Vom Vermieter gekündigt, Chance das er den Umzug zahlt?

    • (1) 30.01.07 - 07:24

      Wir haben zum 28.02.07 die Kündigung bekommen. Wegen angeblichen extrem Lärm unserer Kinder. Aber nur über uns und nicht unter uns beschweren sich.
      Ich bin Schwanger und wir wollten hier eigentlich nicht ausziehen. Dachten auch unser nächstes Baby würde hier ein Zuhause finden.
      Finanziell ist ein Umzug für uns auch normalerweise auch gar nicht drinnen.
      Haben wir vor drei Jahren hier erst alles Komplett Renoviert. Super Tapeten an den Wänden. Die alten ab und Wände geschlieffen ect.
      Möbel wurden passend für die Wohnung gekauft.

      Nun halt ich den Terror von oben aber nicht mehr durch und wir haben eine Suche in der Zeitung gestartet.
      Es hat sich tatsächlich jemand gemeldet und wir könnten jetzt ein Haus Mieten was für uns einfach Traumhaft wäre. Fast.

      Aber, die Flurmöbel passen dort nicht mehr. Die 3 jahre extra angepasste Einbauküche passt so nicht mehr. Es müsste ne neue Platte her.
      Wir haben hier vor ca. 2 Jahren Fliegengitter maßgefertig einbauen lassen. Teuer aber einfach super. Der Vermieter wird uns nicht helfen die evtl an dem Nachmieter zu verkaufen.

      Der ganze Umzug, wir brauchen zum Glück nur die untere Etage neu streichen, wird aber nicht billig.

      Haben wir ne Chance es so zu drehen, weil er uns ja unbedingt raushaben will das er uns ne Monatsmiete erlässt, oder den Umzugswagen bezahlt?
      Irgendetwas, so das wir Finanziell überhaupt das neue Zuhause in angriff nehmen können?

      Wir haben Finanziell nicht mal 20 Euro übrig. Zahlen wir auch noch ab für die Möbel und Renovierung dieser Wohnung hier.
      -Das wird mir für immer eine Lehre sein, nie wieder so viel Geld in eine Wohnung zu stecken...:-( Die Nachmieter freuen sich.

      Wenn ich an die Kosten denke die auf uns zu kommen dann könnte ich losheulen...

      Also her mit Tipps oder Erfahrungen...wir können sie wirklich gebrauchen.

      Und das Haus wäre es auf jedenfall wert.

      Danke euch schon mal....

      Lg Kerstin

      • http://www.mieterverein-muenchen.de/mietrecht/Mietrechtsthemen/kinder1.htm

        schau mal hier, ich glaube nicht das die kündigung rechtens ist.
        lasst euch nicht unterkriegen.
        das darf er gar nicht, euch wegen der kinder kündigen!!!!!

        • Ja das wissen wir ja. Aber ich ertrage meine Nachbarn über uns nicht mehr. mind. 3x die Woche machen die bis Nachts um 1 uhr Lärm und die Kinder werden wach.
          Es wird mit den Füßen aufgestampft wenn wir besuch haben ect...
          Ich steh noch irgendwann in der Bildzeitung...die berichten dann was ich mit dem Nilpferd über uns angestellt habe...#gruebel#schein und darauf hab ich keine Lust mehr.

          Sollen die doch hier Glücklich werden...ich will mich endlich auf unser Baby freuen. Und das Haus wäre wirklich toll.
          Es ist halt nur das Geldliche...was uns zu schaffen macht..weil sowas nicht eingeplant wurde in unseren Anschaffungen.

          Am liebsten würde ich manchmal auch einfach hierbleiben. Weil ich die Wut kriege wenn ich darüber nachdenke was die mit uns machen wollen. Dann möchte ich Kämpfen für das Recht unsere Kinder und all den anderen Kindern...wenn ich nicht Schwanger wäre würde ich es auch durchziehen. aber mir ist ein gesundes Baby echt wichtiger.
          Und dann fällt mir zum Glück wieder ein...das solche Menschen es einfach nicht wert sind.

