Wenn Nachrichten unter die Haut gehen ...:(

    • (1) 02.08.19 - 22:13

      Hallo ihr lieben,

      Ich wollte eigentlich nur mal fragen wie es euch mit sowas geht bzw. meine Gedanken mal los werden.

      Mein Sohn ist jetzt 14 Wochen alt und er ist das allerbeste was mir passiert ist! Ich habe vor seiner Geburt immer Nachrichten gehört und fand auch vieles schlimm, aber mir ging das nie „richtig nahe“. Jetzt habe ich von diesem schrecklichen Fall gehört vom Frankfurter Bahnhof und mir geht das nicht mejr aus dem Kopf.. mir wird direkt schlecht wenn ich daran denke, die arme Mutter ... das tut mir so unendlich leid, dass ich selber fast weinen muss. Wie kann ein Mensch sowas jemals verarbeiten? Ich bete einfach, dass die es schafft..
      geht euch das auch so? Ich sehe auch generell in vielen normalen Situationen, zB Auto fahren, viele gefahren weil ich denke es könnte meinem Schatz so viel passieren.
      Ich bin dankbar, dass wir alle hier gesund zusammen sind und wünsche all den Menschen denen so schreckliche Dinge passieren so viel Kraft..

      Ich wollte eigentlich nur mal los werden was mich so beschäftigt..

      • Mir geht es genauso. Vor allem wenn es um Kinder geht, geht es mir sehr nahe seitdem ich meinen Sohn habe. Früher dachte man sich oh wie schlimm aber es war irgendwie eine gewisse Distanz da.

        Tatsächlich lese ich weder Zeitung, noch höre ich großartig Nachrichten im Radio an und schaue mir auch schon lange keine mehr im TV an. Und ich muss sagen, ich lebe viel ruhiger, mache mir weniger Gedanken und werde manchmal gefragt: "na, hast du das nicht gehört?". Also mir geht's gut damit.

      (6) 02.08.19 - 22:45

      Hey
      Ich gehöre leider zu der Sorte die sich im alles was meine Kinder angeht Sorgen macht . Mein Kind ist krank , ich kann nicht schlafen , mein Kind schläft bei die Oma , ich kann nicht schlafen . Ich kann manchmal nicht schlafen weil ich Angst habe vor der Zukunft , und Angst habe vor einer Krankheit .
      Das einer von den beiden krank wird , oder ich und kann mich nicht kümmern .
      Viele würden das Glücke nennen . Mir egal wie andere mich nennen , meine Kinder sind mein Leben und das beste was mir passiert ist!!
      Ich würde es einfach nicht überleben . Ich könnte nicht mehr leben wenn einem was passiert .
      Ich will mir solche Sachen wie in Frankfurt gar nicht ausmalen .
      Viele Grüße

      • (7) 02.08.19 - 23:27

        Hallo,

        für mich hat das mit Glucke nicht viel zu tun.
        Ich finde aber, dass es sich schon extrem liest.

        Ich habe da einen anderen Blickwinkel:
        Gerade weil meine Kinder mir das Wichtigste und Teuerste sind, würde ich es nicht ertragen, wenn ich ihr Selbstbewusstsein versaue oder sie nachhaltig einschränke, weil ich meine Ängste nicht im Griff habe.

        Ich sage nicht, dass das bei euch der Fall ist, aber ich sehe es als meine Aufgabe, meine Kinder stark zu machen. Und dazu gehört auch ein bisschen Vertrauen ins Leben.

        LG

    (8) 02.08.19 - 23:23

    Hallo,

    ich verstehe was du meinst, seit ich Mutter bin, geht mir alles was mit Kindern zu tun hat nahe. Das ist wahrscheinlich ganz normal.

    Ich finde allerdings, dass es wahnsinnig wichtig ist, damit umgehen zu lernen.
    Mein ältestes Kind ist nun 6 Jahre alt und kommt dieses Jahr in die Schule.
    Und ich kann dir sagen, dass es die Kinder der überängstlichen Mütter und Väter sehr schwer haben. Teilweise ist da kaum Selbstbewusstsein vorhanden, weil sie nie die Möglichkeit bekommen haben, sich irgendwie zu beweisen.
    Jeder Schritt wird von Mami überwacht, weil die Welt böse ist und man das Kind schützen muss.
    Das geht so weit, dass unsere Nachbarin mich gebeten hat, ihrer 5jährigen Tochter hinterher zu schauen, bis sie die 5 Meter zur Haustüre gelaufen ist, damit sie nicht entführt wird. Sie hat im Fernsehen gesehen, dass so etwas schon mal passiert ist.
    Das ist kein Scherz, ganz genauso hat sie es gesagt!
    Das Kind möchte so gerne eigenständig werden und die Mutter lässt es nicht zu - aus Angst.

