Vorladung Polizei. Eure Meinung bitte...

    • (1) 19.05.18 - 20:45

      Guten Abend zusammen,

      ich mache mir grad Sorgen. Mein Mann hat heute ein Schreiben der Polizei bekommen. Er wurde als Zeuge vorgeladen und soll dort Anfang Juni erscheinen. Laut dem Schreiben geht es um besonders schweren Diebstahl. Es ist auch ein Datum und eine Uhrzeit des Vorfalls angegeben. Und dass es in unserer Nachbarstadt passiert ist.

      Mein Mann soll als ZEUGE aussagen und nicht als Beschuldigter. Mich irritiert nur dass mein Mann zu dem Zeitpunkt ganz genau weiß wo er war. Zufällig hat meine Tochter an dem Tag Geburtstag. Wir waren zuhause mit Familie. Wir haben absolut keine Ahnung was mein Mann aussagen soll. Er weiß nicht worum es geht. Hat keine kriminellen Verbindungen oder sonstwas.

      Ich mache mir Sorgen weil ich heute in vielen Foren gelesen habe dass man ganz schnell vom Zeugen zum Beschuldigten wer den kann. Ich glaube an unseren Rechtsstaat aber wenn man so ein Schreiben bekommt hat man (ich jedenfalls. Mein Mann ist völlig relaxt) irgendwie Angst.

      Es ist alles so unlogisch. Wir können erst Dienstag den betreffenden Kommissar anrufen und erfragen was mein Mann überhaupt ohne zur Tatzeit auch nur in betreffender Stadt gewesen zu sein bezeugen soll. Hat einer von Euch dazu irgend eine Idee.

      Kann mich jemand beruhigen?

      Vg

      • Sorry, aber das ist Quatsch. War auch schon Zeuge und kein Mensch wollte mich zum Beschuldigten machen.
        Nicht alles, was in Foren steht, stimmt auch (oder glaubst Du HIER alles????) - bzw. gibt ja auch massig Wichtigtuer #freu
        Er soll hingehen, sagen was er weiß - oder nicht weiß - und fertig.
        Ob ein Anruf alleine reicht, weiß ich nicht, sie werden schon sagen, dass er vorbeikommen soll - fürs Protokoll. Ganz "nett" findet es die Polizei, wenn DU anrufst und fragst, was sie von Deinem Mann wollen ;-)
        Woher ich das weiß? Habe etliche Polizisten in meinem Bekanntenkreis - seit vielen Jahren. Da gibt's nix, was es nicht gibt, was die so erzählen - auch immer wieder, dass die Frau erscheint und für ihren Mann Dinge regeln will. ;-) Keine Sorge, Deinem Mann wird schon nichts geschehen - Polizisten sind auch nur........Menschen.
        LG Moni

        (3) 20.05.18 - 08:11

        Das kommt vor. Ich habe auch von Fällen gehört wo völlig Unbeteiligte plötzlich aussagen sollten. Bei der allgemeinen Arbeitsbelastung kann das passieren dass sie Zeugen laden wo es völlig hirnlos ist sie zu laden.
        Also keine Sorgen machen. So schnell wird man in DE nicht aus dem Nichts für Nichts verurteilt (obwohl es natürlich theoretisch vorkommen kann - aber sehr sehr unwahrscheinlich!!)

      Hallo, wenn die Einladung nur von der Polizei kommt , würde ich garnicht hingehen. Nur wenn der Staatsanwalt die Polizei beauftragt hat muß dein Mann hingeghen.

    keine Panik da wird nichts hinterstecken einfach hingehen und schauen ob man was sagen kann oder auch nicht...

    Hi,

    ich persönlich habe nie am Telefon Auskunft erteilt. Dein Mann soll hingehen und sich den Sachverhalt anhören. Als Zeuge ist er nur verpflichtet, seine Personalien anzugeben. Er muss überhaupt nichts sagen, aber wenn, dann muss er die Wahrheit sagen.
    Im Laufe einer Zeugenaussagen KANN ein Zeuge zum Beschuldigten werden, das ist aber nicht der Regelfall und die Polizei muss ihn dan neu belehren, dass er ab jetzt Beschuldigter ist und seine Aussage verweigern kann, bzw. einen Rechtsanwalt hinzuziehen darf.

    lg

    Ich würde mir da überhaupt keine Sorgen machen - die Polizei ermittelt und in diesem Zuge kommt irgendwo und irgendwie dein Mann ins Bild. Das muss keinesfalls heißen, dass man vermutet, dass er an Tag X zur fraglichen Zeit am betreffenden Ort war oder gar etwas mit der Tat selbst zu tun hat, sondern vermutlich, wenn er denn sicher weiß, dass das nicht der Fall war, einfach nur, dass er irgendwo im Zuge der Ermittlungen mit aufgetaucht ist.
    Nur mal drei potentielle Szenarien, wo er geladen werden könnte:

    a) Ihm wurde selbst (durchaus schon länger her vielleicht) etwas gestohlen und dieser Gegenstand tauchte nun im Zuge der laufenden Ermittlungen mit auf und führt zu deinem Mann.

