Bitte Hilfe!KSP hat Konto gepfändet!

    • (1) 14.10.06 - 09:15

      Hallo,

      ich brauche bitte wirklich ganz dringend eure Hilfe! Ich bin damals auf einen unseriösen Handyanbieter reingefallen und habe dort einen Vertrage abgeschlossen. Die Rechnungen waren völlig undurchsichtig und viel zu hoch. Ich habe dann dort angerufen, und wollte das alles klären, habe auch Briefe geschickt. Nie eine Reaktion. Ich habe aber nicht eingesehen, dass alles zu zahlen. Die haben die Sache dann an das KSP Inkasso weitergegeben un die haben mich verklagt. Laut Amtsgericht muss ich alles Geld zahlen. Bis auf die Zinsen, weil ich mich ja bemüht habe. Da wir zur Zeit von einem 1000€ netto Gehalt und 260 Euro ergänzendem ALG 2 Leben, reicht das Geld gerade so. Trotzdem habe ich Ratenzahlungsangebote gemacht. Immer wieder abgelehnt. habe dann einfach was überwiesen, ist zurück gekommen. Ich kann aber keine 65 € monatl. zahlen. Habe denen meinen Berechnungsboden übersandt, auf dem ich dummerweise nicht die Kontodaten geschwärzt habe. Nun haben sie mein Konto bei der Postbank gepfändet. Also haben wir für diesen Monat KEIN Geld mehr. Was kann ich tun? Kann ich das Amtsgericht zwingen, die Pfändung zurück zu nehmen? Auf das Konto geht auch das Gehalt meines Mannes, für das wir keine Freistellung beauftragen können, da es kein Gemeinschaftskonto ist. Wir können also weder für nächsten Monat Miete zahlen, noch unser Kind versorgen! Was soll ich tun? Ich kann doch meine Kleine nicht ohne Windeln und ohne Essen lassen. Bitte helft mir!

      LG Denise

      • schau mal :
        http://www.google.de/search?hl=de&q=KSP+Inkasso&meta=

        der vorletzte ist interessant...
        Pfänden dürfen sie *wenn eh nur bis zum bestimmten satz!!!
        Ich würde mir per anwalt genaue kostenaufrechnung usw anfordern-was wann wo!

        Hallo Denise,

        es gibt einen per Gesetz festgelegten Mindestsatz, der Dir bzw. Euch zum Leben bleiben MUSS. Erst über diesen Satz darf gepfändet werden. Lass Dich mal von einem Anwalt beraten.

        LG
        Martina

        Nu les das mal hier genau durch!!!!
        Bevor das Kind in den Brunnen fällt-nachforschen...
        Ich kenn mich damit nich aus-was du machen musst das du ans konto kommst-aber da gibt es bestimmt leute die euch helfen können!!!
        Nur dieses Inkasso scheint schlendrian zu sein!!!

        Benutzer ohioman schrieb:
        > Benutzer webbo schrieb:
        > > Benutzer ohioman schrieb:
        > > > Im Großen und Ganzen kann man aber eher davon ausgehen,
        > > > dass
        > > > die KSP keine Forderungen übernimmt, die wirklich verjährt
        > > > sind.
        > >
        > > Natürlich tun sie das.
        >
        > Willst du damit sagen, KSP setzt auf die Unwissenheit der
        > Gläubiger und probiert nur aus, ob es sie dumm genug sind, die
        > Rechnungen zu bezahlen?!?!

        Ja. Das kann ich sogar aus eigenem Kontakt mit KSP belegen. Eine Forderung aus 2001 ist verjährt. Das hindert KSP aber nicht daran, weit nach 2004 noch Zahlungsaufforderungen auf gut Blöff zu verschicken (denen zuvor bereits mind. 2x widersprochen wurde und diese als haltlos abgelehnt wurden).

        > Warum sollte ein Inkasso-Unternehmen
        > unberechtigte Forderungen einkassieren wollen?!

        KSP ist kein Inkasso-Unternehmen. KSP macht das als Hobby, weil sich offenbar genügend finden, die ohne haltbare Nachweise zahlen, so dass es sich noch rechnet.

        > (Nein, ich bin nicht naiv, aber wenn es doch WIRKLICH
        > unstrittig ist, dass die Forderungen verjährt sind, hat KSP
        > ihren Beruf verfehlt.)

        Meiner Meinung nach haben sie so einiges verfehlt. Es gibt eben zu viele Anwälte in DE. Die Qualität leidet darunter.

        > > Nein. Anhalten kann die Verjährungsfrist nur ein
        > > Mahnbescheid.
        > > Mahnungen ohne gerichtliches Gewicht verhindern den Ablauf
        > > der
        > > Frist nicht. Sie setzen allenfalls erneut in Verzug.
        >
        > Was bedeutet 'erneut in Verzug'?!

