Umgang mit einem Mörder

Irgendwie schäme ich mich fast ein bisschen. In "Trauer und Trost" ist ein Beitrag von mir zu Lesen, vor ca. 1 Monat erstellt. Ich möchte auf diese Geschichte gar nicht mehr eingehen. Die Tatsache, dass ein Mensch der mir etwas bedeutet hat tot ist, und der Verantwortliche dafür im Gefängnis sitzt hat mich sehr mitgenommen. Ich muss mittlerweile nicht mehr täglich weinen und habe die Tatsache realisiert. Worum es mir jetzt geht ist, dass ich Opfer und Täter menschlich gesehen auf gleiche Stufe stelle. Ich kannte beide - Frau und Mann. Beide hatte ich ins Herz geschlossen. Mittlerweile wurden mir brisante Details bekannt die eigentlich nichts zur Sache tun. Ich denke oft an die beiden zurück. Wie es mir bei dem Gedanken an die Frau - das Opfer- geht kann man sich denken. Nun ist es so, dass ich für den Täter Mitgefühl empfinde. Er wird seine jungen Kinder mindestens die nächsten 10 Jahre - Urteil steht noch aus - nicht begleiten können. Dabei sind diese sein ein und alles, davon bin ich überzeugt. Als ich den Mann kennen gelernt hatte empfand ich sofort Vertrauen und Sympathie. Es lag gleich etwas freundschaftliches in der Luft. Wie er mit seinen Kindern und meinem ihm fremden Kind umging war wunderbar anzusehen. Ich sah in der Person keinen Funken böses. Und ich sehe es bis heute nicht. Ich hätte falls ich ihn je wieder sehe keine Angst vor ihm, trotz dass er jemanden getötet hat. Er ist kein "gefährlicher Frauenmörder". Er musste in den letzten Jahren einfach nur viel einstecken und schlucken und ist dann plötzlich explodiert, nachdem er von seinem Opfer angegriffen worden war. So sehe ich das. Natürlich -- Seine Tat ist unentschuldbar. Und doch stelle ich ihn mir sitzend in der Zelle vor, völlig verzweifelt mit den Gedanken an seine Familie und die Frau die er einst geliebt hatte. Es tut mir einfach alles so furchtbar leid und ich fasse es bis heute nicht wie ein Griff zum Messer seitens des Opfers eine ganze Familie zerstören konnte.
Die Menschen in meinem Umfeld die den Mann nicht kannten sehen in ihm nur den Teufel, und ich sehe einfach nur einen gebrochenen Mann, der einfach "Pech" hatte. Ich weiß nicht inwieweit meine Gedanken normal sind. Irgendwie schäme ich mich dafür.

So wie ich es verstehe hast du diesen Mann einmal getroffen/gesprochen. Interpretier da doch nicht soviel hinein! Was wirklich passiert ist und wieso weißt du nicht, es wird bestimmt auch viel unwahres erzählt. Es ist eine Tragödie. Konzentriere dein Mitleid auf die Kinder. Vielleicht kannst du für sie etwas tun?!

Tatsächlich habe ich ihn erst einmal getroffen. Ich will da gar nicht viel rein interpretieren, aber ich denke jeder hat doch so sein Gefühl wenn man jemanden zum ersten mal trifft. Bei ihm dachte ich wow, der scheint nett zu sein, lustiger Typ. Und dann habe ich schon Väter oder Mütter getroffen wo ich dachte "naja, ..." Verstehst du was ich meine?
Die Kinder habe ich sehe sehr gerne. Sie sind Freunde von meinem Sohn und es besteht viel Kontakt. Manchmal habe ich die Angst dass ich mich zu sehr "einmischen" könnte. Ich spiele und quatsche gern mit den Kindern, vorallem mit dem erst 3 jährigen Mädchen. Ich habe nur manchmal Angst dass ich zu "übergriffig" werde.