    b) Es gibt einen Verdächtigen im aktuellen Fall und dein Mann steht in Verbindung zu diesem (Arbeitskollege, Gemüsehändler bei dem er immer einkauft etc., entfernter Bekannter/Verwandter was auch immer).

    c) Ein anderer Beteiligter (Zeuge, Beschuldigter) hat den Namen deines Manns erwähnt - das kann echt auch weit hergeholt scheinen, aber man kennt einfach die Hintergründe nicht. Vielleicht gab es eine TKÜ und jemand, der für die Polizei von Interesse ist, hat mit deinem Mann telefoniert, eine Nachricht geschickt, was auch immer.

    Da gäbe es jetzt gefühlt 1000 Möglichkeiten :). Natürlich kann dein Mann vorab einmal anrufen und sich erkundigen, aber das darfst du ruhig genauso relaxed sehen wie er. Neugierig wäre ich definitiv auch, aber Sorgen würde ich mir wirklich gar keine machen.

    Ich habe eine zeitlang bei der Jugendgerichtshilfe gearbeitet, da war die Zusammenarbeit mit der Polizei sehr eng und gut. Die minderjährigen Zeugen wurden im beisein der Jugendgerichtshife verhört. Dabei gab es keinen Fall bei dem "pötzlich" aus einem Zeuge ein Beschuldigter wurde. Das ist doch eher Fersehkriminalität.

    Ruhig bleiben, morgen mit der Kripo sprechen. Meist erledigt sich nach so einem Telefonat schon alles.

    • (13) 22.05.18 - 11:39

      "Dabei gab es keinen Fall bei dem "pötzlich" aus einem Zeuge ein Beschuldigter wurde. Das ist doch eher Fersehkriminalität."

      Also solche Fälle gibt es durchaus - insbesondere wird dann die Unbedarftheit der Betroffenen ausgenutzt - insbesondere bei mangelnden Sprachkenntnissen. Ich habe gelernt, dass man bei Polizei nur das Nötigste sagen sollte und gegebenenfalls von seinem Recht gebraucht macht, die Aussage zu verweigern. Leider ist es nunmal nicht so, dass man nie etwas zu befürchten hat, auch wenn man unschuldig ist.

(14) 04.06.18 - 21:16

Das kann auch alles heiße luft sein.
wenn er wissenltich nicht dagewesen sein kann hat ja nicht viel zu befürchten.
ich kann mir gut vorstellen es geht um das umfeld des täters. über ecken kennt dein mann vielleicht einen der angeblich beteiligten.

oder er sitzt auf dem kommissariat und kann frei von der leber weg sagen; "den hab ich noch nie gesehen, keine ahnung ob der da oder da mal gewesen ist oder da oder dort für gewöhnlich auftaucht." und der drops ist gelutscht.

ich wurde sogar schon als beschuldigte geladen, wegen irrwitziger sachen. nur weil mich einer reinreiten wollte, oder es eine verwechslung gab. (da meinte einer das sei dessen auto gewesen, stimmt aber nicht, derjenige hatte nur an meinem parkenden wagen gewartet und so wurde ich eben angekackt... löste sich alles in wohgefallen auf.
ich hatte auch vorher angerufen, aber am telefon wollte man mir nichts sagen. bei bestimmten delikten MUSS man eben aufs Revier, um verdacht auszuräumen. ist einfacher als sich dagegen zu wehren ohne hinzugehen.

(15) 05.06.18 - 19:21

Mein Mann bekam auch mal eine Vorladung, die wir uns nicht erklären konnten (zu einem Vorfall in einer anderen deutschen Stadt zu einem Zeitpunkt, als er in Amerika war).
Ein Telefonanruf konnte es klären: Die Vorladung sollte ab den Halter eines PKW ergehen, es gab aber eine Zahlendreher und irgendwie ging es dann an uns.
Die Polizei freut sich auch über solche Hinweise, dann entfällt ein unnötiger Termin.
Sich vorher nicht melden, zum Termin erscheinen und sagen "Das betrifft mich gar nicht!" bei einem offenkundigen Irrtum, den man im Vorfeld klären kann, finde ich sehr umständlich.
Beruflich kenne ich es auch so, dass man bei der Polizei vieles im Vorfeld erledigen kann.
Keine Hemmungen, das sind meist sehr nette Damen und Herren :-)

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