Kinderwunsch Plus

27.03.17 - 19:02

Unfruchtbar

Hallo,
Habe im November nach einer bauchspiegelung die Diagnose endometriose bekommen. Beide eileiter sind undurchlässig.
Ich habe seitdem das Gefühl in ein tiefes loch gefallen zu sein.
Künstliche Befruchtung kommt für uns nicht in Frage mein Partner baut mich auch auf, doch ich glaube ich brauche Hilfe.
Hat jemand einen Tipp was ich machen kann?

Vielen dank....

33 direkte Antwort(en) auf den ausgewählten Beitrag:

27.03.17 - 20:30

Hallo,
auch ich bekam 2016 die Diagnose schwere Endo. Meine Eileiter sind bei der BS dicht gewesen, aber die Aerzte denken, dass sie ok sind. Du kannst mir gerne eine PN senden.

Lg babywish

27.03.17 - 20:37

Huhu, fühle dich erstmal gedrückt. Undurchlässige Eileiter machen dich nicht sofort unfruchtbar. Man kann die Endometrioseherde erstmal operativ entfernen und dabei auch gleich die Eileiter freimachen.
Lass das ganze erstmal sacken und dann lässt du dich von deiner Ärztin mal ausführlich beraten.

Deshalb muss doch nicht gleich eine IVF oder ICSI gemacht werden...
LG
Lyra

28.03.17 - 10:39

Hallo auch ich habe/hatte endometriose. Wurden bei der BS enfertn und habe dann 6 monate Visanne durchgenommen. Bin jetzt fast in der 11.ssw. die eileiter kann man doch durchspülen und verklebungen soweit ich weiß behandeln. Mach dir bitte keine sorgen. LG

29.03.17 - 13:29

Hallo,

was spricht denn gegen eine künstliche Befruchtung ?

Das ganze ist noch relativ frisch - lass es in Ruhe sacken und greife das Thema später wieder auf. Es ist nicht so schlimm (also die Repro) aber man muss dafür bereit sein.
Bei uns hat dieser Weg des akzeptierens auch gut anderthalb Jahre gedauert.

Ach ja, grds. hat sich das Thema Endo nach einer SS eh erledigt. Soll wohl während einer Schwangerschaft weggehen / heilen.

LG und alles Gute!

jojo

09.09.17 - 20:13

Es tut mir leid, dass ihr die Diagnose gestellt bekommen habt. Ich habe auch Endo Grad III und bin heute zum zweiten Mal in die Wechseljahr-Therapie gestartet. Das muss ich nun drei Monate lang machen. Ich habe auch schon zwei Operationen hinter mir, hatte aber das Glück dass die Endo jeweils nur an den Eierstöcken und im bauchraum war, aber nicht an anderen Organen. Wurde Dein Mann denn auch untersucht? Wir dachten nämlich auch, es liegt nur an mir und letztendlich ist das Spermiogramm so schlecht gewesen, dass wir ICSI-Kandidaten sind. Wenn Deine Hormone noch gut sind, kannst Du auf jeden Fall eine Hormontherapie machen. Aus der Downregulierung startest Du dann am besten direkt eine Stimu. Sind die Eileiter frei und das Spermiogramm gut, könntet ihr evtl. GV nach Plan haben oder eine IUI machen lassen. Eher würde ich aber zu einer IVF/ICSI raten, falls die Eileiter betroffen sind von der Endo. Sag Deinem Mann, auf die Natur kann man in der heutigen Zeit (mehr Umwelteinflüssen, Stress im Alltag usw.) nicht mehr viel geben und in einer Kiwu-Praxis könnt ihr euch entspannt zurück lehnen und die Ärzte machen lassen. Ich sehe das so - mein Mann zum Glück inzwischen auch - wenn es bei uns klappen sollte, können wir später unserem Kind erzählen, was wir alles in die Wege geleitet haben damit es bei uns sein kann...

13.09.17 - 15:49

Ich hatte leichte Endo, wobei mir eine Verwachsung zw. Blase und Gebärmutter sowie weitere kleine Herde damals entfernt wurden. Danach habe ich 4 Jahre lang eine reine Gestagen Pille genommen und hatte in dieser Zeit keine Periode. Ich hab diese Pille gut vertragen, nur anfangs etwas zugenommen und mehr Hautunreinheiten gekriegt. Manche Frauen vertragen sie nicht so gut, aber das ist eh bei jeder Frau anders. Jedenfalls hatte ich nach der Umstellungsphase dann keinerlei Blutungen mehr und auch keine Endo-Beschwerden. Wichtig ist, dass man Gestagen Pillen wirklich pünktlich einnimmt, also nur in einem sehr kleinen Zeitrahmen variiert. Habe das immer morgens gemacht und notfalls Wecker gestellt. Haben dennoch meistens Kondom dazu genommen. Nach dem Absetzen und sofortigem Hibbeln bin ich gleich im 2. Zyklus schwanger geworden. In den 3,5 Jahren nach der Geburt habe ich keine Pille genommen. Und nun bin ich bei einem Sex ohne Verhütung sofort schwanger geworden.

