Rasender Nachbar in der Spielstraße - was tun???

Hallo @ all!

Vielleicht kann uns einer helfen?! #kratz
Wir wohnen in einer Spielstraße - rund herum wohnen nur junge Familien mit Kindern im Alter von 0 - 15 Jahren.
Einzige Ausnahme: unser Nachbar: jung dynamisch, immer in Zeitnot, kein Kinderwunsch und baut seit Jahren an seinem Traumhaus.
Hier toben ständig Kinder herum: #huepfspielen, rennen, fahren Rad, Rollerblades, Bobbycar,... und er fährt ständig wie der wilde Watz (mind. 50 km/h und mehr) durch die Spielstraße ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar hält sich keiner der Anwohner an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (7 km/h), aber es fährt hier doch jeder sehr umsichtig und passt auf. Er aber nicht. Immer schnell schnell. Neulich hat er sogar ein Kind angefahren.#schock Zum Glück ist dem Kleinen nichts passiert (war sogar bei seinem eigenen Kindergeburtstag). Sie Eltern haben aber nichts unternommen, weil er ebenfalls ihr zukünfiger Nachbar ist und man ja eigentlich keinen Ärger haben will. Diverse Gespräche#bla und Bitten, er und der Rest seiner Familie mögen doch etwas langsamer fahren, haben nichts gebracht, da er es auch nicht einsieht.
Jetzt will er im Frühsommer noch einen Schwimmteich anlegen und man hat ihn gebeten, doch eine Zaun um das Grundstück zu machen, aber er lehnt ab und meint, jeder soll selber auf seine Kinder aufpassen und er habe auch keine Schuld wenn etwas passiert. Ich denke aber, das er trotzdem haftpflichtig gemacht werden kann, wenn etwas passiert (was keiner hofft).

Jetzt eben mein Frage: Was kann man tun, damit er zukünftig langsamer fährt (bevor aufgebrachte Familienväter ihn nachts auflauern - wurde am Silvesterabend schon leise diskutiert)??? Die Gemeinde schickt nur sporatisch mal eine Streife vorbei (alle 4 Wochen vormittags)
Weiß jemand, ob man ihn "zwingen" kann, Sicherheitsmaßnahmen zu treffen bezüglich des Schwimmteiches ???

Würde mich über jede Antwort sehr freuen und sage schon mal#danke!

LG Simone

Hallo Simone

Wir haben ein ähnliches Problem in der Nachbarschaft. Ein Polizist hat mir geraten, dem Raser einen Ball vor das Auto zu werfen, wenn er mal wieder vorbeiprescht...;-)

Ausprobiert habe ich es noch nicht, da es in der letzten Zeit besser geworden ist. Aber Ich kann mir vorstellen, dass der Fahrer einen ganz schönen Schreck dabei bekommt#schein

Gruss
Kim

Ja klar und dann das Lenkrad verreist und dadurch ein Kind erwischt oder wie ? Oder sein Auto schrottet #kratz und so ein Tip kommt von einem Polizisten ?

Ich würde eher der Polizei bescheid geben und denen sagen , wann er da so schnell fährt und wenn die nichts machen , ab an die Zeitung ! So haben wir es gemacht und ca. 30 - 50 Auto und Rollerfahrer durften ihren Führerschein abgeben :-p

Aber niemals würd ich das mit dem Ball machen !

Jeromé

"Ein Polizist hat mir geraten, dem Raser einen Ball vor das Auto zu werfen, wenn er mal wieder vorbeiprescht"
Na, den Polizisten möchte ich sehen. Den kann man anzeigen für eine solche Aussage. Toll. Du wirfst ihm den Ball vors Auto, und der Typ fährt vor Schreck ins nächste Haus...wer ist wohl Schuld? Ein wirklich toller Polizist, der einem solche Tipps gibt!

So gehts wohl anscheinend auch nicht...

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2007/01/03/plastik-polizist-verbot/plastik-polizist-verbot.html

LG Ina

Den würde er wahrscheinlich nicht mal sehen, so schnell wie er immer fährt.

Was seinen Teich angeht, da bewegt sich euer Nachbar auf ganz dünnem Eis.

Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf (Az.:22 U 272/92):
"Ein Grundstückseigentümer muß sein Grundstück so absichern, daß andere Personen hierdurch nicht zu Schaden kommen können. Diese Verpflichtung nennt man Verkehrssicherungspflicht.
Diese Verkehrssicherungspflicht verletzt ein Grundstückseigentümer, wenn er einen Gartenteich auf seinem Grundstück unterhält und diesen Teich nicht so absichert, dass insbesondere fremde Kinder in diesen nicht hineinfallen können."

Was seine Raserei in der Spielstraße angeht:
Ist er Argumenten nicht zugänglich, hilft wahrscheinlich nur eine Videokamera (Raserei aufnehmen) und der Gang zur Polizei. Alternativ dazu würde ich immer mal wieder eine Schubkarre, einen Roller oder ähnlich große Gegenstände auf der Straße "vergessen". Zwar bedeutet das einen Eingriff in die Verkehrssicherheit, doch in einer Spielstraße muss man halt immer damit rechnen, dass Kinder mal was auf der Straße liegen lassen ;-). Und bei erlaubten 7 km/h dürfte es eigentlich nie zu einer Kollision mit den Hindernissen kommen.
Ich würde dafür sogar eine Strafe (Ordnungswidrigkeit) riskieren, denn der Schaden, den der uneinsichtige Nachbar anrichten könnte, wäre ungleich höher.

#danke

Na das ist doch schon mal was!

LG Simone

Herrlich wie sich immer gleich alle aufregen, wenn man mal etwas unkonventionelles und nicht normmässiges aufschreibt :-)

Ob die Polizei wirklich bei jedem Raser auf Streife kommt und den erwischt mag ich zu bezweifeln. Das ist die Ausnahme. Ich finde die Idee gar nicht so blöd. Schliesslich schmeisst man den Ball nicht, wenn 100 Kinder drumherumstehen#augen. Und auch nicht, wenn 10 Meter weiter vorne ein Haus steht. Der Ball könnte ein Kind sein. Harte Massnahme, aber wenns bei uns wieder schlimmer wird, könnte ich mir vorstellen, das zu machen. Der würde nie mehr so schnell vorbeirasen. Natürlich nur, wenn alles reden nix nützt (was bisher der Fall war).

Kim

Viel Spaß dabei Kim , denn sollte er dann einen Zaum, eine Laterne oder sich einfach nur die Felgen kaputt fahren , dann hast Du ja bestimmt genug Geld , um ihn den Schaden zu bezahlen #freu

Ich kenne auch keine Wohnsiedlung , wo schritttempo erlaubt ist , wo die Häuser nicht dicht aneinander stehen und die Straßen megabreit sind #kratz

Aber naja was solls , nur achte darauf , dass Dic dabei kein Kind sieht , denn dann würde ich sagen , tolles Vorbild ! :-p

Trotzdem#danke!

Allerdings wird meine Tochter dafür keinen Ball opfern - das steht fest!:-p (Nein! Alles meins!)


LG Simone

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Nagelbrett!#schein

"Zwar hält sich keiner der Anwohner an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit (7 km/h), "

Finde ich ganz schön dreist von dir und deiner Nachbarschaft, sich selber nicht an eine vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten, aber jemanden anders vorschreiben zu wollen, langsamer zu fahren.

Versteh mich nicht falsch: ich finde Autoraser in Wohnstraßen (wo immer mit Kindern gerechnet werden muß), auch nicht toll (mein Sohn ist knapp 7 Monate und mir bangt schon davor, wenn er laufen kann ;-)), aber das Verhalten von dir und deinen nicht kinderlosen Nachbarn klingt irgendwie nach Mobbing gegen den einzigen kinderlosen Nachbarn.

Faßt euch doch erstmal an die eigene Nase und haltet euch erstmal selber alle ohne Ausnahme an die 7km/h, DANN habt ihr vom moralischen Standpunkt das Recht euren Nachbarn zu reglementieren. Ob 30 km/h oder 50 km/h ist einem toten Kind nämlich auch egal.

