SEHR Intelligent?

    • (1) 04.05.18 - 20:37

      Hallo,

      seit einigen Tagen stelle ich mir folgende Frage: Ab wann ist man sehr intelligent? Also, welcher IQ?

      Bis 114 geht der Normbereich, das hab ich verstanden. Aber ab welchem Bereich würdet ihr persönlich von sehr intelligent reden? 120? 130? 140?

      Ich mein jetzt den klassisch getesteten IQ, es steht ausser Frage, dass
      a) das im Leben auch nix wirklich hilft
      b) unsere Kinder hier AUSNAHMSLOS hochbegabt sind (ersatzweise liegt eine Teilhochbegabung vor)
      c) die, die nicht hochbegabt sind, natürlich verkannte Genies sind...

      Mal im Ernst...ab welchem IQ sprecht ihr von SEHR intelligent?

      LG Irene

      • (2) 04.05.18 - 20:43

        Hochbegabung beginnt ab einem IQ von 130.

        Natürlich ist das ein Vorteil im Leben, wenn man sehr begabt ist, die Nachteile kann ich nicht erkennen.

        • (3) 04.05.18 - 21:36

          Hallo,

          Danke für deine Antwort. Also setzt du sehr intelligent ab 130 an.
          Vielleicht gar nicht so verkehrt, hochbegabt ist demnach sehr intelligent..

          Ich hätte es ähnlich gesehen, war mir aber echt unsicher, ob ich da auf dem Holzweg bin..

          LG

          • (4) 04.05.18 - 22:21

            Das ist keine Definition von mir, sondern allgemein so. Steht irgendwo auf denn Test meines Sohnes drauf von wann bis wann man was ist.

            Die Männer in meiner Herkunftsfamilie sind alle hoch- oder höchstbegabt (ab 145).

            Das Problem ist, dass andere Menschen sie nicht verstehen und sie sich auch nicht verstanden fühlen.

            Die anderen sind für diese Menschen tatsächlich alle Deppen.

            Schwierig gestaltet sich vor allem die Partnersuche.

            • (5) 05.05.18 - 12:23

              “Das Problem ist, dass andere Menschen sie nicht verstehen und sie sich auch nicht verstanden fühlen.

              Die anderen sind für diese Menschen tatsächlich alle Deppen”


              Das kann man aber nicht verallgemeinern.

              Ich verstehe meinen Sohn zwar häufig auch nicht (IQ über 150),
              er hält mich aber nicht für einen Depp.

              Besonders hohe Werte sind wieder mit Defiziten verbunden, meist im emotionalen Bereich, intuitive Empathie funktioniert nicht, Asperger-Tendenzen gehen damit oft einher.

              Somit signalisiere ich meinem Kind, dass er Stärken hat, aber auch Schwächen und es absolut keinen Grund gibt, sich über andere erhaben zu fühlen.

              • (6) 05.05.18 - 13:30

                Ich kenne keinen Test, der IQ-Werte über 145 "misst".

                Im Übrigen ist es unwahr, dass "Höchstbegabte" grundsätzlich nicht empathiefähig sind oder wenig emotionale Intelligenz aufweisen.

                Dass sich ein höchstbegabtes Kind seiner Fähigkeiten bewusst ist und es wenig Anknüpfungspunkte mit anderen findet, führt allerdings tatsächlich fast zwangsläufig zu dem Eindruck auf geistiger Ebene erhaben zu sein, gleichzeitig aber auch zum Gefühl von sozialer Isolation. Emotional sind auch höchstbegabte Kinder nur normale Kinder, die Bindung suchen. Die eigene Andersartigkeit wird durchaus auch als Makel wahrgenommen und das so verletzte Selbstwertgefühl wird dann gerne mit narzisstischen Zügen und gespielter Gleichgültigkeit maskiert, was wie ein Mangel an Empathie aussehen kann.

