Was würdet Ihr von Blog/Forum mit folgendem Thema halten:

    • (1) 28.08.19 - 22:16

      Alles anprangern, was einer Schwangeren Ja zum Kind erschwert.

      Also z. B. dass Männer sich vor der Verantwortung für ein Kind drücken, Familien-inkompatible Arbeitgeber, Wohnraummangel, etc.

      Nicht angeprangert würden Frauen, die eine Abtreibung erwägen oder abgetrieben haben; stattdessen würde schlicht akzeptiert, was Frauen als Ursache für ihre Entscheidung gegen Kind angeben (um dann ggf. das betreffende anzuprangern)

      Was würdet Ihr von einem solchen Blog/Forum halten?

      Mit freundlichen Grüßen und Danke für alle Antworten

      Was fändet Ihr einen solches Blog/Forum?

      Anmelden und Abstimmen
      • (2) 29.08.19 - 13:15

        Welchen Sinn hätte denn so ein Jammerblog?

        Jeder jammert Mal, wenn man jedoch zu lange im Opfermodus bleibt, heißt das nichts anderes, als dass man nicht die Verantwortung für sein Leben übernehmen will.
        Wenn ich in einer unguten Situation gefangen bin, liegt es an mir, die Situation zu ändern oder sie vollkommen anzunehmen. Alles andere ist destruktiv und hilft mir nicht in meinem Leben weiter.

        Mich würde also viel mehr ein Blog ansprechen, in dem eine Mutter erklärt, wie sie Widerständen begegnet ist und sie gelöst hat.


        Grüße

        • (3) 29.08.19 - 14:15

          "Welchen Sinn hätte denn so ein Jammerblog?"

          Auf Dinge aufmerksam machen, wegen denen Frauen sich für eine Abtreibung entscheiden, damit sich an diesen Dingen vielleicht etwas ändert und es so weniger Abtreibungen gibt.

          Ein relevanter Anteil der Frauen, die Abtreibungen vornehmen lassen, entscheidet sich nämlich aus Gründen hierfür, die andere verursacht haben. Z. B. wenn eine Frau abtreibt, weil der Erzeuger sie aufgrund der Schwangerschaft verlässt; dann ist er mit schuld daran, dass es zu einer Abtreibung kam.

          • (4) 29.08.19 - 14:25

            Ach, dann geht es um Abtreibungen?

            Das ging aus deinem ersten Post nicht hervor.

            Aber auch hier wären Tipps hilfreich. Es sollte positiv gestaltet sein.
            Die Schuldfrage spielt für mich z.B. eine vollkommen untergeordnete Rolle. Wenn ich ungewollt schwanger bin, und mein Partner mich verlässt, bin ich immer noch in derselben Situation, ob mein Partner nun Mitschuld ist oder nicht.
            Ich trage im Fall einer ungewollten Schwangerschaft ohne Partner, die 100%ige Verantwortung für mich und mein Kind. Mich würde es dann nur interessieren, wo und wie ich Hilfe bekommen kann. Dass das alles schwierig ist, weiß ja jeder. Aber es hilft mir auch da nicht, mich als Opfer zu fühlen und anderen Schuld zu geben. Dadurch mache ich mich klein, das hilft mir nicht weiter.

            • (5) 29.08.19 - 14:43

              "Ach, dann geht es um Abtreibungen?

              Das ging aus deinem ersten Post nicht hervor."

              Die Formulierung ist vielleicht deshalb verklausuliert geraten, weil das Thema leicht zu vom Ton her üblen Debatten führen, und wenn man sowas anfängt, löschen Mods gerne.

              "Mich würde es dann nur interessieren, wo und wie ich Hilfe bekommen kann."

              Ziel wäre auch bei dem Blog nicht individuelle Hilfe (dafür gäb es dann Links zu anderen Seiten), sondern politisch/gesellschaftlich etwas zu ändern. Und dafür muss eben benannt werden, welche äußeren Hindernisse das Ja zum Kind erschweren; denn wenn man die nicht benennt, dann kann man die auch nicht kleiner machen.

              • (6) 29.08.19 - 16:07

                Wenn das dein Thema ist, dann starte den Blog!