19.09.17 - 23:18

Bei mir wurde nach 6 Jahren Rumprobieren Endo Grad IV festgestellt. Es war sogar in der Blase. Dort ließ man es bei der 1. Bauchspiegelung drin, weil das eine größere OP gewesen wäre. Eileiter waren Gott sei Dank durchlässig, aber total verdreht an der Bauchdecke festgewachsen. Das wurde alles gelöst und weggelasert, so gut es ging. Der eine Arzt meinte, die Chancen seien nun recht groß schwanger zu werden. Ein anderer sagte mit Endo in der Blase könne ich es vergessen... was soll ich sagen: nach 6 Wochen war ich spontan schwanger! Also es geht schon! Das 2. Mal schwanger werden war dann nicht mehr so einfach...bei der 2. Bauchspiegelung hab ich die Endo in der Blase wegmachen lassen, aber es tat sich danach leider nix....habe dann Hormone genommen (Clomifen und Gonal) und im 2. Zyklus klappte dann auch das! Leider haben wir das Kind in der 18. SSW durch eine Infektion verloren...danach haben wir es noch 4 x mit Hormonstimulierung versucht, aber leider ohne Erfolg. Jetzt wollen wir es mit IVF versuchen. Weil ich auch leider nicht jünger werde (40), möchte ich nicht noch länger Zeit verstreichen lassen. Aber wie du siehst bin ich 2x schwanger geworden trotz Endo. Sogar Grad IV. Hoffe, ich habe dich positiv gestimmt!

22.09.17 - 23:28

Mein Mann und ich üben nun schon über zwei Jahre! Ich weiß überhaupt nicht, warum sich alles so in die Länge gezogen hat... Erste Untersuchungen waren bei mir damals alle top. Mein Zyklus läuft 1A laut Arzt würden sich auch viele Eier bilden (sieht man wohl auf dem Ultraschall?). Es hat sich mittlerweile ergeben, dass mein Mann ein schlechtes Spermiogramm hat und ich Endometriose, dabei ist nur ein Eileiter durchlässig. Ich habe dem Arzt übrigens schon immer gesagt, dass ich irgendwas habe, weil ich immer unerträgliche Schmerzen während meiner Periode habe. Warum ich schreibe, da ich einfach nicht mehr kann! Ich ertrage kein weiteres Baby in der Familie und im Freundeskreis (obwohl alle hinreißend sind), ich ertrage keine weitere Frage wann es denn bei uns endlich soweit ist, keine Aussage jetzt seid ihr aber dran, keine Periode (trotz Entfernung der Endo. Immer noch unerträgliche Schmerzen) und und und! Ich verändere mich plötzlich... Ich bin schrecklich aggressiv meinem Mann gegenüber, ich halte keine Diskussion mehr aus. Ich will nur noch weinen aber es kommt keine Träne! Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann einmal so verzweifelt bin! Ich weiß nicht weiter…

25.09.17 - 21:34

Das bedeutet es noch lange nicht, dass du unfruchtbar bist, denn es hängt in erster Linie von der Ausprägung und der Dauer der Endometriose ab. Hatte vor 3,5 Jahren eine Fehlgeburt und bekam kurz danach die Diagnose Endometriose. Habe dann alle möglichen Therapieversuche mit Pille und Progesteron gehabt, hat extrem zugenommen und die Schmerzen waren weiter da. Der Prof., der mich operiert hat, meinte damals, ich hätte nur noch ein Jahr um schwanger werden zu können. Jetzt haben wir 3,5 Jahre später beschlossen nicht mehr zu verhüten und schon im 2.Zyklus war ich trotz Endometriose schwanger. Bin jetzt 15.SSW,hatte leider einige Komplikationen die ersten Wochen, aber jetzt scheint alles gut zu sein. Also Kopf hoch, das klappt auch mit Diagnose Endometriose. Kenne Fälle, die haben trotzdem 3 und mehr Kinder...Alles Liebe für dich und viel Glück!

30.09.17 - 00:16

Bei mir ist die Diagnose jetzt fast 2 Jahre her. Davor hatte ich auch schon Endo, aber unentdeckt. Bestimmt schon über 4 Jahre. Kein FA konnte mir weiter helfen, die starken Schmerzen wurden als normal während der Regel abgetan. Vor einem Jahr kam dann der riesen Schock: Zwei große Zysten links und rechts (mit 8 cm). Bei der Biopsie musste auch mein linker Eierstock darunter leiden. Sonst wäre ich verblutet. Fazit: Rechts ist noch da, funktioniert aber dank den tollen FAs nur noch schlecht als recht. Wäre es früher entdeckt worden, wäre alles nicht so schlimm geworden. Ich wurde gleich in die KiWu Klinik weiter geleitet. Ohne Wechseljahrtherapie. Diese Woche steht die 3. IVF an. Mein AMH ist grottenschlecht. lag immer so bei 0,1, Letze WE lag er sogar bei nur 0,07 :-( Dabei bin ich auch erst 38. Gottseidank ist der FSH ganz ok. Die erste IVF brachte nur 2 Follis, ohne EZ, die zweite PU hatte 4 Follis, 2 EZ konnten eingesetzt werden. War aber erfolglos. Mal sehen, wie es diese Woche aussieht. Lass den Kopf nicht hängen. Es gibt sehr viele, die mit Endo schwanger werden! Ich bin halt ein Extremfall. Aber ich habe wieder Mut geschöpft.

