Multitalente hier?

    • (1) 20.07.18 - 22:34

      Hallo an alle,

      Ich möchte mal fragen, wer von euch noch mehrere Talente hat? Macht ihr dann auch alles? Wie schafft ihr es zeitlich? Oder habt ihr euch auf eins festgelegt und das wird ausgeübt?
      Ich habe irgendwie das Gefühl, mir reichen die 24 Stunden am Tag nicht.
      Ich bin Lehrerin, komme aus einem anderen EU Land, deutsch ist also nicht meine Muttersprache. Spreche ich aber ohne Akzent. Ich zeichne so gerne Portraits, 1 dauert schon mal Wochen, ich fotografiere gerne, werde zu Hochzeiten und Junggesellenabschied als Fotograf eingeladen, ich spiele in einer Band Gitarre und haben auch öfters Auftritte und lerne seit paar Jahren Klavier beim Klavierlehrer. Ich häkel wahnsinnig gerne Puppen für meine Tochter, das dauert aber auch wochenlang, bis eine fertig ist. Und nebenbei natürlich Familie und Haushalt schaffen. Und da ich eine sportuniversität absolviert habe, würde ich gerne noch ins Fitnessstudio und nicht nur mit den Hanteln zu Hause. 😩 und schwimmen.... das fehlt mir schon so sehr. ist mir alles echt zu viel, aber sobald ich auf etwas verzichte, hab ich ein total schlechtes Gewissen.
      Wie macht ihr das? Was macht ihr alles?

      • Talent habe ich nur mäßig,
        aber viel Spaß an dem, was ich mache.

        Alles geht nicht, das wäre mir zu viel und zu stressig.
        Da mein Talent nur mäßig ist, mache ich es wegen Spaß, nicht wegen dem Ergebnis. Das heißt, nicht perfekt ist auch ok :-)

        Meine Projekte passe ich der Zeit an, die ich habe. Nicht umgekehrt!

        Ich sortiere, was mir wichtig ist.


        Meist habe ich ein langes Projekt, das gut und gerne auch mal mehrere Jahre dauern kann. Etwas, das man unbeschadet zur Seite legen kann, weiter machen kann usw.
        Bei dem es kein Problem ist, wenn es Monate lang liegt.
        Bei dem ich selbst entscheiden kann, ob ich 5 Minuten oder 3 Stunden daran weiter mache.

        Dazu habe ich kleinere Projekte. Solche, die in wenigen Tagen fertig sind.
        Diese mache ich zwischendurch, wenn es zeitlich passt. Wenn ich merke, dass es zeitlich nicht passt, fange ich es
        a) erst später an
        b) mache ich etwas kleineres


        Sport: hier miste ich aus.
        Bewegung ja, das muss sein. Das brauche ich, damit es mir gut geht.

        Wie viel brauche ich?
        Viel zu Fuß erledigen - erspart mir das Laufband
        Schwimmen - im Sommer prima
        andere Sportarten im Winter

        alles gleichzeitig?
        bloß nicht!
        So viel Zeit habe ich nicht und so viele Muskeln für einen Kater habe ich auch nicht :-p

        Dass ich etwas mache, ist wichtig. Aber nicht den ganzen Tag, nicht alles verschiedene. Phasenweise das gleiche und das tut mir gut.

        Ich will nicht noch mehr! Ich koordiniere, das, was ich brauche/habe und leisten kann.

        Ich nehme mir jeden Tag Zeit für mich.
        Diese brauche ich.
        Diese stopfe ich aber nicht voll, mit To Do, was ich nicht schaffe, sondern nehme mir diese Zeit zum fühlen, was ich brauche.
        Weniger ist manchmal mehr. Projekte wähle ich bewusster aus und setze sie auch bewusster um!

        Wenn ich durch Projekte durchetze (kreative Projekte, lesen) etc. dann ist es bei mir oft nur Flucht. Hinterher merke ich dann, dass ich es gar nicht mitbekommen habe. Dafür brauche ich es dann auch nicht machen.

        Dann lieber bewusst entscheiden, was ich machen möchte und dieses dann mit vollem Genuss! Dafür müssen andere Projekte eben warten oder stehen hinten an. Wenn sie mir dann noch wichtig sind, mache ich sie noch. Wenn nicht, dann nicht.