                • (7) 05.05.18 - 15:26

                  https://www.fachportal-hochbegabung.de/intelligenz-tests/hawik-iv-hamburg-wechsler-intelligenztest-fuer-kinder-iv/

                  Unter 2.1,
                  kann theoretisch bis 160 messen;

                  Natürlich sind auch höchstbegabte Kinder liebes-und beziehungsbedürftig,
                  trotzdem bin ich Anhänger der Theorie,
                  dass diese extrem schnelle Problemlösefähigkeit vor allem theoretisch-abstrakter Herausforderungen, mit Defiziten im intuitiven, kontextgebundenen Wahrnehmen einhergeht.
                  Außerdem behaupte ich ganz frech, dass die überwiegende Mehrzahl der höchstbegabten Kinder, zwar großartige Problemlöser sind, sich diese jedoch nicht selber suchen und finden,
                  da auch die Kreativität mit zunehmendem IQ abnimmt.
                  Kreativität braucht zwar geistiges Potential, zu viel analytische Denkfähigkeit wirkt aber irgendwann kreativitätshemmend.

                  Ich hab da eine Zahl im Kopf, die besagt, dass die Korrelation zwischen Intelligenz und Krativität bei 120 am höchsten ist und dann eher abnimmt.

                  WENN das NICHT der Fall ist,
                  DANN handelt sich das um klassische Genies (wie z.b.Goethe) die sich aber nicht zwingend zeigen müssen.

                  Mein Sohn ist jedenfalls kein Genie.:-)

                  (8) 05.05.18 - 15:29

                  “Ich kenne keinen Test, der IQ-Werte über 145 "misst".“

                  Das können viele Tester auch tatsächlich nicht und erzählen dann, der
                  WISC würde nur bis 145 messen.

              (9) 05.05.18 - 18:44

              Ich habe mit der Deppenaussage nur einen der höchstbegabten Männer meiner Familie zitiert. Das kommt noch bei deinem Sohn ;-).

              Er hatte sich gefragt, warum er keine geeignete Partnerin findet und nach einem Einstellungstest für eine leitende Position, bei dem auch ein IQ-Test statt fand, wusste er es.

              Emotionale Defizite hat er keine, kein Asperger, kein ADHS, das hat damit nichts zu tun.

              Übrigens war er in der Schule der totale Looser, Abi auf dem soundsovielten Bildungsweg mit Ach und Krach. Hatte sich wohl tatsächlich gelangweilt, technisches Studium an der Uni nämlich mit 1,0.

              Man sollte also immer an seine Kinder glauben, es kann noch etwas passieren.

          (10) 05.05.18 - 14:30

          Hochbegabung ist definiert, aber ob man Menschen, die noch nicht hochbegabt sind, als sehr intelligent ansieht, ist definitiv eine Einschätzungsfrage. Sehr intelligent ist keine Diagnose. Jemand der viel Kontakt mit Hochbegabten hat, wird Menschen unter einem IQ von 130 vielleicht nicht als sehr intelligent bezeichnen. Ein anderer Mensch vielleicht schon. 2% aller Menschen sind hochbegabt (das ist die definitorische Grundlage aus der heraus sich die Schwelle von 130 ergeben hat). Wenn ich nur 2% aller Menschen als sehr sportlich bezeichnen würde, würde ich wahrscheinlich nur noch Profisportler als sehr sportlich bezeichnen. Für mich sind aber auch Menschen, die im Alltag viel Sport betreiben sehr sportlich. Äquivalent sind für mich nicht nur Hochbegabte sehr intelligent.

          (11) 07.05.18 - 09:46

          Das finde ich einen ganz gravierenden Nachteil...

      Das setzt man nicht so an. Europäische IQ-Tests sind so normiert, dass die gemessenen Werte normalverteilt sind mit einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 10. Damit kann man mit einer geeigneten Tabelle oder einer Programm dann nachsehen, wieviel Prozent einen höheren oder tieferen IQ als einen bestimmten Wert haben (2.25% z.B. höher als 120). Generell hat es sich bei Normalverteilungen häufig eingebürgert, dass man ab drei Standardabweichungen von einem Sonderfall spricht, ohne dass das mathematisch eine besondere Rechtfertigung hätte, das wäre dann ab 130.

      Amerikanische IQ-Tests sind soweit ich weiss mit einer Standardabweichung von 15 normiert, d.h. 120 bei uns ist 130 in den USA und 130 bei uns ist 145 in den USA.

