Bis 23 Uhr einkaufen können?

    • (1) 21.03.19 - 17:00

      Liebe Forengemeinde,

      einige Lebensmittel oder vielleicht sogar auch andere Geschäfte haben ja teilweise bis 23 Uhr auf. Zumindestens in größeren Städten. Da frage ich mich, ob das wirklich das non plus Ultra ist. Da denke ich immer an die Beschäftigten im Einzelhandel, die so und so wenig freie Zeit haben. Mir persönlich langt eigentlich, dass Geschäfte bis 20 oder 21 Uhr aufhaben.

      Ich weiß nicht. Bekommen wir Menschen es nicht mehr auf die Reihe normal einzukaufen in Geschäften? Das frage ich mich manchmal. Ich gehöre ja eher zu Kategorie online einzukaufen, weil ich shoppen nicht so richtig mag und es so zeitlich eher auf die Reihe bekommen. Lebensmittel kaufe ich meisten bis 19:30 Uhr ein.

      Wie seht Ihr das?

      LG Hinzwife

      • Naja, es gibt genügend andere Berufe in denen Schicht gearbeitet wird. Warum sollte das jetzt im Einzelhandel besonders "schlimm" sein?

        Es sitzt ja niemand von 8 bis 23 Uhr an der Kasse.

        Ich nutze ganz späte Öffnungszeiten eher selten, allerdings könnte von mir aus gerne ab 6 Uhr morgens geöffnet sein.

          • (5) 22.03.19 - 06:52

            Das ist dann aber tatsächlich dein Pech gewesen, denn diese Arbeitszeiten hättest du dir nicht gefallen lassen müssen! §5 ArbZG besagt, das dem Arbeitnehmer mindestens 11 Stunde Ruhezeit zustehen, du hättest also am nächsten Morgen gar nicht wieder um 6:30 Uhr anfangen dürfen! Wenn du das so hinnimmst und deine Rechte nicht durchsetzen kannst, dann kann der Kunde im Supermarkt nichts dafür 🤷‍♀️

            (6) 22.03.19 - 09:36

            Hallo,
            das ist ein krasser Verstoß deines AG gegen das Arbeitszeitgesetz und gegen den berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutz.
            Wenn ein AN sich sowas gefallen lässt kann der Kunde nichts dafür.

            In vielen anderen Branchen wird ebenfalls schlicht in Schicht gearbeitet um eine Zeit von 8:00 bis 23:00 Uhr abzudecken.
            Unser Betrieb arbeitet sogar 7 Tage die Woche 24h, meinst du die einzelnen Mitarbeiter haben keine Freizeit?

            Gruß
            Demy

      • Dadurch wird halt mehr Personal benötigt und dadurch steigen halt die Preise, was auch wieder keiner möchte ;) denn keiner braucht deshalb mehr Klopapier, mehr Wasser oder mehr Haarspray. Ist nur reine Ausdehnung auf den Tag, aber nicht mehr Umsatz.
        Bei uns haben alle Supermärkte 6Tage von 7.00 bis 20.00 Uhr geöffnet, d.h. 78h die Woche, das doppelte von Vollzeitbeschäftigte....da wird jeder seine Zeit zum Einkaufen finden.

    (10) 21.03.19 - 17:16

    Hallo, Leute im Einzelhandel arbeiten nicht mehr oder weniger als andere. Es wird ja auch keiner gezwungen, eine Ausbildung im Einzelhandel zu machen oder dort zu arbeiten. Ich persönlich finde die Ladenöffnungszeiten in der Woche okay wie sie sind, bis 23 Uhr brauche ich nicht, bis 21 Uhr wäre aber schon schön. Im Ausland habe ich es kennen und lieben gelernt, sonntags zu bummeln, einzukaufen. Das fände ich gut, so 2 x im Monat vielleicht. Grüße

    • (11) 22.03.19 - 15:44

      Da muss ich meinen Vorrednern Recht geben. Die Kundenfrequenz dehnt sich nur aus. Mehr Umsatz findet leider nicht statt. Dazu hat die Geschäftsleitung jedoch oftmals eine andere Meinung, wie man anhand der Umsatzplanzahlen festmachen kann...
      Ich habe viele Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Damals hatten wir allerdings Samstags noch bis 14:00 Uhr und Wochentags bis 19:00 Uhr geöffnet.

      Ich finde 20:00 oder auch 21:00 okay, aber mehr muss es wirklich nicht sein. Ein bisschen organisieren und schon schafft man die Einkäufe auch zu den Zeiten.

