Hausfrau??? *sorry, lang* Hausfrauerfahrungen gesucht...

Mir platzt gleich der Schädel vom vielen Nachdenken und daher frage ich Euch jetzt mal nach Meinungen/ Erfahrungen... Ich bin echt ratlos.

Seit unsere Tochter 6 Monate alt ist, gehen mein Mann und ich Vollzeit arbeiten. Mittlerweile ist das über 1 Jahr her. Mein Mann ist Geschäftsführer, Teilzeit ist völlig ausgeschlossen. In meinem Job ist Teilzeit auch absolut unmöglich, hatte schon mehrere Gespräche mit meinem Vorgesetzten diesbezüglich. Unsere Tochter wird liebevoll bei einer super Tagesmutti betreut. Bis vor kurzem hatten wir eine Haushaltshilfe, die uns den Großteil des Haushalts abgenommen hat.
Die Entscheidung, dass ich wieder arbeiten gehe, haben wir vor über einem Jahr unter den Voraussetzungen getroffen, dass es finanziell sehr eng war, da mein Mann an Exfrau hohen Unterhalt gezahlt hat und da das Jobangebot ziemlich einmalig war und ich mich schnell entscheiden musste.
Grundsätzlich macht mir mein Job auch viel Spaß.

Mittlerweile ist die Situation aber so, dass der Unterhalt an Exfrau weggefallen ist und mein Mann uns finanziell problemlos allein versorgen kann.
Wie gesagt arbeite ich gerne, aber wir sind in der Woche nie vor 18 Uhr zu Hause, Dienstag und Donnerstag muss ich auch noch länger arbeiten und da wird es manchmal erst 20 Uhr. Trotz Haushaltshilfe bleibt unser Familienleben auf der Strecke, ich bin völlig ausgebrannt und unglücklich, weil ich ständig versuche alle Bälle oben zu halten und alles unter einen Hut zu bringen. Ich habe zu wenig Zeit für mein Kind und ein permanentes schlechtes Gewissen. Schlechtes Gewissen vor allem meinem Kind gegenüber sowie meinen Mitarbeitern und Kollegen gegenüber, wenn ich z.B. mal wieder w/ Erkrankung meines Kindes ausfalle.
Noch dazu ist mein Arbeitsumfeld momentan äußerst schwierig.

Mein Mann hat mir den Vorschlag unterbreitet, meinen Job aufzugeben, da Teilzeit unmöglich ist.
Bedeutet, entweder ich finde einen anderen Job, bei dem Teilzeit möglich ist oder ich werde Hausfrau und Mutter.

Nun denke ich die ganze Zeit drauf rum, ob ich mir ein Hausfrau-Mutter-Leben vorstellen könnte.
Mit unserem Kind, unseren Tieren, Haus und Garten wäre ich sicher ausgefüllt beschäftigt. Mein Mann meinte auch, ich sollte mir dann ruhig ein ausfüllendes Hobby suchen. Klar, das ist ein verlockender Gedanke, aber ich befürchte fast, dann hätte ich ein schleches Gewissen gegenüber meinem Mann, weil er sich den Buckel krumm schuftet, um unseren Kindern und mir ein angenehmes Leben zu bereiten. Wenn mein Gehalt wegfällt, müssten wir nicht mal auf so vieles verzichten, weil wir an Haushaltshilfe und Tagesmutter sparen (Kiga ist um einiges günstiger!).

Aber was ist mit meiner Absicherung? Ich wäre nicht mehr sozialversicherungspflichtig...
Gut, Krankenversicherung wäre über meinen Mann möglich und für die Altersvorsorge habe ich 4 private Verträge, die auch weiter bespart werden würden.

Unser Familieneinkommen würde nur noch auf meinem Mann lasten. RisikoLV und Berufsunfähigkeitsabsicherung bestehen in angemessenem Umfang.
Sollten wir uns trennen, haben wir einen Ehevertrag.

