Angst vor nächster Fahrstunde

    • (1) 09.07.19 - 16:00

      Hallo,
      Ich mache gerade meinen Führerschein. Hatte am Freitag meine erste Fahrstunde (bin noch nie davor Auto gefahren). Das habe ich auch meiner Fahrlehrerin gesagt. Das schien sie nicht weiter zu interessieren sie hat mir kurz gezeigt wie man alles einstellt und sagte dann ich soll los fahren. Also schleifpunkt gesucht usw. Dann direkt durch Ortschaften gefahren und so. Dann müsste ich abbremsen ( hatte noch nie gebremst und wusste nicht wie die Bremse reagiert). Also erstmal halbe Vollbremsung ausversehen. Hinten fast jemand draufgefahren. Dann hat mich meine Fahrlehrerin sehr unfreundlich angefaucht ob ich spinnen würde es wäre gerade fast jemand in uns rein gefahren. Sie hat mich wirklich ziemlich angbrüllt sodass ich fast heulen müsste. Weil ich ja nichts dafür kann ich mein wenn ich noch nie gefahren bin... Letzt endlich bin ich weitergefahren und musste schalten usw. Hatte ich ja auch noch nie gemacht. Habe also mich ständig verschaltet bzw müsste auf dem Ganghebel schauen. Was meiner Fahrlehrerin auch nicht Recht war... Sie hat mich dann angefahren was das soll ich darf da nicht drauf schauen ich muss wissen wo welcher Gang ist usw. Hätte morgen eine Fahrstunde wieder gehabt, diese habe ich verschoben, hab gesagt ich sei krank und könnte somit morgen nicht. Das stimmt natürlich nicht aber was soll ich machen? Ich habe sehr starke Angst vor dem Autofahren weil mir die Fahrlehrerin at anmeckert. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben? Oder ist das normal laufen Fahrstunden einfach nunmal so ab?
      Danke!

      • (2) 09.07.19 - 16:35

        Mit Angst kann man nicht lernen und dass man solche Angst vor der Fahrstunde hat, dass man sie absagt, ist sicher nicht "normal".

        Ich habe meinen Führerschein zwar vor fast 20 Jahren gemacht, kenne es aber so, dass man erstmal eigentlich nur lenken muss. Den Rest macht der Fahrlehrer. Und dann wird irgendwo, wo nix los ist, Gas geben, bremsen und schalten geübt.

        Selbst, wenn das möglicherweise nicht mehr die Methode von heute ist, sollte die Fahrleherin dir Zeit geben, dich mit dem Fahrzeug vertraut zu machen und dich auch nicht anschreien. (Mein Fahrlehrer hat damals auch mal gemeckert, aber nicht in der ersten Stunde und angeschrien hat er mich sowieso nicht.)

        Entweder du sprichst noch mal mit der Fahrlererin oder suchst dir eine andere Fahrschule. Ist natürlich blöd wegen der Anmeldegebühr...

        Oder gibt es in der Nähe einen Verkehrsübungsplatz und du hast jemanden, der mal mit dir fährt? Da könntest Du in Ruhe die Dinge wie Gas geben, kuppeln und bremsen üben, damit du dich vor der nächsten Fahrstunde sicherer fühlst.

        • (3) 09.07.19 - 21:59

          Danke für deine Antwort, das mit den Übungsplatz muss ich mich mal erkundigen. Dann wäre ich zumindest sicherer beim fahren vielleicht. Weil wenn man während der Fahrstunde sich ständig anhören muss das das was man da gerade macht überhaupt nichts ist... Da fühlt man sich dann nicht gerade sicherer.

          Ich würde wechseln. Letztlich spart sie sich dadurch Geld, weil sie mit einem anderen Fahrlehrer bestimmt schneller Fortschritte macht und insgesamt weniger Lektionen braucht. Dazu besteht die Gefahr, dass sie immer wieder Stunden absagt und am Schluss gar nie an die Prüfung geht. Wenn sie nur noch wenige Lektionen bräuchte, würde ich anraten, sich durchzubeissen, aber wenn sie noch ganz am Anfang ist...

