Wie lernt man "nein" zu sagen?

    • (1) 06.06.18 - 10:38

      Hallo!

      Ich falle mal direkt mit der Tür ins Haus:
      Könnt Ihr gut "nein" sagen?

      Ich kann das überhaupt nicht gut. Selbst dann wenn ich etwas nicht will, lasse ich mich trotzdem dazu breitschlagen.

      Die Klassenlehrerin meines Grundschulkindes hat zum Beispiel gerade schon wieder eine WhatsApp geschrieben ob ich morgen noch in der Schule bei etwas helfen kann.
      Ich WILL das morgen aber einfach nicht machen. Zeit habe ich schon.
      Einfach sagen "nein ich hab keine Lust" schaffe ich einfach nicht. Aber rumlügen und sagen das ich nicht zu Hause bin will ich eigentlich auch nicht. Vor allem weil wir ganz in der Nähe der Schule wohnen und jeder sieht ob mein Auto vor der Tür steht oder nicht.

      Mich belastet das im Moment zunehmend. Ständig bekomme ich WhatApp Nachrichten oder Mails von den Grundschullehrern, weil ich bei etwas helfen soll. Jetzt zum Schuljahresende wo die ganzen Aktionen sind bin ich ständig in der Schule.
      Morgen will ich aber einfach nicht. Ich hab keine andere Ausrede. Ich hab einfach keinen Bock.
      Aber ich kann einfach nicht "nein" sagen. Ich hab die Nachricht bisher nur auf dem Startbildschirm gelesen und bin noch nicht in mein WhatsApp gegangen, damit sie weiter als ungelesen angezeigt wird.

      Ich find mich selbst lächerlich. Aber ich kann es einfach nicht.
      Auch im Familienkreis oder bei Freunden und Bekannten - ich springe immer, ich mache immer... Auch Dinge, die ich gar nicht machen will.
      Manchmal schaffe ich es nein zu sagen und dann suchen die Leute jemand anderen - und finden niemanden. Und dann landen sie doch wieder bei mir und fragen "Könnten Sie nicht doch...?" zum Beispiel wieder in der Schule. Und späestens dann mache ich es doch.

      Ich helfe an sich wirklich gern immer und überall aber im Moment wird es mir einfach zu viel. Sei es in der Familie, bei Bekannten aber eben auch vor allem in der Schule.

      Ich bin recht harmoniebedürftig und ich habe immer Angst, dass andere mich ablehnen oder sauer auf mich werden könnten. Nach Außen kann ich schon selbstbewusst meine Meinung vertreten und bin jetzt auch kein Duckmäuschen. Aber "nein" sagen kann ich absolut nicht. Das konnte ich noch nie aber im Moment überrollt mich das.

      Wie kann man sowas lernen? Gibt es da Tricks? Wird es mit der Zeit einfacher?
      Ich möchte lernen ganz klar "Nein" zu sagen, wenn ich etwas nicht möchte und mir keine lahmen Ausreden einfallen lassen.

      Danke fürs Zuhören

      • (2) 06.06.18 - 10:45

        Du bist ein klassischer Mensch, der aufgrund seines ungesunden Verhaltensmusters irgendwann eine Erschöpfungsdepression entwickeln wird.

        Wenn du das vermeiden willst, fang JETZT damit an.

        Den ersten Schritt hast du schon gemacht: Selbsterkenntnis. Du hast erkannt, dass irgendwas falsch läuft, dass deine Umwelt dich zu sehr vereinnahmt.
        Warum tut sie das? Ganz einfach: Weils sie es können. Warum können sie das? Ganz einfach: Weil du es zulässt.

        Nein - Sagen kann man trainieren. Du musst damit nur beginnen. Deine Umwelt wird anfänglich vielleicht stutzen und überrascht sein. Man wird dich fragen, was los ist mit dir...oder dir sagen, dass du dich aber sehr verändert hast...

        Klar. Gut so!
        Und dann, werden die Menschen sich an die neue Megan gewöhnen. Und dann - ist das kein Thema mehr.

        Du musst in aller erster Linie auf dich achten. Nur wenn es dir gut geht, geht es deinem Umfeld gut.
        Hör dir mal die Podcasts auf Youtube von Christian Bischoff an. Die sind gar nicht schlecht, um sich selbst mal wieder zu erden.