Vielleicht sollte ich es einfach wagen und die Zeit mit meinem Kind genießen.
Aber bei dem Gedanken, dass ich gar keinen Job und kein Einkommen habe, wid mir einfach flau im Magen. Ich meine, ich arbeite seit 7 Jahren direkt nach meinem Schulabschluss - mit kurzer Unterbrechung durch die Geburt meiner Tochter, aber auch da hatte ich das Elterngeld - ich hatte immer mein eigenes Geld.
Ach so, meinem Mann ist es vollkommen egal, wieviel und für was ich Geld ausgebe, auch wenn es "sein" Geld ist. Ich verwalte sowieso alle unsere Finanzen, wir haben gemeinsame Kasse und selbst wenn ich in einer Woche mal 5 Pakete Bestellungen nach Hause bekomme, fragt er nicht nach.

Alternativlösung... Ich halte in meinem Vollezeitjob noch ein wenig durch, werde schwanger und gehe dann erstmal in Elternzeit für 2-3 Jahre und dann schauen wir weiter... Wir haben letztes Jahr schon mal ein paar Monate "geübt", es hat aber nicht geklappt...

Was meint Ihr? #kratz

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Hallo!

Die Entscheidung kann dir natürlich hier niemand abnehmen...

Für mich wäre es allerdings klar, dass ich die Alternativlösung anstreben würde, wenn ihr sowieso noch ein Kind haben wollt. In der Elternzeit könntest du dich dann nach einem neuen (Teilzeit-) Job umschauen.

Ich habe auch immer gearbeitet und mein eigenes Geld gehabt. Als ich schwanger wurde, habe ich es mir offen gehalten, wie lange ich zu Hause bleibe. Ich wollte schauen, wie wir mit einem Gehalt klarkommen (2005 gab es noch kein Elterngeld!) und wie ich mich als Hausfrau und Mutter mache.

Ergebnis: Meine persönliche Katastrophe!

Das Geld war eigentlich kein Problem (auch wenn ich es nicht lustig fand, nicht einfach in den Urlaub fahren zu können....), aber ich kam zu Hause alleine mit Kind überhaupt nicht zurecht! Das fing mit Wochenbettdepressionen an, ging über schlaflose Nächte ohne Ablenkung, keine Gesprächsthemen mehr außer dem Kind, Gewichtszunahme (mit Essen aus Langeweile getröstet), etc. Haushalt hätte mich ausfüllen können, aber ich sehe darin einfach keinen Lebensinhalt!
Als mein Schwiegervater in Rente ging, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin (nach 1,5 Jahren) wieder teilzeit arbeiten gegangen - und war wieder ich selbst!!!

Ich gehe immer noch teilzeit arbeiten. Vollzeit könnte ich mir momentan überhaupt nicht vorstellen, aber zu Hause bleiben ohne Job noch viel weniger!!!

LG LEna

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Hallo,

ich hab dir ja unten schon mal geschrieben. Jetzt hast du deine Situation ausführlich geschildert.

Ich versuche immer, sehr vorsichtig mit meiner Meinung zu sein, wenn es um die konkrete Lebenssituation von anderen geht und man gefragt wird, wie man selber entscheiden würde.

Es geht ja um DEIN Leben, und nur du kannst die Entscheidung treffen. Aber das weißt du ja selber. Ich will dich nicht verunsichern, ich hoffe du fasst es nicht so auf, wenn ich dir jetzt doch meine Meinung sage: Nach allem, was du geschrieben hast, würde ich an deiner Stelle ohne Bedenken den Beruf aufgeben.

Gründe dafür: dein Mann ist einverstanden, finanziell ist es möglich, deine Altersvorsorge ist geklärt. Selbstverwirklichung und Anerkennung kann man auch ohne Job bekommen, auch außer Haus (Hobby oder ehrenamtliche Tätigkeit, die mit der Familie nichts zu tun hat).