      • (12) 22.03.19 - 15:48

        Achso, und die verkaufsoffenen Sonntage könnte man auch auf zwei im Quartal beschränken.

        Denn, wenn wir ehrlich sind, nimmt es echt überhand durch die Konkurrenz Onlinehandel!
        Aber es sind doch auch Muttis und Papis, die sich über das Wochenende mit der Familie freuen.
        Und was bringt der Ausgleichstag in der Woche, wenn der Mann arbeitet und die Kinder in der Schule sind...

        Die Gesellschaft sollte wieder ein bisschen Familienfreundlich werden....Das täte wirklich gut.

Wir nutzen selten die Öffnungszeiten bis 20/21 Uhr. Später gehen wir aus Prinzip nicht einkaufen. Finde es nicht gut, dass die Läden so lange offen sind.
Natürlich ist es bequem, dass man nach 19 Uhr nochmal los kann. Aber wirklich brauchen würden wir das nicht. Man müsste sich halt anders organisieren, wenn die Läden nicht offen sind.
Wobei ich die Öffnungszeiten bis 21 Uhr bei Lebensmittelläden noch gar nicht mal sooo schlimm finde (23 Uhr gibt es bei uns gar nicht)... Schlimmer finde ich die verkaufsoffenen Sonntage. Und meinetwegen könnte auch samstag 14 oder 16 Uhr Schluss sein mit Einkaufen...

  • ach, ich hab an den Sonntagen immer nen schönen Aufschlag bekommen und da eher wenig Kunden kamen war das jedes Mal leicht verdientes 💰. Allgemein waren die Kunden die kamen auch viel entspannter. Von mir aus könnte es öfters Sonntag offen sein!

    • Auch wenn das böse klingt, aber an die Verkäufer denke ich da weniger. 🤗 Ich habe auch viele Bekannte, die im Einzelhandel tätig sind und ich höre oft, dass z.B. die Abendstunden ruhiger sind und die Schichten deshalb gar nicht unbeliebt sind. Zuschläge werden auch gern genommen, wenn sich die entsprechenden Arbeitszeiten mit der Familie vereinbaren lassen...

      Aber ich finde dennoch 1 Ruhetag gut. Ich finde es schön, wenn die Stadt sonntags leer(er) ist... Wenn der Konsum mal nicht im Vordergrund steht. Man ist halt gezwungen andere Dinge zu tun, als zu kaufen. Wobei wir uns da sowieso rausnehmen...

      • Erfahrungsgemäß ist, jedenfalls bei uns, die Stadt gar nicht voller. Die offenen Sonntage sind immer mit besonderen Märkten, Flohmärkten oder so, kombiniert und an diesen Wochenenden sind die meisten auf dem Markt. Nebenher sind eben die Läden auf. Aber wie gesagt, in den Supermarkt gehen dann gar nicht so viele, die sind eher auf dem Markt und in den Cafés und so.

Ich finde, dass es völlig ausreicht, wenn Lebensmittelläden bis 20 Uhr geöffnet haben.
Wer es bis dahin nicht schafft, der wird es bis 23 Uhr auch nicht schaffen einzukaufen.#augen
Man kann ja schließlich schon ab 7 Uhr morgens einkaufen.

(18) 21.03.19 - 17:29

Ich arbeite selbst im Handel. Allerdings ist bei uns um 20 Uhr Schluss.
Stimmt, es ist ein Job wie viele andere auch. Keiner ist dazu gezwungen und man kennt die Arbeitszeit im Vorfeld.

Im Prinzip kommt die Ältere Generation am Vormittag, die Berufstätigen nachmittags bzw. früher Abend. Spät kommen eigentlich nur noch Studenten. Für die bis 23 Uhr geöffnet zu haben würde sich nicht lohnen nur damit sie um 22 Uhr noch eben schnell Chips kaufen können weil sie gerade Lust darauf haben. 😂

Ich persönlich würde die heimische Couch jedenfalls so spät nicht mehr verlassen um Lebensmittel kaufen zu gehen.

(19) 21.03.19 - 17:46

hallo!
ich habe vor meinen kindern auch im einzelhandel gearbeitet,öffnungszeiten bis 22.00 uhr.ich kann dem ganzen nichts abgewinnen.von mir aus,können die geschäfte in der woche um 19.00 uhr schliessen und am samstag um 16.00 oder 18.00 uhr.früher hat das doch auch geklappt,das unter der woche um 18.00 uhr schicht war und am samstag um 14.00 uhr-verhungert ist trotzdem keiner.ich hab diese langen öffnungszeiten noch nie in anspruch genommen,dafür ist mir mein abend zu heilig,da bin ich lieber zuhause.aber jedem das seine und ändern kann man es eh nicht.