        Gruss
        agostea

        Hallo,

        was Agostea schreibt ist sehr richtig und Du anwortest der Lehrerin per WhatsApp einfach zurück: "Tut mir leid, morgen geht es bei mir leider nicht."
        Ein schlechtes Gewissen musst Du nicht haben. Wichtig ist auch, wenn Du immer ja sagst, verlassen sich alle darauf, also sag auch mal, dass es nicht geht und irgendwann wirst auch nicht mehr nur Du um die Dinge gebeten.

        LG

        (4) 06.06.18 - 11:39

        Du kannst als erstes bei Whatsapp die Einstellungen ändern, so dass nie jemand sehen kann, ob Du Nachrichten gelesen hast. Dann werden die Häkchen nicht mehr blau, und man sieht auch nicht wann Du zuletzt online warst.
        Vielleicht hilft Dir das schon ein wenig.

        Und dann kannst Du auch einfach mal ausprobieren, was passiert wenn Du einfach nur ......"Tut mir leid, morgen klappt es leider nicht" ...... schreibst. Nämlich eigentlich gar nichts.

        Mehr musst Du auch nicht schreiben, Du musst Dich nicht mit Gründen oder Ausreden rechtfertigen.

        Aber ich muss echt sagen, dass ich es auch befremdlich finde, dass Lehrer einem per Whatsapp kontaktieren. Sowas hatte ich noch nie und das würde ich auch nicht wollen.

        Mich nerven schon Gruppen mit anderen Müttern aus der Klasse :-p.
        Nur mein Mann ist in dieser Klassengruppe (ohne Lehrer) drin, ich will nämlich nicht mit blöden Fragen oder hysterischem Geschreibe anderer Mütter auf meinem Handy belästigt werden.

      (7) 06.06.18 - 11:41

      Ich kann das auch ganz schlecht und hab, wenn ich es mache, ein mega schlechtes Gewissen. Schreib einfach es passt bei dir morgen nicht. Warum, geht keinen was an.

      So am Rande bemerkt, was ist das für eine neue (Un) Art, dass Lehrer und Eltern whattsapp Kontakt pflegen? Ich bin selber Lehrerin. Ich würde nie Eltern per whattsapp anschreiben. Vermerk ins Hausaufgabenheft, Anruf oder meinetwegen eine eine. Aber whattsapp???

      • Hallo, bei uns gibt es auch eine Eltern Whatsapp Gruppe. Dort sind nur die Eltern drin. Nur die Elternsprecherin hat direkten Kontakt zur Lehrerin. Wenn es was von ihr zu berichten gibt, schreibt es die Elternvertreterin in die Gruppe.

        Ich finde die Gruppe total nervig, ständig wird nach den Hausaufgaben gefragt, Dingen die die Kinder selber untereinander klären können usw....und unsere sind in der 6. Klasse!!!

        • Bei meinem 2. Klässler gibt es die...die ist aber erträglich. Kontakt zur Lehrerin hält auch die Elternsprecherin.

          Bei unserer Großen gibt es keine solche Gruppe. Weiss sie was nicht, ruft sie selber ihre Freundinnen an...mit 11 kann man das

          (10) 06.06.18 - 13:57

          Genau so läuft es in der WA Eltern Gruppe meines Sohnes (auch 6. Klasse), fürchterlich.
          Ich glaub in den knapp 2 Jahren waren 3-4 wichtige Dinge für mich dabei. Den Rest hat unser Sohn kommuniziert.

          Die Klassenlehrer haben übrigens darüber informiert das sie gar nicht in solchen Gruppen sein dürfen (lt. Bezirksregierung) und daher wir Eltern das untereinander organisieren.
          Die Elternvertreter werden bei Bedarf informiert und stellen es dann in die Gruppe.

          LG
          Tanja

          (11) 07.06.18 - 13:17

          Jetzt bin ich aber platt!

          Bis jetzt kannte ich nur solche Eltern Whatsappgruppen aus Spanien und ich immer behauptet, hier in Deutschland gäbe so was nicht.

          Ich kenne das bei beiden Kindern nicht (3. und 8. Klasse) und habe es noch nie gehört.

          Jetzt wollen sie für die Klassenfahrt des Kleinen so eine Gruppe gründen, aber nur um uns zu informieren, wann die Kinder in der JH ankommen und wann die Rückfahrt ist.

