Ganz ehrlich, ich war noch nie so unsicher bei einer Wahl

    • (1) 14.10.18 - 16:49

      Heute gegen 8:00 war ich schon wählen und ich muss sagen, dass es mir noch nie so schwer fiel mich hoffentlich richtig zu entscheiden. Bin nun auf die Hochrechnungen um 18:00 gespannt

      • (2) 14.10.18 - 17:25

        Da bist du sicherlich nicht alleine.

        LG

        • (3) 14.10.18 - 17:28

          Ich denke auch. Irgendwie waren die letzen Wochen und Tage so von Stimmungsmache und wenig Inhalt geprägt, dass ich mich dabei ertappte nicht darauf zu reagieren. Letztendlich wird es unabhängig des Wahlergebnisses weitergehen. Es werden sicher spannende Zeiten

      (4) 14.10.18 - 19:35

      Ich fand es gar nicht so schwer und auch das Ergebnis, so wie es sich momentan darstellt, ist die logische Konsequenz dessen, was Seehofer und Söder in den letzten Wochen auf den Weg gebracht haben. Sie haben doch wirklich hart daran gearbeitet, uns deutlich zu machen, dass man die beiden nicht machen lassen kann, was sie wollen. #gruebel

    • (5) 14.10.18 - 20:13

      Mir fiel es ganz leicht. Meine Stimme bekam diesmal eine kleinere Partei. Ganz bewusst, um diese zu stärken, damit sie bei der Koalitionsbildung eventuell berücksichtigt werden kann. Es war sozusagen auch eine Art Protestwahl von mir.

      Was mich gerade besonders freut ist, dass die AfD trotz vorheriger Befürchtungen nicht den dritten Platz geschafft hat.

      (6) 14.10.18 - 23:02

      Hallo Maike. Sch

    • (7) 14.10.18 - 23:44

      Hallo,

      Das Ergebnis erstaunt mich nicht.
      Außer warum die GRÜNEN so stark geworden sind.

      Die AfD mag nicht drittstärkste Kraft sein aber Sie hat 190000 Nichtwähler bekommen und ist im 15 Parlament.

      Ja und was tun die sog. Etablierten?
      Sie zucken die Achseln.

      In 2 Wochen geht's nach Hessen.
      Es wird ähnlich ausgehen.


      Gruß Birgit

      • (8) 15.10.18 - 08:17

        "Das Ergebnis erstaunt mich nicht.
        Außer warum die GRÜNEN so stark geworden sind."

        Nee, ist klar. Umweltschutz ist ein totales Randthema und geht im Grunde niemanden was an. #augen
        Kümmern wir uns lieber ausschließlich um das Thema Migration. Monokausalität rockt! Der Islam ist sicher auch am Klimawandel Schuld.

        Ach, halt! Den gibt es ja gar nicht. Die Erde wird halt mal wärmer, mal kälter....

        • (9) 15.10.18 - 09:13

          Man muss nicht sarkastisch werden.

          Zudem meinte ich das anders.
          Klar geht Klimawandel jeden was an.

          Aber es gibt genug Bundesländer in denen die GRÜNEN nicht annähernd so stark sind.
          Auch im Bund.

          Und gerade in Bayern wo ja die Uhren angeblich anders laufen so hoch zu kommen wundert mich.

          Zudem sind die GRÜNEN nicht die Allheilpartei in Sachen Umweltschutz.

          Irgendwie erheben alle Parteien Anspruch darauf. Der eine mehr der andere weniger.

          • (10) 15.10.18 - 09:26

            Nenne mir Zeiten, in denen es sich mehr lohnen würde, sarkastisch zu werden. Sarkasmus ist gerade meine Überlebensstrategie.

            BTW: Die AfD ist ganz sicher kein Allheilmittel für si ziemlich alle anstehenden politischen Fragen. Sie wird trotzdem gewählt. Vielleicht gibt es für die Wahl der Grünen ähnliche Motive? Vielleicht bluten einfach vielen die Ohren von der ganzen Diskussion um Migration und Integration und das Ergebnis ist als entnervtes "Können wir jetzt endlich mal wieder über etwas anderes reden?" zu verstehen?

            • (11) 15.10.18 - 13:18

              Deine These mag stimmen.

              Aber mal 2 Dinge dazu:


              AfD:
              Sie hat das geschafft was FDP LINKE und GRÜNE nicht schafften. Sie wird nach Hessen in allen Parlamenten sein. Ob nun aus Protest oder nicht interessiert wohl kaum.


