Neuanfang in der Schweiz-wirklich so Leicht?

    • (1) 08.11.06 - 16:46

      Hallo,
      ich und mein Freund überlegen ernsthaft mit meiner Tochter zusammen einen "Neuanfang" in der Schweiz zu wagen.
      Die Schweiz dehalb weil jeder immer sagt, dort verdient man mehr, es sind mehr offene Stellen zu besetzen (mein Freund wird zum Jahresende arbeitslos) usw...

      Stimmt das wirklich oder ist das nur gerede? Wie sieht es mit Versicherungen in der Schweiz aus? Was ist grundlegen anders als hier. Hat man dort ALG, Kindergeld usw...

      Hat jemand erfahrung mit der Schweiz und kann mir bitte was darüber erzählen?

      Würd mich freuen, Liebe Grüße DW

      • Hallo Dreamwork,

        kann Dir nur einen Link -> http://www.hallo-schweiz.de/
        schicken. Dort gibts auch ein Forum, wo Du sicher Deine Fragen beantwortest bekommst.

        DIES IST KEINE FORENWERBUNG !

        Gruß, Kassandra.

        Ich hab einige Bekannte in der Schweiz und alles was sie erzählen, macht kaum Unterschied zu uns. Sie mögen zwar mehr verdienen, haben aber auch wesentlich höhere Lebenshaltungskosten zu tragen. Der Bürokratismus ist auch ähnlich wie bei uns.

        Ich kenne einige Leute, die in die Schweiz gegangen sind - klar, die Löhne sind dort im Schnitt höher - aber die Lebenshaltungskosten leider auch. So eine Art Staatsbürgerschaft zu bekommen, ist, regional abhängig, sehr schwierig. Davon kann es aber auch abhängen, ob man überhaupt Eigentum (z.B. ein kleines Haus) erwerben kann. Also es kommt auch sehr darauf an, wo ihr in die Schweiz hin wollt.
        Ich denke, dass Ihr keinerlei Ansprüche auf Unterstützung haben werdet, wenn Ihr arbeitslos werden solltet - einfach schon, weil Ihr nur Ausländer seid.
        Viele Deutsche tun sich auch sehr schwer, sich vor Ort zu intergrieren, weil sie in den Augen der Schweizer einfach nur "Deutsche" sind. Die Deutschen treten in den Augen vieler Schweizer eher laut und poltrig auf - und die Deutschen merken es nicht einmal. Naja, soviel zu Vorurteilen.
        Stellt Euch das mit der Schweiz nicht zu einfach vor - ich meine, wenn Ihr dort wirklich einen guten Job finden solltet, dann nehmt ihn an, aber ansonsten denke ich, gibt es auch Länder, in denen man es einfacher haben kann als in der Schweiz.
        Weiß ja auch nicht, was Dein Freund beruflich macht.
        Kathy

      • Grüezi und guete Morgä ! :-)

        Wohnen hier direkt an der Deutsch-Schweizer-Grenze - ca. 5 Fahrminuten entfernt. War auch schon 3 Jahre mit einem Schweizer zusammen.
        Wenn ihr euch für einen Neuanfang in der Schweiz entscheidet, würde ich mich auf jeden Fall grenznah halten. Dann habt ihr die Möglichkeit preisgünstig nach Deutschland einkaufen zu gehen. Außerdem gibt es hier recht "günstige" Kantone - wo die Mieten deutlich billiger sind als zum Beispiel im Kanton Zürich. Eine weitere Möglichkeit wäre, hier nach Süddeutschland grenznah zu ziehen und in der Schweiz arbeiten zu gehen. Da weiß ich allerdings nicht, ob sich das steuerlich nachher noch rentiert. Überhaupt müsstet ihr natürlich immer erst mal durchrechnen ob sich der Umzug für euch rentieren würden, denn die Lebensunterhaltungskosten sind in der Schweiz wirklich deutlich höher - dementsprechend sind halt auch die Löhne angepasst. Ihr dürft aber nicht vergessen, dass dein Freund euch dann quasi allein ernähren muss, denn soweit ich weiss, bekommt ihr keine Aufenthaltserlaubnis wenn ihr euch nicht selbst unterhalten könnt.

        Hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen. Ansonsten steh ich für Fragen gern zur Verfügung.

        Liebe Grüsse Melanie

        Ps. Bei uns hier gibt es eine Grenzgängerinformation - vielleicht findest du darüber auch noch was im Netz ...

        • (6) 09.11.06 - 12:46

          Hallo Melanie

          Weisst Du, Deine Einstellung

          "Wenn ihr euch für einen Neuanfang in der Schweiz entscheidet, würde ich mich auf jeden Fall grenznah halten. Dann habt ihr die Möglichkeit preisgünstig nach Deutschland einkaufen zu gehen"

          finde ich miserabel.

          Wenn man in einem Land von den höheren Löhnen profitieren möchte, soll man dort auch einkaufen und Steuern zahlen. Schliesslich müssen von diesem Geld in erster Linie Löhne bezahlt werden. Wie soll dann auf Dauer zb ein VerkäuferInnen-Gehalt angemessen bleiben, wenn im Laden der Umsatz nicht stimmt (weil man eben "kostengünstiger" einkaufen will...)

          Leider gibt es auch Schweizer ,die auf ihren Wochenendausflügen "im Düütsche" einkaufen, weils doch da sooo viiiel billiger sei. Sie denken aber nicht daran, dass sie selber, ihre Freunde und Verwandten, darauf angewiesen sind, dass im eigenen Land konsumiert wird, damit die Löhne und letztendlich der Job stabil bleibt

          Kim

          • (7) 09.11.06 - 13:24

            Hallo Kim !

            Na miserabel würde ich meine Einstellung nun nicht nennen. Schließlich fahren wir Düütsche auch regelmäßig in die Schwiiz um dort zu tanken. So hebt sich das meiner Meinung nach irgendwo auch wieder auf. Das wird doch auch anderswo in Deutschland nicht anders gemacht. Die, die an der polnischen Grenze leben, fahren halt nach Polen um dort billiger einzukaufen. Man muss doch sehen wo man bleibt. Sicher ist das nicht die Ideallösung - aber was willst du machen heut zu tage ??

            Naja, und dann kannst du dich auch über einen Thomas Gottschalk und Konsorten aufregen, die in Deutschland ihr Geld verdienen und in Amerika leben und dort die das Geld hin tragen.

            Wenn man es so sehen will, dann nimmt das doch kein Ende. Dann kann man an allen Enden und Ecken was finden, was nicht so toll ist ...

            Viele Grüsse Melli

            • (8) 09.11.06 - 21:18

              Ja klar, ich weiss schon, was Du meinst, und ich kann es ja irgendwie auch nachvollziehen, dass sich jemand ab einem gewissen Punkt am nächsten ist.

              Wir haben zu Hause ein eigenes Geschäft und deshalb sehe ich das vielleicht auch etwas "strenger"#hicks

              Trotzdem bleib ich bei meiner Meinung. Schliesslich muss jeder bei sich selber anfangen, und nicht schauen, was der andere macht #schein

              Gruss
              Kim

              • (9) 10.11.06 - 07:55

                Hallo Kim !

                Ich kann dich auf jeden Fall auch verstehen - sowieso wenn man selbständig ist, macht man sich um so etwas noch mehr Gedanken. Wenn ich in Deutschland Tankstellenpächterin wär, würde ich ja auch in die Röhre schauen.

                Trotz allem ist uns sehr damit geholfen die Möglichkeit zu haben in der Schweiz günstiger tanken zu gehen - so wie vielleicht auch manchen Schweizern damit geholfen ist in Deutschland manche Sachen günstiger einkaufen zu gehen
                (Wir kaufen übrigens auch diverse Lebensmittel -vor allem Kräuter usw- in der Schweiz weil sie qualitativ hochwertiger sind).