          Ich weiss nicht, wie das in Deutschland läuft, in der Schweiz kann man auch erst mal eine Lektion bar bezahlen und dann schauen, ob die Chemie stimmt. Fahrlehrer gibt's wie Sand am Meer, es gibt keinen Grund, sich einen Choleriker anzutun und ab und zu stimmt es auch sonst zwischenmenschlich halt nicht. Ggf. hilft es, im Bekanntenkreis rumzuhören, ob jemand eine gute Empfehlung hat.

      (5) 09.07.19 - 17:40

      Nein, Fahrstunden sollten normalerweise nicht so ablaufen.

      Ich bin damals auch an einen Meckerpott geraten, der mir immer nur das Gefühl gegeben hat, ich könnte das ohnehin nicht.

      Ist deine Fahrlehrerin die Chefin oder nur angestellt?

      Ich habe leider viel zu lange damit gewartet, mich an den Inhaber der Fahrschule zu wenden. Nach einem halben Jahr und 2 vergeigten praktischen Prüfungen war ich überzeugt davon, dass ich es wirklich nicht kann. Nach 3 Monaten habe ich mich dann aber doch getraut, wieder Fahrstunden zu nehmen. Ich habe mit dem Chef gesprochen und gesagt, dass ich bei ihm fahren möchte. Hätte ich das nur früher gemacht. Eine viel entspanntere Atmosphäre im Auto. 4 Wochen später hatte ich den Lappen.

      Ich kann dir nur raten, nicht aufzugeben. Wenn nötig, dann wechsele die Fahrschule. Aber zumindest solltest du klarstellen, was in deinen Augen schief läuft. Muss ja nicht gleich wie eine Beschwerde rüberkommen. Mehr so als konstruktive Kritik.

    Hallo

    Ich habe meinen Führerschein 2015 gemacht und war davor auch noch nie selbst gefahren.
    Und ich kann dir sagen, dass es auch heute noch so gelernt wird, dass du zuerst nur lenkst und dann auf einem leeren Platz erstmal anfährst und bremst.
    Um ein Gefühl dafür zu bekommen.

    Dann arbeitet man die Gänge durch also fährt erst in Ecken wo man nicht so schnell fährt und da auch länger in den kleinen Gängen fährt und damit lernt man Stück für Stück.
    Später nimmt man dann auch in der Stadt Gang 4 bis 6 dann natürlich Landstraße und Autobahn etc.
    Aber alles nacheinander. Keiner kann gleich toll Schalten und verschalten ist normal. Passiert dir sogar als Anfänger noch.

    Wird dann durch Übung besser bis es von alleine geht.

    Und gute Fahrlehrer passen die Strecken deinem können an und jagen dich nicht gleich alleine in den Verkehr.

    Im Übrigen ist deine Fahrlehrerin mit verantwortlich, dass euch keiner drauf fährt.
    Dafür hat die Pedale und muss eh immer mit schauen...Und bei Bedarf eingreifen.

    Es gibt immer mal brenzlige Situationen, weil auch die mal unaufmerksam sind oder ein Schüler was Dummes macht womit gerade keiner rechnet, aber das sind Ausnahmen und man lernt daraus.

    Wo sie recht hat ist nie auf die Gänge gucken, aber das lernst du dann durch Erfahrung wenn du mal fast im Busch gelandet bist 😉 bei mir war es fast ein Schneehaufen 😁 und es war mir eine Lehre.
    Die Gänge schaltest du auch ohne gucken dafür muss man eben üben.
    Das musste ich übrigens auch im Stand üben. Kupplung treten und immer wieder blind alle durchschalten bis es klappt.
    Das kannst du sogar daheim im Auto von Eltern, Mann oder Partner bei ausgeschaltetem Motor üben.

    Ich rate dir dringend entweder Klartext zu reden mit der Dame was du erwartest dass sie dir alles komplett Stück für Stück zeigt oder dir jemand anderes zu suchen.
    Angst manifestiert sich und sonst wirst du ewig für den Schein brauchen und viel Geld ausgeben weil du mehr Stunden brauchst.


    Vielen Grüße

    • Danke für deine Antwort, ich Versuche vor meiner nächsten Fahrstunde Mal mit meiner Fahrlehrerin zu reden.

