Rasender Nachbar in der Spielstraße - was tun???

    • (1) 03.01.07 - 12:49

      Hallo @ all!

      Vielleicht kann uns einer helfen?! #kratz
      Wir wohnen in einer Spielstraße - rund herum wohnen nur junge Familien mit Kindern im Alter von 0 - 15 Jahren.
      Einzige Ausnahme: unser Nachbar: jung dynamisch, immer in Zeitnot, kein Kinderwunsch und baut seit Jahren an seinem Traumhaus.
      Hier toben ständig Kinder herum: #huepfspielen, rennen, fahren Rad, Rollerblades, Bobbycar,... und er fährt ständig wie der wilde Watz (mind. 50 km/h und mehr) durch die Spielstraße ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar hält sich keiner der Anwohner an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (7 km/h), aber es fährt hier doch jeder sehr umsichtig und passt auf. Er aber nicht. Immer schnell schnell. Neulich hat er sogar ein Kind angefahren.#schock Zum Glück ist dem Kleinen nichts passiert (war sogar bei seinem eigenen Kindergeburtstag). Sie Eltern haben aber nichts unternommen, weil er ebenfalls ihr zukünfiger Nachbar ist und man ja eigentlich keinen Ärger haben will. Diverse Gespräche#bla und Bitten, er und der Rest seiner Familie mögen doch etwas langsamer fahren, haben nichts gebracht, da er es auch nicht einsieht.
      Jetzt will er im Frühsommer noch einen Schwimmteich anlegen und man hat ihn gebeten, doch eine Zaun um das Grundstück zu machen, aber er lehnt ab und meint, jeder soll selber auf seine Kinder aufpassen und er habe auch keine Schuld wenn etwas passiert. Ich denke aber, das er trotzdem haftpflichtig gemacht werden kann, wenn etwas passiert (was keiner hofft).

      Jetzt eben mein Frage: Was kann man tun, damit er zukünftig langsamer fährt (bevor aufgebrachte Familienväter ihn nachts auflauern - wurde am Silvesterabend schon leise diskutiert)??? Die Gemeinde schickt nur sporatisch mal eine Streife vorbei (alle 4 Wochen vormittags)
      Weiß jemand, ob man ihn "zwingen" kann, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen bezüglich des Schwimmteiches ???

      Würde mich über jede Antwort sehr freuen und sage schon mal#danke!

      LG Simone

      • (2) 03.01.07 - 12:58

        Hallo Simone

        Wir haben ein ähnliches Problem in der Nachbarschaft. Ein Polizist hat mir geraten, dem Raser einen Ball vor das Auto zu werfen, wenn er mal wieder vorbeiprescht...;-)

        Ausprobiert habe ich es noch nicht, da es in der letzten Zeit besser geworden ist. Aber Ich kann mir vorstellen, dass der Fahrer einen ganz schönen Schreck dabei bekommt#schein

        Gruss
        Kim

        • (3) 03.01.07 - 13:17

          Ja klar und dann das Lenkrad verreist und dadurch ein Kind erwischt oder wie ? Oder sein Auto schrottet #kratz und so ein Tip kommt von einem Polizisten ?

          Ich würde eher der Polizei bescheid geben und denen sagen , wann er da so schnell fährt und wenn die nichts machen , ab an die Zeitung ! So haben wir es gemacht und ca. 30 - 50 Auto und Rollerfahrer durften ihren Führerschein abgeben :-p

          Aber niemals würd ich das mit dem Ball machen !

          Jeromé

          (4) 03.01.07 - 13:18

          "Ein Polizist hat mir geraten, dem Raser einen Ball vor das Auto zu werfen, wenn er mal wieder vorbeiprescht"
          Na, den Polizisten möchte ich sehen. Den kann man anzeigen für eine solche Aussage. Toll. Du wirfst ihm den Ball vors Auto, und der Typ fährt vor Schreck ins nächste Haus...wer ist wohl Schuld? Ein wirklich toller Polizist, der einem solche Tipps gibt!