06.10.17 - 23:35

Ich selbst habe auch Endometriose und wurde für vorerst 3 Monate in die künstlichen Wechseljahre versetzt. Nach 3 Monaten folgte dann die nächste Bauchspiegelung zur Kontrolle. Das Ergebnis war niederschmetternd, da die Endo sich wieder voll ausgebreitet hatte. Der Grund war wohl, dass bei der vorherigen BS zwar alles wegoperiert werden konnte, aber unter der Oberfläche waren noch Herde die zu schnell wieder gewachsen sind. Daher wurde mir geraten weitere 3 Monate in die künstlichen Wechseljahre zu gehen. Also dann nach den nächsten 3 Monaten eine erneute BS. Meine Hoffnung war total gering und ich habe mit dem Ergebnis gerechnet, dass wir nur mit einer künstlichen Befruchtung schwanger werden können. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Endo war komplett weg und wir können nun mit der ersten IUI mit Spendersamen starten. Als die Ärztin mir das Ergebnis gesagt hat, war ich natürlich heilfroh diesen Weg eingeschlagen zu haben. Sie meinte dann auch, dass eine andere Patientin sich gegen die Wechseljahre entschieden hätte und bei ihr sieht es jetzt sehr schlecht aus. Ich möchte dir keine Angst machen und sicherlich reagiert jede Frau anders auf diese Therapie. Aber für mich war es genau der richtige Weg um diese Endo zu vernichten. Ich hoffe, dass sie nicht so schnell wieder kommt und ganz lange weg bleibt. Ich hoffe, dass du den für dich richtigen Weg findest

09.10.17 - 23:53

Bei mir ist die Diagnose jetzt fast 2 Jahre her. Davor hatte ich auch schon Endo, aber unentdeckt. Bestimmt schon über 4 Jahre. Kein FA konnte mir weiter helfen, die starken Schmerzen wurden als normal während der Regel abgetan. Vor einem Jahr kam dann der riesen Schock: Zwei große Zysten links und rechts (mit 8 cm). Bei der Biopsie musste auch mein linker Eierstock darunter leiden. Sonst wäre ich verblutet. Fazit: Rechts ist noch da, funktioniert aber dank den tollen FAs nur noch schlecht als recht. Wäre es früher entdeckt worden, wäre alles nicht so schlimm geworden. Ich wurde gleich in die KiWu Klinik weiter geleitet. Ohne Wechseljahrtherapie. Diese Woche steht die 3. IVF an. Mein AMH ist grottenschlecht. lag immer so bei 0,1, letze WE lag er sogar bei nur 0,07. Dabei bin ich auch erst 29. Gottseidank ist der FSH ganz ok. Die erste IVF brachte nur 2 Follis, ohne EZ, die zweite PU hatte 4 Follis, 2 EZ konnten eingesetzt werden. War aber erfolglos. Mal sehen, wie es diese Woche aussieht. Lass den Kopf nicht hängen. Es gibt sehr viele, die mit Endo schwanger werden! Ich bin halt ein Extremfall. Aber ich habe wieder Mut geschöpft.

13.10.17 - 23:56

Es kommt darauf an, wo und wie stark sie verklebt sind. Die Operation zum Durchgängigmachen ist eigentlich nur bei leichten Verklebungen sinnvoll, ferner auch bei Frauen, die schon mal sterilisiert waren. Sind die Vernarbungen und Verklebungen infolge einer Endometriose oder einer Entzündung, dann sind sie meist auch ziemlich ausgedehnt und fest. Und dann muss man auch ehrlich sagen, dass selbst wenn man sie durchgängig bekommt, es noch lang nicht gesagt ist, dass dann auch wieder eine Eizelle ohne Probleme da durchmarschiert. Sicher, als ICSI-Kandidat redet es sich leicht, ich hab keine andere Wahl (meine Eileiter sind trotz Endometriose durchgängig, deswegen bleibt das Spermiogramm meines Mannes trotzdem eine Katastrophe). Aber ich denke fest, dass bei dem Befund, den Du schilderst, Dein Arzt Recht hat, dass die IVF (wenn die Spermien Deines Mannes gut sind) oder ICSI (wenn sie nicht so gut sind) die elegantere Lösung darstellt. Ich muss sagen, dass ich die Operation (die knifflig wird und wenn überhaupt durchführbar, lange dauert) als sehr viel belastender finde, da man danach dann hofft und hofft und hofft und genauso den psychischen Stress wie bei der KiWu-Behandlung hat. Lieben Gruß

24.10.17 - 23:58

Ich habe vor 2 Jahren auch Endometriose in der Bauchspiegelung diagnostiziert bekommen. Eileiter waren auch frei und die sichtbaren Endometriose-Herde wurden verödet. Mir wurde dann das ganze so erklärt, dass man nie sicher sein kann, wo noch solche Herde im Körper sind und die dann trotzdem weiter bluten und wohl sogar auch streuen können. Und um wirklich jedes Risiko auszuschließen, wurde uns bzw. mir zu dieser Hormontherapie mit Enantone geraten. Da das ja die Hormonzufuhr für die Herde lahmlegt, indem es einen in künstliche Wechseljahre schickt, sterben definitiv auch alle Herde dabei ab und man kann danach sicher sein, dass wirklich nix mehr im Körper ist. Ich hatte mich damals dafür entschieden, denn wenn ich es gelassen hätte und einfach so weiter probiert, wäre, denke ich, noch mehr Zeit ins Land gegangen. Jetzt, nach 2 Jahren, hatte ich Angst, dass das ganze wieder zum Ausbruch kam. Doch das Kiwuzentrum konnte mich dahingehend beruhigen und meinte, bei dieser Kombitherapie könnte zwar wieder etwas da sein, aber es wäre noch nicht so ausgeprägt und könnte vom Nasenspray (was man ja meistens vor einer ICSI/IVF nehmen muss) gehemmt werden. Letztendlich musst Du bzw. Ihr es selbst entscheiden. Klar, geht noch etwas Zeit damit ins Land. Aber ich finde es besser, lieber ganz aufzuräumen und dann loszustarten, als so eine BS durchzuführen und dann den Schritt nicht ganz zu Ende zu führen und evtl. noch mehr Zeit zu verlieren. Ich bin mir sicher, egal, wie Ihr Euch entscheidet, es wird für Euch die richtige Entscheidung sein! Ich drück Euch jedenfall ganz arg die Daumen! Liebe Grüße

