Rechtschreibung unwichtig?

    • (1) 09.11.18 - 10:42

      Guten Morgen,

      mich regt schon lange etwas auf und jetzt wollte ich mal fragen, ob ich da einfach zu pingelig bin oder ob es auch anderen so geht.
      Ich habe das Gefühl, mittlerweile schreibt kaum jemand vollständig und vor allem richtige Sätze. Von "dass und das", "Gleiches und Selbes" oder "wie und als" mal ganz abgesehen... Klar macht jeder Fehler, gerade weil auch viel am Handy geschrieben wird und das schneller zu Fehlern führt. Das ist ja auch in Ordnung aber manche Texte in Foren kann man kaum lesen und muss sich die Hälfte denken.
      Aber was ich noch viel schlimmer finde: ich lese immer öfter Artikel oder sogar Bücher die Rechtschreibfehler enthalten. Das geht meiner Meinung nach gar nicht. Gerade alles was offiziell veröffentlicht wird, muss doch korrekt geschrieben sein!

      Wie seht ihr das?

      Was denkt ihr über Rechtschreibfehler?

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      • Das finde ich schwer allgemein zu beantworten.

        Bei Flüchtigkeitsfehlern bin ich großzügiger, vermutlich weil ich die selbst auch zur Genüge mache.

        Systematische Fehler können mich hingegen schon nerven, da gibt's Dinger, die sind penetrant wie eine Nudel an der Nase und erschweren es sehr, sich noch auf den Inhalt zu konzentrieren.

        "Kaum jemand" scheint mir übertrieben;-).
        Rechtschreibfehler stören mich nicht so sehr. Flüchtigkeitsfehler können passieren, und Autokorrektur sowieso. Mein Handy meint oft, es wisse besser, was ich schreiben will als ich und ändert mir was ab, ohne dass ich das merke. Und eine Rechtschreibschwäche sagt über Intelligenz oder Sorgfalt auch nichts aus.

        Empfindlicher bin ich bei Grammatikfehlern. Wenn ich hier Sätze lese wie "Ich liebe mein Mann", dann möchte ich schreien, dass der Mann kein Neutrum ist und im Akkusativ steht. Oder wenn eine Frage gestellt wird wie "Was liest/trägt/hält ihr..."dann frag ich mich auch immer, was an der 2. Pers.Pl. so schwer ist, oder ob ich nur einen Dialekt nicht kenne.
        Nö, Rechtschreibfehler stören mich nicht so sehr, da hat mich mein Sohn mit LRS doch demütig gemacht.

        • An die "Gebährmutter" und ähnliches hab ich mich bei urbia schon fast gewöhnt, wenn auch zähneknirschend. Wobei ich aber zum HB-Männchen werden könnte (falls Du die Werbung noch kennst:-) ) ist die Frage:"was soll ich tuen" oder Whatsapp-Abkürzungen der Wörter bis hin zu BFF und ähnlichem. Dann noch 200 Zeilen ohne Absätze und Satzzeichen, da mache ich mir mittlerweile nicht mehr die Mühe, das zu lesen - schade um die Zeit. Perfekt bin ich auch nicht, aber hingerotzte Postings wird man von mir nicht finden. LG Moni

          • Hallo Moni,

            jetzt stell dich bloß nicht so an.... eine "Gebährmutter" ist noch nicht so schlimm wie eine "Gebermutter", oder?
            Und woher kennst DU die Werbung vom HB-Männchen? Du rauchst doch garnicht oder! :)

            LG

            • Zu DER Zeit war ich ja wirklich noch ein Kind, aber ich fand es soooo geil, wenn der an die Decke ging; hab die Werbetafel ja sogar in der Küche hängen ;-)

              • Ich weiß! Und genau an sowas merken wir doch dass wir älter werden.....

                • Griiiiiins - solange ich noch für die Schwester meiner Tochter gehalten werde, ist alles in Ordnung.....#rofl #rofl passiert regelmäßig - zuletzt vorletzte Woche :-p das arme Kind kriegt noch ein Trauma :-p

                  • Echt? Du wirst für die Schwester deiner Tochter gehalten? Auf deinem Profilbild siehst du jetzt aber nicht wirklich super jung aus, oder ist deine Tochter schon älter?