      (5) 03.01.07 - 13:13

      So gehts wohl anscheinend auch nicht...

      http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/01/03/plastik-polizist-verbot/plastik-polizist-verbot.html

      LG Ina

    (7) 03.01.07 - 13:26

    Was seinen Teich angeht, da bewegt sich euer Nachbar auf ganz dünnem Eis.

    Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf (Az.:22 U 272/92):
    "Ein Grundstückseigentümer muß sein Grundstück so absichern, daß andere Personen hierdurch nicht zu Schaden kommen können. Diese Verpflichtung nennt man Verkehrssicherungspflicht.
    Diese Verkehrssicherungspflicht verletzt ein Grundstückseigentümer, wenn er einen Gartenteich auf seinem Grundstück unterhält und diesen Teich nicht so absichert, dass insbesondere fremde Kinder in diesen nicht hineinfallen können."

    Was seine Raserei in der Spielstraße angeht:
    Ist er Argumenten nicht zugänglich, hilft wahrscheinlich nur eine Videokamera (Raserei aufnehmen) und der Gang zur Polizei. Alternativ dazu würde ich immer mal wieder eine Schubkarre, einen Roller oder ähnlich große Gegenstände auf der Straße "vergessen". Zwar bedeutet das einen Eingriff in die Verkehrssicherheit, doch in einer Spielstraße muss man halt immer damit rechnen, dass Kinder mal was auf der Straße liegen lassen ;-). Und bei erlaubten 7 km/h dürfte es eigentlich nie zu einer Kollision mit den Hindernissen kommen.
    Ich würde dafür sogar eine Strafe (Ordnungswidrigkeit) riskieren, denn der Schaden, den der uneinsichtige Nachbar anrichten könnte, wäre ungleich höher.

(9) 03.01.07 - 13:31

Herrlich wie sich immer gleich alle aufregen, wenn man mal etwas unkonventionelles und nicht normmässiges aufschreibt :-)

Ob die Polizei wirklich bei jedem Raser auf Streife kommt und den erwischt mag ich zu bezweifeln. Das ist die Ausnahme. Ich finde die Idee gar nicht so blöd. Schliesslich schmeisst man den Ball nicht, wenn 100 Kinder drumherumstehen#augen. Und auch nicht, wenn 10 Meter weiter vorne ein Haus steht. Der Ball könnte ein Kind sein. Harte Massnahme, aber wenns bei uns wieder schlimmer wird, könnte ich mir vorstellen, das zu machen. Der würde nie mehr so schnell vorbeirasen. Natürlich nur, wenn alles reden nix nützt (was bisher der Fall war).

Kim

  • (10) 03.01.07 - 13:38

    Viel Spaß dabei Kim , denn sollte er dann einen Zaum, eine Laterne oder sich einfach nur die Felgen kaputt fahren , dann hast Du ja bestimmt genug Geld , um ihn den Schaden zu bezahlen #freu

    Ich kenne auch keine Wohnsiedlung , wo schritttempo erlaubt ist , wo die Häuser nicht dicht aneinander stehen und die Straßen megabreit sind #kratz

    Aber naja was solls , nur achte darauf , dass Dic dabei kein Kind sieht , denn dann würde ich sagen , tolles Vorbild ! :-p

    (11) 03.01.07 - 13:41

    Trotzdem#danke!

    Allerdings wird meine Tochter dafür keinen Ball opfern - das steht fest!:-p (Nein! Alles meins!)


    LG Simone

    (12) 03.01.07 - 13:54

    "unkonventionelles und nicht normmässiges" ? Ich nenne es "Schwachsinn". Aber gut, jeder wie ers braucht. Und wenn du es für richtig hälst: Tu es. viel Spaß dabei!