Und ganz ehrlich: Es IST ein Unterschied, ob man kräfte- und zeitmäßig durch den Beruf ausgepowert ist oder nicht!

Ich arbeite ja nicht mal Vollzeit, und dennoch bin ich oft ausgepowert und habe nicht die innere Ruhe oder Kraft für meine Kinder, und vieles, was ich einfach viel besser machen MÖCHTE, was meine Familie angeht (z.B. Organisatorisches, Kontakte zu Freunden, Kinder in ihren Interessen unterstützen), schaffe ich nicht weil ich zuhause oft erst mal von meinem Beruf ausspannen muss. Ich versuche dennoch, einen Mittelweg zu finden, aber wirklich zufriedenstellend ist es nicht.

Ich merke aber im Urlaub, wie ich auf einmal wesentlich entspannter bin und den Kopf frei habe für meine Kinder und Familiendinge. Ich bin fröhlicher, ruhiger und gelassener den Kindern gegenüber und habe auch mal Zeit, um was Leckeres zu kochen. Schön ist es nicht, zu wissen, dass es so ist, ohne die Chance zu haben, zu arbeiten aufzuhören... Aber finanziell geht es nicht. Ich habe aber vielleicht demnächst die Aussicht, auf 30% zu reduzieren, da ich große Gehaltseinbußen habe, wird das zwar auch nur eine Zeitlang möglich sein, aber ich hoffe dass ich es drei, vier Jahre lang finanziell durchhalten kann.

Ich bin der Meinung, wenn man sich selber durch den Beruf ausgepowert fühlt und sich dann die Möglichkeit bietet, aufzuhören UND sich "nur noch" um Kinder, Familie und Haushalt zu kümmern, dann sollte man das tun. Und bevor alle Emanzen entsetzt aufschreien: Ich bin emanzipiert, ich liebe meinen Beruf, ich habe nur keine Lust mehr auf die ständigen faulen Kompromisse und darauf, dass ich ständig irgendwelche Notlösungen brauche weil ich weder die Zeit noch die Kraft habe, allem wirklich gerecht zu werden.

Und auch etwas ganz Unpopuläres (vielleicht seit dem Erscheinen von Eva Hermanns Buch nicht mehr ganz so unpopulär, aber dennoch): Wenn man den Job als Hausfrau und Mutter "richtig" macht, ist es ein vollwertiger Beruf, davon bin ich überzeugt. Was dazu führt, dass jemand, der diesen Anspruch hat, und dennoch außer Haus zusätzlich arbeitet, zwangsläufig seine eigenen Ansprüche herunterschrauben muss.
Kann man damit leben? Ich momentan eher schlecht als recht, weil ich sehe, wievieles faule Kompromisse sind weil es halt nicht anders geht.

Irgendwann sind die Kinder groß. Hat man dann das Gefühl, genügend Zeit mit ihnen verbracht zu haben? Ich habe mich bewusst für Kinder entschieden und ich finde es ein großes Geschenk, sie aufwachsen zu sehen. Ich bin dankbar für jeden Moment, den ich innerlich gelassen mit ihnen verbringen kann. Oftmals fehlt mir aber gerade diese innere Gelassenheit, da viel von meiner Kraft für meinen Beruf draufgeht. Ich mag meinen Beruf, aber meine Kinder sind mir wichtiger. Das führt zwangsläufig zu Unzufriedenheit, wenn ich nach einem anstrengenden Vormittag heimkomme. Wenn meine Kinder dann auch noch schlecht gelaunt sind, reagiere ich oft anders, als ich es gut finde.

Wenn man arbeiten muss, weil es finanziell nicht anders geht - gar keine Frage, dann muss man das Beste draus machen. Aber wenn man bewusst Kinder wollte und merkt, wie viel es einem gibt und wie sehr man es genießt, dass man sich um seine Kinder selber kümmern kann und sie nicht fremdbetreuen lassen muss - dann darf man meiner Meinung ohne Zögern dazu stehen, ohne faul zu sein oder das Gefühl zu haben, jemandem auf der Tasche zu liegen.

