Embryonen weiter einfrieren - ratlos

Hallo, ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich habe vor 10 Jahren eine Imsi in Österreich gemacht und es wurden 2 Blastozysten eingefroren.
Ich habe zu dem Zeitpunkt nicht darüber nachgedacht. Die Schwangerschaft war schwierig , frühe Blutungen und Plazenta Praevia. Liegeschwangerschaft, viele Wochen Krankenhaus.

T-Schnitt bei der Geburt. Die Aussage, eine weitere Schwangerschaft sei gefährlich. Dann selbst eine Autoimmunerkrankung, Arbeitslosigkeit und Depressionen des Mannes, zwischendurch immer wieder der Gedanke, ein weiteres Kind wäre schön. Aber mein Mann wollte nicht.

So nun kam Corona. Ich bin Corona-Risikopatientin. Mein Mann hat sich getrennt und ich lebe mit den Kindern allein, sehr lange Homeschooling.
Viel Stress und Kummer.

Nun der Anruf der Kinderwunschklinik, ob ich die Blastozysten verwenden will oder nicht. Ich kann sie selbst nicht austragen, zu gefährlich. Aber ich finde dieses " wir tun sie weg" so schlimm.

Der Leiter der Klinik hat mir gesagt es sei nur ein Zellhaufen.
Ich hab Bedenkzeit bekommen. Nun sollte heute das entscheidende Gespräch sein. Ich hatte heute mit einem Seelsorger darüber gesprochen und er sagte, dass ich schon wütend lassen kann und ich könnte ja eine Beerdigung mit ihm machen. Der Gedanke gefiel mir nicht und dann hab ich doch nochmal gegoogelt und fand die Nachricht, dass in Kanada Leihmütter das Kind kostenlos austragen.

Ich hab dann bei so einer Adresse angerufen und sie sagte, ich könne die Blastocysten nach Kanada bringen lassen für 1200 Euro. Erstmsl um Zeit zu gewinnen. Ein e Leihmutterschaft in Kanada koste aber um die 36.000 Euro hauptsächlich wegen des Rechtsanwaltsxubd Gerichtsverfahren zur Elternschaft. In USA UND Ukraine kostet es zum Vergleich zwischen 80.000 und 120.000.

Und als ich mit meiner Freundin sprach, sagte diese ich müsse alle Nachteile sehen und das,Kind könne krank sein und ich sagte, aber vielleicht ist eä meiner Glück und die meinte wenn sie auftauen, ist es nicht mehr so kalt. Und eine Fehlgeburt und Abtreibung wären ähnlich.

Ich sagte wenn man von Beerdigung und ihnen ist kalt spricht, dann hat man das Gefühl, "etwas umzubringen". Irgendwie macht es die Entscheidung noch viel schlimmer für mich.

Ich hätte jetzt kein Kind adoptiert, meine beiden Kinder sind 10 und 14 aber ich fühle so etwas wie Verantwortung für die Blastozysten. Ich denke auch daran wie einsam ich sein könnte, wenn meine Mäuse ausziehen und dass ein kleines Kind mir einen Sinn geben könnte. Auf der anderen Seite hab ich aber auch Angst, ob es gesund ist und weil ich damit ohne Mann allein wäre

Ich habe dann dem Kinderwunscharzt gesagt, dass ich sie nach Kanada abholen lasse und er war gleich einverstanden und sagte, die Biologin würde sich bei mir melden.
Es kostet wie gesagt 1200 Euro

Ich könnte mir die 36.0O0 Euro für die Leihmutterschaft nicht leisten, wenn ich nicht etwas gewinne. Von daher weiß ich nicht, ob ich es tatsächlich umsetzen kann, aber die Option ist da. Und irgendwie erscheint mir alles unwirklich. . Ich bin total durcheinander

Ich hab dem Arzt in Österreich nicht gesagt, dass ich mit meinem Mann getrennt lebe. Die Beraterin für Kanada sah darin kein Problem.
Ich weiß nicht, ob der Umzug nicht nur geht, wenn mein Mann mit unterschreiben. Das wäre nicht möglich, er würde das wahrscheinlich auch nicht wollen.

Ich hab im Moment sehr viele große Probleme und fast keine Kraft dies nun such noch zu entscheiden. Es macht mich fix und fertig.
Ich kann nicht mehr klar denken..Was soll ich denn bloss machen? Kann mir jemand helfen oder mich rechtlich beraten? Vielen Dank Simone

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Guten morgen,

du könntest sie hier auch zur Adoption frei geben/ verschenken.
Und ein kinderloses Paar glücklich machen.

Liebe Grüße

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Ich hab auch über eine Adoption nachgedacht, aber ich könnte es nicht ertragen, nicht zu wissen, wo sie sind.

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Habe meine Bedenken, dass du das ohne der Zustimmung deines Exmannes machen darfst. Auch wenn du sie über Leihmütter austragen lässt, ist dein Exmann schließlich immer noch der genetische Vater. Und damit hätte er ein Sorgerecht... ich denke, dass du ihn bei der Entscheidung mit einbeziehen solltest. Vielleicht sogar musst. Kenne da den rechtlichen Rahmen nicht.

Und du erzählst, dass du jetzt schon Alleinerziehende Mama von zwei Kindern bist und es sowieso schon sehr stressig ist. Es wird nicht leichter, wenn du noch ein Baby dazu bekommst.

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Hallo, ich kann nur berichten wie es in der KiWu Klinik wo wir in Behandlung sind berichten. Dort ist es so, dass nur befruchtete Eizellen eingefroren werden, wenn schon vorher klar ist, dass kein Frisch Transfer stattfindet. Ansonsten werden alle befruchten Eizellen in die Kultivierung gegeben. Falls an Tag 5 die Qualität so gut ist, das eingefroren werden kann wird das gemacht. Ich hatte jedes Mal wenn es ein TF gab 3 Blasto, min. 1 hat es nicht geschafft eingefroren zu werden. Weiter kultiviert wird erst bei 4 oder 5 PN. Laut Statistik bleibt jeden Tag ein Mehrzeller stehen. Dadurch kommt auch die Zahl 10 Eizellen punktieren zu können. Natürlich hängt die Anzahl von verschiedenen Faktoren ab.
Ich kann dir leider nicht sagen wie es ist, wenn sich das Paar entscheidet nur bis Tag 3 zu kultivieren. Da laut einer Laborantin nur an Tag 1 und Tag 5 bzw. 6 eingefroren wird.
Soviel ich weiß fällt alles was unter einem 8 Zeller ist nicht unter dem Embryoschutzgesetz.
Aber ich muss dir recht geben, dass die Aussage keine Blasto einzufrieren ist merkwürdig. Da bewegt sich die Klinik wahrscheinlich in einer Grauzone. Für die Paare, die sich für eine Blastokultur entschieden haben, finde ich es nicht in Ordnung.