27.10.17 - 14:44

Habe auch Endometriose (2x BS und einmal Bauchschnitt), beide Eierstöcke sind operiert, beide Eileiter dicht. Dadurch hatte ich auch nie sehr viele EZ und die Qualität war auch nicht so super (beim 1. Versuch aufgrund schlechter EZ-Qualität keine Befruchtung. Ich würde z.B. nicht mehr aus dem künstlichen Wechsel heraus stimulieren. Aber das ist Ansichtssache). Aber es hat dann doch beim 3. Versuch geklappt. Dass der erste Versuch nicht positiv endet ist leider keine Ausnahme. Und soweit ich es richtig verstanden habe, hattest du ja EZ. Wie man Endo stoppen kann würde ich auch gerne wissen, aber man kann damit leben und ich denke wichtig ist es, dass es einmal diagnostiziert wurde. Da kann man dann schon ein wenig anders damit umgehen. Schau mal unter den links, da gibt es auch Internetadressen zum Thema Endometriose. Und auf dieser Seite gibt es im Archiv auch einige Artikel. Alles Gute und liebe Grüße

05.11.17 - 00:01

Also ich habe durch Endo nur noch einen Eierstock und meine Schmerzen wurden durch keine OP besser. Hatte eine Fehlgeburt und es wurde eine Biopsie gemacht, um festzustellen, was dies ausgelöst haben könnte. Es lag zumindest nicht an der Endo oder Schilddrüse, sondern war ein Gendefekt (was wohl auch die häufigste Ursache ist).
Mir wurde gesagt, nach der OP 6 Monate versuchen, dann Kiwu-Klinik. Das haben wir auch gemacht. 4 erfolglose Versuche. Dann haben wir pausiert, ich wurde wegen der Endo in künstliche Wechseljahre versetzt (Pille kann ich nicht nehmen). Dann wurde ich schwanger, aber leider eine Fehlgeburt. Jetzt versuchen wir es weiter, aber es tut sich nichts. In die Kiwu-Klinik gehen wir evtl. ab Sommer wieder. Will im März das mit dem FA besprechen, dann dauert es bis man einen Termin bekommt…Aber es ist wohl von Fall zu Fall sehr verschieden wie es mit Endo und Kiwu läuft. Ich wäre schon froh, wenn ich keine Schmerzen hätte…

09.11.17 - 23:54

Ich habe Endometriose IV Grad und Kinderwunsch. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber sie empfehlen je nach Schweregrad der Endometriose, es 3-6 Monate zu versuchen, weil sich die Endometriose ja schließlich wieder ausbreitet. Warum genau Endometriose unfruchtbar macht, abgesehen davon, dass Eileiter verschlossen sein können oder die Eierstöcke durch Zysten behindert oder auch innerhalb der Gebärmutter die Einnistung verhindert werden kann, weiß man ja leider nicht vollständig (bei mir ist auch alles frei, aber es hat 1,5 Jahre lang nicht funktioniert). D.h., auch wenn du keine neuen Zysten hast, kannst du unfruchtbar bleiben. Aber darüber hast du dich sicher zu genüge informiert: Also je mehr Zeit ohne Schwangerschaft oder Hormontherapie verstreicht, desto mehr wütet diese Krankheit auch in dir und deine Chance, doch noch schwanger zu werden, sinkt.
Wir sind jetzt in einem Kiwuzentrum, hier hat sich herausgestellt, dass auch mein Mann durch einen Hodenhochstand in der Kindheit nur sehr eingeschränkt fruchtbar ist. Insofern hat der Besuch schon etwas gebracht, denn auch dein Mann könnte theoretisch ein Problem sein. Bevor wir das wussten, empfahlen sie uns, es nach "Termin" zu versuchen, dann ermitteln sie deine fruchtbaren Tage. Das ist ebenfalls hilfreich und die ganzen Voruntersuchungen und Tipps kosten dich nichts, nur deine Krankenkasse! Wir haben uns nun für eine künstliche Befruchtung entschieden. Davor solltest du dich bei deiner Krankenkasse informieren, ob sie die Kosten übernehmen. Ich habe etwas Angst vor den Hormonen und der Eizellentnahme, aber bald geht es los. Wenn du magst, kann ich dir davon berichten. Kenne selbst leider noch kein Paar, das das auch durchgemacht hat. Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen. Liebe Grüße.

18.11.17 - 15:20

Wie die Endo sich entwickelt, weißt Du nicht und kann Dir vermutlich auch keiner sagen. Soweit ich mal irgendwo gelesen habe, wird sie in einigen Fällen im Laufe der Zeit schlimmer, und die übrigen Fälle teilen sich auf in "kommt nach OP wieder, wird aber nicht schlimmer als sie war" und "kommt nach OP nicht wieder"; in welchen Anteilen, weiß ich aber nicht mehr. Also, ja, es kann schlimmer werden, muss aber nicht, und die Wahrscheinlichkeit, dass es nicht schlimmer wird, ist größer als die, dass es schlimmer wird, wenn ich mich recht erinnere.
Meine FÄ hat mir nach der Endo-Diagnose ein wahres Horrorbild gezeichnet, das eintreten könnte, ich stand total neben mir, aber bisher sieht nichts danach aus. Ich bin ein halbes Jahr nach einer Bauchspiegelung, bei der die Herde verödet wurden, schwanger geworden, die Kleine wird diesen Monat anderthalb Jahre. Nach der Schwangerschaft hatte ich noch ein Dreivierteljahr komplett Ruhe (Zyklus war trotz Stillens schon nach einem halben Jahr wieder da), inzwischen werden die Schmerzen wieder mehr, so dass ich annehme, dass die Endo zurück ist. Wenn Du magst und noch mehr Fragen hast, kannst Du mir gern eine PN schreiben.

