FFW Krankheiten (chronisch) mitteilen, oder schweigen?

    • (1) 15.02.07 - 19:56

      Hallo,

      mein Mann hatte 5 mal einen spontan pneumotorax, daher hat er nur noch ein ganz ganz kleines Stück seines linken Lungenflügels. Ausserdem wurde bei ihm die Diagnose Morbus Crohn gestellt.

      Mein Mann ist mit Leihb und Seele freiwilliger bei der Feuerwehr und möchte nicht nur geduldet sein, sondern aktiv am Dienst teilnehmen und auch bei Einsätzen dabei sein. Er hat schon 15 Jahre FFW hinter sich. Die G26 hat er, trotz halber Lunge, immer wunderbar bestanden. In der alten FFW wusste man auch über die Lunge bescheid. Morbus Crohn ist noch neu für uns.

      Nun will mein Mann neu in eine FFW (wegen Umzug) und möchte nicht gleich als kranker abgestempelt werden. Ist er verpflichtet seine Krankheiten anzugeben? Oder darf er die verschweigen?

      LG Denise

      • Hallo Denise.

        Ich habe gerade deine Geschichte meinem Freund vorgelesen, er ist seit ca 13 Jahren aktiv in der FFW. Dazu hat er noch ne Rettungssanitäter-Ausbildung und "kennt" seine Krankheiten.

        Dein Freund soll es in der FFW gleich sagen. 1. können die Kameraden ganz anders mit der Sache umgehen und wenn Sie ihn blöde anmachen deswegen, is er in der falschen Feuerwehr, denn es heißt ja "Kameradschaft". ;-)

        Ihr könnt ja auch mal auf unsre HP unsere Feuerwehr schauen

        http://www.feuerwehr-heidenau.de

        Wünschen Euch alles Gute #blume#blume#blume

        Liebe Grüße #herzlich

        Stefanie

        was nützt dem zu rettenden menschen ein lungenkranker feuerwehrmann, der seine arbeit abbrechen muß, wenns beim einsatz rauskommt, daß der zu untersuchende arzt alle vier hühneraugen zugedrückt hat, damit der kranke feuerwehrmann seine "g26" besiegelt bekam?

        willst du von einem arzt operiert werden, der seine genehmigung zum operieren durch beziehungen bekommen hat ?

        • Heftig, heftig! Du unterstellst ihrem Mann und dem betreffenden Arzt, dass die "G26" nur so zugeschustert wurde#kratz? Wenn's um meinen Mann ginge, würde ich gerade austicken...

          Gruß, Sandra, deren Mann gerade keinen Atemschutz laufen darf, weil er die letzte "G26" nicht gepackt hat - davon geht die Welt ja auch nicht unter;-)

          • ja, ticke aus, das ist mir egal. so ist das eben, wenn man zwar lesen aber dennoch das geschriebene nicht versteht. höre auf, in mein geschriebenes etwas hinein zu interpretieren, damit du meine meinung als "unmöglich" bezeichnen kannst.
            unterstellt habe ich nichts.
            ansonsten, bei krankheiten ist es nun mal so, daß sie sich mit der zeit verbessern oder verschlechtern.
            berufskraftfahrer (personenbeförderung) müssen sich ab einem bestimmten lebensalter bestimmten untersuchungen unterziehen und wenn ihr körper den erforderlichen ansprüchen nicht mehr genügt, dann können sie ihre tätigkeit eben nicht mehr ausführen. so einfach ist das. gesetze und regelungen sind dafür da, daß sie eingehalten werden... zum schutz von anderen und vor sich selbst.

        Mein Mann hat seine G26 nicht über beziehungen oder ähnliches besiegelt bekommen, sondern weil er mit einem Lungenflügel das schafft, was andere Menschen mit 2 Lungenflügeln tun. Mein Mann hat hart daran gearbeitet, die Lunge so zu trainieren, dass er die G26 schafft.
        Wenn man es nicht weiß, würde man nie merken, dass ihm die Hälfte der Lunge fehlt.

        Und bitte verkneife dir solche Unterstellungen.

    Hi Denise!

    Arbeitsamt geregelt?

    Morbus Crohn ist kein Fußpilz ... und fünfmaliger Pneumothorax ist auch nicht so ohne Weiteres.

    Die Lunge muß beim Ausatmen kollabieren; kann sie das nicht, gibt es lebensbedrohliche "Probleme". Wenn es schon fünf Mal "passiert" ist, dann würde icih Dir raten, Deinen Mann zu einem Spezialisten zu schicken den FW-Dienst aufzugeben.

    Grundsätzlich muß er Krankheiten angeben; gibt er sie nicht an, ist er haftend. Dito, wenn er sie verschweigt.

    MfG saabreni

    • korrektur:

      er ist nicht haftend sondern hat keinen anspruch auf entschädigung wie in jeder berufsgruppe die durch entsprechende versicherungen gedeckt ist und die verpflichtende vorgabe des gesundheitlichen status besteht.

      • Jaaa, eve.....

        kannichmirdochnichimmerallessooomerkenundentsprechendaufbereitetweitergeben! Rein einfach-juristisch ist das so assolutamente richtig. Nur wollte ich's für den Außenstehenden nicht so lompliziert machen.

        Die haben auch andere Sorgen...

        • LOMPLIZIERT .... meint eigentlich KOMPLIZIERT. Finger verrutscht.