    ...unkonventionelles....#kratz *weia*

(13) 03.01.07 - 13:54

Nagelbrett!#schein

(14) 03.01.07 - 14:12

"Zwar hält sich keiner der Anwohner an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (7 km/h), "

Finde ich ganz schön dreist von dir und deiner Nachbarschaft, sich selber nicht an eine vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten, aber jemanden anders vorschreiben zu wollen, langsamer zu fahren.

Versteh mich nicht falsch: ich finde Autoraser in Wohnstraßen (wo immer mit Kindern gerechnet werden muß), auch nicht toll (mein Sohn ist knapp 7 Monate und mir bangt schon davor, wenn er laufen kann ;-)), aber das Verhalten von dir und deinen nicht kinderlosen Nachbarn klingt irgendwie nach Mobbing gegen den einzigen kinderlosen Nachbarn.

Faßt euch doch erstmal an die eigene Nase und haltet euch erstmal selber alle ohne Ausnahme an die 7km/h, DANN habt ihr vom moralischen Standpunkt das Recht euren Nachbarn zu reglementieren. Ob 30 km/h oder 50 km/h ist einem toten Kind nämlich auch egal.

"Jetzt will er im Frühsommer noch einen Schwimmteich anlegen und man hat ihn gebeten, doch eine Zaun um das Grundstück zu machen, aber er lehnt ab und meint, jeder soll selber auf seine Kinder aufpassen und er habe auch keine Schuld wenn etwas passiert. Ich denke aber, das er trotzdem haftpflichtig gemacht werden kann, wenn etwas passiert (was keiner hofft). "

Mag sein, daß es ein Gesetz gibt, daß Grundstückeigentümer verpflichtet, sein Grundstück so abzusichern, daß Kinder nicht in Gefahr kommen - aber wäre der richtige Ansatz nicht eher, Kinder so zu erziehen, daß sie nichts, aber auch garnichts, auf fremden Privatgrunstücken zu suchen haben?
Ich denke nämlich schon, daß in der Erziehung von Kindern was schief gelaufen ist, wenn sie einfach so ungefragt fremde Privatgrundstücke betreten. Und Kinder haben bis zu einem bestimmten Alter sowieso nicht ohne Aufsicht irgendwo rumzulaufen. Und ältere Kinder sollten zum einen schwimmen können und erst Recht wissen, daß sie nichts auf dem Grundstück des kinderlosen Nachbarn verloren haben.

LG,
Juniorette

  • >>Mag sein, daß es ein Gesetz gibt, daß Grundstückeigentümer verpflichtet, sein Grundstück so abzusichern, daß Kinder nicht in Gefahr kommen - aber wäre der richtige Ansatz nicht eher, Kinder so zu erziehen, daß sie nichts, aber auch garnichts, auf fremden Privatgrunstücken zu suchen haben?
    Ich denke nämlich schon, daß in der Erziehung von Kindern was schief gelaufen ist, wenn sie einfach so ungefragt fremde Privatgrundstücke betreten. Und Kinder haben bis zu einem bestimmten Alter sowieso nicht ohne Aufsicht irgendwo rumzulaufen. Und ältere Kinder sollten zum einen schwimmen können und erst Recht wissen, daß sie nichts auf dem Grundstück des kinderlosen Nachbarn verloren haben. <<


    Kinder sind Kinder und sie können noch so gut erzogen sein- manchmal siegt einfach die neugier - oder warst du nie ein Kind? ;-)

    Und dieses Gesetz gibt es und er hat seinen Teich oder Swimmingpool so abzusichern, das NIEMAND zu Schaden kommt. Der Zaun muß hoch genug sein, das kein Kind drüber klettern oder ein Betrunkener drüber stolpern könnte ;-).
    Denn nicht nur Kinder gehen in fremde Gärten...auch so manch Betrunkener hat sich schon verirrt.

    Ich finde deine Ansicht leicht daneben- ganz ehrlich.

    • "Kinder sind Kinder und sie können noch so gut erzogen sein- manchmal siegt einfach die neugier - oder warst du nie ein Kind?"

