"Zweifel" wegen 2. Lebensjahr Zuhause

    • (1) 15.05.14 - 11:29

      Hallo,

      wir, mein Mann und ich, haben uns für das zweite Jahr Zuhause entschieden. Es gibt irgendwie viele Gründe. Im Prinzip fing alles damit an, dass wir nach der Geburt gleich wegen einem Betreuungsplatz los sind. Aber: Wir wurden mehrfach abgewiesen. Somit kamen wir dann halt auf die Verlängerung der Elternzeit.

      Erziehungstechnisch kann man sich belesen und ich denke, dass unser Kind bei einer 1/1 Betreuung nicht "untergeht, zumal ich als Erstausbildung eine pädagogische Fachschulausbildung habe.

      Mein Problem ist halt, dass man teilweise komisch angeguckt wird, wenn man nicht gleich nach dem ersten Jahr wieder arbeiten geht und (auweia) das Betreuungsgeld bekommt. Dabei werden die Kitas doch auch subventioniert und wenn man keinen Platz bekommt, was soll man dann machen. :'(

      Zu gleichaltrigen bekommt sie im übrigen durch eine Krabbelguppe Kontakt.

      Irgendwie habe ich mich echt auf das zweite Jahr gefreut, aber bei solchen blöden Kommentaren wird einem irgendwie anders.

      Sorry fürs aufheulen...

      • (2) 15.05.14 - 11:35

        Hallo,

        ich kann dir nur sagen GENIEß es so lange es geht.
        Ich war mit unserem Sohn die ersten 3Jahre zu Hause, als er zweieinhalb war, kam unsere Tochter zur Welt.
        Ich würde es immer wieder so machen.
        Unsere Tochter musste mit 14Monaten in die Krippe, da wir uns selbstständig gemacht haben, nie wieder würde ich das machen. Noch heute habe ich ein schlechtes Gewissen Tag für Tag.
        Die Kleinen werden so schnell groß, egal was die anderen sagen, wenn es für DICH die richtige Entscheidung ist, ist doch alles prima!

        Falls wir nochmal ein Kind bekommen sollten,was eher ausgeschlossen ist, nur wenn ich mind. 2Jahre zu Hause bleiben könnte.

        lg

        (3) 15.05.14 - 12:41

        Hallo,

        es ist schon seltsam wie unterschiedlich das mit der Kinderbetreuung geregelt wird in den einzelnen Bundesländern.... Du kommst ja aus Sachsen, da ist es wohl tatsächlich üblich ganz früh wieder zu arbeiten.

        Geh mal nach Bayern. Dort wo ich gelebt habe war es üblich, dass die Frau 3 Jahre daheim geblieben ist. Zumal dort meistens noch in der Erziehungszeit Nr. 2 und kurz drauf Nr. 3 kamen *lach*

        Auch hier (RLP) kommen ganz viele Kinder erst mit 2,5 - 3 Jahren in den KiGa und das obwohl die Plätze kostenfrei sind!

        Wenn Ihr Euch für die 2 Jahre Betreuung daheim entschieden habt ist es doch gut! Selbst von Politik-Seite sind doch 3 Jahre angedacht: Die Elternzeit beträgt immer noch 3 Jahre (wenn man sich's leisten kann.... )

        Lasst Euch da nicht reinquatschen - die Meisten werden ohnehin nur neidisch sein! Wenn Du Diskussionen umgehen willst dann sag einfach, dass Du nunmal keinen Platz bekommen hast und zuhause bleiben MUSST.

        Geh zur Krabbelgruppe und genieße die Zeit mit Deinem Zwerg. Vllt. gibt es auch schöne Angebote wie musikalische Früherziehung oder Kleinkindschwimmen. So kommst Du aus dem Haus und kannst Kontakte zu anderen Müttern mit gleichaltrigen Kindern knüpfen.

