Rettungsaktion hat begonnen

Guten Morgen.

Die Höhlenkatastrophe habe ich gestern tatsächlich erst richtig mitbekommen. Was für eine furchtbare Situation. Man kann sich kaum vorstellen, wie es den Betroffenen, Beteiligten, Helfern und auch Entscheidungträgern seit vielen Tagen ergeht.

Wie dankbar wir sein können, dass wir einfach in Sicherheit leben. Wie klein unsere Sorgen, gegen echte Sorgen sind.

Laut verschiedener Nachrichtendienste hat die Rettungsaktion durch tauchen begonnen. Ich bin kein Taucher, ich habe nur die aktuellen Nachrichten zu diesem Drama gelesen. Was dort beschrieben wird ist so dermaßen beängstigend. Wie soll das nur funktionieren? Es werden unterschiedliche Infos gegeben. Die Rettung soll bis heute Abend beendet sein, bzw die ersten Jungen sollen heute geholt werden...? Wenn es dort stellenweise so eng ist, ist dann beim Tauchen Begegnungsverkehr überhaupt denkbar? Dauert eine Strecke die benannten 5 Stunden oder sind es beide Wege? Ist beim Tauchen mit der vorhandenen Ausrüstung Kommunikation möglich? Wenn Taucher versterben, werden die Leichname entfernt oder begegnet diesen unter Umständen der nächste Tauchtrupp?

Fragen über Fragen, schreckliche Fragen, die in meinem Kopf schwirren. Aber es geht nur um die tapferen Jungen. Unglaublich, was sie bisher ausgehalten haben. Wohlmöglich taucht gerade jetzt einer der Jungen und man kann sich seine Gefühslage nicht ausmalen.

Ich hoffe so sehr auf ein Wunder und alle schaffen es.

Herzliche Grüße

Im Gegensatz zu anderen Teile ich deine Sorgen !
Ich bin Taucherin, habe dieses als meinen Beruf einige Jahre gemacht und kenne die Gefahren des Tauchens und besonders des Höhlentauchens.
Die größte Gefahr dabei ist die Psyche dabei. Bei Höhlentauchen oder Wracktauchen kann man nicht einfach auftauchen. Man muß erst einmal den Ausgang finden und teilweise, je nach Tiefe, Dekompressionspausen einhalten.
Das fällt nun dort aus, denn sie tauchen ja nicht tief. Jedoch ist es eine beachtliche mentale Herausforderung zu wissen dass man nicht Mal eben auftauchen kann, denn dort ist ja nunmal der Berg.
Das ist schon für geübte Taucher nicht einfach, für die Kids die teilweise wohl noch nicht Mal schwimmen können eine unglaubliche geistige Leistung! Sie müssen den Tauchern 100% vertrauen und absolute Ruhe bewahren. Weiterhin ist das Wasser dort sehr trüb, man sieht also nichts.
Gut ist dass sie Vollmasken tragen und nicht nur das Mundstück im Mund haben. Aber auch diese Maske kann vollaufen wenn sie wo hängenbleiben.
Es ist also tatsächlich unglaublich gefährlich!
Sollte dabei etwas passieren kann man sich sicher sein dass das Kind nicht einfach dort belassen wird.
Ich denke dass jeder der mit guten Gedanken bei diesen Menschen ist eben für diese Menschen wichtig ist. Klar wissen sie das nicht, aber jeder gute Gedanke und die Hoffnung ist wichtig.
Wollen wir Mal alle hoffen dass die Rettung ohne Zwischenfälle gelingt und uns nicht hier drüber kloppen ob Empathie oder Sensationsgier hinter den Beiträgen steckt. Das ist nämlich absolut unwichtig, manche Gedanken kann man sich halt auch denken und muss sie nicht schreiben!

So, und nun hoffen wir alle dass es gut ausgeht und wir spätestens morgen Abend schreiben können wie viel Glück alle hatten.