        Aus verschiedenen Bereichen etwas.
        Musik, lesen, Sport/Bewegung, kreatives, sachliches

        Für jeden Bereich reicht aber ein Projekt. Je nach Zeitraum auch mal nacheinander.
        Ich brauche von allem etwas! Nur nicht gleichzeitig, sofort, alles, was davon möglich ist, sondern so, dass in einem Jahr, in x Monaten von allem etwas dabei war. Im Durchschnitt der Zeit. Dann geht es mir gut.

        Ganz verzichten auf einen Bereich könnte ich nicht. Alles in jeder Woche machen, wäre mir zu viel.

        • Danke für deine Antwort. Ich verstehe, was du meinst.

          „Dass ich etwas mache, ist wichtig. Aber nicht den ganzen Tag“ schreibst du. Meine Freundin hat mich mal gefragt, wo die mich im Zug häkeln gesehen hat (wir pendeln beide zur Arbeit, ich 40 Minuten, sie steigt nach 25 Minuten aus): „würdest du mal sterben, wenn du nix machst?“ 😂 habe aber echt das Gefühl, wenn ich nix mache, ist der Tag umsonst. Und dafür ist das Leben zu kostbar.

          • "habe aber echt das Gefühl, wenn ich nix mache, ist der Tag umsonst."

            aktives Ausruhen ist auch wichtig ;-)

            Wenn ich mal nicht ausruhe, breche ich zusammen mit der Zeit.

            Eine Person im Verwandtenkreis ist wirklich daran zusammengebrochen. Sie war ständig in einem Projekt, sie musste ständig was tun. Das Leben ist zu kurz, das Leben ist zu kurz.

            Ihr Leben war wirklich kürzer. Früher Herzinfarkt. Sie hat vieles und ständig etwas gemacht. Nur zwei Dinge nicht

            1. bewusst ausruhen
            2. genießen!

            Ich kann sehr viel essen. Wenn ich es runterschlinge, wird mir schlecht. U.U. nehme ich mehr zu mir, als ich brauche. Das führt u.U. zu einem früheren Tod.
            Wenn ich bewusst esse. Nicht nur Nahrung zu mir nehme, sondern es genieße, mir den Bissen auf der Zunge zergehen lasse. Dann habe ich viel, viel mehr davon.

            Vom Geschmack, vom Genuss
            und auch von der Gesundheit! Weil mein Körper selbst entscheidet, wann er satt ist.

            So ähnlich ist es auch beim Tun ohne auszuruhen. Irgendwann ist der Körper übersättigt, aber stoppen kann man es nicht mehr. Dann bricht der Körper zusammen oder holt sich mit "Gewalt", was er braucht. Selbst spürt man es dann gar nicht mehr, wann es genug ist, weil der Kopf nur noch im "Tun" ist.

            Ist es bei dir schon eine Form von Sucht oder noch davor? So dass du gegensteuern könntest? Kannst du noch selbst entscheiden, ob du etwas tust (auch mal ausruhst) auch mal nichts tust?
            Oder geht das schon soweit, dass du dann unruhig wirst, "Entzugserscheinungen" hast?

            • Also zb ausruhen mit Film gucken kommt alle paar Monate vor. Wenn ich mich abends ausruhe, dann bearbeite ich zb paar Bilder in Ruhe auf dem Pc oder lese Nachrichten oder Schwachsinn auf Facebook. Oder ich zeichne abends oder übe etwas Klavier. Ich empfinde das als Entspannung nach einem bewegten Tag. Oder wenn wir Bandprobe habe (jeden Freitag) ist es für mich total entspannend mit dem Jungs da zu sitzen und Bier zu trinken. Zählt das schon als Entspannung? 😅Ich mache meine Sachen nicht gehetzt. Wenn ich mal nicht Klavier geübt habe, ist es eben so und wir machen in der Stunde Musiktheorie. Für die Band muss ich nicht wirklich viel üben, Lied einmal gespielt, immer drin im Kopf. Wenn mein Freund am we zu Hause ist, gucken wir auch mal einen Film und sitzen Stunden lang auf der Terrasse. Ich versuche drauf echt zu achten.
              Das mit dem Essen. Ja. Kenne ich. Ich mache jetzt Diät. Eher gesund essen. Ich genieße jetzt jeden Happen. Und bereite mein Essen bewusst zu. Und nicht wie im Schuljahr: oh, ein Bäcker, ich muss wieder mal essen. 😁

      (6) 21.07.18 - 18:16

      Hallo,

      ich habe mich für wenige Dinge entschieden und dabei v. a. Dinge gewählt, die mich nicht so sehr verpflichten.

