Wo hört für euch Freundschaft auf?

    • (1) 27.03.19 - 10:35
      Inaktiv

      In letzter Zeit lese ich hier häufig, dass unter dem Deckmäntelchen der "Freundschaft" abstruse Dinge verlangt werden, die für mich persönlich nicht in eine Freundschaft gehören.

      Dazu zählt: - Freunde bei sich wohnen lassen
      - Freunde als Weddingplanner missbrauchen
      - Fahrdienste, Geld leihen


      Das gehört alles für mich eher in den Bereich Beziehung/Familie.

      Mit Freunden möchte ich gemeinsam etwas unternehmen, mich unterhalten. Natürlich auch über Probleme, aber nicht nur. Dinge unternehmen, die zu zweit oder mehreren lustiger sind- Festivals, Konzerte, Kino, Ausgehen.

      Aber ich sehe ich nicht dafür zuständig an, dass ich mir den Weddingplanner oder sonstige Kosten spare wie beispielsweise Miete, das ist für mich Ausnutzen. Da ziehe ich eine Grenze.

      Dies möchte ich gerne zur Diskussion stellen.

      LG

      • (2) 27.03.19 - 13:01

        "Das gehört alles für mich eher in den Bereich Beziehung/Familie."

        Beziehung/Familie ausnutzen ist ok? Freunde nicht?

        Freundschaft/Familie hört da für mich auf, wo einer benachteiligt wird,
        Vertrauensmissbrauch
        Ausnutzen

        Fragen und Absprachen treffen, Stärken und Interessen gegenseitig einbringen: super.
        Es hört dort auf, wo jemand zu Schaden kommt, wo es einseitig ist, Erpressung angewendet wird.

        Egal ob Freundschaft, Beziehung, Familie oder Bekanntschaft!
        Respekt sollte bei allen vorhanden sein, mit denen man sich umgibt - in beide Richtungen!

        (3) 27.03.19 - 13:48

        Hi,

        Freundschaft hört bei mir dann auf, wenn

        - man ausgenutzt wird
        - die Beziehung aus Einseitigekeiten besteht (der eine nimmt nur)
        - bei Geld (ich rede nicht von 2€ für eine Tasse Kaffee oder 15€ zum Tanken, wenn jemand das Portemonnaie vergessen hat)

        Und ich differenziere zwischen meinen Freunden. Für die meisten gilt obiges - für eine nicht.

        Ich habe eine Freundin, die könnte jederzeit bei uns einziehen, wenn es nötig ist. Warum? Weil ich weiß, dass sie alles daran setzen würde, um schnellstmöglich wieder ausziehen zu können.

        Ich würde / bin jederzeit und zu jeder Uhrzeit für diese Freundin los(ge)fahren, um sie abzuholen, zu unterstützen etc. Warum? Weil sie das gleiche für mich macht.

        Diese Freundin (gehört schonf ast zur Familie) ist auch die einzige, der ich Geld leihen würde, weil sie das nie und nimmer ausnutzen und schnellstmöglich auf Heller und Pfennig zurückzahlen würde. Umgekehrt würde ich mir aber niemals von ihr Geld leihen, weil ich weiß, dass sie, um mir zu helfen, sogar ihren Dispo in Anspruch nehmen würde.

        Es gibt Freunde / bessere Bekannte in meinem Leben, mit denen gehe ich tatsächlich nur noch mal essen oder Kaffee trinken oder etwas unternehmen. Hilfe (z.B. beim Renovieren oder beim Umzug, bei amtlichen Problemen / Fragen) bekommen sie nicht mehr, denn das war immer sehr einseitig. Einige habe ich auch aussortiert - man macht so seine Erfahrungen. auch würde ich z.B. Freundschaft auf Eis legen, wenn Termine, Besuche, Telefonate etc regelmäßig unter fadenscheinigen Gründen abgesagt werden oder Verständnis nur dann da ist, wenn es diese Person selbst betrifft. Diese Freundschaft ist dann nämlich sehr einseitig.

        Das gleiche gilt allerdings auch für Familie.

        (4) 27.03.19 - 18:20

        Hallo!

        Freundschaft hoert dann auf, wenn

        -ueber mich hergezogen wird.
        -wenn jemand an mir rumkritisiert und in Eigenlob erstickt.
        -jemand verschwindet wenn ich ihn brauche.

        Ist mir Alles schon passiert.

        Bei mir wohnen duerfen auch oberflaechliche Bekannte. Geld verleihe ich auch relativ leicht. Fahrdienste nehme ich selber gerne in Anspruch. Als Weddingplaner habe ich noch nie jemanden missbraucht und wurde selbst auch noch nie missbraucht.

        Mir haben entfernte Bekannte schon geholfen, deshalb versuche ich grundsaetzlich fuer andere da zu sein. Es ist bei mir irgendwie immer Alles im Gleichgewicht, reingefallen bin ich nur selten und das ist auch schon laenger her.