Mona

Ich weiß gar nicht, warum ich immer wieder auf das schmale Brett trete, hier irgendetwas zu posten. Es ist wirklich egal, was man schreibt, irgendwer kann aus jedem erdenklichen Thema was schlechtes, gar haarsträubendes rauslesen. Richtig ätzend.

Danke für deine nette Antwort.

Es heißt ja, die Ersten sind gerettet. Was für eine unerwartete und großartige Nachricht! Nach der Bericherstattung und den Gefahrenerläuterungen habe ich als Unkundiger in diesem Thema wirklich befürchtet, es hagelt eine schlechte Nachricht nach der anderen. Und wie die Eltern vor Ort gefühlt haben müssen, wenn sogar ein erfahrener Taucher ertrunken ist, kann man sich wie ich sagte, ja kaum vorstellen.

Jetzt besteht aber wieder realistische Hoffnung auf ein gutes Ende.

Ich klinke mich hier aus. Ich will mich nicht aufregen.

LG

Hallo,

der Wasserstand in der Höhle soll durch Tauchpumpen gesunken sein und dadurch können die Kinder anscheinend einen Teil zu Fuß laufen und ansonsten wird jedes Kind wohl durch 2 Taucher "begleitet". So steht es jedenfalls grad im Netz.
Ich wünsche für die Rettungsaktion alles Glück: den Helfern und dem Fußballteam.
Mögen sie die Rettung gut überstehen.

LG

Ja, das habe ich auch gelesen. Ich hoffe sehr, dass es stimmt und nicht nur eine Ermutigung für die Wartenden draussen sein soll.

LG

Hi,

leider war mein erster Gedanke auch das dieser Thread wahnsinnig unsensibel ist.

Selbst wenn man sich darüber Gedanken macht, wie es wohl den Kindern geht, so muss man doch nicht offen darüber spekulieren ob die Kinder in Leichen hinein schwimmen.

Ich wünsche den Kindern, ihren Familien und den Helfern ein baldiges, positives Ende dieses Dramas.
Gruß Ornella

Hallo Ornella,
Ja, da hast Du recht...Dieser eine Satz war sehr unglücklich gewählt und hätte auch weggelassen werden können.
Ich glaube der TE aber, dass sie aufrichtige Anteilname und Empathie verspürt, sie hat es eben nur nicht ganz optimal ausgedrückt.
****vom urbia-Team editiert****

Herzlichen Dank.

Für mich waren das Fragen, die mir einfach in den Sinn kamen, da sie aufgrund der Erläuterungen der Gefahren und den verschiedenen Berichten, die auch lauteten, dass ggf heute alle gerettet werden sollten, einfach logisch erschienen. Sie haben mich einfach emotional beschäftigt.

Ich habe aber auch durch mein Studium in Bereichen der Einsatztaktik gelernt. Vielleicht passiert das dadurch, das weiß ich nicht. Wer weiß, was für Szenarien vor Ort noch alles durchgekaut wurden.

Wie auch immer. Ich bin weder sensationsgierig, noch pervers oder möchte mich besonders hervortun. Ich denke Millionen anderen Menschen nehmen auch Anteil und sorgen sich, reden, Posten, twittern darüber? Ich fand meinen Post nicht übertrieben, aber zukünftig kaue ich solche Gedanken alleine mit mir durch. Das mache ich ja auch mit Gedanken, die man immer mal wieder hat, wenn man an bekannte zurückliegende Dramen denkt. Manchmal kommen eben Bilder und Gedanken hoch, die man zB nie vergessen wird. Und dann denke ich an etliche Hinterbliebene, die das erst recht niemals vergessen werden und ja, sie tun mir dann wieder leid. Dass das den Menschen nichts bringt, weiß ich auch. Aber es macht mich zu dem Menschen, der ich bin. Und ich packe immer an, wenn es sich ergibt. Sei es bei Kleinigkeiten oder auch großen Ereignissen, wenn ich Menschen helfen kann oder auch verletzten Tieren oder auch etliches anderes im ganz normalen Alltag.

Dann sowas hier zu lesen... ach...Ich lass das jetzt lieber.