Ich hatte, bevor meine Kinder auf die Welt kamen, eine ganz andere Lebensplanung. Ich wollte wieder arbeiten, dementsprechend haben wir das finanziell miteingeplant. Jetzt weiß ich, dass ich es am Schönsten fände, wenn ich nicht außer Haus arbeiten müsste und mich so den Kindern widmen könnte, wie ich es für richtig halte. Wie gesagt: Wenn man diese Aufgabe ernst nimmt, ist es ein vollwertiger Beruf und genauso anstrengend und zeitintensiv wie eine Tätigkeit außer Haus.

lg
K.

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Sehr schön geschrieben.

>>>Und bevor alle Emanzen entsetzt aufschreien: <<<

Wenn Emnzipation bedeutet, sich zwanghaft eine Doppel- und Dreifachbelastung aufzuhalsen.... dann bin ich froh, meine Kinder zu einer Zeit aufgezogen zu haben, als es noch "normaler" war, Vollzeitmutter zu sein.

Wobei ich natürlich auch sehe, dass die Zeiten heute andere sind, vielleicht war man früher auch nicht so anspruchsvoll und muste alles haben.

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Es hat aber auch was damit zu tun, dass es "früher" wesentlich anstrengender war, einen Haushalt zu führen. Da gab es keine Spülmaschine, keine Waschmaschine, keinen Trockner usw. Da war Hausarbeit wirklich noch Arbeit und anstrengend.

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Ich wuerde an deiner Stelle die Alternativ-Loesung anstreben. Von "High-Power"-Job auf totale Abhaengigkeit und nur zuhause umstellen, faende ich persoenlich zu hart.

Wenn du nen erfuellenden Teilzeitjob finden kannst, super, aber ich stell's mir auch schwierig vor dann in einen Job zu gehen, der weniger fordert und damit weniger Erfolgserlebnisse bietet.

Selbst wenn es deinem Mann egal ist, wieviel du ausgibst, unterschaetze nicht den psychologischen Druck, ob es dir auch egal sein wird, dass es nicht mehr "dein" Geld ist, was du ausgibst.

Koenntest du dich ggfs selbsstaendig machen?

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Selbständigkeit wäre auch eine Option. Darüber hatte ich mal kurzzeitig nachgedacht. Ideen hätte ich. Ich hätte auch Ideen, die in andere Berufsfelder gehen.
Bisher hat mich die Angst gebremst, dass es floppen könnte und ein unbefristetes Anstellungsverhältnis sicherer ist... Aber nun liegen die Fakten anders.
Danke für diesen Gedankenanstoß!

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Huhu,

also ich hab 1 Jahr und 2 Monate Elternzeit genommen, danach 1,5 Jahre 25h in der Woche gearbeitet (Telearbeit, ohne direkten Kontakt zu Kollegen, nur telefonisch), und ich habe kurz vor Ende der Elternzeit wegen eines neuen Vollzeitjobs gekündigt. Meine alte Arbeitsstätte war 400km entfernt (bin in der Elternzeit umgezogen), und ich hatte Bedenken, dass sie mich nach der Elternzeit nicht mehr Teilzeit machen lassen, weil sie es da ja nciht mehr müssen. Ich bin nicht soooo scharf auf Vollzeit (aber Teilzeitjobs in der IT sind auch knapp gesät), aber auf sowas wie geistige Herausforderungen, und die haben mir in den Jahren davor absolut gefehlt. Ich fand die knapp 3 Jahre fürchterlich. Der Tag hat sich einfach so in die Länge gezogen, ich bin schon jeden Tag einkaufen gegangen, damit ich etwas zu tun habe. Kinderturnen, Musikgarten und Mütterkaffeeklatsch haben mir echt nicht gereicht. Und ich kam mit dem Gefühl, kein "eigenes" Geld zu haben, auch gar nicht klar.
Jetzt habe ich zwar Stress, aber ich bin innerlich trotzdem ausgeglichener.
Letzendlich musst Du es aber selbst wissen, ob Dir da etwas fehlt. Als ich schwanger wurde, war meine berufliche Situation auch nicht sooo dolle (und ich war echt froh, endlich nicht mehr arbeiten zu müssen), aber als ich dann nicht mehr gearbeitet habe, hat mir dann doch etwas gefehlt. The grass is always greener on the other side... ;-)