"Jetzt will er im Frühsommer noch einen Schwimmteich anlegen und man hat ihn gebeten, doch eine Zaun um das Grundstück zu machen, aber er lehnt ab und meint, jeder soll selber auf seine Kinder aufpassen und er habe auch keine Schuld wenn etwas passiert. Ich denke aber, das er trotzdem haftpflichtig gemacht werden kann, wenn etwas passiert (was keiner hofft). "

Mag sein, daß es ein Gesetz gibt, daß Grundstückeigentümer verpflichtet, sein Grundstück so abzusichern, daß Kinder nicht in Gefahr kommen - aber wäre der richtige Ansatz nicht eher, Kinder so zu erziehen, daß sie nichts, aber auch garnichts, auf fremden Privatgrunstücken zu suchen haben?
Ich denke nämlich schon, daß in der Erziehung von Kindern was schief gelaufen ist, wenn sie einfach so ungefragt fremde Privatgrundstücke betreten. Und Kinder haben bis zu einem bestimmten Alter sowieso nicht ohne Aufsicht irgendwo rumzulaufen. Und ältere Kinder sollten zum einen schwimmen können und erst Recht wissen, daß sie nichts auf dem Grundstück des kinderlosen Nachbarn verloren haben.

LG,
Juniorette

>>Mag sein, daß es ein Gesetz gibt, daß Grundstückeigentümer verpflichtet, sein Grundstück so abzusichern, daß Kinder nicht in Gefahr kommen - aber wäre der richtige Ansatz nicht eher, Kinder so zu erziehen, daß sie nichts, aber auch garnichts, auf fremden Privatgrunstücken zu suchen haben?
Ich denke nämlich schon, daß in der Erziehung von Kindern was schief gelaufen ist, wenn sie einfach so ungefragt fremde Privatgrundstücke betreten. Und Kinder haben bis zu einem bestimmten Alter sowieso nicht ohne Aufsicht irgendwo rumzulaufen. Und ältere Kinder sollten zum einen schwimmen können und erst Recht wissen, daß sie nichts auf dem Grundstück des kinderlosen Nachbarn verloren haben. <<


Kinder sind Kinder und sie können noch so gut erzogen sein- manchmal siegt einfach die neugier - oder warst du nie ein Kind? ;-)

Und dieses Gesetz gibt es und er hat seinen Teich oder Swimmingpool so abzusichern, das NIEMAND zu Schaden kommt. Der Zaun muß hoch genug sein, das kein Kind drüber klettern oder ein Betrunkener drüber stolpern könnte ;-).
Denn nicht nur Kinder gehen in fremde Gärten...auch so manch Betrunkener hat sich schon verirrt.

Ich finde deine Ansicht leicht daneben- ganz ehrlich.

Derjenige, der eine Gefahrenquelle schafft, d.h. sie selbst hervorruft oder sie in seinem Einflußbereich andauern läßt, hat die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen zu treffen, damit sich potentielle Gefahren nicht zum Nachteil anderer auswirken können (Verkehrssicherungspflicht).
OLG Hamm – 3 U 195/85 – 02.02.87


anderes Beispiel: Kinder werden in der Regel so erzogen, dass sie nix von Sträuchern abzupfen und essen. Trotzdem passiert sowas manchmal. Dürfen dann also deiner Meinung nach giftige Sträucher an Spielplätzen gepflanzt werden?

Nein- dürfen sie nicht:
Es verstößt gegen die Verkehrssicherungspflicht, giftige Sträucher in näherer Umgebung eines Kinderspielplatzes anzupflanzen.
LG Braunschweig – 12 S 85/89 – 11.10.89

Am besten liest du dir das hier mal alles durch ;-)
http://www.aufsichtspflicht.de/knowhow/rechtsprech/verssicherpflicht.htm

WIR Erwachsenen sollten weitsichtiger sein, als jedes noch so gut erzogenes Kind....eben weil es noch ein Kind ist!

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Wende Dich doch mal an das Ordnungsamt und schildere das Problem.

Bei uns hier am Ort kommen die für so was persönlich vorbei.

Gruß

Manavgat

Danke #dankefür den Tip!

Ich habe angerufen und man wird sich kümmern.