                Was wünschst du dir denn politisch oder gesellschaftlich?

                Beim Thema Abtreibungen ist die Gesetzeslage doch ganz gut, soweit ich weiß. Frauen haben die Möglichkeit legal abzutreiben. Wenn sie sich für das Kind entscheiden, bekommen sie finanzielle und sonstige Unterstützung.

                Was wünscht du dir gesellschaftlich?

                • (7) 29.08.19 - 17:15

                  "Beim Thema Abtreibungen ist die Gesetzeslage doch ganz gut, soweit ich weiß."

                  Die Gesetzeslage ist auf sehr grundsätzlicher Ebene ganz gut gemeint. Jedoch ist die praktische Ausführung in Teilen eine geradezu wissentliche Pflichtverletzung aller politischen Ebenen.

                  "Was wünscht du dir gesellschaftlich?"

                  Nicht einfach präzise, knapp und juristisch korrekt zu benennen; ich konzentriere mich mal auf letzteres und ersteres.

                  Politik und Gesellschaft sollen die folgenden bindend vom Bundesverfassungsgericht vorgegeben Pflichten besser oder überhaupt erfüllen:

                  http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

                  "9. Die staatliche Schutzpflicht umfaßt auch den Schutz vor Gefahren, die für das ungeborene menschliche Leben von Einflüssen aus dem familiären oder weiteren sozialen Umfeld der Schwangeren oder von gegenwärtigen und absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie ausgehen und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken.
                  10. Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat ferner, den rechtlichen Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu erhalten und zu beleben." (Leitsätze IX und X des verlinkten für den Staat bindenden Urteils des Bundesverfassungsgericht0s, welches diese Pflichten aus Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 Grundgesetz abgeleitet hat)

                  , was in Konsequenz auch beinhaltet, "daß durch gesetzliche Regelungen oder durch die Anwendung bereits bestehender rechtlicher Vorschriften Bedingungen dafür geschaffen werden, daß die familiäre Verantwortung wie auch die im weiteren sozialen Umfeld gebotene Rücksicht eingefordert werden können" (Zitat aus Absatz 269 des verlinkten Urteils) .

                  Die bisherige Erfüllung dieser Pflichten durch den Staat wird in der Fachliteratur wie folgt bewertet bzw. benotet:

                  "Der Gesetzgeber des SFHÄndG ist mit der Einführung des Regelbeispiels (jedenfalls pro forma) der Forderung des BVerfG nachgekommen, Strafvorschriften zu schaffen, die einen vom sozialen Umfeld einer Schwangeren ausgehenden Druck zum Schwangerschaftsabbruch entgegenwirken ... dass die Regelung in der Praxis eine Rolle spielen könnte, erscheint mehr als zweifelhaft."

                  was in etwa so zu verstehen ist, wie wenn in einem Arbeitszeugnis stünde "der Arbeitnehmer hat seine Pflichten pro forma erfüllt", was ungefähr einer Note 5 oder 6 entspräche (oder noch schlechter),

                  also dass der Staat vollkommen inakzeptabel wenig tut, um die Gefahren bzw. Schwierigkeiten, denen sich Schwangere gegenübersehen und die eine Abtreibung wahrscheinlicher machen, zu reduzieren.

                  Das ist insbesondere auch deshalb schlimm, weil damit in der Praxis sozusagen nur der Teil der sich aus dem Grundgesetz ergebenden staatlichen Pflichten zum Schutz ungeborener rechtliche Wirkung hat, der Schwangere/Frauen trifft, während die Teile, die alle anderen betreffen würden, zu großen Teilen nur "pro forma" oder gar nicht rechtliche Wirkung haben.

                  Falls dir nun in den Sinn kommt, dass ich deswegen am besten Politiker, Verbände oder gar Kirchen auf dieses Versagen hinweisen sollte, damit die das korrigieren - nun ja, die Politiker, Verbandsvertreter und auch Kirchenleute, mit denen ich persönlich darüber geredet/geschrieben habe, haben zu großen Teilen geantwortet mit etwas in der Richtung von "Im Prinzip haben Sie recht, aber ich/wir können nicht öffentlich dafür eintreten, weil ...[irgendeine Variation von wir haben zu viel Schiss vor negativen Reaktionen]".