Wenn Du sicher noch ein Kind möchtest, ist es theoretisch am einfachsten, in der gleichen Firma zu bleiben. So bekommst Du Elterngeld und hast nach 3 Jahren wieder Anrecht auf einen gleichwertigen Job.
Eine Alternative ist, wenn Du jetzt im Moment gar nciht mehr arbeiten möchtest, zu kündigen und Dich dann bei Bedarf irgendwie selbstständig zu machen, und ab und an als Freelancer o.ä. auf Deinem Gebiet arbeitest.
Oder Du arbeitest erst mal weiter und suchst parallel dazu eine Teilzeitstelle. Aus ungekündigter Stellung ist das einfacher.

Aber egal, wie Du Dich entscheidest, auch wenn Du jetzt erst mal Hausfrau machst, es gibt wenig Entscheidungen, die man nicht auch wieder ändern könnte. Wenn Du merkst, das Hausfrauenleben war es nicht, sei's drum, dann suchst Du Dir halt was neues.
Wenn man sich verändern möchte, hat das immer so den Anklang von Endgültigkeit, aber das ist es ja nicht. In einigen Jahren kannst Du doch ohne weiteres wieder arbeiten, wenn Du das dann möchtest. Sicher musst Du dann evtl. in Kauf nehmen, dass Du etwas suchen musst oder Dich mehrmals bewerben, aber selbstständig machen ist ja auch noch eine Alternative. Vor allen Dingen, wenn man ein gesichertes Einkommen für die Familie hat.

Die Entscheidung, die Du heute triffst, ist nicht für immer.

Trau Dich!

LG

Hanna

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"Aber egal, wie Du Dich entscheidest, auch wenn Du jetzt erst mal Hausfrau machst, es gibt wenig Entscheidungen, die man nicht auch wieder ändern könnte. Wenn Du merkst, das Hausfrauenleben war es nicht, sei's drum, dann suchst Du Dir halt was neues.
Wenn man sich verändern möchte, hat das immer so den Anklang von Endgültigkeit, aber das ist es ja nicht. "

"Die Entscheidung, die Du heute triffst, ist nicht für immer. "

ich finde das sehr gut geschrieben. es hat was beruhigendes. ich neige auch dazu, bei entschlüssen immer tausend "aber wenn dann"-überlegungen einzubeziehen. deine einstellung hat etwas befreiendes...

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Sehe ich genauso ;-)
Eigentlich änderte sich mein Leben immer schnell. Es ging immer irgendwie weiter... Vielleicht sollte ich ein wenig mutiger werden ;-)

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Hallo,

was machst du denn beruflich? Ist es in diesem Beruf generell nicht möglich in Teilzeit zu arbeiten?

Ich habe nach der Geburt meines Sohnes meinen unbefristete Vollzeitstelle gekündigt, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, wieder Vollzeit zu arbiten, mit Kind.

Mein Sohn ist mittlerweils 2 Jahre und 4 Monate alt und geht ab August bis 14:00 Uhr in den KIGA.

Ich habe mir ein neues Büro gesucht und arbeite jetzt jeden Mittwoch 4 Stunden und jeden zweiten Samstag. Mittwochs paßt meine Mama auf und samstags ist mein Mann da.

