Erstes Mal KiWu-Klinik - Achtung sehr lang!

Hallo ihr Lieben,
"leider" müssen wir nun in die KiWu-Klinik und ich habe einige Fragen an euch.
Vorab meine Geschichte:
Ich habe im Jan. 2013 einen Sohn bekommen. Mit 18 Jahren hatte ich erfahren, dass meine Schwester mit Kind Nr. 2 schwanger ist. Da sie 10 Jahre älter ist und wir daher eher wie 2 Einzelkinder aufgewachsen waren, habe ich mir gewünscht, dass zumindest unsere Kinder zusammen aufwachsen können. Ich wollte sowieso früh Mutter werden und mein damaliger Partner war auch direkt einverstanden. Also habe ich ca. im März/April 2012 die Pille abgesetzt und ein paar Wochen später war der Test auch direkt positiv. Um Sachen wie Ovulation oder ähnliches hatte ich mir zu dem Zeitpunkt gar keine Gedanken gemacht.
Nach einem Jahr Stillzeit habe ich mir eine Hormonspirale setzen lassen.
Leider hat die Beziehung zum Vater nicht gehalten und so hatte ich irgendwann einen neuen Partner. Als mein Sohn ca. 2 Jahre alt war, haben wir auch beschlossen, ein zweites zu bekommen. Die Spirale musste eh gezogen werden, da sie verrutscht war, also habe ich noch 6 Monate die Pille genommen, da ich bei sofortiger Schwangerschaft meine Ausbildung hätte unterbrechen müssen. also haben wir kurz vor Ausbildungsende angefangen zu üben. 2 Jahre lang.
Wir sind dann umgezogen und ich hatte einen neuen Frauenarzt. Dieser hatte ein paar Untersuchungen durchgeführt, Blutbild, Ultraschall ... und hatte nichts auffälliges gefunden. Allerdings sagte er mir, ich müsse unbedingt abnehmen. (95kg bei 1,72m zu dem Zeitpunkt)
Ich habe in den folgenden Monaten also 15kg abgenommen und eine Überweisung in die KiWu-Klinik bekommen. Die hatten dort in Osnabrück aber lange Wartezeiten und so haben die mir erst in 6 Monaten einen Termin nennen können. Leider gab es 2 Monate vor dem Termin einen unschönen Zwischenfall zwischen meinem Partner und mir, sodass wir uns getrennt haben. Also habe ich den Termin auch nicht wahrgenommen.
Allerdings war ich total verrückt nach dem Gedanken, ein Baby zu bekommen. Also habe ich leider die ein oder andere Affäre gehabt und nicht verhütet ... Im Endeffekt kann ich zwar sagen, ZUM GLÜCK bin ich nicht schwanger geworden, aber es war schon merkwürdig.
Dann bin ich mit meinem jetzigen Partner zusammen gekommen. Wir kannten uns schon einige Jahre und darum haben wir eigentlich auch sehr schnell beschlossen, ein Baby zu bekommen. Mein Wunsch waren immer 3 Kinder und er wollte auch gern 2 "eigene", auch wenn er meinen Sohn sehr lieb hat. Ich bin nun 27 und wir versuchen es auch seit mittlerweile fast 1,5 Jahren.
Aufgrund meiner Vorgeschichte war ich bereits letztes Jahr im Oktober, also 3 Monate "probieren", bei meinem neuen Frauenarzt und teilte ihm meine Leidensgeschichte mit. Er sagte mir, ich solle im Februar doch wieder kommen und er würde mir dann eine Überweisung in die KiWu geben. Allerdings fand ich das sehr frustrierend, so "endgültig unfruchtbar", daher habe ich mich erst im März wieder um einen Termin gekümmert, auf den ich dann 3 Monate warten musste und die Zeit mit KiWu-Tee überbrückt. Im Januar habe ich mir den CB Monitor gekauft, der mir über mehrere Monate hinweg einen LH Anstieg bestätigte. Da ich auch einen sehr regelmäßigen Zyklus mit minimalen Abweichungen habe, hab ich mir das irgendwann gespart, weil die Stäbchen ja auch echt teuer sind. Außerdem hat mein Partner ein Spermiogramm anfertigen lassen, welches ausgezeichnet war. In der Zwischenzeit war ich noch beim Endokrinologen, um meine Schilddrüse etc. zu checken. Diabetes-Test war negativ und mit meinen Hormonen war auch alles super, lediglich mein Testosteron-Wert lag ein Mü überm Normalwert, daher hatte er mir Metformin verschrieben. Ich habe das Metformin allerdings nur 2 Wochen genommen, da ich davon so starke Magenschmerzen hatte und wir in den Urlaub fahren wollten. Anschließend wollte ich damit wieder beginnen.
(habe aber gestern erst wieder begonnen....)
Im Juni beim Frauenarzt-Termin stellte mein FA bei einem Ultraschall die Vermutung an, dass ich eventuell an Endometriose leide, allerdings war er sich sehr unsicher und wollte es beobachten, da es wohl mehr ein Schatten war.
Folsäure nehme ich übrigens schon seit Jahren mehr oder weniger regelmäßig.