        Wenn alle 3 Monate eine erneute Forderung verschickt wird, wird der Schuldner suggestiv erneut in Verzug gesetzt. Suggestion dabei ist wohl, dass dadurch die Verjährung gestoppt würde (die ja, wie man liest, offenbar auch funktioniert). Irgendwann wird auch der Widerwillige aufgeben und zahlen, nur um Ruhe zu haben. Bei so vielen Leuten macht das ne Menge Kohle aus.

        > > > Heisst: auf
        > > > eine Verjährung der Ansprüche würde ICH nicht setzen.
        > >
        > > Fein. Andere tun es mit Erfolg ;-)
        >
        > ..., doch wohl, weil sie abstreiten, dass die Ansprüche
        > überhaupt entstanden und damit gerechtfertigt

        Man muss das nicht abstreiten. Wer fordert, ist in der Beweispflicht. Weder KSP noch Freenet haben auch EVNs zur Hand. Das beweist allein die Frechheit, dass Leute, die dort anrufen, selbst per EVN nachweisen sollen, dass die Forderungen unrechtens sind. Rofl. Da Freenet bekanntermassen die schusselige Abrechnung von Mobilcom übernommen hatte, ist also überhaupt nicht gesagt, dass diese Forderungen rechtens sind. Da Moblicom bereits für seine genetisch bedingte Unfähigkeit bekannt war, ordentlich abzurechnen, darf man davon ausgehen, dass ein Haufen Forderungen schlicht Unsinn sind (wie bei mir).

        > sind und sich obendrein empören, die Rechnung für das
        > Inkasso-Unternehmen zu bezahlen, ohne jemals auf
        > irgendwelche zu bezahlende Leistungen hingewiesen worden
        > zu sein.

        Wie gesagt, in der Beweispflicht ist, der fordert.

        > Dass die Ansprüche zwar entstanden sind, aber dies schon
        > vor zu langer Zeit, will doch wohl kaum einer zugeben...

        Dass die Ansprüche entstanden sind, kann Freenet vielfach nicht beweisen, weil diese Ansprüche von Mobilcom stammen, die wiederum kaum belegbar sind. Wenn Du eine Rechnung bezahlst, zu der eine EVN nicht vorlegbar ist, kannst Du das gern tun.

        Der Hinweis der Verjährung dient im Prinzip nur der Abkürzung eines möglichen Verfahrens. Da KSP die Schuldner offenbar für saublöd halten, kann es nicht schaden, denen die Verjährung mitzuteilen und ihnen viel Erfolg beim Klagen wünschen.

        Darüber hinaus ist auch Freenet der vernünftigen Abrechnung unfähig, wie ich seinerzeit beim Powertarif sehen durfte. Für die eigene Dummheit kann man nicht wirklich den Kunden heranziehen wollen.

        Letztlich bleibt zu erwähnen: Jemand, der einen abgesicherten Anspruch auf einen Betrag hat, macht sich nicht jahrelang beim Schuldner lächerlich. Er geht ins Mahnverfahren, wenn nicht gezahlt wird. KSP hampeln bei mir wie die Clowns seit 1 Jahr mit ihren Blöd-Briefen rum und sind merkresistent gegenüber direkt bekundeten Ablehnungen jeglicher Zahlung. Noch Fragen?

        Grüsse
        Webbo

        • Ich hab über KSP bsiehr auch sehr viel schlechtes gehört. Unter anderem, das das was die machen hart an der Grenze zur legalität liegt. Nur bei mir Kaspern sie halt nicht mehr rum, sondern haben mal eben so mein Konto gepfändet. Und zwar ohne, das vorher ein Gerichtsvollzieher da war. Ich hätte sogar eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, wenn sie nur die Finger von meinem Konto gelassen hätten.

          LG Denise

          • Äh und dann? #kratz
            Bei der Abgabe der E.V. gibst Du auch alles an und dann hätten sie Dir auch Dein Konto zugemacht oder Lohn gepfändet.

            Sie hatten schon vorher Deine Bankdaten und haben sofort zugeschlagen. Machen wir auch so.

            LG

            Ina

            • Bei Abgabe, der eidesstattlichen Versicherung bekennen ich mich offiziell zahlungsunfähig. Da dürfen sie gar nicht einfach Pfänden. Haben uns da Beraten lassen müssen, da mein Mann auch vor ca. 3 jahren eine Abgegeben hat. Es darf höchstens das gepfändet werden, was über der Pfändungsgrenze ist und das sind bei uns 0€. Vielleicht kannst du mir dann ja auch sagen, wer mir jetzt Geld gibt, damit ich mein Kind versorgen kann????

              LG Denise

              • Nur mal zur Info:

                http://www.justiz.niedersachsen.de/master/C8479161_N10487598_L20_D0_I3749483#v_maßnahmen

                Die Abgabe der EV bedeutet nicht, dass man nicht mehr pfänden darf. Du gibst Deine komplette finanzielle Situation an, Arbeitgeber, Grundstück, Konten, Finanzamt, Lebensversicherungen.