Ich muß sagen, ich würde es mit einem zweiten Kind wieder so machen.
Ich genieße die gemeinsame Zeit mit meinem Sohn unendlich, wir machen eine Spielgruppe, Turnen und einen Schwimmkurs in der Woche und in der restlichen Zeit gehen wir in den Park o.ä.

Ich bin rundum zufrieden mit meiner Situation. Wir haben natürlich weniger Geld als vorher, aber das Gehalt von meinem Mann reicht völlig aus und mein Minigehalt sparen wir immer für Urlaub.

Ich denke aber, daß du schon wenigstens ein paar Stunden arbeiten gehen solltest, sonst wird die Umstellung wohl zu hart.


Ich wünsche dir alles Gute bei deiner Entscheidung!

Lg

Claudia & Luca (30.09.2007)

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Ich arbeite in einer Bank. Ich könnte mir aber auch einen Bürojob o.ä. vorstellen.

Natürlich kann man in vielen Banken Teilzeitstellen besetzen. Diese sind jedoch sehr rar. In meiner Bank ist es vollkommen ungern gesehen. Ich bin Führungskraft, da geht es gar nicht.
Aber wir haben uns nun die Alternative überlegt, dass ich versuche, meinen Filialleiterposten aufzugeben und als Berater auf 50% zu arbeiten. Das wäre erstmal ein Mittelweg, wenn sich mein Chef darauf einlässt.

Dein "Modell" hört sich schön an. Mir hat bisher einfach der Mut dazu gefehlt, einfach meinen Job zu kündigen. Du hast auch wieder etwas gefunden...
Ich habe auch schon mal die Stellenanzeigen durchgeschaut, es gibt immer irgendwas, wo Geld in die Kasse kommt, falls doch mal was ist...

Vielleicht bin ich auch einfach gebranntmarkt. Meine Mama war Jahre selbständig, hat damit aber so gut wie nichts verdient und dann wurde sie von meinem Vater verlassen und stand ohne was da. Klar, er muss noch Unterhalt zahlen. Das reicht aber zum Leben nicht. Sie hat sich mit psychisch belastetenden Call-Center- und Minijobs über Wasser gehalten, bis ich über Beziehungen was einigermaßen solides für sie gefunden habe. Das war aber auch viel Glück.
Ich hab einfach ein bißchen Furcht, dass ich keinen Job finde, wenn wir doch darauf angewiesen sind...

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Hi,

muss vorweg sagen, ich habe nicht alles gelesen..

Ich kann dazu nur soviel sagen, das du als nur Hausfrau und Mutter nicht glücklich wirst.

Schau dich doch erstmal um ob du eine Teilzeitstelle annehmen könntest? Ob überhaupt etwas angeboten wird.
Wenn ja, dann mach es!

Denn Vollzeit arbeiten gehn, kannst du immer wieder.

Das mit dem schwanger werden ist natürlich auch eine Option.. drücke Euch die Daumen das es klappt.

Ich bin jetzt seit Dezember 2008 zuhause - hatte in der Schwangerschaft ein BV - und mir fällt hier die Decke auf den Kopf.
Werde spätestens nächstes Jahr wieder arbeiten gehn.. wenn die Umstände stimme.

Aber wie gesagt, als nur Hausfrau und Mutter würdest du eingehn, davon bin ich überzeugt.

LG Diana

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Hallo

Ich bin ganz unerwartet in ein Hausfrauendasein gerutscht, als ich mit meinem Großen schwanger wurde, hätte ich es mir gar nicht vorstellen können. Jetzt kann ich mir gar nicht vorstellen, wieder Vollzeit zu arbeiten ;-)

Was das Geld angeht, kommt es sehr auf die Einstellung von deinem Mann an - und die scheint ja zu stimmen. Bei uns verwalte auch ich die Finanzen, wir besprechen jede größere Ausgabe und er drängt mich geradezu, mir auch mal was zu gönnen. Ich habe NIE das Gefühl, zu schmarotzen. Und glaube mir, es gibt genug zu tun. Es kommt halt immer darauf an, WIE man einen Job machen will, und wenn man eine gute Mutter sein will, dann ist das schon fast ein Vollzeitjob. Kommt noch der Haushalt, aber da stell ich nicht so hohe Ansprüche an mich.
Was die geistigen Ansprüche angeht, da kann ich nur sagen, ist jeder für sich selbst verantwortlich...