Klar kenne ich das. Ich bilde mir aber nicht ein, dass dieser erster Eindruck immer stimmt! Du kennst diesen Mann überhaupt nicht und weißt nicht, ob die Geschichten die nun erzählt werden stimmen!

Wenn irgendwo was Sensationelles passiert, neigen viele Menschen im weiteren Umfeld der Betroffenen dazu, deren Beziehung zu den Betroffenen über zu interpretieren. Da werden aus entfernten Bekannten Nahestehende und man ist plötzlich selbst ein wenig betroffen. Ich habe da ja immer den Eindruck, dass da so ein bisschen Sensationsgier und der Wunsch nach Aufmerksamkeit hinter steckt.

Vielleicht bist du aber auch einfach nur total geschockt, weil es nicht in dein Weltbild passt, dass ein Mensch mit dem du schon irgend eine Art von Kontakt hattest, einen anderen Menschen, den du kanntest tötet und sympathisierst mit diesem Menschen, um eine unterschwellige Angst vor ihm zu maskieren.

Du kommst gerade jedenfalls ziemlich weird rüber. Denk' an die Kinder! Die haben Mitgefühl verdient.

Angst? Oh nein gar nicht! Klar, gruselig. Aber Angst verspüre ich gar nicht. Klar, an die Kinder denke ich. Sie sind Freunde meines Sohnes und wir haben viel Kontakt. Ich habe die Kinder wahnsinnig gerne und achte sehr darauf "keine Grenze zu überschreiten".

Ich finde deine Gedanken völlig normal. Weil ich der Überzeugung bin, dass kaum ein Mensch so eindimensional gut oder böse ist, wie wir es manchmal gerne hätten. Jemanden, der etwas Böses getan hat, als den Bösen zu sehen, erleichtert es uns, die Tatsachen hinzunehmen und einzuordnen. Ist nur leider selten so. Hinter jedem Menschen steht eine Geschichte, die ihn geprägt hat, die ihn beeinflusst hat und vielleicht in seiner Tat gipfelte. Soweit ich das verstanden habe, hat dieser Mann seine Frau ermordet. Das schließt nicht aus, dass er seine Kinder liebt und alles für sie tun würde.
Einige der größten Verbrecher der Geschichte, sieh dich nur mal unter bekannten Mitgliedern der SS um, wurden von ihren Familien als liebevoll und fürsorglich beschrieben.

Auch Täter können unser Mitleid erwecken. Wobei es sich bei mir in die Richtung beschränkt, dass sie keinen anderen Weg gegangen und an diesen Punkt gekommen sind. Aber wer sich dazu entschließt oder billigend in Kauf nimmt, dass er das Leben eines anderen ohne Not beendet, dessen Körper oder Seele Schaden zufügt, der gehört dafür bestraft. Ohne Wenn und Aber. Ganz egal, ob es da noch eine andere Seite in ihm gibt.

Leid tun mir in diesem Fall die Kinder, die in einem noch viel größeren Zwiespalt stecken, weil sie vermutlich den Mann lieben, der ihnen ihre Mutter - und am Ende auch den Vater - genommen hat. Für sie hoffe ich, dass sie dieses Trauma irgendwie, irgendwann, überwinden können.

Deine Antwort klingt plausibel, danke!
Die Kinder und deren Angehörige sind in therapeutischer Behandlung.

Aso ich Denke auch manchmal an Familien die einen solchen Schicksalsschläge erlebt haben. Einen Täter kannte ich, ist hätte ich niemals damit gerechnet . Bei einem Anderen Falll kannte ich die Frau des Opfers, da habe ich mich mehr über die Justiz gewundert, warum war es kein Mord, warum worde nicht vorher eingegriffen. Aber Monster sind die Täter nicht.

Vielen Dank

Die Welt ist selten nur schwarz oder weiß und ich gehe fest davon aus, dass zumindest bei Beziehungstaten viele Mörder nachvollziehbare Gründe haben, wenn man man ihrer Logik folgt.
Trotzdem sind sie Menschen, die in einem Moment in ihrem Leben so sehr die Kontrolle über sich und ihre Gefühle verloren haben, dass sie jemanden umgebracht haben. Und das würde mir Angst machen, egal wie nachvollziehbar ich die Motive finde. Und das sollte dir auch Angst machen.

