Höhlenrettung

    • (1) 05.07.18 - 12:13
      Inaktiv

      Habt ihr die Geschichte der thailändischen Jugendfußballmanschaft mitbekommen? Ich finde das unglaublich. Ich kann mir gar nicht vorstellen, durch welches Wechselbad der Gefühle die Eltern dieser Kinder gehen... Noch sind sie ja nicht komplett gerettet, aber als sie nach 9 (!!!) Tagen gefunden wurden, das war doch wirklich fast ein Wunder!
      Ich hoffe, es wird bald eine Lösung gefunden, um die Jungs endgültig zu befreien.

      Ich kann mir gar nicht ausmalen, wie sich 9 Tage mit der Aussicht auf sterben anfühlen... Und wie es sich anfühlt, wenn auf einmal Retter auftauchen. Wahnsinn.

      Habt ihr mal darüber nachgedacht, wieviel Menschen tatsächlich aushalten können, wenn es darauf ankommt?

      • Ich mag es mir gar nicht ausmalen, was wäre, wenn...
        Kinder sind oft härter im Nehmen, als man denkt. Eine Lösung zur Rettung ist doch auch in Sicht, die Kinder müssen jetzt tauchen lernen, es gilt eine Strecke von ca. 3 km per Tauchen zu überwinden. Alles wird gut, das glaube ich ganz fest!

        • Als Taicherin muss ich dazu sagen dass eine solche Strecke wirklich viel ist. Weiterhin ist tauchen in Höhlen und dazu noch mit Engstellen, eine unglaubliche psychische Herausforderung.
          Panikattacken sind selbst bei erfahrenen Tauchern die das erste Mal in eine Höhle tauchen nicht auszuschließen.
          Ausserdem werden die Tauchgänge gleich mehrere Stunden dauern, Kinder ermüden schneller beim Tauchen.
          Gut ist dass sie eine Kopfmaske tragen werden und somit nicht Gefahr laufen das Mundstück zu verlieren. Aber auch Kopfmasken können voll laufen, sie müssen dann ausgeblasen werden. Auch das ist eine mentale Herausforderung.

          Ich hoffe sehr dass alles gut geht, einfach wird es jedenfalls nicht!

          • (4) 05.07.18 - 19:43

            Ich dachte immer, mir macht das nichts aus, aber als ich mal wieder im MRT war, fand ich das schon beklemmend. Und das ist echt lächerlich im Vergleich zu sowas...
            Mir müsste für die Rettung jemand eine über die Rübe hauen, mich passend mit Sauerstoff versorgen und dann da bewusstlos durchziehen. Aber ich vermute, das ist keine Option.

          • Hallo tauchmaus01,

            ja, als Verantwortlicher würde ich nicht das Risiko eingehen, die Jungen tauchen zu lassen. Die Taucher, die zu der Mannschaft vorgedrungen sind, waren ja professionelle Taucher (glaube sogar gelesen zu haben, daß ein Navy-SEAL dabei war. Und selbst die hatten viele Stunden gebraucht, um dorthin vorzudringen.

            Lieber warten und darauf hoffen, daß das Wasser weiter abgepumpt werden kann, und nur im äußersten Notfall einen Tauchgang riskieren.

            Hoffentlich geht alles gut!

            ... und nun ein Todesfall unter den Rettern :-(
            Ich hoffe und zittere wirklich mit.

      Wirklich unglaublich... Bleibt nur zu hoffen, dass eine Rettung vor Einsetzen des Monsunregens erfolgen kann... Ich habe Berichte gehört, dass die Gruppe sonst evtl. noch Monate dort verbringen muss. Was für eine Horrorvorstellung #zitter! Für alle Beteiligten...

      Und schon der erste Todesfall :(

      • (9) 06.07.18 - 07:28

        Ja, das habe ich heute morgen auch gehört. :-( Höhlentauchen ist wirklich sehr gefährlich.
        Ich hatte diesen Thread eigentlich gepostet, weil ich dachte, dass es im Grunde eine positive Geschichte ist, es sollte keine Sensationshascherei werden. Aber nun gibt es doch Licht und SChatten. Ich hoffe, ab jetzt geht es gut!

    Sogar erfahrene Taucher vom Heer o.ä. sagen, dass die Rettungsaktion durch Tauchen viel zu gefährlich ist. Und einige da drin können nicht mal schwimmen. Ich halte das für sehr gewagt und hoffe, dass sie einen anderen Weg finden.

    So leid es mir tut, das zu schreiben, ich habe allergrösste Bedenken, dass diese Tauchrettung klappt. Technisch mag vieles gehen, aber die praktische Umsetzung bei Kindern in einer absoluten Ausnahmesituation, die nicht mal schwimmen können, ist überaus schwierig. Wie soll das mental gehen? Sie müssen eine lange enge Strecke unter Wasser bewältigen. Der Navy-Seal ist bereits gestorben, auch er hat sich verschätzt...
    Ich war bei einem Lehrgang mal u.a. mit Soldaten einer Kampfschwimmereinheit zusammen, was die abends so erzählten und wieviele da aus psychischen Gründen schon bei der Ausbildung rausfliegen......leider habe ich da ein ganz ganz ungutes Gefühl bei der Rettungsaktion. Auspumpen der langen großen Höhle geht auch nicht; ich fürchte, da werden noch viele Gebete nötig sein, dass die Kinder hoffentlich gut rauskommen. LG Moni

ich denke, dass die jungs glück haben, dass wohl alle buddhisten sind, welche ja fast ausschließlich in thailand leben. diese lernen von kleinauf meditation und alles drumherum, so dass sie vermutlich in so einer situation ruhe bewahren können. ich wäre durchgedreht...

für die tauchaktion habe ich gelesen, dass die profitaucher 6 std brauchen.
von oben bohren ist eher schwer, weil dann alles zusammenbrechen könnte.

was ein albtraum.

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