Nachbarschaftslästerei

Hallo Zusammen,

ich bin verheiratet und habe zwei kleine Kinder (2 und 4 Jahre alt); wir leben in einem Reihenhaus und heute ist mir zu Ohren gekommen, dass über uns in der Nachbarschaft hochgradig gelästert wird. Seit einem halben Jahr arbeite ich wieder Vollzeit - ich MUSS es, damit wir finanziell über die Runden kommen - und seitdem sei es ja so, dass unsere Kinder soviel weinen und schreien würden. Das sei ja schon reif fürs Jugendamt! .... Ich bin deswegen fix und fertig! Ich liebe meine Kinder über alles und tue ja auch alles für Sie! Natürlich arbeite ich nur Vollzeit, damit wir unseren Verbindlichkeiten nachkommen können und über die Runden kommen - und natürlich ist es so, dass Kinder in dem Alter und in der Geschwisterkonstellation ihre "Kämpfe" austragen, die nicht immer still von statten gehen. Und selbstreden bin auch ICH nicht immer perfekte Mama und schreie mal da, wo eher erklären angebracht wäre. Aber ich bemühe mich wirklich täglich, alles so gut wie möglich zu machen. Ganz und INSBESONDERE für meine Kinder. Da sind solche Kommentare natürlich RICHTIG gemein.

Wie soll ich bloß mit diesen Vorwürfen umgehen? Wir leben hier dicht an dicht und ich will nicht zum "vielgehassten" Lästeropfer werden! Habt ihr Ratschläge für mich?

Lieben Dank von Anja

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Hallo,

sowas ist natürlich doof. Du hast mein Mitgefühl wir wohnen auch in einem Mittelreihenhaus.

Eigendlich hast Du nur zwei Möglichkeiten:

A: Du legst Dir ein dickeres Fell zu und ignoierst es.

B: Sprich die Person an von dem Du das gehört hast und stell es klar, sieh zu das Du "vor" die Tür kommst und ein paar Nachbarn begegnest und dort ebenfalls "nebenbei" klar stellst was bei Euch los ist.


lg dore

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Hi!

An Deiner Stelle, würde ich mir die besagten Personen mal vorknöpfen und sie direkt darauf ansprechen. Meistens sind solche Leute anschließend "ganz klein mit Hut!

Verena

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Hallo Anja!

Ich weiß nicht wie du sonst mit sowas umgehts, aber ich kann die sagen wie ich es handhabe....
Ich sprech genau DIESE PERSON darauf an, wenn ich weiß wers war.
Ich frag ganz höflich; "Na ich hab gehört du hast dies und jenes über mich erzählt. und jetzt möchte ich fragen was das soll oder wie du darauf kommst?"
Dein Vorteil; die sind in dem Moment vor den Kopf gestoßen, weil man eben mit sowas nicht rechnet! Nutz das etwas aus. Finde heraus wer was über dich erzählt und sprich diese höflich darauf an. :-p versuchs mal.

Ich meine lästerreien gibts immer, wir wohnen in einem kleinen Ort. da kommt sowas auch mal vor. wobei HIER über mich noch nix erzähl wurde... ;-)


Oder einfach: du steckst es weg und ignorierst die Leute. Jeder hat sein Leben und man muss sich auch für sein Leben nicht rechtfertigen!



Ich wünsch dir alles Gute! Du machst schon alles richtig so! Viele sind bestimmt nur neidisch, wie du das schaffst mit 2 Kindern und Haushalt und arbeit! :-p *lach*


Katha #sonne

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Zieh dir den Schuh nicht an ...

Ich kenne eine ähnliche Situation aus eigener Erfahrung, allerdings abgeschwächt, da ich "nur" Teilzeit arbeite und die Vorwürfe an mich nur einen speziellen Fall betreffen, der mich zwar ärgert aber im Prinzip Pillepalle ist.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass - leider - an sich sehr nette Frauen dazu neigen, über andere zu lästern, wenn es um ein Thema geht, mit dem sie selbst ein Problem haben. Wahrscheinlich ist das bei allen Menschen so. Konkret bedeutet das, dass sich bei uns alle über eine Mutter aufregen, die drei Tage die Woche berufstätig ist und sich nun getraut hat, ihre Kinder eine Woche bei der Tagesmutter zu lassen, nur (!) damit sie selbst in Urlaub fahren kann. Ich führe das Verhalten der sich darüber aufregenden Frauen darauf zurück, dass sie neidisch sind, dass eine Frau hier so ganz klar Prioritäten setzt und dies auch kann. Zwangsläufig bekommt sie das Etikett sie würde sich nicht gut um ihre Kinder kümmern.

