Die perfekte Entfernung zu den Eltern und Familie ?

    • (1) 03.01.11 - 15:44

      Hallo,

      wir haben vor 4 Jahren ein Haus gekauft, und sind eigentlich absichtlich 20 km von der Familie weg gezogen, um etwas Abstand zu haben und sich nicht ständig auf der Pelle zu hocken. Zuvor haben wir bei meinen Eltern im Haus gewohnt, was eigentlich ganz okay war, aber wir wollten dann einfach was eigenes anfangen und das mit dem Haus hier hat sich dann zufällig so ergeben, wäre es näher gewesen wären wir eben wo anders hin gezogen.

      In der Zwischenzeit haben wir 2 Kinder bekommen und nun zweifle ich manchmal echt, ob es klug war, "so weit" weg zu ziehen. Es geht eben nicht, dass meine Mutter die Kinder mal vom Kindergarten abholt oder mal eben zusammen einkaufen geht auch nicht. Wir sehen uns trotzdem einmal pro Woche, meistens nimmt sie dann die große einen halben oder ganzen Tag und ich mach was mit dem Kleinen oder so. Hier besuchen tut uns meine Familie nur zu Geburtstagen, sie sind alle sehr "fahrfaul".

      Wie ist das bei euch so? Wir gut klappt es, z.B. im selben Ort zu wohnen ohne sich zu nerven (?) oder einzumischen? Oder auch nicht zu viel zu erwarten?

      Vielleicht hilft mir ja ein Austausch, mich damit auseinander zu setzen. Ob das ein Grund ist, das Haus zu verkaufen weiß ich nämlich auch nicht.

      • Hallo

        es kommt immer auf die Eltern an.
        Mit meiner Mutter hätten wir in der Nähe wohnen können, die wollte ihr eigenes Ding machen, und es wäre gut gegangen. Auch für meinen Mann

        Zu den Eltern meines Mannes sollte der Abstand mindestens eine Stunde Fahrzeit betragen - wir haben ein paar Haustüren. Seine Eltern sind getrennt wohnen aber Beide hier im Block
        Vor allem die Mutter meines Mannes hat ganz große Erwartungen an uns, aber von ihr selbst kommt wenig, bis gar nichts. Außer Erwartungen, Vorwürfe und Prinzipien.


        Es kommt einfach immer auf den Mensch an, auf die Art der Eltern - den Typ der Eltern

        Grüße Silly

        • Also, als ich im selben Haus wie meine Eltern gewohnt habe, hatte ich immer mal wieder so nette Zettelchen in der Wohnung wie "Putz mich" an der Badewanne usw... Fand ich nicht so prickelnd.

          Wie gesagt, eigentlich wollten wir ja etwas Abstand, aber wenn man dann Kinder hat sieht man manche Sachen etwas anders. Bestimmt wäre es praktisch, die Eltern in der Nähe zu haben, wenn mal jemand krank ist oder wenn ich (irgendwann mal) wieder arbeite, aber vielleicht denkt man auch einfach nur, dass das besser wäre, was man gerade nicht haben kann? #kratz

          Vielleicht helfen mir ja andere Meinungen und Gedanken etwas auf die Sprünge.

          • (4) 03.01.11 - 16:54

            Hallo!

            Sind deine Eltern noch berufstätig?
            Falls ja, könnten sie evtl. die Kinder gar nicht eben mal schnell vom Kiga abholen.

            Und die kids werden so schnell groß, da braucht man dann eh niemanden mehr, der sie mal für eine Stunde nimmt o.ä.

            Würdet ihr euer Haus wirklich deswegen verkaufen wollen?

            LG, m.

        Für die einen ist es zu nah, für die anderen zu weit! Wer einen mag und Zeit mit jemandem verbringen möchte der fährt jeden Tag oder mehrmals die Woche 20 km, auch neben Arbeit, Familie und Streß. Wem es nicht wichtig ist sind 20 km eben zu weit.