                  Womit ein Blog/Webseite, mit dem öffentlich dafür geworben wird, dass die Politik die "Gefahren, die für das ungeborene menschliche Leben von Einflüssen aus dem familiären oder weiteren sozialen Umfeld der Schwangeren oder von gegenwärtigen und absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie ausgehen und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken" thematisieren und diese angehen soll, hilfreich sein kann fürs nächste mal Politikerhände schütteln.

                  Sowas muss aber einfach genug verpackt werden, weil lange Texte liest eh keiner. Und "Anpragern, was Schwangeren das Ja zum Kind erschwert" ist eine vereinfachte und größtenteils zutreffende Darstellung, worum es gehen würde.

                  Ich weiß, komplizierte und lange Erklärung. Und ggf. haut es dich auch total aus den Socken, dass ungeborenes menschliches Leben einen Schutzanspruch nach Grundgesetz hat.

                  Aber ich habe versucht deine Frage vollständig und korrekt zu beantworten und manchmal geht halt nicht einfach.

                  • (8) 29.08.19 - 23:39

                    Ja, das, was du schreibst, ist viel zu lang. Das liest sich keine Frau in einer Notsituation durch.
                    Ich habe auch nicht verstanden, wie die Forderungen an den Staat ganz genau aussehen würden. Das ist alles sehr allgemein formuliert, was du schreibst.

                    An wen würde sich der Blog eigentlich richten?

                    An weitere Abtreibungsgegner oder an Frauen, die ungewollt schwanger sind?

                    • (9) 30.08.19 - 08:45

                      "Das liest sich keine Frau in einer Notsituation durch."

                      Klar und an die Frauen würde sich der Blog auch nicht richten.

                      "An wen würde sich der Blog eigentlich richten?"

                      Die Öffentlichkeit. Politisch interessierte. Am Thema Abtreibung interessierte.

                      "An weitere Abtreibungsgegner"

                      Auch aber nicht nur.

                      "an Frauen, die ungewollt schwanger sind?"

                      Nein, denn wie du richtig festgestellt hast, denen nützt es eher nichts, über Schuld/Ursachen anderer zu reden.

                      "wie die Forderungen an den Staat ganz genau aussehen würden."

                      Die allgemeine Forderung wäre erstmal, sich überhaupt damit zu befassen. Denn wenn politisch und öffentlich die Schwierigkeiten nicht wahrgenommen werden, dann bringt nachdenken über Verbesserungen gar nichts.

                      Du siehst es ein wenig an der Aussage von johanna71:

                      "Und dass sie dann Unterstützung bekommt, wenn sie sie braucht, auch."

                      Sie geht davon aus, dass Frauen - gerade solche die dann knall und fall vom Kindsvater im Stich gelassen werden - ausreichend Unterstützung bekommen.

                      Das sehen einige Beratungsorganisationen - also ProFamilia, DonumVitae, Diakonie - nicht ganz so. Solange aber zu viele wie johanna71 denken, dass da doch alles in Ordnung wäre, fehlt Politikern die Motivation etwas zu ändern.

                      • (10) 30.08.19 - 10:52

                        Ich ging bisher davon aus, dass ich Unterstützung vom Staat bekomme, wenn ich schwanger bin, das Kind austragen will und der Vater nicht zahlt. Ist das nicht so?

                        Was sollen sie denn ändern? Ich finde das hiesige Abtreibungsrecht ziemlich okay, auch wenn ich 219a unsäglich finde und mich mit der Zwangsberatung etwas schwertue.