21.11.17 - 18:16

Bei mir wurde nach 6 Jahren Rumprobieren Endo Grad IV festgestellt. Es war sogar in der Blase. Dort ließ man es bei der 1. Bauchspiegelung drin, weil das eine größere OP gewesen wäre. Eileiter waren Gott sei Dank durchlässig, aber total verdreht an der Bauchdecke festgewachsen. Das wurde alles gelöst und weggelasert, so gut es ging. Der eine Arzt meinte, die Chancen seien nun recht groß schwanger zu werden. Ein anderer sagte mit Endo in der Blase könne ich es vergessen... was soll ich sagen: nach 6 Wochen war ich spontan schwanger! Also es geht schon! Das 2. Mal schwanger werden war dann nicht mehr so einfach...bei der 2. Bauchspiegelung habe ich die Endo in der Blase wegmachen lassen, aber es tat sich danach leider nix. Habe dann Hormone genommen (Clomifen und Gonal) und im 2. Zyklus klappte dann auch das! Leider haben wir Johanna in der 18. SSW durch eine Infektion verloren. Danach haben wir es noch 4 x mit Hormonstimulierung versucht, aber leider ohne Erfolg. Jetzt wollen wir es mit IVF versuchen. Weil ich auch leider nicht jünger werde (40), möchte ich nicht noch länger Zeit verstreichen lassen. Aber wie du siehst bin ich 2x schwanger geworden trotz Endo. Sogar Grad IV. Hoffe, ich habe dich positiv gestimmt!

25.11.17 - 00:25

Ich hatte vor fast drei Wochen eine Bauchspiegelung, da ich seit längerem Schmerzen im rechten Unterbauch hatte. Sowohl meine Gynäkologin als auch meine Hausärztin schlossen Blinddarm und Endometriose nicht aus. Die OP ergab nun Endometriose Stufe I mit zwei ca. 1 cm großen Herden im rechten Becken und einem ähnlich großen hinter der Gebärmutter. Nach der OP ging es mir so gut, wie schon lange nicht mehr, bis dann nach vier Tagen meine Periode einsetzte. Hier muss ich kurz anmerken, dass ich eine Mikropille nehme, und bei zweimaliger unregelmäßiger Einnahme inklusive der Nicht-Einnahme am OP-Tag haben dazu geführt, dass ich eine Woche früher als geplant meine Periode bekam. Nun habe ich seitdem ähnliche Beschwerden wie vor der Bauchspiegelung. Die ersten Tage nach der OP war mein Darm relativ träge und ich habe nach dem Stuhlgang Beschwerden im rechten Becken. Neben der Endometriose habe ich auch Zöliakie und zurzeit einen relativ harten Stuhl. Nun habe ich immernoch Stiche im Becken. wenn ich mich auf die rechte oder linke Seite lege. Ein sehr aktiver Darm sorgt ebenfalls für Beschwerden im rechten Becken. Ich würde nun gerne wissen, da ja im Grunde nur das Endometriosegewebe abgetragen wurde, ob man diese Beschwerden fast drei Wochen nach dem Eingriff immernoch haben kann? Ich würde mich freuen, wenn ihr mir vor meinem nächsten Arztbesuch eure Meinung dazu schreiben könntet!

07.12.17 - 21:09

Habe auch Endometriose (2x BS und einmal Bauchschnitt), beide Eierstöcke sind operiert, beide Eileiter dicht. Dadurch hatte ich auch nie sehr viele EZ und die Qualität war auch nicht so super (beim 1. Versuch aufgrund schlechter EZ-Qualität keine Befruchtung. Ich würde z.B. nicht mehr aus dem künstlichen Wechsel heraus stimulieren. Aber das ist Ansichtssache). Aber es hat dann doch beim 3. Versuch geklappt. Dass der erste Versuch nicht positiv endet ist ja leider keine Ausnahme. Und soweit ich es richtig verstanden habe, hattest du ja EZ. Wie man Endo stoppen kann würde ich auch gerne wissen, aber man kann damit leben und ich denke wichtig ist es, dass es einmal diagnostiziert wurde. Da kann man dann schon ein wenig anders damit umgehen. Alles Gute und liebe Grüße

10.12.17 - 17:37

Bei mir ist die Diagnose jetzt fast 2 Jahre her. Davor hatte ich auch schon Endo, aber unentdeckt. Bestimmt schon über 4 Jahre. Kein FA konnte mir weiter helfen, die starken Schmerzen wurden als normal während der Regel abgetan. Vor einem Jahr kam dann der riesen Schock: Zwei große Zysten links und rechts (mit 8 cm). Bei der Biopsie musste auch mein linker Eierstock darunter leiden. Sonst wäre ich verblutet. Fazit: Rechts ist noch da, funktioniert aber dank den tollen FAs nur noch schlecht als recht. Wäre es früher entdeckt worden, wäre alles nicht so schlimm geworden. Ich wurde gleich in die KiWu Klinik weiter geleitet. Ohne Wechseljahrtherapie. Diese Woche steht die 3. IVF an. Mein AMH ist grottenschlecht. lag immer so bei 0,1, letzte WE lag er sogar bei nur 0,07 :-( Dabei bin ich auch erst 29. Gottseidank ist der FSH ganz ok. Die erste IVF brachte nur 2 Follis, ohne EZ, die zweite PU hatte 4 Follis, 2 EZ konnten eingesetzt werden. War aber erfolglos. Mal sehen, wie es diese Woche aussieht. Lass den Kopf nicht hängen. Es gibt sehr viele, die mit Endo schwanger werden! Ich bin halt ein Extremfall. Aber ich habe wieder Mut geschöpft.