          Man lernt nie aus :-)

          LG,
          Natalia

        (16) 08.06.18 - 19:06

        Ich fände es dämlich immererst die elternsprecherin zu fragen... ich habe immer direkt mit den lehrern kontakt gehabt... geht die elternsprecher doch nichts an, was ich die lehrer fragen will oder die mich...

        ob man sich nun an diesem WA-rummel beteiligt ist ne andere frage. habe ich nicht, fehlt mir nicht. ob nun lehrer oder nachbarn, wenn ich ihnen keine sms oder nen anruf wert bin, weiß ich eben nicht bescheid. das bremst die doofen fragen ungemein...

        und anrufen und "kannst du mal bitte" fragen kamen dennoch genug...

        "ich habe etwas zu tun"
        wurde aber immer respektiert

    Eine Email sollte es heißen

(18) 06.06.18 - 11:45

also, ich würde schreiben "morgen passt leider nicht", ich würde nicht schreiben das ich keine Lust hätte, kommt nicht gut rüber...ich war früher auch immer die Ja Sagerin...aber ich habe auch keinen Bock mehr...

(19) 06.06.18 - 12:06

Einfach antworten, "Sorry, keine Zeit". Falls dann dreisterweise noch eine Nachfrage käme wo der Grund erfragt wird einfach nicht antworten. Ob gelesen oder nicht, das geht halt niemanden etwas an. Fertig. Sonst wirst Du schön weiter ausgenutzt, von wem auch immer.

(20) 06.06.18 - 13:21

Weißt du, wo es her kommt?
Wurdest du als Kind abgelehnt, wenn du nicht funktioniert hast?
Blöde Sprüche reichen da schon manchmal aus, um solches Verhalten zu forcieren?

Gab es andere Probleme?

Oder waren es eher Vorbilder, die selbst so funktioniert haben und denen du unbewusst nachgekommen bist?

Möglichkeiten gibt es so viele!

Einfach lernen ist einfacher gesagt als getan!


Die Frage ist, wie tief dein Verhalten geht.
Was passiert, wenn du doch nein sagst. Fühlst du dich dann frei/befreit?
Fühlst du dich dann schuldig?

Fühlst du dich dann gemischt?

Kannst du selbst annehmen, wenn du nein gesagt hast? Die Situation annehmen (ohne den Impuls zu prüfen, ob es doch geklappt hat), aber auch dich selbst annehmen mit dem Wissen, dass du nein gesagt hast?


Ich kenne viele, die nicht nein sagen konnten.
Da waren viele Ursachen dabei!

Von sich schuldig fühlen
Von Kontrollzwang. Nein sagen, aber dann die Situation kontrollieren müssen, ob es trotzdem läuft
Von Vorbildern "weil man es halt so macht" und selbst nie hinterfragt hat

Von Idiot*** im Umfeld, die viel Druck ausgeübt haben. Verbale Manipulation

usw.

Bei manchen war es einfach auch nur Gewohnheit. Es hat sich so ergeben und eingeschlichen. Aus gesundem sich gegenseitig helfen, wurde dann ein "die kann man immer fragen. Wenn doch mal ein nein kommt, wird sie schon ja sagen, wenn man gar nicht erst wo anders fragt"

Die Gewohnheit ändern ist relativ einfach. Dann wenn es wirklich Gewohnheit ist.
Dann kann man sich selbst hinterfragen!
Sich selbst Prioritäten setzen!
Ich möchte helfen - wenn...
Ich KANN helfen - wenn...
Ich will nicht helfen - und die anderen sich NICHT AUF MICH ANGEWIESEN
Wie definiere ich Notfall / Wie definiere ich "auf mich angewiesen sein"?

Also für dich selbst definieren!

Für mich als Beispiel: wenn eine Freundin nachts um 3 Uhr vor meiner Wohnungstür steht und braucht einen Babysitter, weil ein familiärer Angehöriger ins Krankenhaus musste oder deswegen anruft, dann bin ich sofort da. Not-Op, unklar wegen Überleben usw.

Hat sie Liebeskummer, darf sie gern hier schlafen. Reden machen wir dann tagsüber.
Es tut irre weh, aber ist erst mal kein lebensbedrohlicher Zustand.

Mich nachts anrufen, weil jemandem grade langweilig ist und der Freund vermisst wird. No go. Außer ich habe grade selbst gute Laune. Das fällt dann aber nicht unter helfen.