                    • :-)

                      Nö, ich sehe wirklich nicht superjung aus - meine Tochter ist 23 Jahre jünger #freu
                      Vielleicht weil wir beide blond und vollschlank sind (somit fallen auch Falten weg ;-))und ich nicht gerade altbacken herumlaufe - keine Ahnung #cool
                      Ich habe mich wohl in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert, wie mir auch immer Leute sagen, die mich lange nicht gesehen haben - grins - das kann auch eine Rolle spielen. Auf jung "trimme" ich mich sicher nicht, das fände ich lächerlich - ich bin wie ich bin.
                      LG

                      Oder man sieht als Tochter halt einige Jährchen älter aus;-)..Manche verteilen aber auch so sinnbefreite Komplimente..Mein Mutter hat auch schon ein paar Mal gehört, dass sie die Mutter meiner Großen sein könnte. Hat sie zwar gefreut, aber sie ist doch eindeutig Oma optisch, es sei denn sie hätte ein Wechseljahrskind bekommen.:-D

        Was mir auffällt: Das Wort "zwecks" wird mittlerweile oft als "weil" verwendet, so dass es zu bizarren Aussagen kommt.

        • Stimmt, du hast Recht. Das ist mir auch schon öfter aufgefallen, dass manche sehr "geschwollen" schreiben aber die benutzen Worte gar nicht passen 😂. Finde ich immer sehr amüsant 😁.
          Wobei mir das auch im Beruf, gerade bei Leuten die keine Ahnung haben, öfter aufgefallen ist.

          Danke Danke!!!
          Es gibt eine Userin bei Urbia, ich glaube aus Bayern, die schafft es wirklich in jedem ihrer Beiträge ein vollkommen deplatziertes „zwecks“ unterzubringen. Und jedes Mal wenn ich das lese, weiß ich nicht, ob ich weinen oder lachen soll.

    (17) 09.11.18 - 17:09

    In Büchern stört es mich.
    Dort wo Menschen schreiben, es um Gefühle und den eigentlichen Inhalt geht: blende ich es aus. Da fühle ich mit, bin gedanklich bei den Menschen dahinter.

    Bei einem Buch habe ich eine fehlerhafte Ausgabe erwischt. Es lag eine Entschuldigung dabei, dass die fehlerhafte Version versehentlich in den Druck ging. Kein Problem. Ich konnte es ausblenden. Nach der dritten Seite hat sich mein Gehirn darauf eingestellt. Ob Zahlen für Buchstaben stehen oder eben so viele Fehler im Text waren: mein Hirn wusste es und baute es passend zusammen.


    Grammatikfehler in offiziellen Schreiben: stören mich.
    Grammatik beim schnacken, reden, etc. mit anderen Menschen: egal. ist halt Slang, Dialekt oder einfach Kommunikation mit Körpersprache, Mimik, Gestik

    Nachtrag zu Zeitungsartikeln und Bücher....stimmt, hier sind sehr oft Fehler zu finden. Ich fragte mich schon, ob die Verlage an Rechtschreibprogrammen sparen. Bei ebooks ist es oft noch schlimmer, da hab ich schon Mails an Verlage geschrieben, die ziemlich gepfeffert waren. LG

    In einem Forum (oder Whatsapp) ist mir das ziemlich egal.......ich kontrolliere bei meinen Beiträgen meistens nicht, ob ich einen Fehler drin hab (und bei anderen mache ich das auch nicht).
    Schreibe ich mit dem Handy, schreibe ich alles in Kleinbuchstaben aus Bequemheit.

    Dialektische Fehler find ich absolut nicht schlimm.

    Bei einer Bewerbung, wichtigen oder offiziellen Schreiben ist mir die Rechtschreibung dafür sehr wichtig.
    Wenn sich jemant mit vielen Fehlern bewerben würde, wäre das für mich schon ein halbes Ausschlusskriterium.

    Auch einen Lehrer oder Erzieher, der fehlerhafte Elternbriefe schreibt, würde ich in seiner Kompetenz nicht mehr für voll nehmen.

    • (20) 09.11.18 - 20:56

      “Dialektische Fehler” - das ist ein wirklich witziger Fehler!

      • (21) 09.11.18 - 20:58

        Ich wüsste jetzt gar nicht, wie das richtig heißt#hicks

        • (22) 09.11.18 - 21:10

          Dialektik ist ein Begriff aus der Philosophie. Schwer zu erklären und gibt auch unterschiedliche Verwendungen. Berühmtestes Werk ist sicherlich die “Dialektik der Aufklärung”.
          Und weil dieser Begriff echt schon kompliziert zu erfassen ist, habe ich lange über deinen Satz nachgegrübelt, bis mir dann klar geworden ist, dass du wohl auf dialektbedingte Fehler hinauswolltest. Deshalb musste ich dann über mein eigenes kompliziertes Denken lachen.

    Bei einem Lehrer gebe ich dir recht.. Aber warum bei einem Erzieher?

    Meine Tochter hatte eine ganz großartige Erzieherin, die menschlich so einfühlsam war und ganz viel pädagogisches Geschick und Wissen, aber ganz viele Fehler machte.

    Das schmälert doch nicht ihre Kompetenz als Erzieherin.. Sie bringt den Kindern ja nicht Schreiben bei;-)

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