"Unbekannte" Paten

Wir haben zwar noch viel Zeit, unser ET ist erst im April, aber das Thema lässt uns gerade nicht mehr los!

Wir möchten unseren Sohn gerne taufen lassen, aber die einzigen Christen, zu denen wir engeren Kontakt haben, haben wir schon zu Paten gemacht.
Vor Corona sind wir oft in die Kirche gegangen, aber bis auf die Paten von unserem Sohn haben wir die Leute nur oberflächlich kennengelernt und haben keinen privaten Kontakt. Seit Corona gehen wir seltener und die Gelegenheit zum Reden nach dem Gottesdienst fehlt, also ist das, was an Kontakt da war, wieder verschwunden.
Aber ohne Paten können wir unseren Sohn nicht taufen und das ist uns sehr wichtig🥺

Mein Mann hat gesagt, wir können einfach jemanden fragen, mit dem wir sonst manchmal gesprochen haben, obwohl wir nicht befreundet sind. Wir haben aber Angst, dass die Paten sich dann kaum kümmern, weil wir sie kaum kennen🥺
Hat jemand Erfahrung damit oder Tipps?

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Fragt doch die Paten eures 1. Kindes, ob sie die Patenschaft auch für das 2. Kind übernehmen würden.

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Da haben wir auch schon drüber nachgedacht, aber das geht für uns emotional nicht, obwohl es wirklich tolle Leute sind.

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Habt ihr keine Freunde oder Familienmitglieder die eine Patenschaft für euer Kind übernehmen wollen/würden?

Einem Fremden würde ich niemals die Patenschaft meines Kindes anvertrauen.
Ein Patenschaft sollte doch auch Interesse an dem Kind haben....

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Unsere Freunde und Familie sind alle Agnostiker oder Atheisten (bis auf die Paten unseres ersten Sohnes), deshalb kommen sie als Paten nicht in Frage.
Zu Onkel, Tante und unseren Freunden besteht der Kontakt und das Interesse ja sowieso. Aber unser Sohn hat nichts von Paten, die mit dem Glauben nichts anfangen können🤷‍♀‍
Wir kennen uns selber noch nicht so gut aus und gerade deshalb ist es uns wichtig, jemanden zu nehmen, der da mehr weiß als wir, damit es auch wirklich ein Ansprechpartner ist.

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<<Einem Fremden würde ich niemals die Patenschaft meines Kindes anvertrauen.
Ein Patenschaft sollte doch auch Interesse an dem Kind haben....<<

ich auch nicht, niemals!

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Die "Patin" unserer Tochter ist nur symbolisch Patin da sie nicht in der Kirche ist, dennoch ist sie für uns DIE PATIN . Unterschrieben hat die Mutter meines Mannes.

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Uns ist es wichtig, dass jemand Pate ist, der sich mit dem Glauben auskennt, weil wir einfach selber noch nicht so firm sind. Unsere Familie und unser Freundeskreis besteht nur aus Agnostikern und Atheisten, abgesehen von den Paten von unserem ersten Sohn.
Wir möchten jemanden haben, der unserem Sohn im Glauben helfen kann. Meine beste Freundin kann das leider nicht🤷‍♀‍

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Versteh ich, ging uns auch so, allerdings bevor ich quadi Fremde habe... 🤷🏼‍♀️

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Die Paten sollen ja die christliche Gemeinde vertreten und deshalb war es früher total gängig dieses Amt normale Gemeindemitgliedern zu übergeben und eben nicht unbedingt den besten Freunden der Eltern.

Ich würde euch raten euch mit eurer Problematik an den Pastor zu wenden. Er kennt seine Gemeindemitglieder sehr gut und kann euch vielleicht jemanden empfehlen und den Kontakt vermitteln.

Andernfalls kann man auch auf die Paten verzichten und Taufzeugen berufen. Die müssen dann keine Kirchenmitglieder sein. Aber ich weiß nicht ob sie die Aufgabe so füllen, wie ihr euch das wünscht.

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Vielen Dank!
Unsere Pfarrerin ist leider gerade im Urlaub😕

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Dann würde ich mich lieber noch gedulden und warten bis sie wieder da ist.

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Vielleicht mal in der Kirche fragen.
Ich meine mal gehört zu haben, dass es manche Gemeinden anbieten, Menschen zusammen zu bringen.
Für Paten ist es zwar selten, aber kam wohl schon vor.
Eigentlich eher wegen Kontaktaufbau, Menschen zusammen bringen, die gerne Kontakt möchten. So ähnlich wie Leihoma/Leihopa.
Mit kennen lernen, Bindung aufbauen und so.

Auch in Form von Bezugspersonen für religiöse Fragen.

Das könntest du bei der Kirche fragen, ob sie da was kennen. Wenn die Chemie passt, kann sich ja auch freundschaftlich etwas entwickeln oder eben wie gedacht Begleitung bei relitgiösen Fragen.

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Hi,
nur weil ein Mensch in eine Kirche geht, ist er noch lange kein Christ. Du wirst ja auch nicht zum Auto, wenn Du in der Garage stehst.

Ich würde gute Menschen, zu denen ich Vertrauen habe, zu Paten machen, die das Kind ein Leben lang begleiten können und nicht irgendwelche "hergelaufene Christen", die du mal in der Kirche getroffen hast.

Oberflächlich gesehen ist meine Schwester nämlich auch ein Christ. Sie ist seit 40 Jahren im CVJM, hat dort Zeltlager geleitet, ist Kassenwart. Seit der letzten Kirchenvorstandswahl ist sie im Kirchenvorstand. Kennt sich in der Bibel aus........... das Bild für außen stimmt.

