Bio vs. heimisch

    • (1) 01.06.19 - 22:03

      Ich bin grade komplett verunsichert.
      In den letzten Tagen habe ich - ausgelöst durch einen Bericht in der Zeitung - mich mit dem Thema Gifte/Pestizide in Obst und Gemüse beschäftigt.
      Ich kaufe schon seit Jahren heimisches Obst und Gemüse. Teilweise Bio, hauptsächlich aber heimisch.
      Aber anscheinend sind heimische Produkte schon sehr belastet, auch wenne Grenzwerte eingehalten werden, summieren sich die verschiedenen Stoffe und sind dann schädlich.

      Da unsere komplette Familie totale Obst und Gemüse Fans sind, bin ich jetzt eben total verunsichert und würd am liebsten alles wegschmeißen 7nd durch bio ersetzen. Ich wollte heute nicht mal meinen (österreichischen) Apfel essen...
      Wie denkt ihr über dieses Thema?
      Übertreibe ich?

      Liebe Grüße und danke für jede Meinung

      • Das heimisch nicht gleich 'bio' ist, liegt in der Natur der Sache. Würde der heimische Bauer nach Richtlinien produzieren, die den Anforderungen von 'Bio' genügen, würde er das Siegel wohl auch aufkleben. Wobei es diverse Bio-Siegel gibt, die sich in ihrer Toleranz gegenüber Pestizideinsatz und Gentechnik durchaus unterscheiden.

        Andererseits gibt es Produkte, die ein Bio-Siegel tragen weil pestizidarm produziert und trotzdem ökologisch bedenklich sind, weil sie tausende Kilometer transportiert wurden. Und wieder andererseits kann ein Apfel aus Neuseeland eine bessere Umweltbilanz haben als der Apfel von um die Ecke, weil der Apfel von um die Ecke wochenlang im energieintensiven Treibhaus gewachsen ist.

        Wenn man alles richtig machen will, kauft man saisonales, heimisches Bio-Obst und -Gemüse.

        Grüsse
        BiDi

        Bei uns gibt es viel Biobauern, die ihr Gemüse und Obst direkt vermarkten. Bei denen kann man z.B. eine Gemüsekiste anfordern, in der dann, für dich gepackt, Gemüse und Obst für eine Woche ist. Diese Kiste wird dir von dem Hof nach Hause gebracht.

        Klappt hier super. Dann habe ich beides regional und bio.

        Ob es soetwas auch bei euch gibt?

        Wenn ich bei manchen publizierten Tests lese, wie schlecht manche Bioartikel abschneiden und manches Gemüse vom Discounter sogar besser abschneidet, dann bestätigt es sich, dass nicht immer bio drin ist, wo es draufsteht.
        Wenn Du einen heimischen Vermarkter hast, mit dem Du reden kannst, wie er Obst und Gemüse behandelt, dann entscheide selber, ob Du ihm vertraust. Immerhin isst er seine Ware ja auch selber. Wegschmeißen ist nun wirklich übertrieben, Du hast ja wohl kein Obst aus Tschernobyl gekauft. Es werden viel zuviel Lebensmittel weggeschmissen.
        LG Moni

      • (5) 02.06.19 - 21:05

        Da du dieses Obst und Gemüse bis gestern gegessen hast, würde ich es bestimmt nicht panisch wegschmeißen. Es ist doch nicht vergiftet! Wir kaufen auch viel "regional und bio", aber das hat seinen Preis. Es geht auch nicht immer, weil ich nicht jeden Tag in den Läden bin, die es vertreiben. Und Orangen und Bananen wachsen auch nicht um die Ecke, da geht regional gar nicht. :-D. Aber Biokartoffeln aus Israel kommen nicht in Frage, da kaufe ich lieber deutsche Kartoffeln, die nicht bio sind.

        Ich achte also auf Bio und darauf, dass Obst und Gemüse, nicht um den halben Erdball fliegt, obwohl es auch hier angebaut wird, versuche aber auch, nicht militant zu sein.

        Lidl kooperiert neuerdings mit Bioland. Da kaufe ich inzwischen gerne Käse und Milchprodukte.

        Grüße

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