Wenn ich daran denke wie es wäre, Vollzeit zu arbeiten, schon gestresst nach Hause kommen, Haushalt schmeißen, Kinder bespaßen, halbtot ins Bett fallen - dann bin ich froh, dass ich das nicht muss.

Wenn das in meinem Beruf möglich wäre, würde ich gerne auch ein wenig arbeiten, so wie meine Vorschreiberin, vor allem, um ein wenig rauszukommen. Es ist aber auch gut so, wie es ist.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung für euch, und viel Glück!

Liebe Grüße
Sabine

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Meine Güte---
Du hast die Wahl Zeit mit Deinem Kind zu verbringen, warum zögerst DU!???

Andere Frauen fragen sich, wo die Zeit hin ist. Mit Arbeiten Haushalt (NEIN, sie haben keine Frau dafür. Sie machen es selbst. Aber das ist auch mein Neid, wenn ich ehrlich bin...).

Ich hab Vollzeit mit zwei Kids unter drei gearbeitet. Ich sag Dir, ich bin schlecht, meine Kinder gar nicht klargekommen.

Was sagt denn Dein Kind?
Ich würd an Deiner Stelle für mein Kind zu Hause bleiben.

Hab für meine beiden Kinder alle beruflichen Karrieresachen geknickt und werde Tagesmutter.
Dabei fühle ich mich gut. Denn ich bin in erster Linie Mama. Gut, ich muß auch Geld verdienen. Logisch. Aber bei uns: Nicht ohne meine Kinder. Mittlerweile.

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Nicht jede Frau kommt allerdings gut alleine zuhause klar. Auch wenn es fuer dich die richtige Entscheidung war, ist es doch nicht der einzige Weg.

Und auch nicht jedes Kind will zuhause bei Mama bleiben, sondern viele gehen gerne in die Krippe, ist ja auch spannender und es gibt viel mehr zu spielen.

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<Denn ich bin in erster Linie Mama<#schock

Was machst Du, wenn die Kinder irgendwann groß sind. Das geht schneller als man denkt.

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Such' Dir aus Deiner ungekündigten Stellung einen Teilzeitjob.

Natürlich mag es Frauen geben, die in ihrer Hausfrauenrolle aufgehen - aber ich persönlich kenne keine. Alle sind mindestens genauso ausgebrannt und frustriert, weil es eben auf Dauer keine grosse persönliche Befriedigung bedeutet, der Familie immer nur den Rücken freizuhalten. Dein Kind wird bald andere Sachen mehr geniessen, als nur mit Mama zusammen zu sein.

Beide Vollzeit ist eine verdammte Jonglage. Ich persönlich arbeite z.Zt. 25 Std und werde (so wir einen Hortplatz bekommen) auf 30 Std aufstocken. Meine Söhne sind fast 5 und fast 6 und das klappt ganz gut. Und in meinem Beruf gibt es 'eigentlich' auch keine Teilzeitstellen. Uneigentlich schon - man muss nur darauf bestehen ;).

Ein zweites Kind würde das prinzipielle Problem doch nur um ein paar Jahre verschieben und nicht lösen.

Grüsse
BiDi



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Wir wünschen uns definitiv ein zweites Kind.:-)
Wenn es soweit wäre, würde ich erstmal 2 Jahre in Elternzeit gehen und mir dann etwas anderes suchen.
Meinen Filialleiterjob in Vollzeit kann ich definitiv mit 2 Kindern nicht mehr ausüben!
Aber es ist sicher einfacher aus der Elternzeit heraus als "nur" als Hausfrau...