Bin ich selbst nicht dazu in der Lage, biete ich Alternativen an.
Kümmern müssen sich die anderen schon selbst.
Je nach Gesundheitszustand biete ich dann evtl. Begleitung oder Unterstützung an. Nehme jedoch nicht alles ab.


Bei meinen Freunden sind mir die die liebsten: die nicht tönen sie würden helfen, sondern die einfach da sind UND die (gleichen) die auch NEIN sagen, wenn es nicht geht. Warum ist mir egal. Es ist ihr Leben! Sie sind ehrlich und ich vertraue ihnen. Ein NEIN hat nichts persönliches zu tun (wäre dem so, würden sie mir ja sonst nicht helfen). Sie haben ihre Gründe und gut ist.
Und lieber ist mir, sie sagen direkt, wenn es nicht geht. Dann kann ich umplanen und warte nicht ab. Und auch ist mir lieber, wenn sie NICHT zusammenbrechen, weil sie sich übernommen haben. Oder was auch schon vorkam: dass ich dann die doppelte Arbeit hatte: selbst Hilfe brauchte und dann ihre Folge mitzutragen hatte, weil sie sich überschätzt hatten. Das ist dann doppelt anstrengend. Dann lieber jemand der vorher NEIN sagt oder "heute geht es nicht"

Gründe braucht man nicht nennen.
Wer sie einfordert ist bei mir unten durch - meist fordern diejenigen Gründe ein, die ein Schlupfloch suchen, um einen doch noch zu erwischen.

Echte Freunde frage ich, wie es ihnen geht.
Aber nicht, warum es nicht geht.
Allenfalls zur Planung, ob es längere Zeit nicht geht. Da respektiere ich jeden Zeitraum, den sie nennen. Es geht dann nur um die Planung (dann nerve ich sie in der Zeit auch nicht)

Heute geht es nicht, reicht meistens aus.
Ausgenommen im Arbeitsvertrag steht was anderes drin
oder die Schule ruft an, weil es einen Notfall gibt (mein Kind muss abgeholt werden). Schulfest zählt bei mir nicht zu den Notfällen dazu!
*vielleicht wenn von 50 zugesagten Helfern nur 2 gekommen sind und es wirklich schade für die Kinder wäre. Aber das wäre kein Notfall, sondern eher eine Spontanaktion. Vorausgesetzt die Helfer waren sonst zuverlässig!) Aber nur mal so, weil man sonst keinen findet ..... neeeeee .....


Schreib einfach: geht nicht.
Warum geht niemanden was an.

Backofen putzen
Besuch kommt
liegst krank im Bett
was auch immer .... es geht niemanden was an! Du kannst nicht und fertig!

Ja, können ist ein Teil der Wahrheit. Du willst zwar nicht, aber wenn du es doch machst, verrätst du dich selbst.

Die volle Wahrheit (einen großen Schritt mutiger): ich mache es nicht!
Hier ist es völlig egal ob die nicht kannst oder nicht willst. Du machst es nicht. Fertig.
Auch hier gehen niemanden deine Gründe was an.
Sie können deren wenige Zeit dazu nutzen dich vollzusülzen (ist klar, dass sie dann niemanden finden, wenn sie es nur bei dir probieren!) oder selbst aktiv werden und die Energie wo anders investieren. Zumindest sind dann die Chancen größer jemanden zu finden.

(21) 06.06.18 - 13:59

Danke für eure Antworten.

Ich habe jetzt ohne Angabe von Gründen abgelehnt. Es ging übrigens um die Bundesjugendspiele. Zeit nehmen usw. Also kein Notfall.
Das Lehrer sich per WA oder SMS bei mir wegen solcher Dinge melden ist übrigens mittlerweile Standart.

Ich muss wirklich an mir arbeiten. Wie schon gesgat helfe ich wirklich gern und es ist auch kein Problem. Aber diese Häufigkeit wird mir einfach zu viel und ich hab mittlweile auch im Familienkreis das Gefühl das ich immer nur gebe aber nie zurück erhalte.

Woran das liegt? K.a....
Ich bin als Teenie und junge Erwachsene in der Ausbildung sehr schlimm gemobbt worden. Vielleicht will ich deshalb niemanden vor den Kopf stoßen. Für mich wäre es schlimm, wenn wieder schlecht über mich geredet würde. Vor allem weil ich jetzt Kinder habe und immer daran denken muss, das mein Verhalten auch Konsequenzen für sie hat.