                        • (11) 05.09.19 - 10:20

                          http://www.freising.donum-vitae-bayern.de/fileadmin/user_upload/Bayern/Freising/Taetigkeitsbericht_2018.pdf

                          Das ist der Jahresbericht einer Stelle für Schwangerschaftskonfliktberatung. Seite 26 unten:

                          " Seit Jahren zeichnet sich
                          das gleiche Bild ab, seit Jahren wird im Tätigkeitsbericht auf die immer gleiche Problematik
                          aufmerksam gemacht. Frauen* und Männer* für ein Leben mit Kind zu ermutigen bedarf
                          konkreter Schritte, die jetzt getan werden müssen, wenn unsere Gesellschaft weiterhin Kinder
                          als unser aller Zukunft sehen will. Die Politik muss endlich handeln und Voraussetzungen für
                          eine kinderfreundliche Gesellschaft schaffen. Und jeder einzelne Mensch muss sich bewusst
                          sein, dass Solidarität und Mitverantwortung die tragenden Säulen für ein friedliches
                          Zusammenleben sind. Der Schutz des Lebens geht alle an."

                          "Seit Jahren" teilen die der Politik das Gleiche mit.

                          Und das steht da auch seit Jahren drin:
                          http://www.freising.donum-vitae-bayern.de/index.php?id=1701

                          Selbes auch von anderen Beratungsstellen:

                          https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/frauen-ueber-25-treiben-oefter-ab-id2744443.html

                          "Not unverändert
                          „Die Not der Frauen blieb gleich, seit 25 Jahren.“ Schieder wünsche sich, dass es mehr Teilzeitangebote für Mütter gibt, Arbeitszeiten flexibler geregelt werden und mehr Männer in Teilzeit arbeiten, um beim Haushalt und der Kindererziehung zu helfen. „Aber viele Männer und Arbeitgeber können sich das nicht vorstellen“, sagt sie."

                          Seit 25 Jahren bleiben Not und Probleme gleich.

                          Da gibt es hunderte Stellen im Land, die zusammen im Jahr von 100000 Frauen hören, warum eine Entscheidung für ein Kind nicht möglich sei; und die Stellen erzählen es auch gerne Öffentlichkeit und Politik; aber kein Schwein interessiert es.

                          Nicht alle Verkehrstoten gehen auf Alkoholfahrten zurück, nicht mal die Mehrheit; aber immer noch ziemlich viele; wie wäre es, wenn nie in der Öffentlichkeit thematisiert würde, dass Alkohol am Steuer schlecht ist und die Häufigkeit reduziert werden sollte, weil dadurch Menschen sterben?

                          Nicht alle Abtreibungen gehen auf Arbeitsplatzprobleme, Wohnprobleme, Probleme mit dem KV, usw. zurück, nicht mal eine Mehrheit; aber immer noch ziemlich viele; wie wäre es, wenn nie in der Öffentlichkeit thematisiert würde, dass Arbeitsplatzprobleme, Wohnprobleme, Probleme mit dem KV, usw. und die Häufigkeit reduziert werden sollten, weil dadurch Menschen sterben?

                          Antwort auf letztere Frage kennst du, denn das ist der Ist-Zustand.

                          • (12) 05.09.19 - 10:40

                            Die Forderungen finde ich durchaus richtig und sinnvoll, und es gäbe in der Familienpolitik einiges zu tun. Aber mit "weil dadurch Menschen sterben" kann ich sie nicht ernst nehmen.

                      (13) 30.08.19 - 12:27

                      Ein weites Feld.

                      Eigentlich sollte es gar nicht sein müssen, dass der Staat im Fall einer ungeplanten Schwangerschaft groß helfen muss. Finanziell, ja, aber die Hilfe muss eigentlich aus der Großfamilie kommen.
                      Die Frauen, die so ein Unterstützungssystem haben, entscheiden sich dann auch für ihre ungeplanten Kinder. Eine gesunde Großfamilie zu haben, ist aber nichts, was der Staat "machen" kann. Ein Staat kann mit finanziellen Mitteln dafür sorgen, dass es dir materiell einigermaßen gut geht, aber er kann nicht in jeder Situation in die Bresche springen, wie Oma/ Opa das können.
                      Natürlich könnte die Unterstützung immer besser sein. Dazu muss man aber auch sagen, dass viele junge Frauen diese staatliche Unterstützung in Form von jugendamtlicher Betreuungsangebote gar nicht wollen, weil man sich beobachtet und kontrolliert fühlt.
                      Ich persönlich finde es an anderer Stelle viel ungeheuerlichen. Wenn man sich die bürokratischen Hürden anschaut, die eine Familie überwinden muss, die ein behindertes Kind betreut - das ist krass. Und es ist auch eine besondere Situation, da man für die Betreuung eines behinderten Kindes viel weniger Möglichkeiten hat. Da sind häufig auch nahe Verwandte überfordert.