      Ach, ich benehme mich auch heute noch gerne kindisch ;-)

      "Und dieses Gesetz gibt es und er hat seinen Teich oder Swimmingpool so abzusichern, das NIEMAND zu Schaden kommt. Der Zaun muß hoch genug sein, das kein Kind drüber klettern oder ein Betrunkener drüber stolpern könnte"

      Als ich 10 Jahre alt war (und somit noch ein Kind), konnte ich lässig über die Mauer um das Grundstück meiner Eltern klettern. Diese war 1,50 m hoch (höher DURFTEN sie NICHT bauen, wegen Bauverordnung!!!) und weißt du was: jaaa, meine Eltern hatten einen Pool #schock#schock#schock
      Außerdem hatte das Grundstück meiner Eltern eine Gartenpforte, die durch Drücken der Türklinke von jedem Kindergartenkind geöffnet werden konnte => also konnte trotz der hohen Mauer jedes Kind das Grundstück meiner Eltern betreten #schock#schock#schock
      Trotzdem ist nie was passiert.

      Zusätzlich gab es neben dem Grundstück meiner Eltern den Dorfweiher mit einem Floß, der auch nicht umzäunt war.
      Auch nie was passiert (okay, ich bin einmal vom Floß gefallen und war eingeschlammt ;-))

      Ich hab doch nichts gegen dieses Gesetz und auch nicht gesagt, daß der Nachbar auf jeden Fall sein Grundstück uneingezäunt lassen soll - ich finde nur diese einseitige Einstellung (ich habe ein Kind, und die ganze Welt hat sich jetzt danach zu richten) falsch. Und wenn ein Kind ein Grundstück betreten WILL, dann nützt doch der beste Zaun nichts, da zu jeder Grundstücksumzäunung eben auch eine Türpforte gehört.

      "Ich finde deine Ansicht leicht daneben- ganz ehrlich. "

      Wenigstens nur LEICHT daneben ;-)

      LG,
      Juniorette

Derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft, d.h. sie selbst hervorruft oder sie in seinem Einflußbereich andauern läßt, hat die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu treffen, damit sich potentielle Gefahren nicht zum Nachteil anderer auswirken können (Verkehrssicherungspflicht).
OLG Hamm – 3 U 195/85 – 02.02.87


anderes Beispiel: Kinder werden in der Regel so erzogen, dass sie nix von Sträuchern abzupfen und essen. Trotzdem passiert sowas manchmal. Dürfen dann also deiner Meinung nach giftige Sträucher an Spielplätzen gepflanzt werden?

Nein- dürfen sie nicht:
Es verstößt gegen die Verkehrssicherungspflicht, giftige Sträucher in näherer Umgebung eines Kinderspielplatzes anzupflanzen.
LG Braunschweig – 12 S 85/89 – 11.10.89

Am besten liest du dir das hier mal alles durch ;-)
http://www.aufsichtspflicht.de/knowhow/rechtsprech/verssicherpflicht.htm

WIR Erwachsenen sollten weitsichtiger sein, als jedes noch so gut erzogenes Kind....eben weil es noch ein Kind ist!

  • "WIR Erwachsenen sollten weitsichtiger sein, als jedes noch so gut erzogenes Kind....eben weil es noch ein Kind ist!"

    Nee, sorry - ich fühle mich nicht verantwortlich für jedes Kind dieser Welt, sondern nur für meins, und die Kinder, die bei mir zu Besuch sind.
    Mein Sohn wird morgen 7 Monate alt, und momentan ist unser Garten noch nicht an jeder Stelle kindersicher (Hanglage, deswegen gibt es Stellen im Garten, von wo ein Kind aus runterfallen könnte) Trotzdem haben unsere Nachbarn, die schon ältere Kinder haben, nie von uns verlangt, daß wir unser Grundstück kindersicher machen, weil es ja sein könnte, daß deren Kinder bei uns aufs Grundstück kommen.