      Ich habe auch mehrere Dinge, die mir Spaß machen und ich war schon an dem Punkt, an dem mir all die "Verpflichtungen" zu viel wurden. "Verpflichtungen", weil man gewisse Dinge ja auch verbindlich macht. Wenn ich Sänger in einer Band bin, kann ich nicht kommen und gehen, wie ich möchte z.B.

      Also habe ich mich aus gewissen Dingen einfach ausgeklinkt. Manchmal mit schlechtem Gewissen, manchmal ohne. Das Ergebnis ist aber im Endeffekt mehr Zufriedenheit, weil es mir so besser geht. Ich habe mehr Zeit für die Familie und kann entspannen, wenn ich das möchte. Basteln, Nähen, Häkeln... kann auch mal liegen bleiben.

      Manches fehlt mir aber trotzdem hin und wieder. Das nehme ich mir für später vor. Man muss Prioritäten setzen. :-)

      LG

    • (7) 21.07.18 - 19:33

      Hi,
      wenn man auf zu viele Hochzeiten gleichzeitig tanzt, bleibt was auf der Strecke.
      Mich würde es ärgern, wenn ich wochenlang an etwas häkle, etc.

      Ich nähe gerne und dann soll es fertig werden und nicht ewig rumliegen.
      Ich koche und backe gerne, nimmt auch Zeit in Anspruch, immer wieder was neues zu machen.
      Ich spiele gerne Sax....wenn ich es nicht schaffe wirklich zu üben und ich ewig für die Lieder zum Einspielen beauche, bin ich gefrustet
      In meinem Sport muss ich viel trainieren, um vorwärts zu kommen....wenn das nicht passiert, droht stillstand oder man wird wieder schlechter....da ich noch mit den Kids &Mann mithalten will, brauche ich hier meine Zeit zum üben.

      Also mache ich im Moment viel Sport, kein Sax und Nähe viel weniger aber dafür intensiver an den Tagen
      Alle geht halt nicht, das artet in Stress und Frust aus.

      lg
      lisa

      Talent hab ich auch nicht 😅 aber um ehrlich zu sein: das was du aufzählst ist echt viel 😅😅😅 ich bin zwar in Elternzeit und hab 2 kleine knirpse bis 2 zu Hause, aber das was zu aufzählst wüsste ich nicht mal unterzubringen. 😅😅😅 1-2 Sachen ja ok. Aber den rest?

      Ich persönlich (ist aber nur mein empfinden) finde dass es auf Dauer nicht gesund ist sein Leben so voll zu stopfen. Es sei denn man hat jemand der Haushalt übernimmt. Also ich nur für die Familie da wäre und im Haushalt kein Finger krümmen würde.

      Auf Dauer geht etwas unter. Entweder die Familie oder Partner oder man selber. Oder im schlimmsten Falle alle zusammen.

      Oder die Kinder sind schon so groß, dass man quasi nur noch für Arbeit und Organisation im Haushalt zuständig ist. Also dass die Aufgaben verteilt sind und jeder was macht.

      WENN es dich aber glücklich macht und deine Familie damit glücklich ist dann spricht auch nix dagegen so viele Interessen zu verfolgen. 😉

      Ich bin schon beschäftigt genug soziale Kontakte zu pflegen. Hab aber auch 2 Kinder bis 2 Jahre + den kompletten Haushalt 😅 da hat man genug zu tun. Ich bin da schon froh dass ich wenigstens schaffe paar Kapitel zu lesen und die Ruhe zu genießen 💖 das tut meiner Seele gut mal nichts zu tun und einfach zu entspannen 😊

      Jeder Mensch hat Talente ich glaube mehr als man jemals von sich selber glaubt. Man muss nur das finden was einem Spaß macht und nochmal Freude bereitet.

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