    Ich versuche meinen Kindern einen altersgerechten Freiraum zu geben und vertraue einfach darauf, dass alles gut geht.
    So hart es klingt, du kannst dein Kind nicht vor allem schützen.

    Ich versuche diese Gedanken "wie geht es jetzt der Mutter" schnell wegzuschieben. Das bringt doch wirklich niemandem was.
    In der Welt passiert so verdammt viel Abartiges und Schreckliches. Da würde man nur verrückt werden.

    LG

    Ich weiß zwar nicht im Detail wie das am Hbf Frankfurt abgelaufen ist, bin mir aber sicher, dass ich alles dafür tun würde, meinem Kind da raus zu helfen.
    Selbst wenn ich selbst bei drauf gehe...........

    • (10) 03.08.19 - 00:21

      Das liest sich gerade ziemlich krass, ehrlich gesagt. Als würdest du der Mutter einen Vorwurf machen, dass sie im Gegensatz zu ihrem Kind überlebt hat. Wenn du es nicht so gemeint hast, entschuldige ich mich, aber ich interpretiere es so. Und ohne Einzelheiten zu kennen bin ich ziemlich sicher, dass diese Frau ihr Leben geben würde, um ihren Sohn zurück zu bringen.

      • (11) 03.08.19 - 07:10

        Ich lese das auch so wie du und finde es echt heftig wie man darüber so ein Urteil sich bilden kann ohne dabei gewesen zu sein.

        • (12) 03.08.19 - 12:16

          Gut, dass ich es nicht allein so sehe, denn manchmal interpretiert man ja auch falsch/über...
          Aber ich find es fast schon witzig, dass man sich einbildet, man könne auch nur ansatzweise wissen, wie man reagieren würde, wenn man selbst und das Kind vor einen fahrenden ICE gestoßen werden! Als wären das alltägliche Situationen 🙁

          • (13) 03.08.19 - 12:23

            Ja verstehe ich auch nicht. Man kann viel reden ich würde bla bla bla. Aber wenn man in dieser Situation ist, kann man überhaupt nicht rational denken und es passiert alles so schnell. Die Mutter wird nie darüber hinweg kommen und dann noch die ganzen Urteile von Menschen, die meinen es besser zu wissen 🙄🤦‍♀️

            Ich hab während der Chemo auch immer gesagt, wenn sie nicht hilft lasse ich mein Kind gehen und quäle ihn nicht unnötig. Und was war? Als er im sterben lag, habe ich unterschrieben damit er an einer Studie teilnimmt, weil sie eventuell besser hilft als alle bekannten Therapien. Und mein Kind hat es geschafft. Man kann sich erst vorstellen wie es ist, wenn man in der Situation ist/war. Alle anderen können die Gefühle oder das Handeln einfach nicht verstehen. Und das ist nicht böse gemeint.

            • (14) 03.08.19 - 21:45

              Du willst sicher kein Mitleid, aber es tut mir unendlich leid, dass dein Kind diese schreckliche Krankheit durch machen musste. Das geht mir immer so nah 😔 Man denkt immer "mein Kind trifft das nicht" und dann...

              • (15) 03.08.19 - 22:17

                Danke, ja du hast recht ich mag kein Mitleid 😅 aber ich kann dich verstehen, mir tun die Kinder auch alle extrem leid und es ist so unfair, dass so kleine Kinder solche Erfahrungen machen. Und ja das ist immer alles so weit weg, hätte auch nicht gedacht, dass mein Kind an Krebs erkrankt. Lass das nicht an dich ran, dein/e Kind/er ist/sind gesund und dass ist das einzige was zählt.

                • (16) 04.08.19 - 09:53

                  Wie alt ist dein Sohn? Wann hat er den sch... Krebs bekommen?

                  • (17) 04.08.19 - 11:47

                    Er war 3 Jahre und 7 Monate alt als wir die Diagnose erhalten haben. Jetzt ist er 7 Jahre alt. Seit August 2017 gilt er erstmal als "gesund", als geheilt ab Ende 2020.

