Schimmel in Dusche vorbeugen!Hausmittel?

    • (1) 29.11.06 - 12:36

      Hallöchen!

      Bin auf der Suche nach einem Hausmittelchen damit in der Dusche garnicht erst der Schimmel ansetzt! Weiß da jemand einen Trick? Ich ziehe sie im Moment einfach nur ab! Aber wie mach ich das mit den Fugen und vorallem mit den fiesen Ecken?

      Danke euch ihr lieben

      Frenzy

      Also das mit dem regelmäßigen Putzen ist korrekt(auch wenn ich es anders geschrieben hätte)

      Gerade in Feuchträumen kann es immer mal zu Schimmelbildung kommen. Regelmäßiges Lüften ist da sehr wichtig, damit sich die Feuchtigkeit nicht an Kacheln absetzen kann.
      Falls kein Fenster vorhanden, immer sofort alles trocken wischen.
      Und wenn es doch mal vorkommt, dann gibts bei dem Laden, den man hier nicht öffentlich nennen darf, einen Antischimmelspray
      Mit freundlichem Gruß


      • Joar danke das mache ich ja auch schon immer, aber gerade weil alles noch so schön neu ist und die fugen noch so weiß glänzen wollte ich es versuchen vorzubeugen. Habe ein kleines Bad mit 2 Minifenster, wo ich 3 mal am Tag richtig Lüfte. Aber dachte da gibt es noch irgendwas zur vorbeugung. Will es ja erst garnicht dazu kommen lassen das was schimmelt!

        Danke

        Frenzy

          • Schade, der Link hat nicht geklappt.#schmoll

            Ich kopiere dir einfach mal einen Teil des Textes:

            Schimmel im Bad vorbeugen
            In Bädern siedeln sich Schimmelpilze besonders leicht an, weil die Raumtemperatur hier meist höher ist als in den übrigen Wohnräumen, es feucht ist und die Luft zudem meist schlechter abzieht. Dafür sorgen dicht schließende Fenster oder gar fensterlose Bäder, voll geflieste Wände und luftundurchlässige Anstriche. Typische Stellen im Bad, wo sich gerne Schimmel bildet, sind:

            • Silikonfugen an der Dusche
            • Zementfugen zwischen den Fliesen
            • die Paneelen der Deckenverkleidung
            • das Mauerwerk am Fenstersturz
            • Nord- oder Ostseite des Raumes
            • Hinter Schränken

            Damit der Pilz erst gar keine Chance hat, muss unbedingt regelmäßig gelüftet werden, jeweils fünf bis zehn Minuten lang und möglichst mit Durchzug! Ungünstig ist es, das Fenster über längere Zeit zu kippen, da der Fenstersturz zu stark auskühlt und die Feuchtigkeit nicht entweichen kann.
            Weitere Tipps:
            - Die Wände im Bad sollten nicht bis unter die Decke gekachelt sein, sondern nur bis auf Spritzwasserhöhe (eine Höhe von ca. 1,5 m). Den Rest am besten mit einem offenporigen, atmungsaktiven Baustoff wie z.B. Kalkputz streichen.
            - Stellen Sie die Waschmaschine nicht ins Badezimmer. In Etagenwohnungen ist dort zwar der Anschluss, aber große Häuser halten in der Regel einen Wasch- u. Trockenraum zur Verfügung.
            - Nach dem Duschen und Baden nasse Wände trocken reiben oder mit einem Abzieher stehendes Wasser entfernen (pro Duschbad entstehen ca. 1,5 l Wasserdampf!).
            - Wäsche nicht im Badezimmer zum Trocknen aufhängen.
            - Warme Luft nach dem Beheizen des Bades nicht in die Wohnung entlüften, sondern immer sofort auf dem kürzesten Weg ins Freie.
            - Duschvorhänge sollten nach Gebrauch unbedingt ausgebreitet werden zum Trocknen und evtl. auch ausgeschüttelt oder trocken gerieben werden
            - Grundsätzlich sollten auch nicht benutzte Räume im Winter leicht beheizt werden, um Taubildung zu vermeiden.

            Was lässt sich tun gegen Schimmel?

            Möglichkeit 1: Die chemische Keule

            Eine Möglichkeit der Schimmelbekämpfung sind sogenannte „Fungizide“, chemische Mittel, die meist Natriumhypochlorid enthalten. Diese Mittel, oft auch „Aktivchlor“ genannt, beseitigen den Schimmelpilz innerhalb von nur wenigen Sekunden. Allerdings ist ihre Wirkung rein kosmetisch, die eigentliche Ursache wird nicht beseitigt! Der Grund: Die Präparate diffundieren, d.h. sie verflüchtigen sich nach einer Weile. Die Zellkerne des Pilzes werden nicht zerstört, es kann sich also erneut Schimmel bilden, wenn nicht regelmäßig gelüftet und über längere Zeit vorbeugend gehandelt wird. Das Problem wird also nicht dauerhaft behoben.
            Die Verwendung von Fungiziden ist zudem nicht unbedenklich. Das Bundesgesundheitsamt hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Konzentration der Chemikalien sehr hoch sein muss, damit überhaupt eine Wirksamkeit erzielt werden kann. Beim Kauf eines solchen Produktes sollten Sie deshalb seine Zusammensetzung genau studieren und zu einem möglichst wenig giftigen Produkt greifen. Gehen Sie vorsichtig mit den Mitteln um, tragen Sie bei der Anwendung Gummihandschuhe sowie Atemschutzmaske - zum Schutz vor Verätzung der Atemwege. Ökologisch sind diese Produkte kaum vertretbar.

