Nachbarin Geld borgen!?

    • (1) 12.07.07 - 14:51

      Hallo an alle,

      hab da mehr oder weniger ein Problem mit meiner Nachbarin.

      Wir wohnen nicht Tür an Tür, sondern wir in unserem Haus und sie als Mieterin im "Nachbarhaus", da wir abgelegen wohnen kann man das schon als Nachbar bezeichnen, haben kaum Kontakt, wenn man sich sieht Guten Tag oder mal Smalltalk.

      Letztens hat sie bei mir geklingelt und mich nach Geld gefragt weil sie nichts mehr hätte für Ihre Kinder.#schock
      Ich hab Ihr dann 15€ geborgt, hab halt an die Kinder gedacht.

      Kurz darauf kam Sie mit Tränen in den Augen das Konto wäre gepfändet und sie hätten wieder kein Geld, ob ich Ihr nicht mal 50€ borgen könnte.

      Hab sie mehr oder weniger mit ner kleinen Notlüge "abgespeist" weil ich in dem Moment nicht wusste was ich sagen sollte weil ich Ihr das Geld nicht geben wollte.

      Meine Mam hatt gesagt ich soll mir kein schlechtes Gewissen bereiten, schließlich kann ich nix dafür wenn sie net klar kommen, trotzdem fühl ich mich irgendwie komisch.#gruebel

      Was meint Ihr, hättet Ihr das Geld gegeben?

      Hoff auf "Hilfe"
      grüße von der stenmaus

      • Tja, leider hört bei Geld oft die Freundschaft auf. Habe ich selbst ganz masiv erlebt, ging bis vors Gericht. Ich würde kein Geld herleihen, aber evtl. Kleidung mal Lebensmittel die übrig sind rüberbringen. LG claudia

        (3) 12.07.07 - 14:58

        Hi!

        Ich bin der Meinung, du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben! Schließlich kennst du sie nicht wirklich! Außerdem würde ich ihr kein Bargeld geben, wer weiß was sie wirklich damit macht. Wenn überhaupt würde ich sie fragen was sie braucht und ihr vielleicht mal was zum Essen mitnehmen oder dergleichen.

        Vertrauen ist Gut, Kontrolle ist besser..

        lg bibi #blume

        ich war mal in der selben situation und hábe geld gegeben nur hat die sache einen haken, wenn sie erst mal wieder geld haben glaubst du doch nicht im ernst das du es wieder siehst?
        ich bin auf meinem geld sitzen geblieben. da ich nun weggezogen bin, ists halt wie "aus den augen, aus dem sinn" aber die kennen mich schlecht. zum glück ist was schriftliches da und ohne etwas schriftliches würde ich nie wieder geld verleihen.

        lg carina

      • (5) 12.07.07 - 15:18

        Hatte mal eine etwas andere Nachbarin. Sie kam mal Sonntags zu mir und wollte Alkohol, weil sie Besuch bekommen hätte, aber nichts im Haus hat. Ich gab ihr 2 Flaschen Bier, die ich noch stehen hatte.
        An dem Wochenende darauf stand sie wieder in der Tür. Jetzt hatte ich aber kein Alkohol mehr (trinke persönlich nichts) - da frage sie mich allen ernstes, ob ich nicht mal für sie zur nächsten Tanke gehen könnte. Tja ende vom Lied - sie gestand mir, Alkoholikerin zu sein. Unter der Woche besorgt sie sich den Alkohol allein, aber am Wochenende, wenn der Vorrat alle ist - hat sie für die naive Nachbarin eben mal kurzerhand Besuch bekommen...

        Aber um auf dein "Problem" zurück zu kommen:
        Nein, ich würde ihr auch nichts geben.

        Wenn das Konto gepfändet wurde, kann sie scheinbar mit Geld nicht umgehen.
        Wenn sie ihre Schulden schon nicht bezahlen kann, und das Konto gepfändet wird, wirst du dein Geld evtl. erst recht nie mehr wiedersehen.
        Du brauchst absolut kein schlechtes Gewissen haben.
        Und ehrlich gesagt, diese "Meine Kinder-brauchen-etwas-und-das Geld-soll-nur-für-sie-sein"-Masche soll dir doch ein schlechtes Gewissen machen. Nicht die Mutter ist schuld, sondern du, weil du kein Geld für die Kinder gibst... Damit hat sie dich ja schön manipuliert.

        Sage ihr ruhig, dass bei dir das Geld auch knapp ist - so hast du deinen guten Willen gezeigt, aber gleichzeitig diplomatisch angedeutet, dass bei euch nichts mehr zu holen ist.
        Oder sage ihr auf den Kopf zu, dass du zukünftig grundsätzlich kein Geld verleihst. Obwohl mir persönlich die erste Version besser gefallen würde. Auch wenn es eine Notlüge wäre.#hicks

        LG
        Birgit

        • (6) 12.07.07 - 15:28

          Danke für Eure Antworten,

          naja ich hab gesagt das mein Mann alle Geldkarten mit auf Arbeit hat#hicks.

          Er ist unter der Woche geschäftlich nie da, und ich denk Sie weiß das "wir Geld haben".