        Wir sind vor drei Jahren über 700 km weit weg gezogen (von Deutschland nach Österreich) und haben vorher mit meinen Eltern in einem Haus gewohnt. Die Umstellung sich nicht mehr einfach so immer wenn man mag sehen zu können war schwer. Aber den weiten Weg haben wir so oft es ging auf uns genommen und auch meine Eltern wahren oft bei uns.
        Die Familie meines Mannes hat sich allerdings noch kein einziges Mal die Mühe gemacht uns zu besuchen und erwartet aber immer das wir zu ihnen kommen. Aber da das auch nicht anders war als wir noch "nur" 50 km auseinander gewohnt haben, hat es wirklich nichts mit der Entfernung sondern mit Interesse zu tun - traurig aber wahr!
        Und PS: mit der weiten Fahrt hat das nichts zu tun denn die wollte meine Schwiegermutter letzten Sommer auf sich nehmen um zu uns zu kommen - während wir im Urlaub sind damit sie kostenlos in unserem Haus Urlaub machen kann! Hallo um uns zu sehen fährt sie nicht, aber um Geld zu sparen schon? Wir haben das abgelehnt!

    Ich denke das kommt aufs Verhältnis an. Meine Freundin ist auch ca. 15 km von ihren Eltenr weggezogen und nach ein paar Jahren wieder zurück und hat jetzt bei Ihren Eltern ausgebaut....

    Wir wohnen 15 km von meinen Eltern weg, da meine Eltern sich nicht sonderlich um die Enkel kümmern wollne, ist die Entfernung egal. Unsere Schwiegers wohnen 250 km von uns wg und das ist keni Meter zu wenig :-p Die würden sich pausenlos in unser leben einmischen.

    Bunny #hasi

  • Hallo

    wären denn deine Eltern eine Unterstützung für Dich ?
    Würden sie dir bei den Kindern helfen - würden sie es so machen wie du es angenehm findest ?
    Habt ihr ein gutes Verhältnis - was hat dein Mann für ein Verhältnis ?

    Wie gesagt wir haben nur ein paar Haustüren - aber unsere Oma will sich nicht um unser Kinder kümmern, um uns zu helfen.
    Sie will die Kinder ab und zu sehen weil sie es will - damit es die anderen Leute sehen -
    aber nicht um uns zu Helfen.

    Wenn wir Hilfe brauchen geht es höchstens eine Stunde, oder gar nicht - oder am Wochenende sagt sie ganz klar, da ist ihre Freizeit da will sie unsere Kinder nicht.
    Und es ist nicht so daß wir sie oft gefragt haben, aber z.B. während dem Umzug wo ich mit dem dritten Kind hochschwanger war.

    Grüße Silly

    Kommt immer auf die Umstände an.

    1. Würden deine Eltern euch unterstützen wollen?
    2. Wäre diese Unterstützung in der Art, wie du sie dir vorstellst?
    3. Will dein Mann diese Unterstützung überhaupt?
    4. Wie sehr brauchst du Unterstützung?
    5. Gäbe es andere Möglichkeiten (Freunde, soziales Netzwerk durch Nachbarn etc)

    Mach mal eine Checkliste und hake ab.

    ICh empfinde die Unterstützung meiner Eltern als Goldwert. Wir partizipieren alle davon. Ich, sie und vorallem meine Söhne. Ein Idealfall.

    Gruss
    agostea

    • Hm, ich bin mir da in einigen Punkten nicht ganz sicher. Meine Mutter neigt dazu, es etwas zu gut zu meinen. Außerdem ist sie die perfekte Hausfrau mit Putzplan und wöchentlichem Großputz und ich... eher nicht. #schein

      Ich schätze... es könnte gut gehen. Es könnte aber auch schief gehen, und dann haben wir unser eigentlich schönes, wenn auch nicht ganz perfektes Haus aufgegeben. Schwierig schwierig...

(10) 03.01.11 - 16:41

Hi,

20 km sind doch nicht die Welt.

Ich würde gern 50 -80 km von meiner Familie entfernt wohnen.

Jetzt sind es fast 400 km!

Wir sehen uns alle paar Monate, wenns schlecht läuft, auch nur 1-2x im Jahr. Das finde ich wenig sehen.

Wir machen alles, aber auch wirklich alles alleine, das ist auch gut so. Obwohl man nicht selten denkt, daß es einfach schöner wäre, die Familie näher beisammen zu haben.

Mal eben zum Kaffee kommen... Jetzt ist das mit Planung verbunden, inkl dem Problem, wo man uns schlafen legt (wir sind 6 Personen).

Also,... freu Dich bitte über die 20 km ;-)

LG

madmat,.. die nach fast 11 Jahren oft noch Heimweh hat

(11) 03.01.11 - 16:55

20 km sind doch keine Entfernung #kratz

Wir wohnen 150 km weit weg von meinen Eltern. Ist mir zu weit, allerdings nicht wegen der Kinderbetreuung, das käme bei uns auch nicht in Frage wenn sie nur 5 Minuten weit weg wohnen würden. Für die Kinderbetreuung haben wir einen Babysitter!