                      Es gibt noch viel Mangel, in vielen Bereichen. Wenn das Thema "Abtreibung" deines ist, dann engagiere dich dafür. Aus meiner Sicht gibt es durchaus viel Aufklärung und Unterstützung. Einen gewichtigen Teil der Verantwortung muss man schlussendlich immer selbst tragen, das kann einem kein Staat der Welt abnehmen.

                      Grüße

        (14) 29.08.19 - 18:54

        Und was sollte man daran ändern können oder wollen?
        Wenn ein Paar sich trennt, ist das in den meisten Fällen besser so. Mag sein, dass er ein Arsch ist, wenn er sie verlässt, aber dann wär sie nicht besser dran, wenn er bliebe, obwohl er nicht will.
        Und dass die Schwangere dann selbst entscheidet, ob sie das Kind austragen will oder nicht, ist ja wohl auch richtig so. Und dass sie dann Unterstützung bekommt, wenn sie sie braucht, auch.
        Wem wäre jetzt damit geholfen, den Erzeuger anzuprangern und was sollte man an einer solchen Situation ändern können?

        • (15) 29.08.19 - 21:56

          Ein Teil der Männer verhält sich in einem solchen Fall so wie sie sich verhalten, weil sie davon ausgehen, dass bei einer Abtreibung nur ein wertloser Zellhaufen entfernt wird und/oder weil sie schlicht darüber nicht nachgedacht haben, was da entfernt wird.

          Mehr Bewusstsein, dass es sich nicht um einen wertlosen Zellhaufen handelt (*), könnte deshalb in manchen Fällen zu einem anderen Verhalten führen. Nicht unbedingt dazu, dass eine kriselnde Beziehung weitergeht. Aber einfach dazu, dass sein Verhalten ihr die Situation nicht noch zusätzlich erschwert, z. B. indem er eher bereit ist mit ihr darüber zu reden, was sie von ihm nach Geburt des Kindes zu erwarten hätte.

          Was dann in einigen Fällen eine Abtreibung, also den Tod des ungeborenen Kindes verhindern könnte. Das hat immerhin Menschenwürde und Recht auf Leben, was dann ausreichend Grund ist, warum man das wollen könnte.


          (* Wie in dem längeren Post an violetta10 dargelegt, lege ich da Grundgesetz zugrunde. Nach Grundgesetz sind es keine wertlosen Zellhaufen. Man kann anderer Meinung sein, aber dann vertritt man eben eine Position, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist.)

          • (16) 29.08.19 - 22:35

            Unterhalt zahlen muss er, ob er will oder nicht. Und wenn er es nicht tut, bekommt die Mutter Unterhaltsvorschuss.
            Zur Abtreibung nötigen darf er sie nicht, über Abbruch und Austragen entscheidet glücklicherweise nur die Mutter.
            Ein normaler verantwortungsbewusster Mann wird sich um ein Kind kümmern, auch wenn er mit der Frau nicht zusammenbleiben will . Ein Arsch bekommt auch vom Angeprangertwerden kein Verantwortungsbewusstsein.
            Ich find so einen Blog überflüssig.

            • (17) 30.08.19 - 09:02

              "Ein normaler verantwortungsbewusster Mann wird sich um ein Kind kümmern, auch wenn er mit der Frau nicht zusammenbleiben will . Ein Arsch bekommt auch vom Angeprangertwerden kein Verantwortungsbewusstsein."

              Das vereinfachte Schema, was du hier präsentierst, trifft einfach nicht zu.

              Habe selbst schon einen Mann erlebt, der völlig verständnislos fragte, warum denn seine Freundin so viel rumtue und reden wollen, über die Abtreibung, wenn es doch ohnehin eindeutig sei, dass jetzt kein guter Zeitpunkt sei, man ja noch in 2 Jahren ein Kind haben könnte und eine Abtreibung doch keine große Sache sei.