Im Übrigen rate ich dir, dich da nicht reinzusteigern: Du hast den Mann einmal gesehen. Du kennst ihn nicht. Du bist weder der Papst noch Mutter Theresa. Ich lese da bei dir die Tendenz heraus, der Messias sein zu wollen, sein persönlicher Heilsbringer, die einzige, die ihn versteht und in ihm nicht nur den Teufel sieht. Als Partner an deiner Seite wäre ihm das nie passiert.
Ich neige auch zu solchen Gedankengängen und bremse mich da immer sehr, sehr rechtzeitig aus, weil sie eigentlich nur Ausdruck maßloser Selbstüberschätzung und romantischer Verklärung der Welt sind. Man kann auch ein guter Mensch sein, ohne für alles Verständnis zu haben und permanent die Welt retten zu wollen.

Jeder Mensch zeigt dir nur das, was er zeigen will!
Ich erzähle dir mal von einer Freundin....nach vielen Jahren endlich den vermeintlich Richtigen gefunden und schnell geheiratet. Sie bekamen 2 Kinder und sie zog sich immer mehr zurück. Naja viel zu tun, dachten wir alle und wahrscheinlich wollten sie die wenige Freizeit lieber als Familie verbringen. Erst Jahre später kam raus, dass sie sich nicht mehr blicken ließ bei uns, damit niemand die Würgemerkmale sah....die Kinder aus Vergewaltigungen entstanden sind und er ihr drohte sie und die Kinder umzubringen, wenn sie ihn verlässt oder es jemanden erzählt. Es war dem Zufall zu verdanken, dass doch mal jemand ihre Schreie hörte und die Polizei rief....auch hier ein scheinbar ganz normaler netter Mann....

Was mich mehr wundert bei dir ist, dass du die Tat so runterspielst....ich kenne auch deinen anderen Thread....er hat sie nicht ausversehen oder in Notwehr getötet....er hat während seine Kinder vor der Tür standen fünfmal auf sie eingestochen und sie dann liegen lassen, um mit den Kindern fröhlich in den Urlaub zu fahren....die Leiche wurde nach deiner Erzählung erst Tage später durch Zufall gefunden. Also kam ja bei ihm nicht mal genug Reue um anonym einen Arzt oder die Polizei zu verständigen.

Ich frage mich eher - was wurde denn alles bekannnt? Ist es wirklich bekannt oder Klatsch und Tratsch?

Besuche den Mann doch im Gefängnis, rede mit ihm und binde es halte keinem auf die Nase.

Fakt ist: niemand aus Täter und Opfer waren bei der Tat anwesend (so denk ich) also weiß auch nur noch der Täter was passiert ist und auch hier ist es fraglich, was einem das Unterbewusstsein evtl. vorenthält.

Ich finde es gut, dass du "die Sau" nicht mit "durchs Dorf treibst" - aber finde Abstand!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie einen Besuchstermin in der JVA bekommt und ich wüsste auch nicht, wie das für den Täter wirkt....ich meine mal ehrlich bei aller Betroffenheit, aber die TE ist eine Mutti ausm Kindergarten mit der er mal gesprochen hat...mehr eben auch nicht. Und wenn da jetzt jeder hingehen würde, um "Hintergrundinfos" zu erhalten, der sich mal kurz mit ihm unterhalten hat....

Ja, du hast schon recht... ich hatte den Eindruck, dass sie ihn gut kannte.

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Ich muss geanz ehrlich sagen, das Ich Dich pberhaupt nicht verstehen kann..

Du schreibst das Du lange geweint hast und das Opfer Dir was bedeutet hat. Du erzählst Du das Du Opfer und Täter menschlich gesehen auf die gleiche Stufe stellst.. Das wundert mich sehr..