Unterm Strich mache ich mir viel zu große Gedanken darüber was andere von mir denken. #klatsch Das muss besser werden.

Auch in der Familie. Ich werde so kommentarlos hingenommen wie ein Möbelstück. Das gilt insbesondere für die erweiterte Familie, meine Eltern usw. Nach meinen Gedanken, Wünschen oder Belangen wird eigentlich nie gefragt. Ich rücke lediglich in den Fokus wenn es etwas an mir zu kritisieren gibt.
Das sind Dinge, die mir in der letzten Zeit immer stärker ins Bewusstsein gekommen sind.

Ich werde darüber nachdenken und sehr stark daran arbeiten müssen.
Aber ich weiß genau das mir das "Nein" sagen immer schwer fallen wird.
Um beim Schulbeispiel zu bleiben: So eine blöde Helferliste zu ignorieren funktioniert ganz gut. Wenn ich aber dann ne Woche später von der Lehrerin persönlich angesprochen werde weil eben auch (fast) alle anderen die Liste ignoriert haben, dann schaffe ich es nie "Nein" sagen. #augen
Ich bin übrigens tatsächlich die Elternsprecherin (auch aufgedrückt bekommen und es nicht geschafft abzulehnen#klatsch) also der direkte Draht zur Klassenleitung besteht.

  • (22) 06.06.18 - 16:34

    "Ich bin übrigens tatsächlich die Elternsprecherin (auch aufgedrückt bekommen und es nicht geschafft abzulehnen#klatsch)"

    Dafür schickt eine Freundin inzwischen ihren Mann zum ersten Elternabend im Jahr.
    Sie wurde aus Gewohnheit immer wieder gewählt und das wollte sie nicht mehr. Seit ihr Mann hingeht, wurde sie es nicht mehr. Es dauerte auch ewig bis jemand gefunden wurde, weil sich alle darauf verlassen hatten, dass sie es macht. Einige schlugen sogar vor, er könne doch stellvertretend für sie annehmen und sie würde einfach ungefragt in ihrer Abwesenheit gewählt.

    Seit es jemand anderes macht, wird diese Person immer wieder vorgeschlagen. Sie ist aus der Nummer raus. Aber nur, wenn er hingeht. Zu weiteren Elternabenden im Jahr, geht sie selbst. Da wird ja nicht gewählt.

    • (23) 07.06.18 - 09:42

      Hallo


      ich war vor Jahren in mehreren Vorständen und kann aus Erfahrung sagen, dass die Wiederwahl die leichteste Übung ist.

      Als ich (konnte damals auch schlecht NEIN sagen) aber irgendwann merkte, dass ich keine Freude mehr an der Arbeit bekam, habe ich schon gleich im Vorfeld der Wahl gesagt, dass ich nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehen werde. Ohne Gründe anzugeben, habe ich das ganz mutig gesagt. Aber wie schon erwähnt, das hat einige Jahre gedauert, bis mein "Leidensdruck" zu hoch war.


      Ansonsten ist NEIN-sagen Learning by doing, leider. Einen anderen Weg gibt es nicht.

      LG

(24) 06.06.18 - 18:14

Nur weil dein Auto vor der Haustür steht, hast du Angst nein zu sagen?
Also darfst du nicht im Haus/Garten beschäftigt sein, Besuch habem etc.

Wie lernst du deinem Kind, Nein zu sagen, wenn du es selber nicht kannst?

sei doch froh, das es per Whats app ist, Angesicht und Angesicht ist es eher schwieriger Notlügen zu erfinden.

Schreib einfach zurück "Nein, hab leider keine Zeit"

Willst du der Depp vom Dinest sein, weil die Lehrerin genau weisst, das du IMMER kommst und kein NEIN-Sager bist? Die weiss es ganz genau u d nutzt es aus!!!!

lisa

(25) 06.06.18 - 18:49

Man lernt es schrittweise indem man in möglichst kleinen Situationen anfängt Nein zu sagen ehe man sich an größere bzw mittlere wie dein aktuelles Problem traut.
Mach dir auch bewusst was schlimmstenfalls passiert wenn du Nein sagst. Und ob du damit leben kannst. Falls ja: sag Nein. Falls du es sehr schlimm findest: dann sag eben ja. Aber dann nicht rum jammern sondern bewusst durchziehen! Am Ende des Tages hast du die Verantwortung für deine Verpflichtungen und kannst frei entscheiden. Niemand zwingt dich.

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