              Der Hinweis, dass er dann gerade seine Freundin dazu auffordert, ihr gemeinsames ungeborenes Kind töten zu lassen, für das sie vielleicht schon erste Gefühle empfindet, und dass seine Freundin, wenn sie das auch nur minimal ähnlich sieht, verständlicherweise noch Gesprächsbedarf hat, überzeugte ihn, dass er vielleicht doch nochmal mit ihr reden und ihr genauer zuhören sollte.

              Ob Männer sich wie Arsch im Falle einer ungeplanten Schwangerschaft verhalten hängt in nicht wenigen Fällen auch davon ab, ob sie Verständnis haben, dass Abtreibung nicht wie Pickel ausdrücken ist.


              Als Mann ist das übrigens völlig offensichtlich:

              Sie tut ewig lang rum und wird emotional, weil ein Zellhaufen entfernt werden sollte? Frauen halt, die sind so irrational.

              Sie tut ewig lang rum und wird emotional, weil ihr ungeborenes Kind getötet werden sollte und ich sie behandele, als sei sie völlig irrational aufgrund eines Zellhaufens?
              Upps, das ist irgendwie nachvollziehbar, wenn sie da etwas emotional wird.

              • (18) 30.08.19 - 10:45

                Und so einer, der nicht versteht, dass ein Embryo nicht nur ein Zellhaufen ist und seiner (Ex-)Partnerin nicht zuhören will, liest dann in deinem Blog und wird geläutert?
                Ich hab ja nichts dagegen, wenn du das machen willst, du wolltest wissen, für wie sinnvoll man das hier hält.

                • (19) 05.09.19 - 09:59

                  "Und so einer, der nicht versteht, dass ein Embryo nicht nur ein Zellhaufen ist und seiner (Ex-)Partnerin nicht zuhören will, liest dann in deinem Blog und wird geläutert?"

                  Nö.

                  Sondern Leute lesen Blog -> Nerven mit der Zeit Politiker, was zu tun -> Politiker trauen sich was zu tun -> Dinge ändern sich so, dass "einer, der nicht versteht, dass ein Embryo nicht nur ein Zellhaufen ist" es doch mitbekommt.

                  "Ich hab ja nichts dagegen, wenn du das machen willst, du wolltest wissen, für wie sinnvoll man das hier hält."

                  Kein Problem; danke für die Antworten.

              (20) 31.08.19 - 13:43

              Deiner Zielgruppe dürfte ein solcher Blog meilenweit am Podex vorbei gehen. Insofern: Mach, wenn es Dir wichtig ist, aber sinnvoll ist es aus meiner Sicht nicht.

(22) 29.08.19 - 14:26

Wollte übrigens nicht zum Ausdruck bringen, dass das:

"Mich würde also viel mehr ein Blog ansprechen, in dem eine Mutter erklärt, wie sie Widerständen begegnet ist und sie gelöst hat."

eine schlechte Idee ist. Klar darf man nicht im Opfermodus gefangen bleiben.

Ach du Schreck, an deinen Nick und etliche krude Diskussionen zu dem Thema erinnere ich mich noch. Die Fäden damals in Politik und Philosophie statt.

Warum bist du so besessen von dem Thema? Gesund liest sich das nicht so über den langen Zeitraum weg...

  • Mir war der Nick auch sofort bekannt und konnte mich an die vergangenen Diskussionen zu dem Thema erinnern.

    Ich sehe das so ähnlich wie du.

    LG

    "Warum bist du so besessen von dem Thema?"

    Siehe Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 2 GG.

    Das betrifft zwar vieles, aber eben auch wenn Schwangere ihre Kinder abtreiben, weil irgendwelche Dritten zu faul waren zu tun, was sie hätten tun sollen.

    Andere helfen Flüchtlingen, sorgen sich um die Bewohnbarkeit des Planeten, treten gegen Extremismus an, kämpfen für faire Gerichtsverfahren, prangern sexuellen Missbrauch an oder bemühen sich um etwas anderes, was durch Art. 1 Abs. 1 GG geboten ist, aber bei dem die bisherigen Bemühungen des Staates unzureichend sind.

    Mein Thema ist halt das.

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