Du hast jetzt Mitleid mit ein Mann der seine Frau getötet hat, die auch Mutter seiner Kinder war... Er wird seine Kinder mindestens 10 Jahren nicht begleiten können, das findest Du ganz schlimm.. Geht,s eigentlich noch. Er hat die Mutter seiner Minder getötet und Du hast Mitleid mit ihm dass er seine Kinder nicht begleiten kann.. Ich bezweifle sehr, das seine Kinder ihn jemals wieder sehen möchten. Welches Kind möchte ein Vater sehen, der seine Mutter getötet hat..?

Du siehst nichts böses in den Mann.. Nun, er ist mehr als nur böse, ein Mensch zu töten, sogar die Mutter seiner Kinder ist wohl das schlimmste was man machen kann.. Der einzige Mensch der mit so ein Mann Mitleid haben kann, ist seiner Mutter.

Ich habe viele Jahre in den USA gewohnt und ab und zu gab es Sendungen im Fernsehen über Frauen, die es irgendwie schön, romantisch, spannend, toll, or what ever fanden, Mörder im Gefängnis zu besuchen oder generell Kontakt zu diese Mörder zu haben, haben die Frauen irgendwas gebracht.. Was die Männer getan hätten, war plötzlich teilweise zu verstehen und die Frauen hätten nur Mitleid mit den „ armen“ Männern.. Solche Frauen werden „ Jail Brides” , also Knastbräute genannt.. Du hörst Dich haargenau, wie diese Frauen an..

Du steigerst Dich nach meiner Meinung in irgendwas hinein, das nichts mit der Realität zu tun hat.. Setzt Dich hin und überleg Dir, ob Du auch so ein Mitleid haben würdest, wenn dein Schwiegersohn deiner Tochter getötet hätte oder wenn dein Vater deiner Mutter umgebracht hätte..

Du hast diesen Menschen einmal in Deinem Leben kurz gesehen, und schreibst solche Dinge?

----Er ist kein "gefährlicher Frauenmörder". Er musste in den letzten Jahren einfach nur viel einstecken und schlucken und ist dann plötzlich explodiert, nachdem er von seinem Opfer angegriffen worden war.------

Nachdem er von seinem Opfer so viel einstecken und schlucken musste, zudem dann noch angegriffen wurde, hatte er schwuppsdiwupps ein Messer in der Hand und fiel auf die Frau, der Ärmste?

Arbeitest Du bei der Polizei und hast die Ermittlungsakte studiert? Oder läuten die Dorfschwätzglocken einfach laut?

Irgendwie bin ich echt fassungslos, welche Worte Du wählst ............ aber es gibt ja auch Frauen, die Vergewaltigern und Massenmördern Liebesbriefe schreiben.

Wenn du mit einer Waffe attackiert wirst - und ja er wurde schwer an der Hand verletzt - bleibst du dann stehen? Nein, du wehrst dich. Kannst du dir vorstellen wie viel Wut und Hass in einer Person stecken müssen um die "Notwehr" zu überschreiten?

Eben, er hat die Notwehr ganz deutlich überschritten und auch nicht im Affekt gehandelt.
Natürlich waren da angestaute Wut und Hass, aber auch ein extremes Aggressionspotential - das willst Du doch nicht ernsthaft dem Opfer anlasten.
Ich verstehe Affekthandlungen durchaus aber keine X Messerstiche und die unterlassene Hilfeleistung. Davon abgesehen, hat jeder, der in einer Beziehung leidet, auch immer die Möglichkeit, zu gehen!