LG Simone

Hallo Simone,

war bei uns in der Siedlung auch so ( 30er Zone). Es dauerte allerdings einige Zeit bis das Radargerät dann wirklich stand. Und siehe da, die größten Raser waren Mamas die 1 Minute vor Kindergartenschluß noch schnell ihre Kids abholen wollten!!#gruebel

LG,
Susi

Hallo Simone,


da gleiche Problem haben wir auch. Nur mit zwei Ausnahmen:

1. Hier halten sich alle (!) die in der Straße wohnen an die 7 km/h

2. ist unsere Straße mitten in der Altstadt, also nicht irgendwie am Ortsrand


Die Sache mit dem Ball haben wir versucht, genauso wie mit einem Skateboard und einem Bobbycar, hat alles nichts genützt!

Unsere Kinder können nur unter Aufsicht auf der Straße spielen, alles andere wäre viel zu gefährlich, denn auch ein nettes Gespräch bringt nichts.

Leider können unsere kinder hier nur auf der Straße spielen, hier in der Straße hat niemand einen Garten hinterm Haus.

Im letzten Jahr suchte ich auch Rat hier bei Urbia. Aber wirklich gute Ratschläge konnte ich leider nicht bekommen. Aber hier ein kleiner Tip von mir:

Wir Eltern haben im Namen der Kinder einen Brief an den Bürgermeister geschrieben und auf das Problem aufmerksam gemacht. Jedes Kind hatte unterschrieben, die die noch nicht schreiben konnten haben einen Fingerabdruck hinterlassen. Promt lud der Bürgermeister die KInder zu sich ein, die sich dann noch einmal persönlich beschweren konnten. Eine super Idee der Kinder war, den Bürgermeister dann zu sich auf die Straße einzuladen da mit er es selber sehen kann. Wir Eltern haben natürlich auch nach einer Lösung gesucht, vielleicht eine, die die Stadt nicht allzu viel Geld kostet.

Wir hoffen nun das die Straße bald nur noch für Anwohner frei ist, und für alle anderen gesperrt wird. Denn hier ist keiner gezwungen diese Straße zu nutzen. Vielleicht geht das ja bei Euch auch?

Ansonsten würde ich Dir raten den NAchbarn anzuzeigen! Verstehe sowieso nicht, das die Eltern des angefahrenen Kindes nichts unternommen haben, egal ob etwas passiert ist oder nicht!

Und fahrt auch nur Schrittgeschwindigkeit! denn selbst 10 km/h können viel sein wenn plötzlich ein Kind auf der Straße steht!

Annika

Tipp:

Trefft euch mit den Nachbarn mal mitten auf der Straße ;-)

In Wohnstraßen haben Fußgänger schließlich Vorrang vor allen anderen Verkehrsteilnehmern.

Wenn dann zu schnelle Autos kommen, wartet ihr bis sie vor euch stehen bleiben (helle, leuchtende Kleidung ratsam) und dann bewegt ihr euch gaaannnzzz laaannngggsaaammm in die beabsichtigte Richtung.

So könnte ihr mal vorführen, wie schnell SCHRITTGESCHWINDIGKEIT ist ;-)

Aber bloß nicht nervös werden und doch noch zur Seite springen. Hupen würde ich prinzipiell ignorieren, nachfolgende Beleidigungen (unter Zeugen) natürlich sofort anzeigen.

Der lernt es noch...

Hänge ihm einen Zettel an die Windschutzscheibe mit der Bitte um Rücksicht. Darauf klebst einen Nagel. Schreib Ihm , daß sein Auto durch solch einen solchen Gegenstand in Zukunft Schaden leiden könnte.
Manche Leute verstehen keine andere Sprache.


Der Grundstückseigentümer haftet für seinen Teich, das ist eine Tatsache. In der Gartensiedlung meiner Schwiegereltern musste ein Teich zugeschüttet werden, sogar obwohl ein Kind ÜBER den Zaun geklettert war. (Auch unsinnig, ist aber so).


Wegen des rasens - Tip an die Verkehrsbehörde, die sollen mal messen kommen....die freuen sich, wenn lecker Geld in die Stadtkasse kommt. Und er fährt dann wahrscheinlich erst mal ein paar Wochen mit dem Bus...


Katzz