Vermutlich sind die anderen neidisch weil sie zum einen nicht das Geld und zum anderen nicht die Möglichkeit haben sich so zu verhalten wie die berufstätige Mutter.
Ich arbeite auch drei Tage die Woche und ich kann die Frau seeeehr gut verstehen. ich habe das Glück Großeltern zu haben und komme deshalb nicht bis an den Punkt der totalen Erschöpfung, aber ich kann nachvollziehen dass man als berufstätige Mutter zweier Kiga-Kindern irgendwann so weit ist dass man sich eine Woche Urlaub gönnt auch wenn man seine Kindern dann eine Woche lang fremd betreuen lässt - und das, obwohl man seine Kinder wirklich über alles liebt.

In meinem Fall ging es darum, dass ich nicht bereit war für einen Kuchenverkauf eine Stunde in der Küche und anschließend eine Stunde am Kuchenstand zu stehen. Da das Ziel des Kuchenverkaufs ausschließlich darin bestand, für den Elternbeirat Geld zu bekommen, bot ich an das Geld direkt zu spenden. Mir ist meine freie Zeit extrem kostbar, ich habe davon sehr wenig verglichen mit einer nicht aushäusig berufstätigen Mutter. Das konnte aber niemand so recht verstehen, deshalb wurde auch über mich gelästert.

Ein Stück weit lebe ich mit dem Unverständnis der anderen (nicht berufstätige Mütter können sich oft wirklich nicht vorstellen, wie hart es manchmal sein kann wenn man darauf angewiesen ist zu arbeiten und wie sehr es einen innerlich zerfleischen kann), ein Stück weit wehre ich mit verbal dagegen wenn mich jemand entsprechend anspricht. Ich formuliere meine Meinung erst freundlich, dann aber schon auch deutlicher wenn es nicht anders geht. Zum Glück sind alle hier recht harmoniebestebt, ich glaube nicht dass man sich ernsthaft miteinander verkrachen kann, ich halte aber nichts von falscher Harmonie; und es gehört auch zu meiner Selbstachtung dass ich mich gegen Unterstellungen wehre, auch wenn ich jemanden damit vor den Kopf stoßen sollte.

Wenn man arbeiten muss obwohl man lieber ganz zu Hause bei seinen Kindern wäre und genau weiß, dass dies für einen selbst und für die Familie / die Kinder harmonischer wäre - das ist manchmal schon eine besch.... Situation, und man ist bei solchen Vorwürfen doppelt verletzlich. Deshalb: Zieh dir den Schuh nicht an! Ich tröste mich in solchen Situationen damit dass ich mir selbst versichere wie viel ich leiste und dass ich darauf stolz sein kann, dass ich es mir nicht leicht mache. Ich versuche in meiner Situation das beste für mich und meine Familie zu tun, ich mache es mir nicht leicht, ich schaffe es so gut ich kann. Da hat keiner das Recht, über mich zu lästern oder mich unfair zu kritisieren, nur weil er nicht fähig ist das Ganze aus meinem Blickwinkel zu sehen!

Alles Liebe!
K.

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Ach, lass Dich fest #liebdrueck

Kann Dich sehr gut verstehen - ich gehe selbst bald wieder Vollzeit arbeiten - da ist meine Püppi gerade 6 Monate. Frag nicht, was bei uns los ist. #augen (in Familie und Nachbarschaftskreis)
Mir persönlich fällt es auch schwer nicht mehr 24-Std. am Tag für mein Baby da zu sein, da kann man solch dummes Geschwätz echt nicht brauchen! #klatsch

Kennst Du das Lied von den "Ärzten":
"Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin,
die meisten Leute haben gar nichts böses im Sinn,
es ist ihr eintöniges Leben, was sie quält und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt!"

Auch wenn es schwer fällt und weh tut. Ich ignorier sowas. Die sind es nicht wert, dass man ihnen irgendwelche Emotionen zeigt.
Ich bin überzeugt, dass Du das Richtige für Euch und Eure Familie tust und Du eine gute Mutter bist!

Ich denke, es ist viel Neid dabei. Ihr schafft das alles und kommt klar!
Bei uns ist es auch so: Mein Mann und ich haben beide einen guten Job, ein gutes Einkommen und ein schönes Haus. Da kann es ja nicht sein, dass wir noch ein Kind haben, um was wir uns kümmern und welches wir lieben.#klatsch Dummschwätzer! #augen

Ich verstehe Dich sehr gut!
Lass Dich aber nicht weiter ärgern!