  • (20) 21.03.19 - 17:53

    Ich arbeitete auch nach meiner Ausbildung ein paar Monate im Einzelhandel. Freien Samstag mal zwischendurch konnte ich vergessen. Vielleicht mal den Montag frei mit viel Bitte Bitte. Das war keine Arbeit für mich. Dann ging ich in Schichtarbeit. Da hatte wenigstens alle 14 Tage ein Wochenende frei und bei Wochenenden zwei Tage in der Woche frei. Das fand ich zwar nicht optimal, aber besser als im Einzelhandel arbeiten.

    Früher war auch oft die Frau zuhause und konnte Einkäufe ganz regulär während des Tages machen....

    Ich habe tatsächlich Kollegen, die teils 7-20h arbeiten, dann auch Nacht- und Wochenendschichten. Da kann es durchaus mal anspruchsvoll werden vor 20h einen Einkaif zu erlwdigen

    • Zum Thema max. 10Std. Arbeitstag mit max.60Std. aber nicht auf eine 6tages Woche die Woche, was nur 4-6 in Anspruch genommen werden darf. Ein Fall für den Zoll.
      Solche Aussagen von Arbeitszeiten sind unrealistisch.

    (24) 21.03.19 - 20:58

    Aber doch nicht 6 Tage die Woche!

    Also wer bei Öffnungszeiten von 7 bis 20 Uhr von Mo bis Sa nicht zum Einkaufen kommt, macht was falsch, sorry...

    • (25) 22.03.19 - 12:21

      naja, in der Theorie magst du Recht haben, die Realität sieht aber oftmals anders aus!

      1.sind 10 und mehr Stunden/Tage in der freien Wirtschaft gar nicht so selten, und
      2. selbst wenn die Läden um 7 Uhr aufmachen, muss man nicht um 7 Uhr im Supermarkt sein, damit man noch halbwegs pünktlich zur Arbeit kommt. Nach einem langen Arbeitstag, möchte der ein oder andere lieber morgens etwas länger schlafen, oder wenigstens den Morgen bewusst mit seiner Familie/Kindern verbringen!

      Eine gute Zeitlang hat mein Mann unser Kind nur morgens sehen können und das war unter der Woche die einzige gemeinsame Mahlzeit als Familie.

      Die Berufswelt hat sich für sehr viele Menschen stark verändert, globales Arbeiten ist keine Seltenheit, dadurch haben sich auch die Arbeitszeiten verändert. Wenn man beruflich gleichzeitig mit Nord- und Südamerika und noch Indien zu tun hat, dann sind 10 Stunden Tage oder sogar teilweise 12 Stunden/Tage KEINE Seltenheit!

      Natürlich sind das Überstunden, die man dann abfeiern kann, das bringt dir aber für den Einkauf nichts! In meinem Umfeld übrigens sind min. 10 Stunden Tage die Regel, eine geregelte 40 Stunden/Woche die absolute Ausnahme! Diese geregelte Arbeitszeiten kenne ICH persönlich nur noch von Freunden, die bei der Stadt angestellt sind oder Handwerker sind.

      Natürlich bleibt dann noch der Samstag, aber ganz Ehrlich, warum sollen wir unseren Samstag auch noch in Hektik verbringen, wenn man schon 5 hektische Arbeitstage hinter sich hat? Da unser Sohn, tatsächlich auch samstags irgendwelche Kurse hat und noch darauf angewiesen ist gefahren zu werden, verzögert sich dadurch auch dieser Tag, dann ist vielleicht auch noch ein Frieseurtermin, oder der Fitnesskurs der mittendrin fällt oder sonst irgendetwas anderes und dann eben noch der Wocheneinkauf, der ZUM GLÜCK nicht bis 14 Uhr erledigt werden muss!

      Das ist nun mal die Realität sehr vieler Familien heut zu Tage, vorallem mit Jobs in der freien Wirtschaft!

      Man kann sich mit Sicherheit auch die Woche so takten, dass man noch im totalen stress unter der Woche, oder am Samstag den Einkauf bis 18 Uhr erledigt hat, aber wofür? Weil es früher auch ging???

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