Würde man die Familie fragen, würde alles hintenrunter fallen, mehr Schein als Sein.

Wollt ihr evangelisch taufen, ist es einfacher, katholisch muss der Pate zwingend kath. sein.

Wenn ihr mit offenen Augen durch die Welt geht, den Kindern nicht den Zugang in die Kirchen dieser Welt verbietet, sollte das reichen. Es gibt in jedem größeren Ort Kindergottesdienste und CVJM Gruppen, wo das Kind lernt, was in der Bibel steht.

Unsere 2 Jungs haben 3 Paten, 2x Verwandtschaft und 1 Freund. Wir hatten auch gedacht, das es gute Freunde sind. Der Große ist 14 Jahre und dieses Jahr konfirmiert worden, der neutrale Pate hat sich seit 6 Jahren nicht mehr gemeldet. Das er jeden Sonntag in die Kirche geht, ist in dem kath. Ort wo er wohnt selbstverständlich.

Er hat weder abgesagt, noch kam er zur Konfirmation, geschweige denn eine Karte geschickt ....................

Lieber in 2 Jahren getauft, als wildfremde Menschen zu Paten gemacht.

Alles Gute

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"Wollt ihr evangelisch taufen, ist es einfacher, katholisch muss der Pate zwingend kath. sein."

Das kommt auf die Gemeinde an.
Ich kenne inzwischen einige evangelische Gemeinden, bei denen kath. Paten abgelehnt werden. Sie müüüüüüüssten sie zwar nehmen, wollen aber nicht. Ein evang. Pate reicht, dann kann den kath. ja streichen.

In manchen kath. Gemeinden dürfen auch evangl. "Paten" eingetragen werden. Sie heißen dann zwar "nur" Taufbeistand, dürfen die Funktion Pate aber erfüllen.
Es wäre zwar schön, wenn ein kath. Pate dabei wäre, sei aber nicht zwingend erforderlich.

Wobei es natürlich auch im evang. offenere und im kath. strengere Gemeinden gibt. Aber eben auch umgekehrt.

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Wir haben aber in der Kirche eine höhere Trefferquote für Christen als im persönlichen Umfeld😅
Aber danke für den Hinweis, so habe ich da noch nicht drüber nachgedacht🤔
Für deinen Sohn tut es mir sehr leid, dass sein Pate sich nicht mehr meldet!

Wir sind evangelisch.

"Wenn ihr mit offenen Augen durch die Welt geht, den Kindern nicht den Zugang in die Kirchen dieser Welt verbietet, sollte das reichen. Es gibt in jedem größeren Ort Kindergottesdienste und CVJM Gruppen, wo das Kind lernt, was in der Bibel steht."
Für unsere Ansprüche reicht das nicht. Das hängt wahrscheinlich mit unserer persönlichen Lebensgeschichte zusammen. Deshalb ist es uns auch wichtig, dass er möglichst bald nach seiner Geburt getauft wird.

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Stehen vielleicht eure Eltern als Taufpaten zur Verfügung? "Fremde" würde ich nicht als Paten wählen

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Unsere Eltern möchten wir nicht als Taufpaten nehmen. Meine Schwiegermutter ist Atheistin und mein Vater Agnostiker. Beide hatten (wie viele aus unserem Umfeld) kaum Verständnis dafür, dass wir Christen geworden sind.
Viele interessieren sich zwar auch (unsere Eltern kaum), aber sie können unserem Sohn nicht das geben, was wir uns von einem Taufpaten wünschen.

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Frag doch euren Pfarrer.
Ich weiß von einer anderen Gemeinde, dass Pfarrer und Kirchenvorstand die Paten für ein Flüchtlingskind geworden sind, weil die Eltern niemanden kannten.

Und wenn der Pfarrer nicht will, kann er euch wenigstens Tipps geben, wer das Amt in eurem Sinne ausüben würde. Dann habt ihr auch noch ein paar Monate Zeit, euch besser kennenzulernen und Kontakt aufzubauen.
Das Patenamt für ein „fremdes“ Kind würde ich nur annehmen, wenn ich mich auch kümmer.

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Danke. Unsere Pfarrerin ist gerade im Urlaub, wir werden sie fragen, wenn sie zurückkommt.

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Ich habe auch die Patenschaft für ein Kind aus dem Kinderheim übernommen.

Und mir war es klar, als ich mich dafür anmeldete, dass ich mich auch kümmere.

Gerade bei so einer freiwilligen Aufgabe ist das selbstverständlich #hicks

Ich denke, unser Patenkind (auch wenn es auf dem Papier nur meiner ist) hat viel mehr von uns als viele andere Kinder, die als Paten Freunde/Verwandte der Eltern haben.

LG

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Ich denke, ich würde mich bei der Gemeinde melden und dort fragen.

Vielleicht kennen sie einige Menschen, die Lust auf so was hätten. Man kann sich auch bis zur Taufe mehrmals treffen und gucken, ob das passt.

Mir war es auch wichtig, dass die Paten ihren Glauben tatsächlich leben. Zum Glück komme ich aus einer religiösen Familie und so war es kein Problem geeignete Paten zu finden :-)

LG

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Danke. Wir haben leider beide eine völlig unreligiöse Familie, deshalb ist es schwierig🤷‍♀‍
Unsere Pfarrerin ist diese Woche noch bis Ende dieser Woche im Urlaub. Wenn sie zurückkommt, wollen wir sie um Rat fragen.

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Ihr habt ja bis April Zeit, um auf Unbekannten Bekannte zu machen 😊