(13) 04.05.18 - 22:41

Ich bin hochbegabt? 😳
In der Schule haben wir mal nen IQTest gemacht. Da hatte ich 135...
Oh man, mir wurde damals nichts gesagt.
Und nun?
Ich glaube jetzt wo ich es weiß ;-), dass es doch eigentlich nichts aussagt...

  • (14) 04.05.18 - 23:29

    Na ja, "in der Schule haben WIR mal...." - dieser Test war wahrscheinlich genauso aussagekräftig wie der von RTL bei "Deutschland macht den IQ-Test" oder so.....

    ECHTE, professionell entwickelte IQ-Tests werden nicht mal eben irgendwo gemacht, sondern nur bei dafür geschulten Angehörigen bestimmter Berufsgruppen: Psychologen, Sonderpädagogen, u.ä. Diese Tests werden nicht aus der Hand gegeben, denn dafür sind sie in der Entwicklung viel zu teuer.

    Also eine richtige Diagnose ist das tatsächlich nicht. Überdurchschnittlich intelligent bist du wahrscheinlich schon und egal ist es trotzdem, wo dein richtig gemessener Wert wäre.

    Der Wert ist eigentlich nicht wirklich unnormal.

(17) 05.05.18 - 20:05

Oh nein, Hochbegabung ist kein Vorteil. Alles, was einen "anders" macht als den Rest der Welt, wird oft zum Problem.

Klar kann man mit vergleichsweise wenig Aufwand sehr gute Noten haben - wenn einem dabei nicht der eigene Perfektionismus im Weg steht oder man eine ausgewachsene Prüfungsangst hat. Peferktionismus ist geradezu typisch. Ja, eine 1,0 ist eine super Note. Aber den Hochbegabten wurmt es, wenn er die 1,0 mit 97 von 100 Punkten erreicht hat. Wegen der Fehler.

In der Schulzeit gelten sie oft als Streber und Klugscheißer, vor allem wenn sie viel schneller als der Rest der Klasse die Lösung kennen und genervt sind, dann ewig lange warten zu müssen, bis es weiter geht. Manche klinken sich dann auch gedanklich aus, einfach weil es so langweilig ist zu warten, bis die langsameren Klassenkameraden endlich so weit sind, und sind dann unkonzentriert und geistesabwesend, wenn wieder was neues behandelt wird. Sie bräuchten mehr Möglichkeiten, im eigenenTempo zu lernen, nicht im Schneckentempo der Klasse.

Im eigentlichen Berufsleben ist Hochbegabung dann leider meistens ein großer Nachteil. Man denkt schneller als Kollegen und Vorgesetzte, und bei Besprechungen ist man gedanklich immer mehrere Schritte voraus. Man tut sich aber wirklich schwer, den langsameren Denkern zu erklären, an welchem Punkt man gedanklich schon steht und wirkt dabei wahlweise arrogant oder abgehoben. Oder total wirr, weil die anderen eben noch so weit dahinter hängen. Eigentlich muss mna also bei Besprechungen eher die Klappe halten, bis der Rest sich ausdiskutiert hat, und dann erst später einsteigen, wenn man sich nicht unbeliebt machen will.

Jemanden einarbeiten ist echt Horror. Weil der hochbegabte Mensch eben annimmt, andere würden es auch beim ersten Mal kapieren. Weit gefehlt, die brauchen Wiederholung um Wiederholung.

Oft haben Hochbegabte nicht unbedingt die höchsten sozialen Kompetenzen, eben weil sie anders denken und schon von Anfang an so einen Ruf als Klugscheißer haben. Sie denken eben schneller. Das hilft nicht unbedingt beim beruflichen Aufstieg und echte Teamplayer sind sie auch eher nicht, sondern alleine effizienter als im Team.

Die Unterordnung unter einen Chef, der in aller Regel weniger intelligent ist, als man selbst, ist auch nicht immer leicht.

Wer denkt, dass eine Hochbegabung so erstrebenswert ist, kennt wohl nur wenige Hochbegabte und hat selbst keine Probleme damit.