        Ich wünsche Dir gaaanz viel Spaß dabei :) #sonne

        (4) 15.05.14 - 13:14

        Bei mir ist es genau umgekehrt: Ich bin nach 10 Monaten wieder arbeiten gegangen weil ich meine Arbeit unheimlich gerne mache und sie einfach zu sehr vermisst habe. Jetzt bin ich selbständig in meinem Traumjob den ich seit meiner Jugend machen wollte, arbeite 20-25 Stunden die Woche und meine Tochter wird in dieser Zeit in unserem Wunschkindergarten bestens betreut. Den Haushalt macht größtenteils eine Haushaltshilfe, so dass ich nach der Kita sehr viel Zeit (bis auf kleinere Einkäufe die komplette Zeit bis sie ins Bett geht) intensiv mit meiner Tochter verbringen kann. Aber für die meisten Mütter hier bin ich ne Rabenmutter, weil man das hier in der Gegend offenbar grundsätzlich ist, wenn man sein Kind nicht mindestens 3 Jahre zu Hause betreut und dann nur halbtags in den Kindergarten gibt. Arbeiten gehen geht sowieso nicht, weil man ja immer für die Kinder erreichbar sein muss....
        Man kann es halt nicht immer allen Recht machen, ich persönlich bin sehr zufrieden mit meiner Lebenssituation und distanziere mich von Leuten die so intolerant sind. Das schützt zwar nicht vor blöden Kommentaren, aber letztlich wäre ich totunglücklich, wenn ich nicht arbeiten könnte.

        LG

      • (5) 15.05.14 - 13:16

        es ist tatsächlich so, dass hier in meiner gegend (auch sachsen) die frauen recht früh wieder arbeiten gehen, also in der regel nach einem jahr.

        ich bin bereits nach 6 monaten wieder arbeiten gegangen. ich wäre schon gerne noch 1-2 monate länger zuhause geblieben, aber wollte es nicht riskieren. mein chef hat einfach erwartet, dass ich nicht zu lange ausfalle und ist mir sehr entgegen gekommen. zudem kenne ich es auch nicht anders.

        ich könnte mir nicht vorstellen 2-3 jahre PRO kind zuhause zu bleiben. wozu habe ich studiert und mir nen tollen job gesucht?

        für UNS ist es so am besten. wir sind glücklich in unserer kleinen familie.

        wenn ihr es für euch anders entschieden habt, dann ist das halt so. lasst euch nicht bequatschen oder verunsichern. egal wie man es macht, es gibt immer welche, denen das nicht in den kram passt.

        was denkst du was ich mir anhören musste?

        alles liebe

        (6) 15.05.14 - 14:16

        Ich dachte früher immer, dass ich nach einem Jahr wieder arbeiten gehe, da ich gerne gearbeitet habe. Als dann aber meine Schwerster ihr Kind bekommen hat und nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen ist, wurde mir bewusst, wie klein die Kinder da noch sind und wie viel man verpasst. Meine Schwester war auch sehr unglücklich, obwohl sie den Luxus hatte, dass der Kleine von den beiden Omas bei ihr zuhause betreut wurde. Beim zweiten hat sie beschlossen 3 Jahre zuhause zu bleiben.

        Ich habe bei meinem Sohn auch 2 Jahre Elternzeit eingereicht und jetzt auf 3 Jahre verlängert. Seit er 1 3/4 ist, arbeite ich von zuhause, wenn er schläft. Wir sind auf mein Gehalt nicht angewiesen (schränken wir uns eben noch ein Jahr länger ein), warum sollen wir uns und vor allem dem Kleinen den Luxus dann nicht gönnen?

        Ich würde es jederzeit wieder so machen. Und wenn ihr das für euch so entschieden habt, dann trete den anderen mit erhobenem Haupt entgegen. Meistens ist es tatsächlich nur Neid.

      • Hallo kommata,

        ich überlege die ganze Zeit, was ich dir alles schreiben könnte, damit du dich besser fühlst. Es ist dein Leben, deine Familie, eure Entscheidung und wenn ihr mit diesem Modell glücklich seid, dann ist das Argument genug.

        Ich würde dir gerne ein Buch zu diesem Thema empfehlen:

        "Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn" von Birgit Kelle
        Ich finde sie beleuchtet das Thema "Betreuung" einmal von einer bisher in der Öffentlichkeit wenig beachteten Seite. Sie macht aber vor allem denjenigen Müttern Mut, die sich dafür entschieden haben, ihre Kinder selbst zu betreuen. Und es ist sehr unterhaltsam.

        Ich wünsche dir und deinem Mann viel Freude mit eurem Kind und eine vor Stolz geschwellte Brust, wenn ihr über euer persönliches Betreuungsmodell sprecht, das ja zu funktionieren scheint. Weiter so!