                Wenn Du Pech hast, ist da immer noch was pfändbares bei und der Gläubiger schlägt zu.
                Ganz davon abgesehen, dass man dann in der Schuldnerkartei steht und keine Kredite etc. mehr erhält.
                Also ich möchte die EV nicht abgeben wollen.

                Warum hast Du denn nicht reagiert, als der Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid ins Haus geflattert kam? Da hättest Du noch was gegen machen können. Ich kann für Deine derzeitige Situation beim besten Willen nichts.

                • Sorry,
                  aber ich war einfach so aufgebracht. Bitte nicht übel nehmen. Ich hab beim Amtsgericht und bei KSP Inkasso mehrmals versucht schriftlich und telefonisch eine Ratenzahlung zu vereinbaren. Ich habe Kopien meines aktuellen Hartz4 bescheides hingeschickt. Ich hab Geld überwiesen. Das kam zurück. Ich will das ja bezahlen,wenn ich es nunmal muss, aber ich kann halt die Summe nicht auf einmal aufbringen. War heute beim Amtsgericht und die haben mir geraten, ein neues Konto bei einer anderen Bank zu eröffnen, auf das der Lohn meines Mannes geht, weil der Gläubiger so schnell die neuen Kontodaten nicht bekommt. Und mein Mann macht diesen Monat auch wieder ein Konto auf und dann hab ich ja nur Sozialleistungen auf meinem Konto. Und dann werd ich wohl noch ein bisschen mit dem Inkasso Büro diskutieren müssen. Die Postbank kündigt die Konten bei einer Pfändund sowieso. Vielleicht lassen sie sich ja mal auf eine Ratenzahlung ein, wenn sie merken, das nichts zu Pfänden ist.

                  LG Denise

              Hallo,

              bei der e. V. gibst du deine ganzen Vermögenswerte (Häuser, Lohn, Erbe, Versicherung, Konto u.s.w) an. Das heißt nicht unbedingt das du zahlungsunfähig bist.

              Normalerweise läuft es ja so ab, dass der Gläubiger ja nicht weiss ob du arbeites, ein Haus hast oder irgendwelche Vermögenswerte.

              Also schickt der Gläubiger den Gerichtsvollzieher los, um bei dir eine Zwangsvollstreckung zu machen. Zur Zwangsvollstreckung kann der GVZ ständig kommen. Meistens ist es aber so, dass der Gläubiger den Gerichtsvollzieher beauftragt, im Fall eine fruchtlosen Zwangsvollstreckung dir die e. V abzunehmen. Dort musst du halt angeben was du hast. Die E. V. musst du nur alle 3 Jahre abgeben, außer der Gläubiger kann versichern, dass du auf einmal Vermögen hast (z. B. geerbt hast oder ein Haus hast).

              Nach der e. V. hat der Gläubiger halt deine Vermögenswerte und kann in deine Vermögenswerte hineinvollstrecken. Du kannst aber widerspruch beim AG einreichen. Ich glaube aber hierfür gibt es eine Frist.

              Zahlungsunfähig bist du erst wenn du in Privatinsolvenz bist.

              LG
              Blume82

      (11) 14.10.06 - 09:57

      Da dem Inkasso (oder was auch immer dieser Laden sein soll) ja offensichtlich bereits ein Titel vorliegt und demnach das gerichtliche Mahnverfahren abgeschlossen ist, nützt ihr der Hinweis auf eine evt. Verjährung GAR NICHTS. Diese Einrede hätte sie als Widerspruch auf den Mahnbescheid angeben müssen. Hat der Gläubiger erst einen Titel, spielt es keine Rolle mehr, ob die Forderung ursprünglich verjährt war. Sie MUSS dann zahlen. Es geht hier nur noch um das WIE, nicht um das OB.



      Aber wie Du ja bereits geschrieben hast:

      "Ich kenn mich damit nich aus"

Geh mal zu Deinem zuständigen Amtsgericht und stelle einen Antrag auf Freigabe eines Betrages von Deinem Konto.
Nimm alle Unterlagen mit. Im Regelfall ergeht ein Beschluss, dass Dir sofort ein bestimmter Betrag (für Lebensmittel etc.) von Deinem Konto zur Verfügung gestellt wird.

Dann würde ich mich an Deiner Stelle mit einem Anwalt kurzschliessen.

Liebe Grüße

Ina

  • Sehr gut! Was muss ich alles mitnehmen? Perso, Gehaltsbescheinigung meines Mannes, was noch??
    Wird dann so viel freigestellt, das die Miete gezahlt werden kann?

    LG Denise

    • Kopie des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses, Kopien der laufenden Kosten, damit das Gericht alles nachvollziehen kann.
      Ob es alles für die Miete reicht, weiß ich nicht, aber beantragen kannst Du das alles.

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