          (11) 16.02.07 - 00:46

          nur - deine "vereinfachung" führt dummerweise zu fälschlichen und unnötigen eingeschüchterten menschen.

          die wortwahl ist auch im normalobereich äuserst wichtig - oder willst du gerne die info erhalten das du wegen einer kleinigkeit die dir zwar schadet - anderen aber nicht - haftung angedroht wird?

          im übrigen die richtigen worte zu wählen - was zb. haftbar sein bedeutet ist ein allgemeinbildungspunkt und wird schon in der hauptschule erklärt. #cool

          • Ächt? Kann leider nur abgebrochene Baumschule vorweisen....

            Nee, Du hast schon Recht, war leicht vergriffen, das "haftbar". Wie Du es geschrieben hast, war es auch gemeint. Richtig gemeint, falsch in die Tastatur übertragen. :-p

    Hallo,

    ja, Arbeitsamt ist geregelt.

    Mein Mann will nicht aufgeben. Was meinst du, wie ich das finde?? #augen Er geht zum Einsatz und ich sitz hier und mach mir Sorgen. Aber er ist ein Draufgänger. Furchtbar.

    Aber was soll ich machen? Bei einem Spezailisten war er ja schon öfter. Der meinte, dass man nie sagen kann, ob da noch was passiert oder nicht. Bisher war ja immer nur die eine Seite betroffen und von der ist ja schon fast nichts mehr da.

    LG Denise

    • Hi Denise!

      Super, daß die Arbeitsamt-Kuh vom Eis ist. Das macht einen ja ganz Jeck.

      Mensch, ich kann Deine Sorge echt verstehen. Dein Mann will nicht aufgeben, das kann ich auch gut verstehen. Aber mit solch einem Befund ist wirklich so gar nicht zu spaßen. Klar kann man nie sagen, ob "etwas passiert" oder eben nicht. Das Blöde ist ja, daß sich das nicht ankündigt wie ein Pickel und Du weißt "Ich hab' ja noch drei Tage Zeit, dann ...", vielmehr mußt Du ständig damit rechnen.

      Aber ich will Dich nicht verunsichern. Tja, irgendwie ist es ja auch mit weniger Anstrengung nicht getan. So nach dem Motto: Geht Ihr mal auf Einsatz, ich lese mal ein Buch.

      Wird denn therapiert oder geht Dein Mann "nur" zum Check?

      LG saabreni

      • Hallo,

        die letzte OP an der Lunge ist jetzt 3,5 Jahre her. Er hatte eine Reha und Lungen Training. Hat dann wieder körperlich hart gearbeitet. Seitdem geht er auch nur noch zum Check. Das einzige, was er zwischenzeitlich hatte, war eine verschleppte Lungenetzündung, und die ist schnell weg gewesen.

        Mit dem Morbus Crohn ist das was anderes. Am 22. muss er in Vollnarkose zur Magen- und Darmspiegelung, im März ist die nächste OP und auf Medikamente wird er dann auch erst eingestellt. Ich weiß auch gar nicht, wie er das verschweigen will? Ist doch komisch, wenn einer so oft krank ist, oder? Also mir würde das glaub ich schon auffallen, wenn einer meiner Leute oft und lange krank ist. Irgendwann fragt man sich doch mal, was dahinter steckt.

        LG Denise

Hallo,
also erstmal Hut ab vor deinem Mann.Ne G26 ist nicht mal eben so mit links zu machen,habe meine selber gerade gemacht und bin ganz schön ins pusten gekommen.
Ich würde es bei der neuen Feuerwehr sagen,vielleicht nicht gleich jedem aber zumindest dem Ortsbrandmeister.Vielleicht ist es ja auch möglich das der sich dann bei der alten FW erkundigt wie dein Mann seinen Dienst gemeistert hat.
Ich kann deinen Mann verstehen das er die FW nicht aufgeben kann,meine Familie ist THW süchtig;-)
Ich kann auch Dich verstehen das Du dir Sorgen machst aber wie du selber schreibst hat er hart dafür gearbeitet um so weit zu kommen,unterstütze Ihn wo Du kannst.Ich würde ansonsten vielleicht mit Ihm aushandeln das er nicht zum Einsatz fährt wenn es Ihm nicht gut geht.
Ich wünsche Euch auf alle Fälle viel Glück und alles Gute das es so läuft wie ihr es euch vorstellt.
LG Kimchayenne

Mein Mann ist Ortsbrandmeister und er versucht so ziemlich jeden, der freiwillig gern was machen will, auch im aktiven Dienst unterzubringen.

Bei gravierdenden Krankheiten jedoch muß er sich an die die Vorschriften halten, wer wann wie und wo eingesetzt werden kann und darf. Dafür ist er verantwortlich und muß gegebenenfalls den Kopf hinhalten, wenn was passiert.

Als Atemschutzträger würde er Deinen Mann wahrscheinlich nicht im Einsatz einsetzen, aber sicher auch eine Aufgabe für ihn finden, da er froh um jeden Mann ist. Auch die in den hinteren Reihen, die nicht direkt am Feuer stehen, sind im Einsatz notwändig und werden gebraucht. Dein Mann sollte das nach 13 Jahren aktivem Dienst eigentlich wissen.

Schon allein aus Versicherungsschutzgründen sollte Dein Mann mit offenen Karten in der neuen Wehr spielen.

Verschweigt er seine Krankheit und es passiert ihm in einem Einsatz etwas, gefährdet er seinen eigenen Unfallschutz.

Damit ist niemandem geholfen, nicht den Rettenden und erst recht nicht den Zurettenden.

Ich würds sagen - IMMER!

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