    Genauso wenig haben bisher Bekannte, die mit ihren Kindern zu Besuch waren, von uns verlangt, daß wir unsere Küche so einrichten, daß ihre Kinder nicht an scharfe Messer oder so rankommen (klar, wenn mein Sohn so weit ist, daß er an die Arbeitsplatte kommt, wird da natürlich nichts Gefährliches mehr rumliegen).

    Um bei dem Beispiel vom Ausgangsthread zu bleiben:
    natürlich soll der Nachbar in irgendeiner Form dafür sorgen, daß Kinder, Tiere oder Betrunkene wenigstens nicht VERSEHENTLICH in seinen Teich fallen (Teich in Kombination mit uneingezäuntem Grundstück in einer Wohngegend finde ich auch nicht gut!), aber Eltern sollten doch erstmal selbst alles dafür tun, daß ihr Kind sich nicht in Gefahr begibt.

    LG,
    Juniorette

(19) 04.01.07 - 12:32

Hallo Juniorette!

Hier betreibt keiner Mobbing und es hat auch keiner vor.
Aber es kann nicht angehen, dass er wie ein Verrückter hier durch die Spielstraße brettert. Wir wohnen direkt am Ende der Spielstraße, die in einer Sackgasse endet und diese macht am Ende eine 90° Biegung, so dass er überhaupt nicht einsehen kann, ob da gerade ein Kind, Erwachsener, Auto oder sonstwas steht, zumal die Sicht zusätzlich durch Bäume und Erdhügel verdeckt ist.

Unsere Kinder wissen auch alle, dass sie auf fremden Grundstücken nichts verloren haben, aber manchmal ist die kindliche Neugier größer als alle Belehrungen, Verbote etc.
Ich bin schon immer hintendran, wenn meine Tochter draussen ist, aber ich kann sie nicht anketten. Und selbst wenn man dabei ist, kann so viel passieren.
Im Nachbarort ist erst letztes Jahr ein Kind in den heimischen Gartenteich fast ertrunken. Sie ist am Rand ausgerutscht, als sie Fische anschauen wollte. Die Eltern standen dabei und waren machtlos und jetzt ist die Kleine ein Pflegefall. Selbst der Vater unseres Nachbarn ist für ein Schutzgitter, da ein Enkel von ihm auch schon mal in so einem Teich gefallen ist.

Er reagiert halt auf alles nur mit einem Schulterzucken und dass macht hier viel so wütend. Selbst nach dem Unfall mit dem Kind sucht er die Schuld beim Kind und nicht bei sich. Und das kann nicht sein.
Vielleicht kannst du das verstehen?!

LG Simone

  • (20) 04.01.07 - 13:16

    Hallo Simone,

    "Hier betreibt keiner Mobbing und es hat auch keiner vor. "

    das freut mich, nur die Bemerkung über eure Silvesterparty hörte sich halt ein bißchen danach an (ihr feiert fröhlich alle zusammen, bis auf den Kinderlosen, und schmiedet Pläne gegen ihn...)

    "Unsere Kinder wissen auch alle, dass sie auf fremden Grundstücken nichts verloren haben, aber manchmal ist die kindliche Neugier größer als alle Belehrungen, Verbote etc. "

    Ja, das ist mir natürlich klar, aber wenn ein Kind aus Neugier auf ein fremdes Grundstück will, um z.B. den spannenden Teich anzugucken, dann wird auch ein Zaun sie nicht davon abhalten (da es ja dann auch eine Gartentür geben wird). Aber wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe: ich finde auch, daß die Umwelt vor einem versehentlichen (!) Betreten des Grundstücks geschützt werden muß (Beispiel: kleines Kind ist den Eltern ausgebüxt, läuft planlos über die Wiesen und weiß garnicht, daß es gerade ein fremdes Grundstück betritt, weil keine erkennbare Grenze - z.B. Zaun - vorhanden ist)

    "Er reagiert halt auf alles nur mit einem Schulterzucken und dass macht hier viel so wütend. Selbst nach dem Unfall mit dem Kind sucht er die Schuld beim Kind und nicht bei sich. Und das kann nicht sein. "