13.12.17 - 19:10

Also bei mir mit als erstes, als wir in die KiWu kamen, eine Eileiterdurchlässigkeitsprüfung durchgeführt, im November hatte ich dann auch eine Bauchspiegelung wegen einer Schokozyste und Verdacht auf Endometriose (es wurde noch ein weiterer Endoherd entfernt). Dies hat sich auch bestätigt. Ich kann Dir nur zur BS sagen, dass ich es schrecklich fand. Im Krankenhaus war ich vier Tage und danach war ich noch über 1 Woche krankgeschrieben. Ich hab bei und nach der OP viel zuviel Blut verloren. Es kommt aber auch bei einer BS immer darauf was tatsächlich alles gemacht wird. Was mir geholfen hat und auch jetzt hilft ist, dass ich uns ein kleines Notizbuch gekauft habe und immer wenn mir oder meinem Mann danach ist oder uns die Fragen und Gedanken überrollen, nehmen wir das zur Hand und schreiben alles auf. Aufgeschrieben sortiert sich so manches. Außerdem hab ich einen Zettel wo ich mir immer alle Fragen für meinen Arzt aufschreibe und ihn dann mit zum Termin nehme, dann vergesse ich beim Termin wenigstens nichts und ärger mich danach nicht. Mehr kann ich Dir leider nicht helfen, weil wir keine ICSI Erfahrung haben und meine Eileiter komplett durchlässig sind! Kopf hoch und alles Gute!

17.12.17 - 02:03

Ich hatte im April eine Bauchspiegelung und bei mir ist eine Eierstockszyste und ein Myom entfernt worden. Also ich hatte Schmerzen sogar bis vor ein paar Wochen. Ich hatte Schmerzen beim Wasserlassen, bei mir zwickte und schmerzte es noch wochenlang. Besonders, wenn ich etwas Schweres gehoben habe...das ist eigentlich auch absolut tabu...Mir haben sie auch erzählt, nach 10 Tagen müsste alles soweit schmerzfrei sein, aber da konnte ich nur lachen. Meine Narbe zwickt heute noch und ich habe noch lange nicht das Gefühl, dass alles vollständig ausgeheilt ist. Ich weiß nicht wieviel bei Dir an Gewebe entfernt wurde und an welchen Stellen, aber das hängt alles eng mit Blase und Darm zusammen und manchmal bilden sich Blutergüsse nach der OP, an den Stellen, wo Gewebe entnommen wurde. Die bilden sich dann meist von selber zurück, aber drücken natürlich. Also...nach meiner Erfahrung kannst Du Dich noch auf ein paar Wochen einstellen und was die Ernährung angeht, würde ich auf jeden Fall erstmal Schonkost zu mir nehmen. Du hast geschrieben, du hast Endometriose. Um Verklebungen und Verwachsungen vorzubeugen hilft Osteopathie sehr gut. Ich hatte vor 2 Wochen eine Behandlung und seitdem haben sich meine Beschwerden enorm gebessert. Ich hatte nämlich bis dahin auch immer noch Bauchkrämpfe, die damit in Zusammenhang standen. Also, ich denke, Deine Beschwerden sind normal. Wenn Du noch Fragen hast, stell sie ruhig!

05.01.18 - 23:44

Wir hatten auch 1 1,5 Jahre probiert schwanger zu werden. Wusste dass ich Endometriose hatte. Bekam auch zuerst Hormontherapie per Pille. Jedoch ohne Erfolg bei meinem Endo Grad. Wir hatten auch mit Clomifen probiert schwanger zu werden, auch ohne Erfolg. Bei sehr schwerer Endo und mit Darm Beteiligung bringen diese Versuche alle nichts! 2017 sind wir dann zum Operieren, da mir in der Kinderwunschklinik gesagt wurde, bevor die Endo nicht operiert ist, wollen die keine künstliche Befruchtung machen, weil da die Chancen, dass das was wird, sehr gering sind. Bei mir war auch Darm, Eileiter, Eierstöcke, Gebärmutter und Blase befallen. War alles nur noch ein klumpen und die Gebärmutter konnte nicht richtig arbeiten. Was für eine Schwangerschaft sehr wichtig ist. Bei der OP wurden mir auch 15 cm vom Darm entfernt. Bin knapp an einem künstlichem Darmausgang vorbei gekommen. Allgemein wurde bei mir Organerhaltend operiert. Hatte aber nach der OP keine schmerzen. Auch bei der ersten Menstruation hatte ich keine Schmerzen. Bis heute bin ich schmerzfrei. Die ersten drei Monate nach der OP durften wir keinen Sex haben. Gleich danach wurde ich schwanger ganz auf natürlichem Weg. Ich war so glücklich. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und dass du Hilfe bekommst. Wir haben die Hoffnung nie aufgegeben.