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Ähm, sorry, du siehst einen Mann der Pech hatte?#gruebel Was ist mit der Frau, die jetzt tot ist? Ihr Leben zu Ende ist. Sie ihre Kinder NIE wieder sieht und ihre Kinder sie, ihre Mutter NIE wieder sehen werden. Ich würde mal eher sagen, sie hat größeres Pech gehabt an so einen Mann zu geraten. #aerger Wie kannst du so viel hinein interpretieren in ihn? Er sah nett aus und war freundlich zu den Kindern? Was denkst du denn wie sonst Mörder aussehen? Denkst du denen sieht man es an, oder es steht ihnen auf die Stirn geschrieben, aufpassen, ich bin ein Mörder? Besser wäre es allemal, dann wären die Opfer gewarnt, so wie die arme Frau. Aber sie hat es wohl nicht geahnt, dass sie mit dem Mann zusammen lebt, der ihr das Leben nehmen wird.

Aber SIE war es, die zuerst angegriffen hat! Der Mann hatte seine Kinder vor der Tür stehen! Denkst du der ging mit dem Vorsatz "weil es so lustig ist bringe ich heute wen um" dort hin?! Das einzige was mir in den letzten Wochen immer und immer wieder durch den Kopf schoss ist die tatsache dass sie ihr Todesurteil selbst gefällt hatte. Und nein, NICHTS rechtfertigt am Ende seine Tat. Wäre er bei Sinnen gewesen hätte er den Notruf verständigen müssen. Und dennoch gehören in genau diesem Fall 2 Personen dazu. Es gibt eine Vorgeschichte, auf die nicht eingegangen werden muss. Aber genau aufgrund dieser Vorgeschichte wende ich mich von vorschnellen Verurteilungen ab. Und falls jetzt wieder von irgendwem die Frage kommt ob ich beim FBI arbeite - ich stehe in Kontakt mit der Familie.

Du bist wohl so jemand, der auch der Meinung ist ein Minirock rechtfertigt sexuelle Übergriffe....

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In meinen Augen bist du ein echt guter Mensch, der sich für nichts schämen muss.
Kein Mensch ist der Teufel persönlich. Jeder hat eine menschliche Seite und es liegt einfach nicht an anderen diesen Menschen dafür zu hassen.
Wer weiß was alles passiert ist.
Was diesen Menschen dazu gebracht hat.
Wer weiß wie beschissen es ihm gegangen sein muss um das zu tun.
Du hast echt einen guten Charakter, wenn du nicht nur gut oder böse, schwarz oder weiß siehst. Sei da stolz drauf und bleib so #herzlich

Ob Du auch so denken wurdest, wenn irgendjemanden zum Beispiel deiner Tochter ermordet hätte?? Ich finde es sehr schwer eine menschliche Seite bei jemanden zu finden, der seine Frau und Mutter seiner Kinder, ermordet hat. Sogar so weit Ich lesen könnte, auf eine sehr grausame Art und Weise.

Du hörst Dich sehr gewollt „ sozial“ an.. Wer weiß was passiert ist, was hat ihn wohl dazu gebracht, wer weiß wie beschissen es ihm gegangen sein muss, um das zu tun......Mit sicherheit nicht so beschissen wie es seiner Frau ging, als sie merkte das ihr Mann sie jetzt töten werde, mit Sicherheit auch nicht so schrecklich wie es jetzt die Kinder und die Hinterbliebende seiner Frau geht..

Ob Du auch so „menschlich“ und sozial denken wurdest, wenn Du selber in einer Art betroffen wärest. Wenn deine Tochter oder deine Mutter das Opfer war.. ?

Stolz drauf sein, dass man sich um die Gefühle und die Zukunft eines Möders sorgt?
Echt jetzt?
Wenn sie sich um die Kinder, die eine ermorderte Mutter beklagen müssen sorgen würde oder um die arme Frau, deren Leben einfach so ausgelöscht wurde von einem Menschen, den sie geheiratet hat und dem sie vertraut hat, DAS wäre etwas, worauf man stolz sein könnte!
Es gibt Dinge, die sind unentschuldbar!
Die Mutter der eigenen Kinder umzubringen, gehört dazu.

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Es gibt nicht nur schwarz und weiss...oft sehen wir aber nur das eine oder das andere um uns die Welt ein wenig einfacher zu gestalten.