              GRÜNE:
              Die GRÜNEN sind für mich schon länger eine grün angestrichene FDP.
              Krauchen da rum wo die Macht ist.
              Vor Jahren hätten die nie Mit der CDU oder FDP zusammengearbeitet.

              • (12) 15.10.18 - 18:37

                "Ob nun aus Protest oder nicht interessiert wohl kaum."
                #zitter

                MICH interessiert das sehr und es macht mir Angst, dass dir das anscheinend wumpe ist. Es ist doch ein himmelweiter Unterschied, ob jemand eine zunehmend rechtsextreme Partei wählt, weil er sich nicht gehört fühlt und mit der Arbeit der etablierten Parteien nicht zufrieden ist oder ob er tatsächlich zum moralisch verwahrlosten Arschloch mutiert ist.

                "Die GRÜNEN sind für mich schon länger eine grün angestrichene FDP.
                Krauchen da rum wo die Macht ist.
                Vor Jahren hätten die nie Mit der CDU oder FDP zusammengearbeitet."

                Ähm, Moment, dir scheint da entfallen zu sein, dass Lindner Jamaika hat platzen lassen. Insofern kraucht die FDP nicht zwangsläufig da rum, wo Macht ist. Das mag man nun finden, wie man will, genauso wie man schwarz-grün offenbar ganz anders bewerten kann: Was du scheinbar als Anbiederei empfindest, empfinde ich eher als "Erwachsen-Werden" einer Partei, die gelernt hat, dass Kompromisse und Dialog nötig ist, wenn man eigene Ideen in einer Demokratie einbringen möchte.

                • (13) 15.10.18 - 19:04

                  Also:

                  Mir ist das nicht schnuppe dass die AfD so stark ist. Aber Frau Nahles stellt sich gestern Abend hin und sagt ( Ja dass die AfD nun in einem weiteren Parlament ist ist nicht gut )
                  Wo bleibt denn mal das handeln?
                  Die Wähler zurück gewinnen?

                  Und was die GRÜNEN angeht.
                  Jamaika ist geplatzt ja. Aber da reden wir von Bundesebene das ist was anderes.
                  Immerhin gibt es Jamaika in Schleswig Holstein und Schwarz-grün in Hessen usw.

                  Desweiteren gibt es ja auch Rot-rot-grün.
                  Wäre auf Bundesebene derzeit undenkbar.

                  Daher bleibt da meine Meinung.

                  (14) 15.10.18 - 19:07

                  Noch eins zur AfD.

                  Die meisten sind ProtestWähler. Da muss man nicht groß nachdenken.

            "Ergebnis ist als entnervtes "Können wir jetzt endlich mal wieder über etwas anderes reden?" "

            Das wird bestimmt so sein.

            Einer der Gründe ist mit Sicherheit aber auch der medial sehr unterstützte, gute Wahlkampf, in dem Phantastereien und utopische Vorstellungen und Ziele von der gute-Laune-Aufbruch-Stimmung und dem Charisma der Spitzenkandidaten verdeckt worden sind.

            Man vergleiche nur mal die Inszenierung der Sommerinterviews von Gauland und dann Habeck oder Baerbock.

            Zwar bereits abgeschmackt, aber immer noch aktuell, ist, denke ich, der Grund, dass man mit grün eben nicht nur konkrete politischen Ziele, sondern das Lebensgefühl "Tolerant-bunt-ökologisch-und-moralisch-einwandfrei-sowie- überlegen" wählt und das gute Gefühl hat, im Land etwas mitzubewegen und sei es nur, in dem man bei Facebook ein "wir sind mehr"-Banner installiert.

            Dann muss man anerkennen, dass sie sich wirklich zumindest vom Image her etabliert haben als Partei, die sowohl bürgerlichen Realismus zeigt als auch soziales Gewissen in jeder Hinsicht, in Verbindung mit dem Hauch von Innovation.. Das hat offenbar funktioniert.

            Ich habe gestern aber auch den klugen Gedanken gehört, dass es eben auch viel mit dem verwässerten Profil der CDU/CSU und SPD sowie der Arbeit der GroKo zu tun hat.

            Die Wähler haben, wenn man die Wählerwanderungen ansieht, gerne das Original gewählt.. Ist man mit der Arbeit von Angela Merkel unzufrieden, wählt man wegen Drehhofer und Co.. dann doch eher nicht die CSU, sondern die Freien Wähler oder die AFD.. Ist man einverstanden mit der links-grün-angehauchten Politik der GRoKo, unterstützt man aber dennoch das Original, nämlich die Grünen selbst.

            Zudem haben die Grünen wie oben schon gesagt auch der SPD die Rolle der Partei der sozialen Gerechtigkeit abgenommen.

