Umgang mit Wut

Hallo zusammen,
wie geht ihr mit eurer Wut um? Konkret über die aktuelle Lage die keinen richtigen Schuldigen hat, die meinerseits drohende Arbeitslosigkeit in einem hochqualifizierten Job bzw unklare berufliche Perspektive (da Kinderbetreuung ab August unklar, ob das klappt, und nein weder mein Mann noch ich können ins Homeoffice). Ich kann meinen Wiedereinstieg so nicht planen.
Nein, es geht nicht um unsere Existenz, aber darum dass ich nach 2 Jahren nur Mutter sein auch mal wieder arbeiten möchte und mir das Thema Arbeitslosigkeit gegen den Strich geht.
Ja ich suche nach Alternativen. Ja ich weiß woher meine Wut kommt (ist eigentlich Angst und Hilflosigkeit). Nein ich habe keine Depressionen. Aber ich möchte mit meiner eigenen Wut besser umgehen können. Mein Kleinkind kann ja nichts dafür, bekommt meine Laune aber natürlich mit (nein sie wird nicht geschlagen oder angebrüllt, aber ich kann nicht so geduldig sein wie ich möchte und ja manchmal motze ich rum).
Es fliegen aber durchaus mal Dinge gegen die Wand (im Nachbarraum). Der Ausgleich fehlt. (Man kommt ja nicht weiter raus als zum Sport oder zum einkaufen).
Ich bin die meiste Zeit noch recht gut drauf, in den letzten zwei Tagen bekomm ich leider tatsächlich relativ plötzliche Wutanfälle.
Danke für jeglichen Input!

Wut für Wut!
Ich bin einfach noch wütender auf die wütenden und/oder jammernden Menschen, die sich m.M.n zum Teil völlig affig in das ganze Thema hinein steigern und denken, SIE wären die absolut Einzigen auf dem Raumschiff Erde, bei denen es gerade blöd läuft ;-)
Ich rege mich ein bisschen auf, schleudere dem ein oder anderen meine Verachtung entgegen und danach mache ich mir einen Kaffee. #rofl
Oder der Klassiker... Schokolade und anderes Teufelszeug #torte
*braucht plötzlich Gr. 38 innerhalb weniger Wochen* #klatsch
Vor allem Schoko & CO. waren jetzt vermutlich nicht der beste Tipp, ich sehe es gerade selbst.

Ist ja ein sehr alter Thread, aber vielleicht brauchst du noch Input.

Wut entsteht, wenn wir den Eindruck haben, etwas steht der Erreichung eines unserer Ziele im Weg.

Sie entsteht - wie alle Gefühle - aus Gedanken.
ZB:
- hört das denn nie mehr auf mit Corona?
- das Leben, wie wir es kannten, ist erstmal vorbei
- zwei Jahre hab ich mich als Mutter zurückgehalten und jetzt kommt mir bei der Verwirklichung der Träume und Ziele dieser Mist in die Quere!
- werde ich je wieder arbeiten?

Nur als Beispiele.

Dagegen kannst du etwas tun.
Ein paar solcher Gedanken sind offensichtlich zeitlich unbegrenzt (nie mehr/ je wieder). Dagegen kann man andenken, denn der aktuelle Zustand zeigt ja: Es wird wieder. Langsam, aber es wird.

Was ist schon ein weiteres (halbes/ ganzes) Jahr? (Wäre auch so ein Gedanke, der helfen kann).

Mit so etwas kann man der Wut den Wind aus den Segeln nehmen.