          Aber wenn es eine Möglichkeit gibt die Umzugskosten in Grenzen zu halten...bzw. das der Vermieter da was tun kann ect..dann wäre das natürlich ne riesen hilfe.

          Wäre schon schlimm wenn der Auszug daran scheitert das wir uns das nicht leisten können...:-[grr. und schon wieder bin ich sauer.

          Lg kerstin

          • Hi,

            du kannst versuchen deinem Vermieter deinen Auszug in der Form schmackhaft zu machen:

            Sage ihm, das er dir gar nicht kündigen darf und du auch nicht ausziehen kannst, da dir die finanziellen Mittel für einen Umzug fehlen. Biete ihm an die Kündigung für eine Abfindung von Euro xxx zu akzeptieren oder dich leider weiterhin als Mieter ertragen zu müssen.

            grüßle

            peter

      (5) 30.01.07 - 08:58

      Rechnet aus, was der Umzug kostet, was eure Einbauten gekostet haben, und sagt eurem Vermieter, dass er euch dieses Geld geben soll, wenn er wirklich will, dass ihr auszieht. Dass es euch entgegen kommt, da auszuziehen, müsst ihr ihm ja nicht sagen.

      (6) 30.01.07 - 14:31

      Hallo,

      ich würde dem Vermieter eine Kostenaufstellung machen.

      1. Was bisher an Kosten für die jetzige Wohnung investiert wurde.

      2. Was ein Umzug ( max.50 Klm ) kostet.

      3. Kosten für eine neue Wohnung ( Kaution, Renovierung etc. )

      4. Der Vermieter soll eine mindestens gleichwertige Wohnung beschaffen.

      5. Unter schriftlicher Einwilligung/Vermieter wird die ordentliche Kündigung akzeptiert.

      Alternativ;

      Widerspruch gegen die unbegründete Kündigung. Zurückweisung des Kündgungsgrundes ( Lärm ).

      Androhung einer Klage wegen falscher Verdächtigung ( Lärm zu dem angegeben Zeitpunkt in der angegeben Stärke - was ein erhebliches wenn nicht gar unmögliches Beweisproblem für den Denuzianten und den Vermieter der dies ungeprüft und ohne vorherige Anhörung zum Anlaß einer Kündigung genommen hat - bedeuten würde.

      Ein gefundenes Fressen für jeden Mieterverein und Fachanwalt.

      Hau rein!
      Nobility

    • (7) 30.01.07 - 19:12

      Hallo Kerstin

      ich seh deine ganze Geschichte etwas anders als die anderen. Wieso sollte denn der Vermieter dir etwas bezahlen? Es ist doch im Endeffekt nicht sein Problem, dass du so viel Geld in die Wohnung gesteckt hast. Und ganz ehrlich, ich würde mich niemals für eine Mietwohnung verschulden! Schließlich kann es doch immer sein, dass man die Wohnung verlässt und dann steht man da! Wenn ich euer Nachmieter wäre, würde ich euch auch die Fliegengitter nicht bezahlen. Das sind für mich Sachen die schweineteuer sind und für die ich zu geizig wäre. Zur Küche: Wenn du sie jetzt verkaufen würdest, würdest du ja mit Sicherheit nicht soooo viel dafür bekommen. Und schon gar nicht so viel wie du bräuchtest um eine neue für die neue Wohnung zu kaufen, oder? Also lieber das Geld in eine neue Arbeitsplatte investieren.

      Mein Vater hat ein 2-Familienhaus wo eine Wohnung leer steht eben weil er nicht vermieten will weil die Leute -sorry- wie du immer was haben möchten. Ich find´s einfach unmöglich!

      LG Regina

      • (8) 31.01.07 - 08:14

        Wenigsten ehrlich deine Antwort.