    Das Schulterzucken würde mich auch wütend machen.
    Was den Unfall angeht, kann ich zur Schuldfrage nichts sagen, da du nichts Genaueres dazu geschrieben hast, aber ich würde schon sagen, daß bei einem Verkehrunfall mit Kind meistens ein Fehlverhalten des Kindes vorausgegangen ist. Und wenn der kinderlose Nachbar 50 km/h bzw. schneller gefahren wäre, wäre dem Kind sicherlich einiges passiert und dessen Eltern hätten dann auch mit Sicherheit eine Anzeige gemacht - Nachbarschaft hin oder her (damit will ich ausdrücken: sooo schnell kann er nicht gefahren sein, und wie du selber geschrieben hast, hält sich fast keiner bei euch an die 7 km/h).

    Ich wollte mit meinem ersten Posting vor allem ausdrücken, daß es immer zwei Seiten gibt, und daß man erstmal bei sich anfangen sollte, was zu ändern.

    Ich finde es übrigens schade, daß es in Deutschland nicht möglich sein soll, auf seinem Privatgrundstück ein Gewässer anzulegen, ohne daß gleich Leute mit irgendwelchen Gesetzen drohen.

    Übrigens bin ich als Kleinkind mal mit dem Gesicht nach unten in einen Goldfischteich gefallen, der nicht tiefer eine Pfütze war. Hätte mich nicht der Sohn der Grundstücksbesitzer da rausgeholt, wäre ich vermutlich ertrunken. Aber wem soll man da jetzt einen Vorwurf machen? Sicher nicht den Teichbesitzern, denn ich war zusammen mit meinen Eltern ganz offiziell bei denen zu Besuch und bin halt alleine durch deren Garten marschiert. Meine Eltern wären auch nie auf die Idee gekommen, ihre Freunde zu verklagen, weil sie einen ungesicherten Goldfischteich besitzen, der so flach ist wie eine normale Pfütze.

    Unfälle passieren so oder so, das wird kein Gesetz der Welt verhindern können.

    Ich bin ja auch Mutter und will mein Kind vor Gefahren schützen, aber ich würde nie auf die Idee kommen, meinen Nachbarn zu verbieten, sich einen Schwimmteich oder einen Pool anzuschaffen bzw. ihnen vorschreiben, wie sie ihn zu sichern haben.
    Meine Eltern hatten wie gesagt auch einen Pool, und der Pool selbst war auch nicht abgesichert, trotzdem ist da nie ein Kind reingefallen, weil kein einziges Kind aus der Nachbarschaft in all den Jahren, die ich da gewohnt habe, auf die Idee gekommen wäre, ungefragt unser Grundstück zu betreten.

    Das Gesamtproblem bei euch ist wohl auch, daß eure Nachbarschaft alle bis auf einen in einer ähnlichen Phase eures Lebens seid (ihr habt alle eine Familie gegründet), wohingegen der kinderlose Nachbar noch in seiner "Ich will noch meine Freiheit genießen!"-Lebensphase ist, wozu für ihn offensichtlich schnelles Autofahren gehört.

    LG,
    Juniorette

    • (21) 04.01.07 - 13:34

      Hallo!

      Also, unser Nachbar ist wie alle zur Feier eingeladen gewesen, ist auch vorbei gefahren, aber hatte keine Lust, Zeit oder was auch immer. Einige sind ja sogar zu ihm hingelaufen, als er im Auto vorbei fuhr und ihn zu holen. Da hätte man bei einem Bierchen und ner Bratwurst auch mal reden können. Er hat die Leute stehen gelassen.