  • (18) 05.05.18 - 21:56

    Toll geschrieben! :-)

    (19) 05.05.18 - 23:44

    “Wer denkt, dass eine Hochbegabung so erstrebenswert ist, kennt wohl nur wenige Hochbegabte und hat selbst keine Probleme damit.“

    Also ich kenne wirklich viele klassische HBler und wenn ich könnte, würde ich durchaus tauschen wollen.:-)
    Deren Problemchen nähme ich gerne in kauf.

    Intelligenz ist auch eine Ressource, die zur optimalen Anpassung befähigt und wer sie nicht effizient nutzen kann und Leidensdruck hat, verfügt über andere Baustellen,
    wie Asperger-Tendenzen, schlechte Frustrationstoleranz, emotionale Blockaden, Phantasie-und/oder Kreativitätsmangel.........und vieles mehr.

    Der Mehrheit der Hochbegabten ist super integriert, unauffällig und teilweise sogar zufrieden.

    • (20) 06.05.18 - 10:32

      Denkst Du wirklicht, dass unauffällige Integration das Ziel sein sollte?

      Ja, man passt sich an und ist auch durchaus zufrieden, aber wirklich fordern tut einen der Berufsalltag selten. Es ist befriedigenderer, wenn man die Möglichkeit hat, das eigene Potential auch wirklich zu nutzen, und nicht nur Routineaufgaben abzuarbeiten.

      Zufriedenheit ist eben nicht vergleichbar damit, dass man sich wirklich ausleben kann. Es ist eben ein Leben mit angezogener Handbremse, um die soziale Komponente nicht zu vernachlässigen. Das muss nicht unglücklich machen, aber so richtig glücklich ist man dabei eben auch nicht.

      Übrigens sind besonders intelligente Menschen oft eben nicht besonders kreativ und phantasiebegabt, sondern haben eher Schwerpunkte auf Logik und Struktur. Also das kreative Ventil fehlt auch oft.

      • (21) 06.05.18 - 23:28

        Was willst du denn nun damit sagen?

        Glaubst du, dass dauerüberforderte Menschen, die ständig damit konfrontiert werden, dass ihre Möglichkeiten recht übersichtlich sind, es besser getroffen haben, als ihre sehr fitten Mitmenschen?

        Wer erhält mehr Bestätigung im Alltag?

        Warum hast du aus deinen Möglichkeiten nicht mehr gemacht und gehst einer Tätigkeit nach, die dir mehr Herausforderungen bietet?

        Irgendetwas hat dich offensichtlich davon abgehalten, deine Begabung ja wohl nicht.

        Vermutlich eher das eigene Naturell oder eine ungünstige Verbindung von individuellen Charaktereigenschaften und einem Umfeld, welches tatsächlich auf Mittelmaß ausgerichtet war.

        Das persönliche Potential als solches, bringt aber nicht zwingend Nachteile mit sich.

        Und nicht jeder leidet, wenn er merkt, dass er anderen überlegen ist und auf diese warten muß.
        Umgekehrt ist auch doof.:-(

        • (22) 07.05.18 - 15:16

          Es geht aber eher um das gesunde Mittelmaß, darauf ist alles ausgerichtet.

          Und manchmal passen einfach die Umstände nicht zum Potential - ein Kind studieren lassen ist teuer, und wenn dann auch das dritte Kind zur Uni will, während die älteren Geschwister noch lange nicht fertig sind, wird es wirklich schwierig. Ich habe mich bereit erklärt, erst mal eine kaufmännische Ausbildung zu machen, auch hinsichtlich besseren Chancen auf Bafög. Als dann endlich meine Ausbildung beendet war, wurde mein Vater erst krank, später zum Pflegefall. Ich studiere erst jetzt mit Ende 30, nebenberuflich. Manchmal gehören eben Umwege auch dazu.

          Natürlich ist Begabung kein Nachteil, aber Hochbegabung auch kein besonders toller Vorteil oder Garant für Erfolg. Eher etwas, was einen eben "anders" macht, und das ist in unserer Gesellschaft nahezu immer ein Nachteil.

          (23) 07.05.18 - 17:08

          "Wer erhält mehr Bestätigung im Alltag?"

          Neid kann zwar eine Art von Bestätigung sein. Ausgegrenzt werden, nicht verstanden werden, als arrogant gelten, obwohl man das gar nicht will?