                Schicke dir auf jeden Fall schöne Grüsse in die Schwiitz - bin nämlich ein grooooßer Fan vor allem von eurem Dialekt ;-)

                Liebe Grüsse Melli

                • (10) 10.11.06 - 12:56

                  greez auch nach Deutschland#freu schöner Dialekt? #schock

                  • (11) 10.11.06 - 13:22

                    Jaaaaaaaaaaaaaa !!! Ich weiss - so werd ich immer angeschaut wenn ich das sag. Aber ich mag das so ! Vor allem hier in Grenznähe und Zürich. Wenn´s weiter ins "Hinterland" geht, versteh ich halt irgendwann nix mehr ;-)

                    Bin auch schon immer total auf die Jungs aus der Schweiz abgefahren #hicks Haben hier in Singen eine Disco in die viele Schweizer kommen - deshalb war ich in meinen "wilden" Jahren eigentlich nur mit Schweizern zusammen ;-)

                    Aber sittsam bin ich doch bei meinem jetzige Schatz geworden - ganz ohne chhhhhhhh *gg*

                    Liebe Grüsse

                    • (12) 11.11.06 - 11:03

                      grins... dann würdest Du mich wohl überhaupt nicht verstehen. Ich komme "aus dem Hinderland", bzw. Gegend Bern/Solothurn, schon fast französische Sprachgrenze. Wir machen uns eher lustig über den zürcher Dialekt#hicks

                      • (13) 11.11.06 - 12:43

                        Nein, da hören meine "Fremdsprachenkenntnisse" leider auf ;-) Aber schön habt ihr es da ! Mit meinem Ex bin ich damals oft in die Innerschweiz gefahren und dann dort stundenlang spazieren gegangen ... Bern / Solothurn war ich glaub nur ein oder zwei mal - ist ja auch ein ganzes Stückchen zu fahren ...

                        Lustig finde ich, dass wir aufgrund unseres Dialektes hier von "Nordlichtern" gern für Schweizer gehalten werden ;-)

                        • (14) 13.11.06 - 12:11

                          oh, das hab ich nicht gewusst. Wir wollen vielleicht im Sommer 08 im Norden (an der Noooordseeeeküste, klac klac klac klac...) Ferien machen, bzw. mein Mann will unbedingt. Ich hab ein bisschen Angst, dass das Wetter zu unstabil sein wird, würde aber gerne mal in so einem Korbstuhl liegen und mir die Nordsonne auf den Pelz scheinen lassen

      (15) 09.11.06 - 10:45

      Hallo

      ich lebe in der Schweiz, bin hier aufgewachsen, habe mich aber erst mit über 20 Jahren einbürgern lassen.
      Meine subjektive Einschätzung ist:
      höhere Löhne, aber auch höhere Lebenshaltungskosten. Meiner Meinung nach besseres Gesundheitssystem, und auch Steuern sind erträglicher.
      Vieles ist anders als in Deutschland, und auch Deutsche sind Ausländer und werden nicht einfach beglückt willkommen geheissen.
      Als unverheiratete Familie könnte es problematisch sein gemeinsam einzureisen, wenn nur einer von euch Arbeit findet (und der Arbeitgeber auch eine Bewilligung zur Beschäftigung eines Ausländers bekommt).
      Die sogenannte Freizügigkeit - per Abkommen geregeltes Recht, sich im andern Land niederzulassen und zu arbeiten - bedeutet nicht, dass es keine Bewilligung braucht.
      Ihr solltet euch gründlich informieren über Möglichkeiten und Lebensart.
      Ein nettes Buch zum Thema, auch sehr informativ ist "Grüezi und Willkommen".
      Es gibt Sozialversicherungen, in manche muss man schon eine Weile eingezahlt haben, ehe man Anspruch auf Leistungen hat. Kindergeld gibt es.

      Die Sprache ist zwar Deutsch, aber ganz anders gesprochen als in D.
      Mieten sind teurer als in D, aber eine Küche ist in jeder Wohnung drin. Waschmaschinen/Waschküchen werden gewöhnlich von der gesamten Hausgemeinschaft nach exaktem Plan gemeinsam genutzt.
      Der öffentliche Verkehr ist ausgezeichnet ausgebaut.

      Das sind nur ungeordnet einige Dinge, die mir zu D/CH einfallen.

      LG Irene

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