Meine Schwiegereltern wohnen nur 15 Minuten entfernt, ist aber die Weser dazwischen und man muß Fähre fahren, das ist eigentlich ganz gut so ;-)

LG

(12) 03.01.11 - 16:58

Hallo,

20km sind doch keine Entfernung! Das ist ja nicht mal eine halbe Stunde mit dem Auto.

Meine Eltern wohnen 2000km weit weg. Meine SE ca 100km weit weg.

Ich könnte auch mit meinen Eltern Tür an Tür wohnen den wir wissen was wir aneinander haben und wer was von wem erwarten kann. Somit denke ich nicht das es groß zum Streit kommen würde.
In einem Haus wohnen, in einer Wohnung zusammen wäre auf Dauer zu dicht da prallen dann wieder Welten aufeinander.

Die Frage ist doch würden Deine Eltern Dich unterstützen, wie soll die genau aussehen ? Kannst Du es ertragen wen Deine Mutter sich einmischt usw usw...

Ich liebe meinen Eltern von ganzem Herzen aber es gibt Momente da bin ich wirklich mehr als froh das 2000km zwischen uns liegen. #schein

LG dore

(13) 03.01.11 - 17:26

HUHU

meine Eltern und Großeltern wohnen auf der anderen Straßenseite.

Ich glaube das A & O ist wie eigentlich immer REDEN. Wir haben unseren Weg gefunden, indem jeder sagen kann, wenn es mal nicht passt, man mal seine Ruhe braucht, was anderes vorhat etc.- ohne dass der Gegenüber grummelig wird. Wir akzeptieren, dass jeder auch sein eigenes Leben hat und manchmal eben auch andere Sachen zu tun hat-

Das Kind nehmen sie eigentlich immer, wenn ich danach frage oder wenn sie z.B. am Wochenende vormittags einen Ausflug machen oder so.

Das mit dem Einmischen ist so eine Sache... eigentlich klappt es prima mit allen--- außer meiner Mutter, aber das ist eine Typsache, die würde auch alles besser wissen und können, wenn sie am anderen Ende der Welt leben würde ;-) wir haben gelernt, damit zu leben, uns nicht aufzuregen und es einfach zu nehmen, wie es ist. Ich lass das freundlich lächelnd unkommentiert und mach mein Ding ;-) Streiten mit ihr bringt eh nix, weil sie wie gesagt, alles kann und weiß.

Kommt auf die Wünsche, Erwartung, das Verhältnis zueinander und einigen anderen Faktoren ab UND ich denke die perfekte Situation ist Lebenssituationsabhängig.
Da das Leben Veränderung bedeutet ist m.E. auch die perfekte Entfernung zur Familie unterschiedlich.
Es gab Zeiten da wünschte ich, dass wir näher zusammen wohnen würden.
In der jetzigen Situation wohnen wir keinen km zu nahe.
Gibt es überhaupt etwas was nicht veränderungen unterworfen ist?
Ich persönlich finde nichts negatives daran.
Es ist wie es ist und es wird was wir daraus machen.
Eine große Entfernung kann genauso viele Vorteile bringen wie Nähe.

(15) 03.01.11 - 17:45

Hallo Mineos,

ich wohne 25 km von meinen Eltern (jetzt leider nur noch meinem Vater, da meine Mutter inzwischen gestorben ist) entfernt.

Ich wollte keine große Hilfe von ihnen mit meinen Kindern und hätte von ihnen auch keine große "alltägliche" Hilfe bekommen können. Unser Verhältnis war zu gesunden Zeiten meiner Eltern eher distanziert, aber dennoch so, dass ich sie hin und wieder besuchte oder meine Kinder auch mal (sehr selten) dort übernachteten.

als meine Mutter schwer erkrankte konnte ich meinen Vater bei der Pflege und im Haushalt durch die relativ geringe Entfernung ein wenig entlasten, und auch heute noch kann ich ihm relativ problemlos helfen - ich fahre 2 x die Woche zu ihm um ihm im Haushalt zu helfen und weiß, im Notfall bin ich in 30 Minuten da.

Für mich ist die Entfernung eigentlich sehr gut so. Da ich weder alltägliche Hilfe wollte, noch alltägliche Hilfe geben kann im umgekehrten Fall - aber trotzdem greifbar sein möchte, wenn man mich braucht.

Liebe Grüße Liki

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