      >>>Und ich kann dir sagen, dass es auch heute noch so gelernt wird, dass du zuerst nur lenkst und dann auf einem leeren Platz erstmal anfährst und bremst.<<<

      Das kann man so pauschal sicher nicht sagen.

      Ich habe vor über 40 Jahren den Führerschein gemacht und da ging es gleich los mit Schaltwagen und die Fahrschule war in der Innenstadt #rofl.

      Das A und O ist dabei wirklich ein GUTER Fahrlehrer, der Ruhe vermittelt und einen nicht verrückt macht oder anbölkt.

(10) 09.07.19 - 22:28

Hallo,
das tut mir sehr leid dass du eine solche Erfahrung machen musstest. Meine Tochter hat gerade ihren Führerschein gemacht und hat auch die fahrschule gewechselt. Das hat lediglich 50 Euro Gebühr gekostet.

Sprich aber nochmal mit der Lehrerin, denn normal ist das nicht. Betone auch dass du sie darauf hingewiesen hast dass du noch nie gefahren bist und dass du dich nach ihrer Stunde nicht gut gefühlt hast und dass ihre Herangehensweise dich momentan überfordert. Wenn sie darauf wieder patzig reagiert würde ich auf einen anderen Lehrer bestehen oder wechseln.

LG, das wird schon!

(11) 17.07.19 - 13:14

Hey du.
Lass dich von dieser Erfahrung nicht zu sehr einschüchtern. Es wäre schade, wenn du nur wegen einer stressigen Fahrlehrerin letztendlich nicht zum Führerschein kommst.

Wenn es zwischenmenschlich mit ihr so wenig klappt, empfehle ich dir dringend einen anderen Fahrlehrer ggf. andere Fahrschule zu schulen
Fahrstunden können sehr nervenaufreibend sein. Es ist alles komplett neu, man ist innerlich eh schon angespannt umd muss auf so vieles achten. Da ist es extrem wichtig, einen Fahrlehrer an der Seite zu haben, der Ruhe ausstrahlt und dem man vertraut. Ich bin damals in meiner ersten Fahrstunde auch gleich in der Stadt rumgefahren, aber mein Fahrleher war aufmerksam für uns beide und hat mir mega geholfen, das hat mir den Druck genommen.

Hallo!
Bei mir war es auch so, dass ich zuvor nie Auto gefahren bin, mir wurde kurz alles erklärt, also wo was ist und dann ging es los mit dem Fahren.
Zur Sicherheit hat der Fahrlehrer ja auch Bremse und Kupplung im Beifahrerraum.

Mir wurde noch erzählt, ab wann (Drehzahl) ich in welchen Gang schalten sollte. Wurde dir das auch erzählt? Für den Schalthebel muss man auch erstmal ein Gefühl bekommen. Mal dir Zuhause vielleicht mal die Schaltung auf, also wo welcher Gang ist und üb das einfach, also die Handbewegungen zu den verschiedenen Gängen.

Mein Fahrlehrer war auch ein ziemlicher Choleriker und hat mich sehr oft wegen Nichtigkeiten angeschrien. Ich hab das durchgestanden, weiß aber eigentlich nicht,warum. Als ich nach meiner Fahrprüfung wieder beim TÜV ankam, fing erauch wieder an, mich anzuschreien, wie dumm ich in Situation XY gewesen sei usw., bis der Prüfer eingegriffen hat. Man hat schon gesehen, dass er sich ziemlich fremdgeschämt und gewundert hat.

Gibt es andere Fahrlehrer in der Fahrschule? Eine andere Fahrschule im Umkreis? Wenn du so eine Angst davor hast und dich deine Fahrlererin dermaßen einschüchtert, dann lass dir einen Nachweis ausstellen darüber, was du schon gemacht hast und wechsel den Lehrer / die Fahrschule.

Viel Erfolg!

Nein, Fahrstunden laufen nicht so. Grundsätzlich solltest du angstfrei üben können. Gute Fahrlehrer gestalten die Lektionen so, dass du weder unter- noch überfordert bist, weil beides deinen Lernfortschritt behindert. Ausserdem brüllen sie nicht rum. Da du bisher nur eine Fahrstunde absolviert hast, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Fahrschule zu wechseln, mit einem anderen Lehrer, bei dem die Chemie stimmt, wirst du sicher schneller Fortschritte machen.

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