12.01.18 - 01:49

Bei mir wurde während einer Eileiterdurchgängigkeitsprüfung im Dezember 2016 Endometriose diagnostiziert und in einer Bauchspiegelung großzügig entfernt. Der Arzt sagte mir abends, dass das geholfen haben kann, die Chancen auf eine natürliche Ss aber gering sind. Am 2.1, also direkt im 1. ÜZ hab ich positiv getestet. Davor haben wir über 1 Jahr geübt. Leider habe ich das Kind im 5. Monat aufgrund einer schweren Chromosomenstörung verloren. Im Juni 1. ÜZ nach der Fehlgeburt zack, wieder positiv :-) Bei mir hat die Bauchspiegelung Wunder bewirkt! Zusätzlich nehme Fertilovut F Endo. Gib nicht die Hoffnung auf! Ich drück dir die Daumen!

17.01.18 - 01:28

Bei mir wurde vor einem Jahr bei einer BS Endo diagnostiziert und entfernt - es war allerdings eine eher leichte Endo, wie ich verstanden habe. Ist es eine leichte oder schwere Endo? Aber generell denke ich, es ist wichtiger sich im Klaren darüber zu sein, welchen Weg man gehen will (weiter natürlich versuchen, oder IUI bzw. IVF/ICSI), als tausend Fragen zu stellen. Außerdem denke ich, dass es an der Zeit ist, eine Kinderwunschklinik aufzusuchen - es sei denn, Du willst keine weitere Hilfe in Anspruch nehmen. Hast Du noch gar kein Clomifen genommen? Wenn doch, ist ja zu berücksichtigen, dass man es ja eigentlich nur 6 Monate lang nehmen soll. Die Ärzte sagen zwar, man könne danach auf ähnliche Medikamente wechseln, aber m.E. ist Medi, also auch nicht sonderlich gesund, sich länger mit dem Zeug zupumpen. Bei mir war es so, dass wir nach der OP nur 2 Monate normal mit Clomi weiter versucht haben, dann kamen 2 IUIs und dann zwei ICSIs. Bei der zweiten hats geklappt. Wichtig zu bedenken: Wenn Ihr lange weiter versucht, kann die Endo ja zurückkommen, und nachher brauchst Du noch eine 2. OP, anstatt dass Du ein Kind im Arm hast...Also ggf. zweite Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass die Endo bei langem Weiterversuchen in der Zeit zurückkommt? Meine Ärztin hat immer gesagt, es wäre wichtig, nach der OP relativ schnell schwanger zu werden. Das sprach für mich für schnelle medizinische Unterstützung. Viel Glück und Durchhaltevermögen!

20.01.18 - 01:48

Eine Endometriose lässt sich in der Regel mit einem vergleichsweise schonenden Eingriff behandeln, der Bauchspiegelung oder Laparoskopie. Es kann aber auch mit einem herkömmlichen Bauchschnitt (Laparotomie) operiert werden. Bei beiden Methoden werden die Endometriose-Herde unter Vollnarkose durch Laser oder „elektrische Diathermie“ entfernt: beim Laserverfahren durch die Hitze der Laserstrahlen, bei der Diathermie durch die Hitze einer elektrisch aufgeheizten Sonde. Ob ein Verfahren besser ist als das andere, ist unklar. Nach heutigem Stand des Wissens kann eine chirurgische Entfernung von Endometriose-Herden und -Zysten im Eierstock (Endometriomen) die Schmerzen bei leichter bis mittelschwerer Endometriose lindern. Es gibt Hinweise, dass eine Entfernung von Endometriose-Herden durch eine Bauchspiegelung auch die Fruchtbarkeit etwas verbessern kann.

22.01.18 - 22:29

Habe auch Endometriose (2x BS und einmal Bauchschnitt), beide Eierstöcke sind operiert, beide Eileiter dicht. Dadurch hatte ich auch nie sehr viele EZ und die Qualität war auch nicht so super (beim 1. Versuch aufgrund schlechter EZ-Qualität keine Befruchtung. Ich würde z.B. nicht mehr aus dem künstlichen Wechsel heraus stimulieren. Aber das ist Ansichtssache). Aber es hat dann doch beim 3. Versuch geklappt. Dass der erste Versuch nicht positiv endet ist ja leider keine Ausnahme. Und soweit ich es richtig verstanden habe, hattest du ja EZ. Wie man Endo stoppen kann würde ich auch gerne wissen, aber man kann damit leben und ich denke wichtig ist es, dass es einmal diagnostiziert wurde. Da kann man dann schon ein wenig anders damit umgehen. Schau mal unter den links, da gibt es auch Internetadressen zum Thema Endometriose. Und auf dieser Seite gibt es im Archiv auch einige Artikel. Alles Gute und liebe Grüße

26.01.18 - 20:51

Bzgl. der spontanen Schwangerschaft kann ich nicht helfen. Ich habe zwar Endometriose, aber aufgrund des Spermiogramms meines Mannes (was erst 2 Jahre nach der Endometriose hatten abklären lassen, da wir uns damals noch nicht ausgiebig mit Kinderwunsch beschäftigt hatten und es nach der Diagnose erst wirklich ernsthaft versucht haben) sind wir auf ICSI angewiesen. Ich wurde trotz Endometriose schwanger, die Fehlgeburt hatte mit der Endometriose nichts zu tun (schwerer Genfehler beim Kind). Allerdings merkte ich im letzten Halbjahr, dass die Endometriosebeschwerden (vor der Regelblutung) wieder heftigst zunahmen, so dass ich mich für eine KiWu-Pause und eine Hormonbehandlung entschied. Es ist locker möglich, dass wenn Du freie Eileiter hast und Dein Mann ein normales Spermiogramm, Du spontan schwanger werden kannst. Diese beiden Sachen würde ich jedoch abklären lassen, nicht dass ihr jetzt die eigentlich günstige Zeit nach der OP (hier ist die Endometriose ja operativ saniert worden) ungenutzt verstreichen lasst. Ich könnte mich wirklich ärgern, dass wir damals meinen Mann nicht haben untersuchen lassen, hatten aber auch eigentlich keinen Anhaltspunkt dafür, dass was nicht stimmen könnte. Aber so hätten wir 2 Jahre früher mit der Behandlung anfangen können.