        Klar ist es unser Probelem das wir so viel reingesteckt haben. Werde ich auch bestimmt nie wieder machen.
        Aber das man uns nach noch nicht einmal 3 Jahren wieder rausschmeißen will damit konnte doch nun wirklich niemand rechnen.
        Wir würden drinnen bleiben und wir hatten nie vor Auszuziehen.
        Von daher finde ich meine Frage nicht so unverschämt wie du sie gerade empfindest.
        Und es geht nicht darum das wir unsere Küche verkaufen wollen. Niemals.
        Aber für uns ist es eine Finanzielle Belastung die wir so nicht hätten würden wir nicht auf die Strasse gesetzt.
        Es geht hier um unsere Existenz. Denn wir haben eigentlich nicht einen Euro übrig um auch nur Ansatzweise den Umzug zu bezahlen.
        Das ist das was uns beschäftigt.

        Wenn dein Vater nicht vermieten will ist das sein Problem. Aber WIR wollen doch gar nichts. Und selbst das ist anscheinend zu viel.#gruebel

        Wie gesagt. Wir ziehen hier nicht freiwillig aus. Sondern wir müssen...und da werde ich ja wohl mal fragen dürfen in wie weit wir das auch alles alleine tragen müssen.

        Lg kerstin, die übrigens zu 50% eine Absage fürs Haus bekommen weil wir wegen Kinderlärm gekündigt sind.

    (9) 30.01.07 - 20:57

    Hallo Kerstin,

    die Kündigung ist m.E. ohnehin unwirksam, da Kinderlärm keinen Kündigungsgrund darstellt. Zweitens wäre interessant, ob die Kündigung fristgerecht ist.

    Zu den Einbauten die Ihr vorgenommen habt: Das geht auf Eure Kappe, Ihr könnt allenfalls versuchen, daß ein potentieller Nachmieter die nachträglich eingebauten Sachen beim Einzug "kauft".

    Grundsätzlich: Du kannst Deine Wohnung vergolden wie Du willst und es als Aufwertung rechnen. Das muß aber in keinem Fall der Vermieter so sehen. Wenn der sagt: Cool, finde ich klasse, würde ich gerne übernehmen, dann kann er das machen. Wenn er sagt: Nö, brauch' ich nicht, find ich doof, dann kannst Du das Ganze wieder in den Urzustand versetzen.

    Schwangerschaft ist im Übrigen auch kein Widerspruchsgrund...

    Klar, wenn er Euch so schnell wie möglich loswerden will, dann darfst Du Dir auch keine Hoffnungen machen, daß er sich in irgendeiner Form finanziell und sonstwie engagiert.

    Scheint ohnehin kein allzu geschmeidiger Mensch zu sein. Mein Tip: Nachmieter suchen, verhandeln (Übernahmen) und dem Vermieter präsentieren. Klamotten packen und schnell raus. Vielleicht k ö n n t e t Ihr ja sogar vor Termin ausziehen und so noch einen Bonus rausschlagen. Aber, hm, darauf wird er auch nicht eingehen.

    Herzliche Grüße und viel Erfolg!

    saabreni

    • (10) 31.01.07 - 08:17

      *Schwangerschaft ist im Übrigen auch kein Widerspruchsgrund...*

      Doch und zwar nennt sich das Soziale Härte. Bis zur Geburt und eine gewisse Zeit danach ist man geschützt.

      Lg Kerstin

      • (11) 31.01.07 - 08:53

        Hallo Kerstin!

        Du, das ist nicht ganz richtig. Die Frage ist, ob er mit Räumungsklage gedroht hat, was aber zum jetztigen Zeitpunkt kaum sein kann (wenn Ihr die Kündigung eben erst erhalten habt). Oder wollt Ihr die Frist verstreichen lassen und es auf die Zwangsräumung ankommen lassen? Ihr wollt doch schnell raus!

        „Auch wenn ein Vermieter einem Mieterehepaar berechtigt gekündigt hat, darf er nicht per Räumungsklage auf den Auszug drängen, wenn die Frau des Mieters schwanger ist, weil sie in dieser Phase "besonderer Schonung" bedarf. Dem Ehepaar ist ein Aufschub von sechs Monaten zu gewähren. (AG Wiesbaden, 91 C 1175/99-19)“

        Viel Glück!

        saabreni

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