Trinkgeld

Hallo,

wem gebt ihr Trinkgeld? Wie viel? Grundsätzlich oder gelegentlich?

Wir bestellen öfter unseren Supermarkteinkauf. Meistens gebe ich ein 2€-Stück. Wenn ich keins finde, frage ich mich jedes Mal, ob weniger ok ist oder ob das unhöflich ist? Einmal habe ich einen 5€-Schein gegeben, weil ich kein kleineres Bargeld da hatte, fand das aber übertrieben, da wir es auch nicht so dicke haben.

Im Sommer habe ich den Paketboten kalte Getränke angeboten, aber Trinkgeld geben, wäre unüblich, oder?

Wie macht ihr das?

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Trinkgeld zu gebe festigt den status quo in schlechtverdienenden Branchen. Damit wird ein Niedriges Grundgehalt gerechtfertigt, da ja mit Trinkgeld genug dazu kommt, damit man überleben kann. Der Dienstleister muss damit beim Kunden zu Kreuze kriechen um auf ein passable Gehalt zu kommen - seine Entlohnung besteht zu einem guten Teil aus Gutdünken seiner Kunden. Dieser Teil des Gehalts vollzieht sich unversteuert, ohne Sozialabgaben oder Rentenbeiteiligung. In der Rente dann das Böse Erwachen, dass der Lebensstandard mit der Rente von dem niedrigen Grundgehalt nicht haltbar ist.

Ich bin für faires Gehalt statt Trinkgeld.

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Finde die Einstellung, dass das die Löhne drückt etwas merkwürdig, da für mich der Zusammenhang fehlt. 🤔 Nur weil plötzlich niemand mehr Trinkgeld gibt, wird doch nicht das Gehalt überdacht?
Das bestimmte Berufe schlecht bezahlt werden, ist ein generelles Problem und definitiv eine Frage, die politisch angegangen werden muss. Aber was nützt das der Studentin, die beim Kellnern aushilft denn für den Moment?

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Darauf kannst du lange warten, kaum ein Kunde ist bereit mehr für eine Dienstleistung zu zahlen. Ich sehe es bei uns, wegen der Coronaauflagen haben wir viel höhere Kosten, als wir diese auf die Preise umgelegt haben, gab es sofort einen Aufschrei der Kunden, wenn du ein angemessenes Gehalt zahlen willst, musst du alle Preise kräftig erhöhen, das macht keiner mit. Da es aber im Moment einen extremen Mitarbeitermangel in der Gastro gibt, wird es vielleicht bald dazu kommen das sich die Preise überall verdoppeln und man dann wieder Personal findet was zu diesen Bedingungen arbeiten möchte, ist dann nur die Frage ob es noch Kunden gibt die bereit sind das zu zahlen 😏😎.

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Also ich gebe mindestens 10% Trinkgeld wenn ich z.B etwas zu essen bestelle oder der Getränkelieferant kommt, dem Postboten habe ich noch nie Trinkgeld gegeben aber den sehe ich auch nie 😅
Im Restaurant gebe ich 15-20% Trinkgeld
Ich gebe nicht jedem der mir gegenüber ne Dienstleistung erbringt Trinkgeld das wäre auf Dauer auch viel zu teuer.

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Bei solchen Dienstleistungen wie Paketbote oder Lieferungen geben wir kein Trinkgeld, ist jedenfalls bei uns total unüblich. Wir geben maximal im Restaurant etwas. Aber auch hier: max. 2-5 Euro je nach Betrag vom Essen.

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Da ich selbst in der Gastro arbeite, gebe ich natürlich Trinkgeld, meist schauen wir schon das es so ca 10% beträgt. Beim Paketboten gebe ich aber nichts, der wirft das Paket ja maximal über den Zaun, den sehe ich ja nicht mal 😏, wir bestellen aber auch kaum irgendwas.
Unser Mitbewohner arbeitet im Winter immer bei DHL, er meint von Stammkunden bekommt er häufig Trinkgeld oder was zu trinken/essen, halt eine kleine Aufmerksamkeit, aber wie gesagt nur von Stammkunden wo er teilweise mehrfach die Woche hin muss.
Mein Sohn macht eine Ausbildung im Handwerk, wenn er Kundendienst hat bekommt er auch von vielen Kunden Trinkgeld, auch da scheint es also üblich zu sein.
Ein anderer Freund arbeitet Corobabedingt bei einem Lieferdienst, auch da sagt er das er von fast jedem Trinkgeld bekommt.

Einer schrieb ja weiter oben das sie kein Trinkgeld gibt weil sie will das die Löhne steigen, tja darauf kann man lange warten, niemand ist bereit solche Preise zu zahlen, da würden viele garnicht mehr ins Restaurant gehen, mich eingeschlossen.

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Ich gebe Trinkgeld beim Friseur, Kosmetik, u.ä. "körpernahen Dienstleistungen", im Restaurant aber auch mal, wo ich mich sonst gut beraten fühle. Allerdings nur, wenn ich ohnehin bezahle. Also beim Paketboten bin ich noch nicht auf die Idee gekommen, da ich den ja nicht direkt bezahle und sie es mMn gar nicht annehmen dürfen, oder? Ebenso die Müllabfuhr oder ähnliches...
Ich gebe mindestens 10%, wenn ich sehr zufrieden bin auch mehr.

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In Gaststätten ca. 20 Prozent.
Im Handel, wenn ich bar bezahle runde ich auf die nächste gerade Zahl auf.
In der Autowerkstatt gibt es von mir 5 bis 10 Euro.
Kommt ein Lieferant und bringt mir z. B. eine Waschmaschine bekommt er einen Zehner.
Ich bekomme selbst auch manchmal Trinkgeld. Damit schließt sich der Kreis.

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Ich gebe Trinkgeld bei:

- Friseur (ca 2 Euro)
- Essenslieferung (10% und aufrunden auf nächsten Euro)
- im Lokal (nach Gefühl, meist so auf nächste 5 Euro aufgerundet, aber kommt natürlich auf Gesamtkosten an, manchmal also mehr)

Wüßte nicht, wo noch. Jedenfalls nicht Post oder so.

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Im Restaurant, Essenslieferdienst (z.B. Pizzaservice) und Friseur.
Mehr fällt mir gerade nicht ein.

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Ich gebe immer Trinkgeld für alle Arten der Anlieferung (beim Paketboten nur, wenn er zu mir ins Obergeschoss steigt, die meisten stellen die Pakete einfach unten ab.

Bei den Anlieferungen bemisst sich das Trinkgeld am Aufwand: Möbelpacker kriegen natürlich mehr als Pizzabotrn, Flaschenpost, die einmal im Monat 5 Wasserkisten bringen, kriegt 5 Euro.

Im Restaurant gebe ich ebenfalls immer Tringeld, da bin ichN glaube ich, eher an der oberen Grenze. Ich geb sogar Trinkgeld, wenn der Service blöd war, weil ich Unhöflichkeit nucht mit Unhöflichkeit begegnen will.

Frisöre und Co kriegen roundabout 5 Euro, nutze ich aber selten... bei Bäcker und Co verzichte ich gerne auf die paar Cent Rückgeld...

Irgendwie so... ich lebe gut und davon dürfen andere gerne was abhaben.