            Ich denke, in das gute Wahlergebnis spielt viel rein, aber nicht unbedingt die politischen, eigenen Erfolge der Grünen.

            • (16) 15.10.18 - 18:30

              Das kann ich ausnahmsweise mal komplett so unterschreiben.

              BTW: Was hältst du denn eigentlich von den Meldeplattformen, die die AfD online gestellt hat, auf denen Lehrer gemeldet namentlich gemeldet werden können, die sich angeblich oder tatsächlich AfD-kritisch geäußert haben?

              • Gar nichts!

                Aus verschiedenen Gründen.. Es ist politisch so unglaublich dämlich, eine solche Aktion anzuleiern, obwohl das ja zwangsläufig medial ausgeschlachtet werden musste und man nicht anders konnte, deswegen die Grundgesetzkonformität der AFD anzuzweifeln.

                Ich denke aber, Teile der AFD sind so in ihrer Blase, dass da ein Kampf für "das Volk" gegen ein Kartell geführt wird-ähnlich wie diejenigen, die glauben, mit der AFD sei das Dritte Reich am Wiederauferstehen und man müsse sich erheben!- gefangen, dass sie solche Aktionen tatsächlich für notwendig erachtet.

                Das mediale Echo und vor allem die Ausschlachtung in den sozialen Netzwerken finde ich aber höchst lächerlich.

                Die AFD erzeugt dadurch kein Klima der Angst und unterdrückt die Meinungsfreiheit. Dazu hat sie weder den Einfluss noch ist das so gemeint. Es ist ja umgekehrt, dass die "klimatischen" Verhältnisse eher so aussehen, dass man Konsequenzen, mindestens für die eigene Reputation befürchten muss, wenn man sich in einer offiziellen Position afd-wohlwollend äußert.

                Und jetzt ohne, dass ich mich im Beamtenrecht und Detailfragen, was ein (angestellter) Lehrer darf und was nicht, verheddern möchte:

                Ich denke nicht, dass es förderlich ist, wenn man als Lehrer politisch und auch sonst nie Farbe bekennt. Eigentlich sollte man ein gewisses Profil zeigen, an dem sich junge Menschen reiben können. Strikte Neutralität verhindert wichtige Impulse zur Reflektion.

                Es ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, zum Dialog und zur Diskussion in der Schule anzuleiten. Wenn diese ergebnisoffen sind und ohne Indoktrination ablaufen.

                Die AFD hat durchaus Recht, dass dies nicht der Fall ist. Und dass meist stark beeinflusst wird.

                Das Diskussionsklima, auch und in gerade in Schulen, muss verbessert werden. das erreicht man aber nicht durch ein nicht nur ekelhaftes, sondern auch höchst peinliches Denunziantentum, sondern durch vernünftige politische Arbeit, die (weiterhin-weil es das bisher auch schon gibt;-)) konstruktiv abläuft.

            "Man vergleiche nur mal die Inszenierung der Sommerinterviews von Gauland und dann Habeck oder Baerbock."

            Klar, vieles ist auch Inszenierung, aber es ist doch auch ein anderer Stil. Habeck gehört für mich zu den wenigen Poltikern, die auch öffentlich wirklich differenziert diskutieren, anders als Gauland oder Söder oder Nahles. Das machte auch schon Özdemir aus, aber viele alte Grünen nicht (und z.B. auch Hofreiter eher nicht) und trägt m.E. auch zum Aufwind der Grünen bei.

            • Ich finde Habeck auch gut! Nicht unbedingt immer inhaltlich, wobei ich ihn für viele vernünftige Ansichten schätze, aber vor allem auch für eine angenehme Art der Kommunikation. Zudem differenziert er wirklich in Diskussionen..

              Vor allem, wenn man ihn mal mit der unsäglichen Göring-Eckardt vergleicht.. Ein wenig nervt mich seine zur Schau getragene kumpelhafte Art, aber es sei ihm gegönnt, dass er damit punktet.

              Wie du zu dem Urteil kommen kannst, "auch Hofreiter eher nicht", ist mir allerdings schleierhaft. Hofreiter hat sich doch verbal und vom Gesamtbenehmen überhaupt nicht im Griff und kann meist vor lauter Ideologie auch nicht differenziert argumentieren.