Nun war ich gestern wieder beim FA und habe nun direkt eine Überweisung in die KiWu bekommen. Leider wurde mir nicht mal eine Clomifen-Behandlung oder ähnliches vorgeschlagen. Das wollen die wohl den Experten überlassen. Irgendwie frustriert es mich so sehr, dass wir diesen Schritt gehen müssen, aber ich will auch einfach so sehr noch ein Baby...

UND NUN ZUM FRAGETEIL:

Wir sind nicht verheiratet. Wir arbeiten beide Vollzeit aber in "normalen" Jobs und verdienen da auch kein Vermögen. Da ich für meinen Sohn Unterhaltsvorschuss erhalte, da der Vater nicht zahlen kann/will, würde dieser bei Heirat wegfallen und darum war es für uns nie Thema.
Allerdings bin ich mir bewusst, dass die Kosten einer künstlichen Befruchtung nur zur Hälfte getragen werden, wenn man verheiratet ist.
ALLERDINGS frage ich mich, was denn nun genau gemacht wird und was genau übernommen wird, wenn man eben nicht verheiratet ist? Ich hatte dort schon angerufen und die Dame sagte mir, der erste Termin wäre kostenlos. Aber lt. Google sollen alle Untersuchungen zur Klärung der Unfruchtbarkeit kostenlos sein?
Hat da jemand Infos? Wie wäre denn genau der Ablauf? Ich weiß gar nicht, welche Fragen ich dem Arzt stellen soll.
Hat von euch jemand Erfahrung?

Vielen Dank. Für Tipps zum Steigern der Trefferquote wäre ich echt dankbar.

PS: ich war meines Wissens nach nie wieder schwanger, also auch keine FG erlitten. Gibt ja seit über 5 Jahren kaum einen Monat, wo ich keinen Test gemacht habe. Alle negativ bis auf einen digitalen von Facelle, der leider bei vielen Mädels falsch positiv anzeigte..

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Hallo kristik14,

Ich bin gerade in aktueller Behandlung einer kiwu mit gvnp, vorher haben wir beim Fa mit clomifen versucht aber es hat leider nicht geklappt. In der kiwu wirst du und auch dein Partner durchgeckt. Bei mir war es so es gab ein erstes Gespräch danach musste ich in dem zyklus mehrmals zur Klinik um Blut abzunehmen um herauszufinden wo ich im Zyklus stehe und was mein Blut generell aussagt. Bei mir war soweit alles gut bis auf der eizellvorrat, da war ich über den Durchschnitt, was ja ansich gut ist aber der Körper sich nicht entscheiden kann wen er ist rennen schickt und dadurch mein Zyklus zu lange dauert. Das alles war für mich kostenlos. Danach wurde alles besprochen sowie mit welcher Therapie wir anfangen. Wir sind dann mit gonal f gestartet und mein Partner musste ebenfalls ein Blutbild sowie spermiogramm machen lassen das waren ca 150euro. Die Medikamente kosteten ca 30 Euro also alles im Rahmen. Wir sind nun im dritten üz mit gvnp mal schauen ob es geklappt hat ansonsten geht es denke ich zum nächsten Schritt und das wird dann denke ich was kosten. Kurz zur Info wir sind auch nicht verheiratet und die kiwu war der beste Schritt auch wenn wir noch nicht erfolgreich waren. Liebe Grüße Steffi

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Sieh die Kiwu-Klinik als Chance ☺️ dort sind die Experten, die sind dafür da, zu helfen.

Diagnostik wird von der KK übernommen und GVNP (zum Beispiel mit Clomi) auch.

Erst für IUI und IVF/ICSI wird eine Genehmigung benötigt und man muss verheiratet sein oder ist eben Selbstzahler.

LG Luthien mit ⭐⭐

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Hi, für Frau unter 40 gibt es in vielen Bundesländern auch für Unverheiratete zumindest eine Teil- Förderung für die teuren Maßnahmen. Google mal für Dein Bundesland. LG

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Leider in S-H nicht :(