          Umgekehrt wird von einigen automatisch mehr erwartet. Wenn sie dann mal nicht können oder in einem anderen Bereich auch ihre Schwächen haben, kann es blöde Sprüche hageln. "doch nicht so klug" oder "sonst schaffst du es auch"

          Bestätigung ist relativ.
          Manche nutzen die Problemlösefähigkeit, wenn sie es brauchen. Zeit oder Alltag mit ihnen verbingen, na ja.
          Wirklich Bestätigung im Sinne von: ich mag dich, ich hab dich gern oder gut gemacht, gibt es oft eher selten. Der Wechsel zwischen Erwartung (nach Erfahrung) und der/die schon wieder, schwankt oft enorm.

          Ich kenne 1er Studenten-Hochbegabte, die dann etwas gemacht haben, was mit ihren Stärken so gar nichts zu tun haben. Herausforderung, Anerkennung als Mensch oder anderes.
          Ebenso kenne ich (getestete) HBler ohne Studium. Keine Möglichkeiten zu der Zeit, keine Lust, schlechte Noten. "Du denkst zu kompliziert, du bist dumm" / "du bist anders, also dumm" / "das ist nicht der vorgegebene Rechenweg, deiner ist anders, du gehörst auf die Sonderschule"
          Auch das kann zum Abschalten führen.


          Wer er schwerer hat oder nicht?
          Es ist doch kein Wettkampf!
          Jeder versucht im Dschungel Gesellschaft zu überleben. Tarnung, an seine Grenzen gehen (manche beim IQ, andere im emotionalen)

          Nur weil nicht jeder leidet, der zu der "Gruppe" (mir fällt grade keine andere Beschreibung dafür ein), gibt es aber einige, die leiden.

          Dabei spielt es keine Rolle, ob dies nun Hochbegabung, Minderbegabung, unsportlich oder sonstiges ist.
          Diejenigen, die damit leiden, sollten ernst genommen werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es 1, 50, 700 oder 9863 sind. Dieses wer hat es nun schwerer oder nicht, hilft den Betroffenen nicht. :-[

          • (24) 08.05.18 - 09:16

            Mir geht es nur darum, dass eine gute Begabung nicht automatisch einen Nachteil bedeutet.

            Im Gegenteil.

            Diese optimal zu nutzen, kann eine Herausforderung bedeuten, wenn Umfeld und das eigene Naturell nicht gut harmonieren,
            das ist aber NICHT die Regel.

            Ich habe eine höchstbegabtes Kind und eines mit diversen Baustellen.

            Die Sorgen, die man sich um das Kind macht, welches in dieser Gesellschaft vielleicht irgendwann unter die Räder geraten könnte, sind existenziell.

            Die Sorgen, die ich mir um mein nicht adäquat beschultes, und trotz Klassensprüngen immer noch massiv unterfordertes, Kind mache,
            sind LUXUSSORGEN.

            Das ist dann doch einfach nur
            Jammern auf hohem Niveau, tut mir leid.

            • (25) 08.05.18 - 13:33

              und mir geht es darum, dass Begabungen nicht automatisch von Vorteil sind. Auch wenn viele sie gern hätten oder neidisch sind.

              In der Mitte treffen wir uns also. Es KANN von Vorteil sein (nur ist dies nicht pauschal), es KANN von Nachteil sein (auch dies ist nicht pauschal).

              Leider KÖNNEN (ohne zwangsläufig müssen) die Probleme, die daraus resultieren, existentiell sein. Dazu kenne ich einige Beispiele. Leider. :-(
              Gute Beispiele kenne ich auch. Allerdings fallen diese weitgehend aus der Statistik heraus. Sie kennen ihre Begabung, wurden nicht getestet (oder kam bei anderer Diagnostik durch Zufall heraus).

              Allerdings, wenn ICH könnte, würde ich meine Begabung wegtauschen und NUR das ADHS behalten. Das ist für mich und in meinem Umfeld wesentlich einfacher für mich zu händeln. Auch wenn es schwierig ist. Es ist dennoch nicht sooo schwierig, wie der andere Mist (HB) :-(

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