        Liebe Grüße, Alexandra Geißler-Wölfle

        (8) 15.05.14 - 17:36

        Ich bleibe drei Jahre daheim und ich bin auch in einer Krabbelgruppe, wo alle nach einem Jahr wieder arbeiten gehen.
        Ich bin aber eher stolz, dass ich mir die zeit für mein Kind nehme!
        Ich muss aber sagen, in meinem Freundeskreis sind fast alle mindestens zwei Jahre daheim!
        Lass dir nix einreden! Die zeit mit deinem Kind ist kostbarer als alles andere!
        Lg

        (9) 15.05.14 - 19:19

        Ich war mit meiner großen 2,5 Jahre zu Hause und wenn ich mir das finanziell leisten könnte, würde ich das jetzt beim zweiten Kind wieder so machen.

        Lass die Leute doch reden.
        Es gibt mindestens genauso viele mindestens genauso gute Argumente für die Betreuung durch die Eltern.

        (10) 15.05.14 - 19:56

        Warum denn?
        Es ist für Euch die richtige Entscheidung, warum stört es dich was andere sagen?
        Ich hab drei Kinder und es bei allen anders gemacht:
        Bei den beiden Großen gab es noch kein Elterngeld, es war üblich drei Jahre den sog. Erziehungsurlaub zu nehmen.

        Beim ersten Kind bin ich nach acht Wochen wieder in Teilzeit arbeiten gegangen an zwei Tagen die Woche.
        Nach der Geburt des 2. bin ich zweieinhalb Jahre zu hause gewesen....Kiga Platz für unter Dreijährige gabs nicht.

        Es war gar nicht mein Ding und hab die Kinder das auch spüren lassen, diese Unzufriedenheit und Langeweile.

        Nach den zweieinhalb Jahren bin ich wieder zurück in den Job für 20 Stunden.
        Bei Kind drei hab ich nur den Mutterschutz abgewartet, bin wieder mit 25 Stunden eingestiegen, Kind zur Tagesmutter und hab dank U3 Betreuung einen Platz bekommen als sie 1,5 Jahre war. Von da an Vollzeit.

        In sllen Fällen gsbs Sprüche.

        Warum so früh arbeiten? Das arme Kind....was du stillst nicht?...nein, wie denn bin doch bis abends weg.
        Als ich nach meinem Sohn länger zu hause war, meckerten Leute: du hast doch studiert ,das hat eine Menge Geld gekostet, warum sitzt du zu hause....usw.
        Besonders die Komnentare warum ich zu hause bin, haben mich genervt, aber nur, weil ich selber so unzufrieden war .
        Einmal hab ich gesagt: gerne geh ich wieder arbeiten , du passt ja dann sicher auf meine Kinder auf.

        (11) 20.10.14 - 16:40

        Hallöchen,

        ich würde auch nicht darauf hören, was andere sagen. Macht es so, wie ihr es für richtig haltet und womit es euch am besten geht. Alles andere ist doch egal! ;-)

        Mein Sohn wird am 5. November 2 Jahre alt und ab dem 3. November fangen wir mit der Eingewöhnung in der Kita an. Früher hätte ich das auch gar nicht gewollt. Unser kleiner Schatz spricht jetzt schon ziemlich gut und kann uns sagen, wenn etwas ist. Das war mir ganz wichtig, bevor ich ihn in die Kita schicke. Mal davon abgesehen, dass ich natürlich so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen will... #verliebt

        Ich arbeite seit 5 Monaten auf Mini-Job-Basis an 1 Tag in der Woche für 9.5 Stunden, in dieser Zeit ist er bei meiner Mutter. Aber würde das nicht gehen, hätte ich auch mit dem arbeiten gewartet, bis er 2 ist...

        LG und alles Gute für euch! #herzlich

        (12) 07.05.15 - 13:39

        Hallo
        ich verstehe dein Problem nicht ganz.
        Hast du ein schlechtes Gewissen weil du dir mehr Zeit mit deinem Kind gönnst?

        Brauchst du nicht! !!! Ehrlich gesagt bin ich beim ersten Kind bis fast zum 3. Lebensjahr Zuhause geblieben und nun beim 2. sogar noch länger. Nun ist auch der kleine Mann im Kindergarten und hatte überhaupt keine Schwierigkeiten damit
        Und meine Kinder sind beide nicht schlechter entwickelt als die anderen.

        Ganz im Gegenteil.

        Und ich möchte weder die ersten Schritte noch die ersten Worte usw verpasst haben.

        Wenn es finanziell passt nimm dir die Zeit.

        Und lass dich nicht von den anderen verunsichern
        Sieh es als Luxus diese Zeit zu haben! Die Zeit ist so schnell vorbei.

        Ich sehe es jedenfalls so.

        Gruß

        kleinehexe1

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