              Noch schleierhafter ist mir, warum du den Diskussionsstil von Gauland und Habeck unterschiedlich beurteilst. Ich habe viele Auftritte von Gauland gesehen und er ist grundsätzlich, egal, wie gegen ihn polemisiert wird, sachlich und differenziert in seiner Argumentation und seinem Aufreten. Man kann ihm vieles vorwerfen, auch seine unsäglichen zu Wort-Meldungen und Äußerungen sowie seine Unterstützung von Höcke, aber wenn er öffentlich diskutiert, ist daran rein gar nichts auszusetzen. Es ist sehr angenehm, zuzuhören. Auch seine Bundestagsreden gefallen mir oft gut.

              Ich frage mich, ob du ihn per Direktquelle beurteilst oder nur die mediale Rezeption seiner Ausfälle bewertest. Das ergibt für mich ein ganz anderes Bild.

              • OK, streiche bei Hofreiter das „eher“.;-)

                Gauland nüchtern zu bewerten fällt mir in der Tat schwer und ja, so vieles habe ich mir da auch nicht angeschaut, aber was ich so in Erinnerung habe, ist wenig Gutes. Mir ist diese aggressive Bierzeltrhetorik einfach zuwider. Allerdings las ich neulich, dass der Mann chronisch depressiv ist und früher gar einmal für taz als Gastautor schrieb - das hat ihn für mich direkt ein bisschen menschlicher gemacht.

                • Das ist es ja gerade, es ist einfach nicht richtig, dass Gauland in öffentlichen Diskussionen ( damit meine ich Bundestag, Talkrunden, Interviews) Bierzeltrhetorik benutzt.

                  Er ist da immer sachlich und gewählt im Ausdruck. Und aggressiv tritt er schon mal gleich gar nicht auf. Von der Depression wusste ich nichts, aber das passt sehr zu seinen Diskussionsrundenauftritten, in denen er oft wie "niedergedrückt" und etwas zu wenig bissig und zurückhaltend wirkt.

                  Medial wird hier ein Urteil verbreitet und zumindest suggeriert, das nicht mit den tatsächlichen Auftritten in Einklang zu bringen ist.

                  Selbst seine "Bierzeltauftritte", sprich Wahlkampf- und Marktschreierreden, bei denen er sich zwar mit seinem "Freund Höcke" solidarisiert und dessen Sprech und abstoßendes Deutschgetümel mehr adaptiert, sind nicht von solch aggressivem Duktus, vor allem im Verhältnis zu anderen Konsorten.

                  Ich bin dazu übergangen, ausschließlich die Originalquelle zu konsumieren und die mediale Beurteilung nur aus Interesse zusätzlich zu lesen.

"Die AfD mag nicht drittstärkste Kraft sein aber Sie hat 190000 Nichtwähler bekommen und ist im 15 Parlament."

Und die anderenstärkeren Parteien haben das nicht?

Das die AfD so stark werden konnte, zeigt doch deutlich dass die Regierungsparteien zu volksfern regieren.
Das kein Dialog stattfindet und Beschlüsse ect oft unausgegoren beschlossen werden und die Menschen ruhig stimmen sollen.
Letztlich aber noch mehr Probleme schaffen (Siehe das Recht auf einen Kitaplatz)

Die Themen werden oft falsch angefaßt und nur zu offensichtlich ist was dahinter steht (Thema Umweltschutz, Dieselverbote)


Mich wundert es dass die Parteien überhaupt noch so viele Stimmen bekommen haben.

(23) 17.10.18 - 13:48

"Ja und was tun die sog. Etablierten?
Sie zucken die Achseln."

Genau das ist seit Jahren das Problem.
Die machen alle, was sie wollen und nicht das, was das Volk will. Die Wähler strafen sie ab, und die Parteien zucken die Achseln, wie Du schon sagst.

Ich denke, viele der AfD-Wähler sind Protestwähler und sehen ihre Stimme als Tritt in den Allerwertesten der Volksparteien. Nur kapieren die nicht, dass sie getreten werden. #klatsch

Wenn das so weiter geht, sehe ich schwarz.
Irgendwann kriegen wir hier auch wieder eine faschistische Regierung, weil alle anderen sich entweder lediglich untereinander streiten oder meinen, sich auf ihren Lorbeeren ausruhen zu können (Merkel), anstatt die Probleme des Landes anzugehen.

(24) 15.10.18 - 08:38

naja, man liest das Programm der einzelnen Parteien, die einen interesseiren, schaut in der Vergangenheit, wer wieviel Schwachsinn gemacht hat und wählt das geringste Übel.

Hallo!

Da ich nicht in Bayern lebe, habe ich mir das Spektakel bei Euch gestern nur als Außenseiter angeschaut.

Allerdings hätte ich, wäre ich Einwohnerin von Bayern, wohl gewusst was ich wähle.
Und nein, es wären weder die Grünen, noch die AFD geworden. #zitter

LG

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