        LG

      • Ich schmeiße das mal in einen Topf, Freunde und Familie. Meine Gutmütigkeit hört in dem Moment auf, in dem ich mich ausgenutzt fühle, da wäre es wurscht, ob verwandt oder nicht. Ich habe "nur" Bekannte, für die ich alles machen würde, auch nachts um 2.00 das Auto abschleppen - und habe Familienmitglieder, für die ich keinen Finger rühren würde.
        Guten Freunden und anderen Familienmitgliedern würde ich auch Geld leihen, sie bei Hochwasser in meiner Wohnung aufnehmen oder weiter entfernten Freunden auch Fresspakete schicken, wenn sie klamm wären :-) (alles schon gemacht )
        Ich habe nur wenige gute Freunde, aber die nutzen mich nicht aus, somit wäre ich in einer Notlage unabdingbar für sie da. Das Gleiche gilt für die Familienmitglieder, die auch für mich da sind- ohne Bedenken oder Diskussion. Nur.....wenn mal einer wirklich bei mir verschissen hat, dann ist das auch für immer - braucht lange, aber da bin ich konsequent. "Zuständigkeiten" wie Du sie beschreibst, kenne ich so nicht. Wenn ich z.B. für jemanden nicht den Weddingplanner machen will, dann sage ich das gleich, fertig.
        LG Moni

        • Hallo,

          danke dafür, liebe Moni.... wenn ich Hochwasser habe dass du mich dann aufnimmst in deine Wohnung! Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen..... aber Recht hast du, würde ich auch machen.... wenn der kleine Fluss bei euch über die Ufern treten würde!!!! Hach, ich liebe es eine Freundin so knapp 750 km entfernt zu haben....

          ich Grüße Euch!!!!

          • Lach, würde sogar Deine beiden haarigen Tölen notgedrungen mit aufnehmen, wenn Du absäufst....notfalls werden sie schnell komplett rasiert #rofl Habe in der Straße einen Hundefriseur :-p

            • PS: Unser kleiner Fluss hat schon mehrfach ganze Ortsteile geflutet, sieht man ihm so nicht an. ;-) Aber ein Ortsteil hat fast alle Untergeschosse gefliest aus dem Grund. Bei richtigem Starkregen über längere Zeit, wenn es die Gullys nicht mehr schaffen, ist auch in unserer Straße schon in div. Kellern das Wasser gestanden, aber nur bei den neueren Häusern...in unseren alten Schuppen rundum noch nie #freu

      (9) 28.03.19 - 07:03

      Ich ticke da anders, bei mir muss man erst einmal fragen: Wo fängt Freundschaft an?

      Jemand, mit dem ich mich häufiger treffe, der mir sympathisch ist und mit dem ich öfter mal etwas unternehme ist nicht automatisch mein Freund. Dazu gehört viel mehr! Und dann, wenn es nach vielen Jahren wirklich Freundschaft geworden ist, gehört für mich auch Geld leihen (schon beidseitig passiert in einer jeweiligen Notlage) oder Fahrdienste (bzw. Einkaufsdienst, ganz aktuell) automatisch dazu.

      Man merkt doch schnell, wenn man nur ausgenutzt wird. Solche Menschen fangen das selten erst nach Jahren an.

      - wenn man ausgenutzt wird/werden soll
      - wenn es zu einseitig läuft

      (11) 28.03.19 - 07:51

      "Mit Freunden möchte ich gemeinsam etwas unternehmen, mich unterhalten. Natürlich auch über Probleme, aber nicht nur. Dinge unternehmen, die zu zweit oder mehreren lustiger sind- Festivals, Konzerte, Kino, Ausgehen."

      Das sind für mich dann aber keine Freunde sondern lediglich Bekannte, Freundschaft geht für mich schon tiefer.
      Freunde habe ich auch nicht besonders viele, sogar weniger als Familie.

      Und für meinen Freunde würde ich schon sehr viel tun, auch die von dir genannten Dinge. Meine Freundinnen würden meine Hilfe wirklich nur in absoluten Notlagen erbitten und da würde ich auch ohne nachzudenken helfen, wenn ich kann.

      Interessant finde ich ja, dass du dich gerade über den Weddingplaner so aufregst;-). Gerade bei solchen Ereignisse macht das Planen doch vielen so richtig Spaß, zu zweit erst recht.

      (12) 28.03.19 - 11:12

      Unter Freundschaft verstehe ich Spaß, Vertrauen , Ehrlichtkeit und etliche gemeinsame Interessen. Mit Freunde soll man sich Wohl fühlen und sich auf sie Freuen können. Freundschaft ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, wo man in manchen Sachen füreinander auch da ist. Ob zum Reden, Unterstützung wie mal bei einen Umzug, bei Feste mal mit einen Kuchen oder Salat unterstützen...etc.
      Ich denke mal nervige, egoistische Leute, Schmarotzer oder Ausnutzer, hat keiner gerne als Freunde.

      (13) 28.03.19 - 12:02

      Hallo!