          Meine Mutter meinte wir könnten Ihr mal ein Kehrpacket machen, wo auch wirklich nur Essen drin ist, die Idee ist eigentlich garnet schlecht!

          Mal sehen, bis jetzt war sie noch net wieder da.

          #danke sagt die stenmaus

        • (10) 12.07.07 - 19:03

          Hallo,
          nein, nicht mal das würde ich machen! Ich bin ganz bestimmt ein sehr hilfsbereiter Typ, aber hier würde ich mich keinen Millimeter aus dem Fenster lehnen. Wenn Du das einmal anfängst, erwarten die anderen meist automatisch eine Fortsetzung und pochen quasi auf ein Gewohnheitsrecht. Und wenn dann mal nix kommt, bist Du der Buhmann! Ich habs grad vor kurzem wieder erlebt.
          Ob Du Geld hast oder keins spielt hier absolut keine Rolle. Ich würde an Deiner Stelle auch nicht mehr mit irgendwelchen Ausreden kommen, sondern Klartext reden. Es gibt die Caritas, es gibt kirchliche Stellen oder sie geht zur örtlichen Sozialberatungsstelle, die können dann gezielt weiterhelfen. Gib ihr diese Tipps, aber nie, nie, nie Geld oder ein Care-Paket. Allenfalls kannst Du mal den Kindern was zustecken.
          LG
          Linda

    (11) 12.07.07 - 16:07

    "Was meint Ihr, hättet Ihr das Geld gegeben? "

    Nicht "so einer" Nachbarin.
    Ihre Masche beim 1.Geldausleihen und dann die unverschämte Bitte nach 50 EUR (rund 100 DM!!!!) finde ich wenig vertrauenswürdig.

    Meinen Nachbarn würde ich unbesehen Geld leihen, auch wenn ich es dann nicht mehr wiedersehen würde. Meine Nachbarn sind alles nette und hilfsbereite Leute, und ich habe keinen Grund ihnen nicht zu vertrauen, daß ich das Geld nicht wiedersehen würde.

    Aber jemandem, der mir geborgtes Geld nicht zurückzahlt, leihe ich kein 2.Mal Geld.

    LG,
    J.

    (12) 12.07.07 - 16:54

    Ganz ehrlich: Mittlerweile borg ich fast niemandem mehr Geld. Von einer ehemals sehr guten Freundin bekomm ich immer noch an die 100 Euro.

    Du brauchst ganz bestimmt kein schlechtes Gewissen haben #blume

    LG, Meggy!

    (13) 12.07.07 - 17:09

    Nein, ich leihe gerne Lebensmittel, wenn Not am Mann ist. Aber Geld leihe ich nur innerhalb der Familie her - und da auch nicht jedem.

    (14) 13.07.07 - 00:06

    Geh mal rüber klingeln und überzeuge dich von ihrer schlechten Situation vor Ort. Sollte sie wirklich mies dran sein (was ich hier mal zu bezweifeln wage) bin ich auch der Meinung, dass du ihr mit Naturalien unter die Arme greifen kannst. Wobei es da ja auch noch Carits, die Tafel und andere Einrichtungen gibt, an die sie sich wenden könnte.
    Also ich bin wirklich ein sehr Hilfsbereiter Mensch, aber bei Geld bin ich da immer sehr vorsichtig.

    GRuß
    Ivmin

    (15) 13.07.07 - 06:53

    Hallo,
    das Geld hätte ich ihr nicht zum 2. mal geborgt. 50 EUR ist ja auch mehr als das, was man zum essen braucht. Von was will sie es Dir denn zurück zahlen - wenn ihr schon das Konto gepfändet wurde? Sie vergrössert ihre Schulden ja nur.

    Ich würde zu ihr gehen, da kannst du auch gleich mal einen Blick hinter die Kulissen werfen, und ihr Lebensmittel und evtl. ein paar Sachen für die Kinder vorbeibringen. Und dann im Gespräch herausbekommen, wo das Problem liegt und sie dann beraten bzw. Anlaufstellen nennen, wo sie beraten werden kann - und wo man ihr helfen kann (Schuldnerberatungsstelle, Sozialamt etc.). Es wird deine Möglichkeiten übersteigen, für sie finanziell verantwortlich zu sein, das wäre natürlich auch ganz falsch, aber vielleicht kannst Du ihr helfen, indem Du ihr Hilfe zur Selbsthilfe gibst.

    LG
    Paule

    • Noch was: wenn sie Dir sagt, dass ihre Kinder nichts zu essen haben, würde ich ihr anbieten, dass sie dann auch mal zu Dir kommen können, wenn es ganz eng wird. Du musst halt abschätzen, ob Deine Nachbarin chronisch pleite ist, oder ob es nur eine vorübergehende Notlage ist.

      Als wir noch in Südamerika gelebt haben, kam auch jeden nachmittag eine Mutter mit kleinen Kindern vorbei und hat nach Essen gefragt. Ich habe ihr dann immer 1 -2 l Milch und Bananen oder Kartoffeln oder was ich sonst so da hatte gegeben. Nach ein paar Monaten kam sie dann und erzählte freudig, dass sie jetzt nicht mehr betteln muss.

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