LG

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Hallo,

danke für Deine Worte und Gedanken. Ich ertappe mich auch dabei, wie ich mit fiebere, normalerweise bin ich nicht so veranlagt. Man ist halt selbst Mutter, deren Kind gerade im Ferienlager ist und man denkt schon daran, was wäre, wenn.
Alles wird gut, das glaube ich ganz fest.

LG

Anscheinend geht es ja aktuell weiter. Ja, du hast Recht. Nachdem es gestern wohl überraschend komplett gut gegangen ist, ist die Hoffnung viel größer, dass es weiterhin klappt.

Dennoch sehr tragisch, dass ein Helfer bereits gestorben ist. Ein weiterer ist schwer verletzt, hoffentlich erholt er sich komplett.

Es ist wirklich ergreifend, welche Kreise eine solche Rettung zieht, wie viele vermutlich tausende Menschen, aufopfernd helfen für eine vermeintlich kleine Gruppe.

LG

Ich kann das sehr gut nachempfinden. Habe 2 Kinder und eines ist unterwegs.
Ich selbst habe panische Angst vor Höhlen. Stecken zu bleiben, nicht mehr zurück zu kommen usw.Jetzt auch noch das Wasser. Ich kann mir nicht im geringsten Vorstellen, wie die Kinder sich dort jetzt fühlen müssen. Weil bei mir das Gefühlschaos schon bei Höhle und eingeschlossen ausgebrochen ist.
Das Thema ist an unserer Grundschule ein sehr großes Thema. Die Kinder malen sich alle möglichen Szenarien aus.
Meine große Tochter fragt jeden Tag nach, ob die Jungen schon gerettet wurden.

Und auch ich denke darüber nach, was passiert, wenn einer der Jungen plötzlich Panik bekommt unter Wasser und versucht aufzutauchen, was nicht möglich ist. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, dass JEDES Kind geborgen werden wird.
Auch, wenn es eines nicht schaffen sollte. Ich hoffe, dass alles gut geht. Ich versuche das nicht so sehr an mich ranzulassen. Aber es beschäftigt mich schon. So wie es mich immer beschäftigt, wenn auf der Welt etwas mit Kindern passiert Man sitzt hier und kann nichts machen.

Habe heute diesbezüglich noch keine Nachrichten gehört. Eine Freundin von mir ist zur Zeit in Thailand und macht dort ihren Tauchschein. Das ist nicht einfach. Ich bekomme schon Panik, wenn ich nur durch dieses Ding atmen soll.

https://www.urbia.de/forum/11-allgemeines/5099219-wie-kamen-kinder-in-die-hohle

Liebe Community,

wir haben uns entschieden den Thread wieder zu öffnen.
Leider mussten wir viele Diskussionsstränge löschen, da sich darin persönlich angegriffen wurde und das Thema somit stark geschreddert wurde.

Es tut uns sehr leid, wenn auch wertvolle Beiträge gelöscht wurden.
Bitte bleibt in euren Antworten beim Thema, damit so etwas vermieden werden kann.

Viele Grüße
aus dem urbia-Team

Alle sind draußen, alles ist gut gegangen. Uff! #huepf

Oh danke. Ich hatte aktuell noch nicht nachgeschaut.

Großartig!!!

Welch tolle Neuigkeit heute, alle sind wohl nun aus der Höhle raus.
Eine Meisterleistung der Spezialtaucher und anderen Retter und Unterstützer aus aller Welt. Da hat sich wohl auch die positive Energie all der Menschen in allen Ecken unseres Planeten gelohnt, welche in Gedanken bei diesen Menschen gewesen sind.
Den Jungs nebst Trainer und allen Helfern und Rettern wünsche ich alles Gute auf ihrem weiteren Lebensweg.
Nur bitter schade, dass diese Rettungsaktion durch den Unfall eines Tauchers überschattet wird. Alle Geretteten und viele andere auch werden ihn aber sicher stets ihn ihren Gedanken behalten und ihm einen Ehrenplatz in ihren Herzen einrichten.

mfg Ragnar

Danke. Das hast du sehr schön geschrieben.

Herzliche Grüße