            Möglichkeit 2: Hilfreiches aus der Apotheke

            Zu den Fungiziden gibt es einige Alternativen. Besonders wirksam sind z. B.:

            • Spiritus (= vergällter Alkohol)
            • Isopropanol (wässrige Lösung, 70%ig)
            • Ammoniak, Konzentration so hoch wie verträglich
            (Achtung bei 20%igem, sog. „technischen Ammoniak“: er ist nicht geeignet für Aluminium!)
            • Wasserstoffperoxid (Bleichmittel auf Sauerstoffbasis)
            • Javellewasser (hypochlorithaltiges Bleichmittel)

            Alle diese Mittel kann man in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder im Baumarkt kaufen. Sie können Mikroorganismen, also Pilze, Bakterien und Viren gezielt abtöten bzw. deren Wachstum verhindern. Mit einer Sprühflasche lassen sie sich leicht auf die befallenen Stellen aufbringen, allerdings muss die Prozedur mehrmals wiederholt werden. Achten Sie außerdem darauf, dass der Raum gut durchlüftet ist! Wird Wasserstoffperoxid verwendet, sollten Sie die gesäuberten Flächen reichlich mit klarem Wasser nachspülen und trocken föhnen, damit sie nicht nachbleichen.
            Alkoholhaltige Mittel sollten generell im Haushalt sparsam verwendet werden. Sie wirken aber gut gegen Schimmelpilz, denn sie dringen tief in den Untergrund ein und beseitigen wirksam den Befall.
            Achtung: Beim Einsatz von Chloridreinigern nicht gleichzeitig ein säurehaltiges Reinigungsmittel verwenden, da sonst gefährliche Chlorgase freigesetzt werden.

            Vorsichtshalber auch bei diesen Mitteln Schutzkleidung tragen, weil sich die frei werdenden Gase schnell verflüchtigen!

            Möglichkeit 3: Wirksame Hausmittel

            In ihrer Wirkung nicht ganz so stark, dafür aber für den Menschen unbedenklich und ökologisch abbaubar sind folgende Hausmittel:

            • Hochprozentiger Essig (Essigessenz)
            Wirkt nicht bei allen Schimmelarten gleich gut – das muss man einfach ausprobieren. Es kann passieren, dass der Schimmelbefall sogar stärker wird, denn je nach Pilz wirkt eine leicht saure Umgebung auf ihn förderlich!
            • 5%ige Sodalösung
            • Silica-Gel (= Kieselsäurekristalle. Bindet die Feuchtigkeit, allerdings nur in sehr geringen Mengen – eignet sich z.B. für Kleiderschränke)

            Anwendung: Einfach ein Leinentuch mit dem jeweiligen Mittel gut durchtränken, um eine Bürste wickeln und die befallenen Stellen kräftig bürsten. Mit einem trockenem Tuch nachreiben. Regelmäßig eingesetzt, können diese Substanzen Schimmelbefall vorbeugen. Eine dauerhafte Wirkung erzielen sie allerdings nicht. Sollen Stellen behandelt werden, die bereits befallen sind, nicht nur mit der Bürste ausbürsten, da sich die Schimmelsporen sonst in der Raumluft verteilen können. In diesem Fall lose Bestandteile vorher entfernen und die Stelle nach der Behandlung trocken föhnen. Gegebenenfalls muss diese Prozedur mehrfach durchgeführt werden, um den Pilz gut “auszuwaschen“.
            Grundsätzlich gilt bei der Anwendung aller Mittel: Das Bad währenddessen bei geöffnetem Fenster gut durchlüften!

            Unabhängig davon, welches Mittel verwendet wurde, müssen die betroffenen Stellen regelmäßig überprüft und vorbeugend behandelt werden. Grundsätzlich aber ist es wichtig, die Ursachen der Schimmelbildung zu beseitigen und bei dauerhaftem Befall grundsätzliche Maßnahmen zu ergreifen: befallene Silikonfugen komplett entfernen, beim neuen Ausfugen auf Fugenmaterial mit fungizider Wirkung achten. Wenn nötig (und möglich), Mauerstücke ausbrechen und neu ausfüllen. Den Befall am besten vom Fachmann bewerten lassen und gezielt sanieren.
            Vorsicht übrigens bei Nässe an Zementfugen von Wandplatten! Die Fugen sind durchlässig, die Feuchtigkeit kann leicht bis zur Wand vordringen.
            Lieben Gruß
            Gabi

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