      Und er will keine Kinder. Er und seine Lebensgefährtin sind beide absolute Workaholics. Sie haben ein riesiges Haus gebaut mit 300 qm Wohnfläche ohne (!) Kinderzimmer. Darauf hat er Wert gelegt, als er meinem Mann sein
      Haus vorgeführt hat. Er findet des Kindergeschrei auch nicht besonders toll, aber leider hat er keinen anderen Bauplatz gefunden und größere Kinder oder Jugendliche fahren Mofa etc. und das nervt ihn auch. #augenSein O-Ton. Er ist Anfang 40 und will auch nur 20 Jahre hier wohnen bzw. bis er 60 ist, dann zieht er nach Italien.#huepf

      Naja, manchmal geht die Zeit schneller vorbei, als man denkt. ;-)Zudem ist er auch noch nicht in sein Haus eingezogen ( fahrt nur täglich mind. 10 mal her) und wenn er weiterhin so einen exklusiven Geschmack für die Innenausstattung hat, dauert es vielleicht auch noch ein paar Jahre. Denn einziehen wollte er schon Weihnachten 2005 und da er noch nicht mal Türen hat, kann es ja doch noch dauern.:-p

      LG Simone

(22) 03.01.07 - 14:15

Wende Dich doch mal an das Ordnungsamt und schildere das Problem.

Bei uns hier am Ort kommen die für so was persönlich vorbei.

Gruß

Manavgat

  • (23) 04.01.07 - 12:09

    Danke #dankefür den Tip!

    Ich habe angerufen und man wird sich kümmern.

    LG Simone

    • (24) 04.01.07 - 22:07

      Hallo Simone,

      war bei uns in der Siedlung auch so ( 30er Zone). Es dauerte allerdings einige Zeit bis das Radargerät dann wirklich stand. Und siehe da, die größten Raser waren Mamas die 1 Minute vor Kindergartenschluß noch schnell ihre Kids abholen wollten!!#gruebel

      LG,
      Susi

(25) 03.01.07 - 14:44

Hallo Simone,


da gleiche Problem haben wir auch. Nur mit zwei Ausnahmen:

1. Hier halten sich alle (!) die in der Straße wohnen an die 7 km/h

2. ist unsere Straße mitten in der Altstadt, also nicht irgendwie am Ortsrand


Die Sache mit dem Ball haben wir versucht, genauso wie mit einem Skateboard und einem Bobbycar, hat alles nichts genützt!

Unsere Kinder können nur unter Aufsicht auf der Straße spielen, alles andere wäre viel zu gefährlich, denn auch ein nettes Gespräch bringt nichts.

Leider können unsere kinder hier nur auf der Straße spielen, hier in der Straße hat niemand einen Garten hinterm Haus.

Im letzten Jahr suchte ich auch Rat hier bei Urbia. Aber wirklich gute Ratschläge konnte ich leider nicht bekommen. Aber hier ein kleiner Tip von mir:

Wir Eltern haben im Namen der Kinder einen Brief an den Bürgermeister geschrieben und auf das Problem aufmerksam gemacht. Jedes Kind hatte unterschrieben, die die noch nicht schreiben konnten haben einen Fingerabdruck hinterlassen. Promt lud der Bürgermeister die KInder zu sich ein, die sich dann noch einmal persönlich beschweren konnten. Eine super Idee der Kinder war, den Bürgermeister dann zu sich auf die Straße einzuladen da mit er es selber sehen kann. Wir Eltern haben natürlich auch nach einer Lösung gesucht, vielleicht eine, die die Stadt nicht allzu viel Geld kostet.

Wir hoffen nun das die Straße bald nur noch für Anwohner frei ist, und für alle anderen gesperrt wird. Denn hier ist keiner gezwungen diese Straße zu nutzen. Vielleicht geht das ja bei Euch auch?

Ansonsten würde ich Dir raten den NAchbarn anzuzeigen! Verstehe sowieso nicht, das die Eltern des angefahrenen Kindes nichts unternommen haben, egal ob etwas passiert ist oder nicht!

Und fahrt auch nur Schrittgeschwindigkeit! denn selbst 10 km/h können viel sein wenn plötzlich ein Kind auf der Straße steht!

Annika

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