                    • (18) 04.08.19 - 17:48

                      Das ist echt hardcore 😔 Was für einen Krebs hat er denn? Hat er die Behandlung einigermaßen gut verkraftet? Wenn ich zu viel frage schreib es mir einfach.

                      • (19) 04.08.19 - 19:58

                        Alles gut. Er hatte Leukämie und die Stammzelltransplantation hat am Ende geholfen. Nur waren die Nebenwirkungen echt heftig, durch die Studie konnten sie ihm helfen und es geht ihm soweit gut 😊

            (20) 04.08.19 - 00:59

            Wow, hab beim Lesen gerade einen Kloß im Hals. Da hast du als Mutter ja schon eine der schlimmsten Sachen erlebt, die man sich vorstellen kann😟.
            Umso mehr freut es mich, dass dein Sohn wieder ganz gesund ist, aber der Weg dorthin war ganz sicher mit Höllenqualen gepflastert. Respekt für deinen Löwenmut! 🧡

            • (21) 04.08.19 - 06:39

              Danke ❤😅 naja ganz gesund noch nicht, aber auf einem guten Weg. Das wird schon werden. Wünschen tu ich das niemanden, aber ich bin mir sicher, dass es anderen noch schlechter geht. Man wächst einfach mit seinen Aufgaben und als Mutter nimmt man jede Herausforderung an, egal wie schwer diese ist. Deshalb reagiere ich aber auch etwas allergisch, wenn jemand meint, er wüsste es besser, ohne jemals in solch einer Situation gewesen zu sein. Manchmal sollte man einfach nichts sagen und einfach dankbar dafür sein, dass man selbst nicht so etwas erleben musste.

(22) 03.08.19 - 09:18

Das dachte ich mir auch erst. Aber vielleicht erkannte sie in dem Moment gar nicht, dass ihr Junge auch vor den Zug gestoßen wurde? Zum Glück mussten wir so etwas noch nicht erleben aber ich glaube, dass man in so einem Schockzustand kaum Zeit hat zu überlegen oder um sich zu schauen, ob dein Kind auch hier ist. Die erste Reaktion, wenn ein Zug auf dich zukommt, ist wohl, schnell da raus zuklettern. Was glaubst du, wie es der Mutter erging, als sie dann doch mitbekam, dass ihr Junge noch auf den Schienen liegt und es zu spät ist, ihn zu retten? Einfach schrecklich! Sie hätte in dem Moment bestimmt den Platz mit ihm getauscht, nur blieb dafür keine Zeit.

Du weißt zwar nicht, was passiert ist, machst der Mutter aber unterschwellig einen Vorwurf... #aerger

Ich bin so schockiert über das, was du gerade von dir gibst. Ich musste es mehrmals lesen, um sicher zu gehen, dass ich nicht falsch gelesen habe.

Niemand von uns weiß, was genau dort passiert ist, aber das was passiert ist, ist mehr als tragisch. Es ist absolut anmaßend und respektlos von dir, eine derartige Aussage über die Mutter des verstorbenen Jungen zu treffen. Keiner von uns und ich hoffe, dass niemand von uns jemals in so eine Situation kommt, kann beurteilen wie er in dieser Situation reagiert hätte. Niemand. Auch ich würde für meine Kinder alles geben. Ich würde für sie sterben. Ich würde für sie töten. Aber das Leben ist manchmal unberechenbar. Innerhalb von Sekunden passieren Dinge, auf die man vielleicht gar nicht reagieren kann.

Ich erinnere mich noch an die Nachricht mit dem jungen Traktorfahrer, bei dem zwei Kinder tödlich verunglückt sind. Ein tragischer Unfall. Und ich habe so großen Respekt vor der Mutter der verunglückten Kinder, die den Jungen noch am selben Abend in den Arm genommen hat und gesagt hat, dass ihn keine Schuld trifft. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte.

Unglaublich!
Wie ich es verstanden habe fuhr der Zug ein. Sie hatte anscheinend keine Möglichkeit mehr außer sich in eine schmale Ausbuchtung retten. An ihr Kind kam sie anscheinend nicht mehr dran.
Das geht alles so schnell, da funktioniert man nur noch irgendwie.
Ich hoffe dass die Mutter und alle anderen die ähnliches erleben mussten solche Texte wie deine niemals lesen.

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