Für Deine Empfindungen kannst Du nichts, sie sind, wie sie sind.
Ich kann diese Empfindungen jedoch überhaupt nicht nachvollziehen. Ich denke, Du bist ein sehr leicht- und gutgläubiger Mensch. Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, glaube ich, dass es Dir ein wenig an Menschenkenntnis mangelt.
Du schreibst hier sowas wie "Ich sah in der Person keinen Funken böses." Sorry, aber das klingt wirklich sehr befremdlich. Denkst Du denn, all den übrigen Mördern würde man es an der Nasenspitze ansehen, dass sie zu Mördern werden können?
Niemand kann einen Menschen, den man, so wie Du, kaum gekannt hat, wirklich beurteilen.
Somit kannst Du seinen wirklichen Charakter auch gar nicht einschätzen. Du weißt nicht, was jahrelang zwischen dem Täter und Opfer hinter verschlossenen Türen abgelaufen ist.
Es gibt Serienmörder, die es schaffen, hochausgebildete Psychologen und Therapeuten systematisch zu belügen und hinters Licht zu führen. Und das, obwohl diese Fachleute nicht nur sehr gut ausgebildet sind, sondern auch noch die Täter extrem gut und lange kennen.
Und Du läßt Dich ernsthaft zu solchen Aussagen hinreißen, nachdem Du eine Person nur 1x gesehen hast?
Ich glaube, bei Dir schwingt da diese romantische Vorstellung von bedingungsloser Vaterliebe mit.
Aber ich denke: hätte er seine Kinder tatsächlich auch nur ansatzweise so geliebt, wie Du Dir das ausmalst, dann hätte er seinen Kindern nicht die eigene Mutter für den Rest ihres Lebens weggenommen.
Seinen Kindern hat er alles genommen: die eigene Mutter, die Familie, das Zuhause. Ich habe für solch ein Monster (ja, genau das ist er!) nicht den Hauch von Verständnis oder Bedauern übrig.

Du hast ja recht ... genau SO würde doch jeder denken, der die Zeitung aufschlägt und so etwas liest. "Wer weiß was da schon jahrelang vorher passiert ist..."... Ich weiß es in diesem Fall. Und hier ist der Täter nicht nur ausschließlich Täter. Zumindest wird es mir von den Hinterbliebenen so erzählt. Was Lüge oder Wahrheit ist kann ich am Ende nicht wissen. Ich kann nur das Material verwenden das mir von der Familie gegeben wird. Damit versuche ich ein Muster zu flechten, damit ich diesen Fall für mich verarbeiten und auf meine Art verstehen kann.

Seine Familie oder ihre?

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Sorry, wenn ich das so knallhart sage, aber Du klingst wie eine dieser Frauen, die von ihrem schlagenden Ehemann sagen, ansonsten sei er doch immer ganz fürsorglich...

Nur weil man in einigen Momenten mal nett und freundlich ist, entschuldigt das doch nicht solche monströsen Taten wie Mord! Mitleid solltest Du vor allem mit der toten Frau und den Kindern haben.

Ich erwarte von niemanden dass er mich versteht. Ich kenne die Vorgeschichte, ich kenne Details. Ich sehe den Fall mit anderen Augen. Ich kann mit niemanden von meiner Familie darüber reden. Die sehen nur "Frau tot = gut. Mann Gefängnis = böse" Es tut mir gut wenn ich hier darüber schreiben kann. Ich versuche nur meine Gedanken zu ordnen und zu verarbeiten, mehr nicht.

Dann schreib Tagebuch, um deine Gedanken zu ordnen.. Ein öffentliches Forum ist nicht der Ort, um sich etwas von der Seele zu schreiben ohne Antworten bekommen zu wollen.

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Also es tut mir leid, aber wie bitte kommst Du auf den Gedanken, dass dieser Mann deine Hilfe möchte, wahrscheinlich kann er sich nicht mal an Dich erinnern. Sorry, aber für mich klingt das nach reiner sensationsgier.