      Ich denke, es kommt hier darauf an, in welcher Situation diese Dinge "verlangt" werden.
      Wenn sich eine gute Freundin / ein guter Freund in einer Notlage befindet, gehören solche Dinge für mich selbstverständlich dazu.
      Z.B. Freunde bei sich wohnen lassen: Ich hatte einmal eine Arbeitskollegin (wir waren gar nicht einmal wirklich befreundet), die einen Arbeitsweg von 60km hatte. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln war obendrein so schlecht, dass der Arbeitsweg über 2:30Std einfache Strecke gedauert hätte. Nun hat diese Kollegin dummerweise 4 Wochen den Führerschein abgeben müssen. Für mich bestand da gar keine Frage, dass diese Kollegin unter der Woche bei mir wohnen konnte. Oder mein Mann: Der hatte vor unserer Zeit relativ spontan seine Beziehung zu einer Frau, mit der er auch zusammen gewohnt hatte, beendet und ist quasi fluchtartig ausgezogen. Bis er eine eigene Wohnung gefunden hatte, hat er bei Freunden gewohnt.
      Beides sind Notlagen, in der ich es für selbstverständlich halte zu helfen. Und nicht immer sind Eltern oder Geschwister in der Lage hier zu helfen. Meine Familie wohnt z.B. 500km von uns entfernt - wie hätten die in diesen Situationen helfen können? Die könnten mich auch nicht mal schnell zum Arzt fahren, wenn ich aus irgendwelchen Gründen nicht selbst fahren könnte...

      Und ganz ehrlich: Es heißt doch immer so schön: einen wahren Freund erkennt man in der Not. Freunde, die nur mit mir Spaß haben wollen, auf Partys gehen etc., die sind zwar nett, aber für mich persönlich nicht wirklich wichtig. Das sind für mich auch erst einmal keine Freunde sondern einfache Kumpels. Mit einem Freund will ich durch dick und dünn gehen können, mit einem Freund will ich alles besprechen können, auch wenn es mir einmal nicht so gut geht. Für einen Freund bin ich IMMER da - das macht für mich Freundschaft aus, nicht das ich jedes Wochenende mit ihm unterwegs bin.

      LG

      (14) 28.03.19 - 20:00

      Ich hab viele Bekannte aber nur eine einzige echte Freundin. Und bei ihr gibt es keine Grenzen, das beruht auf Gegenseitigkeit! Ich würde sie sofort bei mir aufnehmen und ihr auch im Notfall ne größere Summe Geld leihen oder zur Verfügung stellen, ich würde nachts um zwei losfahren wenn sie meine Schulter zum ausheulen braucht und ich kann ihr absolut vertrauen. Wir sind wie Arsch auf Eimer!
      Das ist für mich Freundschaft, es gibt kein "Da hört es auf!" oder "Da fängt es an!"
      Alles das was du aufzählst gilt bei mir für meine guten Bekannten. Freundschaft ist schon etwas sehr besonderes, jedenfalls in meinen Augen! Mit allen anderen die ich kenne kann ich auch Party machen, Kaffee trinken, lachen, weinen....aber nicht annähernd so wie mit meiner Freundin.

      Bei meiner Familie ist es so dass ich da den meisten sicher kein Geld leihen würde oder den Fahrdienst spielen würde. Aber da stellt sich die Frage auch nicht da wir zu weit weg wohnen.

      (15) 29.03.19 - 10:58

      Mit meiner allerbesten Freundin gehe ich bereits über 2 Jahrzehnte durch dick und dünn.
      Es gibt nichts, was ich nicht für sie machen würde um ihr zu helfen. Umgekehrt ist es genauso. Es gab schon viele schwere Zeiten in unser beider Leben. Wir waren und sind immer füreinander da.
      Jahrelang war sie alleinerziehend mit sehr wenig Geld. Ich hatte damals keine Kinder. Ich hab sie und ihren Sohn von Herzen gern auf Ausflüge eingeladen. Der schönste Lohn dafür war das Strahlen des damals kleinen Bub. Auch finanziell habe ich ihr manchmal unter die Arme gegriffen, wenn die Lebensmittel am Monatsende knapp wurden. Sie ist einfach ein herzensguter Mensch für den ich wirklich alles tun würde.

      (16) 01.04.19 - 13:48

      Hallo,

      Die Frage ist, was versteht man unter wirklicher Freundschaft.

      Einem wirklichen Freund vertraue ich sogar mein Leben an.

      (17) 01.04.19 - 18:04

      Huhu!

      Ich habe genau eine einzige richtige Freundin und wenn sie mein letztes Hemd wollte, würde ich lediglich fragen, ob ich es ihr vorher umnähen soll 😉 sie würde mich nie ohne triftigen Grund um geld bitten, wäre aber eine der wenigen, die es könnten und mir nichtmal einen Grund nennen müssten. Ich denke, unsere Freundschaft würde vieles aushalten. Zumindest hoffe ich das.

      Die Familie kann ich da nicht über einen Kamm scheren. Für manche täte ich alles, für andere nichts.

      Liebe grüße
      Hopsi

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