinn, ich war mir aber irgendwie total unsicher. Na ja, den Radfahrer kenne ich nicht, aber falls so etwas mal wieder kommt...

              • Ich bin zu 90% sicher. Aber auch wirklich nur, wenn auf beiden Seiten ein Fahrradweg ist.

                Aber grundsätzlich hat man als Autofahrer da immer die A...karte und bekommt die Hauptschuld.

                Meine Schwiegereltern wurden letztens von einem Radrennfahrer angepöbelt.
                Sie waren vorschriftsmäßig auf der richtigen Seite unterwegs, sind dann an der Ampel rüber.
                Der Rennradfahrer blieb auf der Straße statt den Radweg zu nutzen und musst so wie die Autos auch anhalten.
                Der hat meine Schwiegis angebrüllt: "Sonntagsfahrer " und noch so nette Sachen.
                Radfahrer sind gelegentlich seltsam und wohl öfter der Meinung, die Straßenverkehrsordnung gelte für sie nicht.

    Falsch, der Fußgänger hat die Nebenstraße überquert und somit hatte der Autofahrer Vorfahrt und der Fußgänger muss warten. In deinem Link ist das nämlich der Fall 3. Wenn der Fußgänger die Hauptstraße hätte queren wollen, hätte der Autofahrer warten müssen.
    LG

Es ist schlicht DUMM vor einem Auto über die Straße zu gehen das gerade abbiegen möchte. Es ist völlig klar das der Autofahrer seine Augen beim Verkehr hat und abbiegt wenn frei ist, er kann seine Augen auch nicht überall haben. ICH als Autofahrer hätte also ordentlich getobt. Solche Fußgänger/Fahrradfahrer hab ich gefressen

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