Ich finde, du solltest ihn im Knast besuchen und ihm einen Heiratsantrag machen. Das würde zu dem ganzen Dünnschisss, den du hier verzapfst, super passen.

Du musst verstehen, dass die Hintergrundinfos, die du hast, dazu führen, dass du ihn nicht so böse siehst, die möchtest du, vollkommen verständlicherweise (alles andere wäre daneben) nicht in einem Forum breittreten. Dann bleibt aber übrig, dass er 5x zugestochen hat und danach niemanden gerufen hat. Es könnte sogar sein, dass die Tötung selbst Notwehr wahr. NIemand hier weiß, wie gefährlich die Situation für ihn war. Gleichzeitig weiß aber auch niemand, was sie dazu geführt hat. Hat er sie vielleicht, während der Ehe regelmäßig vergewaltigt und hat sie in der Situation wieder angefasst und sie wollte sich wehren.
Wenn deine Hintergrundinfos deine Sicht der DInge ausmachen und diese Infos keiner kennt, dann ergibt sich daraus, dass man dich schwer verstehen kann und ich finde deine Idealisierung dieses Menschen sehr suspekt.

Selbst, wenn der Typ angegriffen worden wäre, wäre das, was er gemacht hat keine Notwehr, sondern Notwehrexzess.

Ich sage nur, dass die Tötung selbst Notwehr gewesen seine könnte. Sie hat ihn angegriffen und er hat im Kampf zugestochen und sie ist vom ersten Stich gestorben, dann wäre die Tötung selbst Notwehr gewesen, alles weitere Notwehrexzess.
Ist jetzt nicht das wahrscheinlichste Szenario, aber durchaus möglich. Gerade am Hals kann ein Stich innerhalb von 3 Sekunden tödlich sein.

Du solltest dir dringend psychologische Hilfe suchen, denn irgendwas stimmt mit deinen Gefühlen und deiner Wahrnehmung nicht.

Du lässt dich jetzt von der Version seiner Eltern Bzw Familie einlullen. Ist ja klar, dass sie den Mann nicht als eiskalten Mörder darstellen werden sondern nun die Schuld beim Opfer suchen.

Ich habe mir die Zeitungsartikel dazu mal durchgelesen.
Er behauptet, sie habe ihn mit einem Messer angegriffen. Ob das stimmt oder nicht werden die Ermittlungen der Polizei noch ergeben.

Fakt ist allerdings, dass er fünf mal auf sie eingestochen hat. Vier mal davon in den Rücken ! Das ist die offizielle Meldung nach der Obduktion und wird ja dann so stimmen.

Lass dir das mal durch den Kopf gehen !! 4 mal einem Menschen von hinten in den Rücken stechen!!
Das hat absolut nichts mehr mit Notwehr zu tun und ist einfach nur kaltblütig!!

Danach hat er ihr Handy sowie das Messer genommen und ist zurück zum Auto gegangen, wo seine Lebensgefährtin samt seinen Kindern auf ihn warteten und fuhr direkt weiter in Urlaub.
Absolut krank und durch nichts zu entschuldigen ist so ein Verhalten !!

Und du schaffst es echt, eine Schuld beim Opfer zu finden ?!?

Übrigens war er nur so leicht verletzt, dass seine neue Freundin das gar nicht bemerkt hat, dass er überhaupt verletzt wurde.

Ich gehe davon aus, dass die beiden schon länger getrennt waren, wenn er schon eine andere Lebensgefährtin hatte.

In deinen früheren Posts hast du was von der netten, normalen Familie geschrieben.
Ich glaube, du machst dich hier einfach nur wichtig.
Du kanntest die Familie absolut nicht und nun tust so so, als hätte es deine besten Freunde getroffen...

Wie gesagt, lass dir lieber mal helfen !

Würdest du da mal was verlinken? Ich habe versucht etwas dazu zu finden, aber ohne Erfolg.

http://www.krone.at/1688000

In gewohnter Qualität der österreichischen Medien ;)

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