07.02.18 - 01:50

Hallo! Bei mir wurde letzten Monat durch eine ELSS Op eine ausgeprägte Endometriose festgestellt. Hinteres Becken, Blasendeckel, Kaiserschnittnarbe, Linker Eileiter und rechter Eierstock waren befallen. Wurde alles weggemacht. Durch die fortgeschrittene Schwangerschaft, musste mir der linke Eileiter entfernt werden.
Nun hab ich einen neuen FA, der auf die Therapie von Endometriose spezialisiert ist. Er nahm bei mir beim ersten Treffen Blut ab und meinte, er macht ein großes Hormonblutbild. Bei den US sah er am rechten Eierstock schon ein Ei und meinte, ich würde die Tage meinen ES bekommen. Hab dann mit Ovus getestet und die Tests waren und blieben leider positiv. Nach 12 Tagen hatte ich keine Tests mehr. Hab mit dem Arzt darüber gesprochen und der nahm mir wieder Blut ab. Mein LH Hormon bleibt irgendwie konstant oben - das ist ein männliches Hormon oder? Er sagte irgendwas von PCO. Im Enddefekt meinte er, dass meine Blutwerte aussehen, als wäre das Ei nicht gesprungen und hätte sich wieder zurückgebildet. :(
Zuerst meinte er ja Anfang März, dass er mir 3 Monate gibt, schwanger zu werden und dann müsste ich mit der Endo Therapie anfangen. Nach den Blutwerten meinte er, ich soll sofort mit der Pille anfangen :( nun nehme ich sie seit 5 Tagen und hab dauerhaft Kopfschmerzen. Bin auch total gereizt…

13.02.18 - 22:53

Hier kenne ich mich aus! Zumindest mit meiner Geschichte. Hatte jahrelang Kinderwunsch - erfolglos. Bei Bauchspiegelung wurde Endo Grad II festgestellt und verödet (wurde bei dir sicher auch gemacht oder?). Dann weiter probiert, nicht geklappt. Dann Kiwu-Behandlung ... 2 erfolglose Versuche. Dann Immunität untersucht - erhöhte Killerzellen (kommt häufig vor bei Endo weil sich eine chronische Entzündung im Bauch befindet). 3. Versuch mit Predisolon (drückt die Immunabwehr damit Embryo nicht abgestoßen wird) und positiv :-) Zwischendurch war ich bei einer Heilpraktikerin und habe Akupunktur und Chinesische Tees bekommen - die Endo kam nicht mehr zurück. Vielleicht probierst du es erstmal mit TCM (traditionelle chinesische Medizin) und dann kannst du eine Kiwubehandlung beginnen, wenn das nicht erfolgreich ist würde ich nicht so lange warten und deine Immunologie überprüfen lassen. Liebe Grüße

19.02.18 - 14:32

Ich habe das gleiche Problem wie du: Endometriose IV, und Kinderwunsch. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber sie empfehlen je nach Schweregrad der Endometriose, es 3-6 Monate zu versuchen, weil sich die Endometriose ja schließlich wieder ausbreitet.
Warum genau Endometriose unfruchtbar macht, abgesehen davon, dass Eileiter verschlossen sein können oder die Eierstöcke durch Zysten behindert oder auch innerhalb der Gebärmutter die Einnistung verhindert werden kann, weiß man ja leider nicht vollständig. D.h., auch wenn du keine neuen Zysten o.ä. hast, kannst du unfruchtbar bleiben. Aber darüber hast du dich ja sicher zu genüge informiert: Also je mehr Zeit ohne Schwangerschaft oder Hormontherapie verstreicht, desto mehr wütet diese doofe Krankheit auch in dir und deine Chance, doch noch schwanger zu werden, sinkt. Wir sind jetzt in einem Kinderwunschzentrum, hier hat sich herausgestellt, dass auch mein Mann durch einen Hodenhochstand in der Kindheit nur sehr eingeschränkt fruchtbar ist. Insofern hat der Besuch schon etwas gebracht, denn auch dein Mann könnte theoretisch ein Problem sein. Das zu wissen, erspart ja immerhin schon viele enttäuschte Monate oder Jahre. Bevor wir das wussten, empfahlen sie uns, es nach Termin zu versuchen, dann ermitteln sie deine fruchtbaren Tage. Das ist ebenfalls hilfreich und die ganzen Voruntersuchungen und Tipps kosten dich nichts, nur deine Krankenkasse!
Wir haben uns nun für eine künstliche Befruchtung entschieden. Davor solltest du dich bei deiner Krankenkasse informieren, ob sie die Kosten übernehmen, i.d.R. nur 50%, Knappschaft aber z.B. 100%, wenn ihr beide dahin wechselt. Unbedingt vorher drüber nachdenken, ein Wechsel dauert ja 3 Monate. Ich habe etwas Schiss vor den Hormonen und der Eizellentnahme, aber bald geht es los. Wenn du magst, kann ich dir davon berichten. Kenne selbst leider noch kein Paar, das das auch durchgemacht hat. Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen. Es ist natürlich eine "Hürde", ein solches Kinderwunschzentrum aufzusuchen. Und es stimmt natürlich, dass es schon 1 Jahr dauern kann, schwanger zu werden. Aber du bist nun einmal krank, das macht schon einen Unterschied. Liebe Grüße.

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